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Infinitum Novum  - Aus dem Notizbuch des K. Antari

von Myska
GeschichteFantasy / P16 / Gen
Vampire
20.06.2021
17.11.2021
94
122.854
3
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20.06.2021 362
 
Ich habe heute dieses Notizbuch einem toten Mann entnommen, welchen ich und Shiro auf unseren Weg gefunden hatten. Der Kleine meinte natürlich  mich gleich daran zu erinnern zu müssen, dass dies Diebstahl sei. Er hat an sich auch recht, nur in dem Zustand, in welchem dieser Fremde war, würde er sicherlich nicht mehr beanstanden, dass ich dieses fast leere Buch an mich nehme und meine Notizen hineinschreibe. Schließlich ist mein Letztes bereits seit gut einem Monat voll.
Meine Frage an Shiro, ob er denn auch etwas dagegen hätte, wenn ich dem Toten das Geld aus seinen Taschen entwenden würde, damit wir uns in der nächsten Siedlung einen Platz zum Schlafen und vielleicht etwas zu Essen leisten könnten, beantwortete er mir, in dem er sich beleidigt wegdrehte. Anscheinend war das dann wohl ok für ihn.
Ich habe die Notizen des Mannes hier aus dem Buch herausgerissen, da sie für uns nicht von Nutzen waren. Dass man die Nacht, dunkle Orte und Wälder meiden sollte, wussten wir selber. Schließlich waren wir seit unserer Kindheit auf der Flucht vor dem, was uns jagte.
Mit den entfernten Seiten habe ich uns dann das Feuer entfacht, dass uns gerade wärmt und Shiro wenigstens etwas Sicherheit zum Schlafen gibt, während ich Wache halte, so wie es meine alleinige Aufgabe ist, seit unsere Mutter verstorben ist. Das ist auch bald ein Jahr her.
Schlafen werde ich vermutlich erst wieder nach Sonnenaufgang und das auch nur kurz. Schließlich müssen wir weiter. Wenn wir zu lange an einem Ort bleiben, laufen wir Gefahr, dass diese Monster uns finden. Nicht nur weil sie nicht unbedingt bekannt für Freundlichkeit gegenüber uns Menschen sind, es gibt schließlich genug Horrorgeschichten, die man uns erzählt hat im Laufe der Zeit, was sie uns an tun würden, wenn wir unvorsichtig wären, sondern auch weil unser Vater vermutlich der Grund ist, weshalb sie solche Gräueltaten an Menschen vollziehen, machen es nur noch wichtiger für uns, dass wir uns nicht erwischen lassen. Ich möchte mir nicht vorstellen, was sie uns antun, wenn wir ihnen in die Finger geraten.
Morgen also weiter. In die nächste Siedlung. Wenn wir ein Zimmer bekämen könnten wir zumindest einmal beide gleichzeitig ruhen.
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