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Einmal Schokolade - Immer Schokolade ?

von NoMuggle
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan Zayn Malik
19.06.2021
24.07.2021
13
25.400
5
Alle Kapitel
43 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
22.07.2021 2.071
 
Hello Ihr :)

Ich hatte gedacht, dass ich zwischendurch noch ein Kapitelchen hochladen kann, aber leider hat es in der letzten Woche nicht geklappt... Naja. Dafür bekommt ihr heute zwei von mir. Zumindest wenn ihr auch VMuT lest :)

Es könnte ein kleines bisschen turbulent werden.

Viel Spaß!




12.


Niall hatte das Gefühl zu explodieren! Sein ganzer Körper fing an zu kribbeln, als Zayns Lippen seine berührten.
Ein Schauer lief ihm über den Rücken, während er ihn näher zog, und seinen Duft tief durch die Nase einsog.
Es fühlte sich einfach so richtig an, ihn zu küssen.
Es fühlte sich so gewohnt und wie Zuhause an, ihn zu küssen.
Er hatte es so vermisst, ihn zu küssten.
Eine Träne löste sich aus seinem geschlossenem Augenlied, und rollte seine Wange hinunter.
Er schluckte, und löste sich leicht von Zayn, nur um ihn an sich zu ziehen, und sein Gesicht an dessen Brust zu vergraben.
„Liam?“ flüsterte der.
Liam räusperte sich.
„Dich würde ich auch g-“ Er wurde unterbrochen, vermutlich von Liam, der seine Lippen auf Zayns legte, und ihn so zum Schweigen brachte.

Niall löste sich etwas von Zayn, und betrachtete die beiden dabei, wie sie sich langsam küssten. Auf Zayns Gesicht lag ein rosa Schimmer, und Liams Augenlieder flatterten leicht, obwohl sie geschlossen waren.
Als sie sich schließlich wieder voneinander lösten, sahen sie sich einen Moment lang an, und dann schauten sie gleichzeitig rüber zu Niall, der ein Lächeln nicht unterdrücken konnte und wollte.
Zayn biss sich auf die Unterlippe.
„Das hab ich vermisst“ sagte er und schaute zwischen ihnen hin und her.
„Ich auch“ kam es gleichzeitig von Niall und Liam, und alle drei fingen an zu grinsen.

Sie tranken ihren Tee, und kuschelten, aber gegen halb elf machte Zayn sich dann trotzdem auf den Weg. Schließlich mussten sie am nächsten Tag alle wieder zeitig los.
Später im Bett grinsten Liam und Niall sich an.
„Ich glaube, dass es vielleicht nicht mehr zu lange dauern wird“ sagte Niall leise.
„Den Eindruck hatte ich heute auch“ stimmte Liam ihm zu, und küsste ihn.
Das warme Gefühl, dass sich bei Zayns Kuss in seinem Körper ausgebreitet hatte, machte sich wieder Platz, und er zog seinen Freund näher an sich.
„Ich liebe dich“ flüsterte er.
„Ich liebe dich auch“ flüsterte Liam zurück. Sie lächelten sich kurz an, dann lehnte Liam sich wieder von, um ihn erneut zu küssen.


Die kommende Woche schlich dahin, wie jede andere auch.
Niall verbrachte alle seine Mittagspausen mit Julia in der Kantine, bereitete zu Hause den Unterricht vor, so lange Liam noch arbeiten, oder bei der Dialyse war, und am Wochenende machte er sich einige Stichpunkte für ihre blöde Konferenz.
„Hast du auch so viel Lust dadrauf, wie ich?“ fragte Julia ihn leise, als sie sich in einem leeren Klassenzimmer hingesetzt hatten, um auf die Schulleitung zu warten.
„Kann mir nichts besseres Vorstellen“ murmelte Niall, und dachte an Liam und Zayn.
„Naja… muss sein. Nicht wahr?“ sie lächelte ihn an.
„Wenn nicht, würde ich hier nicht sitzen“ sagte er grinsend. Julias Lächeln wurde noch ein bisschen breiter, und sie beugte sich runter, um einen Stift raus zu holen, wobei sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich.

Niall musste zugeben, dass diese blöde Konferenz es wirklich in sich hatte. Nicht, dass es nicht notwendig gewesen wäre, das war es alle Fälle. Aber es gab so den ein oder andere diskutierwütigen Kollegen, was jeden einzelnen Stichpunkt unnötig in die Länge zog. Also begnügte Niall sich damit, das zu tun, was seine Schüler auch immer taten, nämlich aus dem Fenster zu gucken.
Er war am Morgen wie immer mit dem Rad gekommen. Aber inzwischen sah es so aus, als wäre das nicht die beste Entscheidung gewesen.
Der Himmel wurde nämlich von dicken Gewitterwolken verdeckt.  

Bis sie endlich fertig mit der Besprechung waren, war es halb acht am Abend. Also hatten sie eine ganze Stunde überzogen.
Niall gähnte, und warf einen Blick aus dem Fenster.
Es goss inzwischen wie aus Kübeln.
Er nahm sein Handy raus, und rief Liam an.
„Hey“ meldete der sich. „Fertig konferiert?“  
„Hi. Ja, ich bin jetzt fertig“ sagte er.
„Okay… ähm… es ist ja ganz schön am Schütten, oder?“
„jup..“
„Sollen wir dich einsammeln kommen?“ fragte er.
Niall wurde warm ums Herz. Sein Freund war wirklich der beste.
„Das wäre extrem lieb!“ sagte er.
„Okay. Dann fahren wir gleich los.“
„Danke!“
Sie legten auf. Im selben Moment tauchte Julia neben ihm auf.
„Wie kommst du bei dem Wetter nach Hause?“ fragte sie ihn, und warf einen Blick auf die dichte Wolkendecke.
„Ich habe mir grade eine Mitahrgelegenheit organisiert“ grinste Niall. „Und du?“
„Ich laufe eigentlich immer… Ich hab nur nicht mit so einem Wetter gerechnet…“ sagte sie.
„Also ich hab nen Regenschirm dabei. Den brauche ich ja aber nur so lange bis ich im Auto sitze. Also wenn du mit mir am Parkplatz wartest, kannst du danach meinen Schirm nehmen, und ihn mir einfach irgendwann wieder mitbringen“
„Das wäre echt sehr lieb, Niall“ sie lächelte ihn an.
„Klar. Kein Problem“

Sie machten sich gemeinsam auf den Weg zum Parkplatz, beide unter Nialls Schirm. Dort angekommen redeten sie noch ein bisschen, aber er erkannte den Wagen von Liam recht schnell, der auf dem Parkplatz einfuhr. Das Auto parkte in ihre Richtung guckend.
„Na dann“ sagte Niall.
Sie lächelte ihn an. „Danke für den Schirm! Und komm gut nach Hause“
Noch ehe er wusste, wie ihm geschah, hatte sie ihre eine Hand an seine Wange gelegt, und ihm auf die andere Wange einen Kuss gegeben.
„Niall?“ hörte er Liams Stimme nicht weit entfernt.
Er starrte Julia perplex an.
„ähm… nur damit wir uns richtig verstehen…“ sagte er und reagierte nicht auf Liams Ruf.  „Bei meiner Mitfahrgelegenheit handelt es sich…“ „Liebling?“ „… um meinen Freund“
Er drehte sich zu Liam um, und dann wieder zu Julia. Die starrte ihn mit rotem Gesicht an.
„Oh! Das… oh Gott… das ist jetzt aber unangenehm… Tut mir Leid… ich hatte gedacht, irgendwann muss ich mein Glück ja probieren…“
„Liebling?“ fragte Liam nochmal und stand inzwischen bei ihnen. Auch er hatte einen Schirm dabei. Er sah überhaupt nicht begeistert aus.
„Hi“ sagte Niall, sprang schnell unter seinen Schirm, und küsste ihn kurz.
„Wie gesagt… tut mir Leid, Niall…ich…“ sie biss sich auf die Lippe.
„Schon gut“ sagte der. „Besser es ist jetzt geklärt, als dass…“
„… ich mir weiter Hoffnung mache“ lachte Julia, und schüttelte den Kopf. „Ähm… also ich mache mich dann mal auf den Weg… wir sehen uns morgen“ Sie drehte sich um und verschwand eilig.

Liam sagte nichts. Er nahm Niall mit zum Auto und sie stiegen ein.
Auf der Fahrt sagte keiner ein Wort.

Zuhause angekommen zog Niall sich seine nassen Schuhe aus und sagte dann „ich geh kurz ins Bad… bin gleich da“ und tat dann genau das.
Als er aus dem Badzimmer wieder kam, hörte er Liam und Zayn leise miteinander reden. Ihr Gespräch verstummte aber, sobald er das Wohnzimmer betrat.
Sie setzten sich aufs Sofa.
Die Stimmung war extrem angespannt.
„Könnt ihr mit zumindest sagen, dass ihr sauer seid?“ platzte es schließlich aus Niall raus.
„Das weißt du doch offenbar selber, oder?“ sagte Liam kühl.
„Ja. Und? Ich dachte wir wären an dem Punkt Kommunikation angekommen. Und nicht passiv-aggressives Tuscheln!“
„Okay“ sagte Liam „Ich finds nicht gut.“ Er war recht ruhig. Was aber nicht unbedingt ein gutes Zeichen sein musste… „Aber ich muss es auch nicht gut finden, so als dein Freund, oder? Wenn dich irgendwelche Frauen küssen. Auch wenns nur auf die Wange ist.“
„Nein… musst du nicht… das war das erste Mal, dass sie es gemacht hat, und ich habe es ehrlich gesagt auch nicht erwartet… wir haben uns halt immer gut verstanden, aber ich habe nie wahrgenommen, dass sie irgendwelche Annäherungsversuche unternommen hätte…“
„Ändert aber nichts daran, dass sie sich offenbar an dich ran macht“ schaltete Zayn sich ein.
„Da kann ich ja nichts dafür“ sagte Niall und starrte die beiden an. „Ich habe nicht mitbekommen, wenn sie mal mit mir geflirtet haben sollte!“
„Und deswegen sollen wir es gut finden, wenn sie dich antatscht?“ fragte Zayn mit düsterem Blick.

Niall kam sich in diesem Moment ziemlich hilflos vor.

„Was soll ich denn machen, wenn ich es nicht mitbekomme?“ fragte er wütend. „Außerdem wusste sie nicht, dass ich vergeben bin, und hat sich auch gleich entschuldigt! Davon abgesehen, dass ich mich echt überhaupt nicht für sie interessiere! Was euch aber auch klar sein sollte!“
„aha“ machte Liam kalt.
„Was ist denn jetzt los mit euch?“ fragte Niall, jetzt wirklich wütend. „Ich habe es nicht mitbekommen, sie hats versucht, ich habe ihr gesagt, dass ich vergeben bin, sie hat sich entschuldigt! Klar, ist nicht das geilste, was man sich vorstellen kann, aber es gibt überhaupt keinen Grund, jetzt so eifersüchtig zu sein!“
„Ach ja?“ fragte Liam.
„Und warum nicht?“ wollte Zayn wissen.
„Weil ich mich für niemanden außer euch interessiere! Die kann sich vor mir ausziehen und es würde mich nicht die Bohne interessieren! Ich bin doch nicht mal drauf gekommen, dass sie an mir interessiert sein könnte, weil ich nur euch im Kopf habe!“
„Na dann ist ja gut, dass wir nicht eifersüchtig sind“ sagte Liam plötzlich ruhig.
„Was?“ fragte Niall jetzt wirklich verwirrt.
„Wir sind nicht eifersüchtig“ sagte Zayn. „Wir wollten dir zeigen, wie es ist, wenn man auf der anderen Seite steht“ Er warf ihm einen Schulbewussten Blick zu.
„Aber…“ stammelte Niall. Dann entfernte er sich von den Beiden, und starrte sie mit offenem Mund an.
„Wenn man ein Gefühl nicht kennt, dann kann man es auch nicht nachvollziehen… Wenn ich Angst habe, dann weißt du, wovon ich rede, weil du selber schon mal Angst hattest… Aber wenn ich gesagt habe, dass es keinen Grund gibt, eifersüchtig zu sein, dann konntest du dich nicht darein hinein versetzten. Weil du es selber nicht kanntest. Von deiner Kollegin geht überhaupt keine Gefahr aus. Weil du dich nicht für sie interessierst. Jetzt weißt du, wenn Liam oder ich sagen, man interessierst sich nicht für jemanden, oder hat nicht mitbekommen, was das heißt… bitte sei nicht zu sauer…“
Niall starrte zwischen ihnen hin und her.
„Das war ein furchtbares Gefühl… weil… wie soll man beweisen, dass man nicht lügt…“
„Ist es“ sagte Zayn leise.
Niall biss sich auf die Lippe. Dann lief er plötzlich auf Zayn zu, und zog ihn fest an sich.
„Es tut mir Leid, dass ich das mit dir gemacht habe! Das hast du wirklich nicht verdient“
„Ist schon Okay… Du wusstest es ja nicht besser“
„Doch, wusste ich“ sagte Niall. „Es hat sich aber trotzdem so angefühlt“
Er spürte Liams Hand auf seinem Rücken.
„Eure Methoden sind nicht sehr brüderlich. Das war echt voll gemein von euch!“ sagte Niall leise gegen Zayns Brust.
„Wir spendieren die die Pizza“ schlug Liam vor. „Als Friedensangebot“
Niall fing an zu lachen.
„fairer Deal“
Er entfernte sich etwas von Zayn, um ihn anzugucken. Der Schwarzhaarige lächelte leicht, und sah ihm in die Augen. Nialls Herz fing laut an zu schlagen, und dann lehnte Zayn sich plötzlich vor, und küsste ihn.

Sie hatten bis jetzt noch nicht wirklich darüber geredet, was das grade zwischen ihnen war, aber offenbar war Zayn okay damit, wenn sie sich küssten. Niall fuhr ihm mit der Hand in die Haare, und tastet sich dann ein bisschen ran, indem er seine Zunge über Zayns Lippen gleiten lies. Und tatsächlich öffnete der den Mund, und kam ihm mit seiner Zunge entgegen.
Ein kleines Seufzen schlich sich aus Nialls Kehle, während Zayns Arme sich enger um ihn schlagen, und ihn an sich drückten.
Aus dem Augenwinkel sah Niall Liam, der an ihre Seite kam, Niall einen Kuss auf die Wange gab, und dann anfing, Zayn über den Rücken zu streichen, und seine Lippen über seinen Hals fahren zu lassen.
„Ist dir das zu viel?“ fragte Liam leise.
„Nein“ murmelte Zayn gegen Nialls Lippen, gab ihm noch einen Kuss, und drehte sich dann leicht Liam zu. „Aber ich möchte noch keinen Sex“
Liam lächelte ihn an. „Alles zu seiner Zeit. Fühl dich zu nichts gedrängt“
Zayn nickte, schaute Niall nochmal in die Augen, und krallte sich dann Liam, um ihn genauso leidenschaftlich zu küssen, wie Niall eben.
Der stand daneben und lächelte vor sich hin. Er legte einfach einen Arm um Zayn, und platzierte seinen Kopf auf dessen Schulter.
Er konnte Zayns Geruch wahrnehmen, und Liams, und genau die Mischung war, was ihm ein besonders wohliges Gefühl im Körper verursachte.
So roch Zuhause.
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