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In the darkness

GeschichteDrama, Romance / P18 / MaleSlash
Eren Jäger Levi Ackermann / Rivaille
18.06.2021
22.07.2021
13
76.514
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22.07.2021 3.943
 
Die afghanische Sonne brennt heiß auf meiner Haut, als sich der Konvoi langsam in Bewegung setzt. Eigentlich soll das hier eine ganz einfache Aktion werden: Ein kleines, abgelegenes Dorf mit Hilfsgütern versorgen. Lebensmittel, Wasser, Medikamente, das Übliche eben. Aber ich habe ein beschissenes Gefühl dabei. Man sollte meinen, dass das normal ist, denn schließlich befinden wir uns in einem Kriegsgebiet und Gefahr lauert hinter jeder Ecke. Aber irgendwas ist heute anders. Als sich das ungute Gefühl in mir ausbreitet, beginne ich die Umstände zu verfluchen, die mich überhaupt hierher gebracht haben. Eigentlich wollte ich den Verein schon viel eher verlassen und hätte »er« mitgespielt, so wie ich es mir gewünscht habe, dann wäre ich jetzt gar nicht erst in dieser abgefuckten Lage. Aber natürlich hat er mich auflaufen lassen, sein scheiß Pflichtgefühl für den Bund war ihm am Ende wichtiger, als unsere Beziehung. Seine Rechnung dafür hat er von mir bekommen, aber um den Auslandseinsatz konnte ich mich am Ende doch nicht drücken. Und wenn die Beziehung eh kaputt ist, dann will ich die Karriereleiter wenigstens schnell nach oben steigen. Umso unwahrscheinlicher ist es, dass ich als Kanonenfutter ende. Für die Beförderung brauche ich das halbe Jahr in Afghanistan nun einmal. Immerhin sind meine besten Freunde Isabel und Farlan dabei, wenn schon nicht er, denn natürlich hat er es sich nicht nehmen lassen, sich versetzen zu lassen, damit wir uns nach dem wenig glorreichen Ende unserer Beziehung bloß nicht mehr über den Weg laufen. Pisser. Er hängt jetzt in was weiß ich für einer Kaserne ab, während ich jeden verdammten Tag Angst um mein Leben und das meiner Kameraden habe.
»Schau nicht so, Levi. Wir haben das schon hundert Mal gemacht. Reine Routine«, versucht Farlan mich zu beruhigen, als ich den Wagen starte und mich hinter dem anderen Transporter einreihe.
Ich zische nur verächtlich, denn auf solche Phrasen kann ich gut und gerne verzichten. Sobald man die Gefahr aus den Augen verliert, ist man tot. Das sind die Worte, die ich mir immer wieder sage.
»Farlan, du weißt doch, dass Levi Liebeskummer hat. Lass ihn ein bisschen schmollen«, mischt sich nun auch Isabel ein. Die beiden sind die einzigen Kameraden, die von der Beziehung von mir und »ihm« wussten und es sich nun zur Aufgabe gemacht haben, mich jeden Tag mit ihrem Frohsinn abzulenken. Dafür verrate ich niemanden von der heimlichen Beziehung, die die beiden führen.
Isabel spricht weiter: »Ich schicke euch erst mal das Bild, das ich von uns gemacht habe. Unser letzter Tag, bevor wir in diesem Höllenloch gelandet sind. Das wird auf jeden Fall eingerahmt.«
»Tu’, was du nicht lassen kannst«, murre ich, auch wenn mein Ärger nicht ihr gilt und ich das Foto von uns dreien am Flughafen eigentlich ganz schön finde. Den Abend vorher haben wir ordentlich getrunken, auf »ihn« geschimpft und es war das erste Mal seit der Trennung, dass ich mich nicht vollkommen elend gefühlt habe. Ich bin froh, dass ich die beiden durch meine Arbeit kennengelernt habe. Wohl das einzig Gute, was mir die Zeit beim Bund bisher gebracht hat.
»Meine Güte, Levi! Wenn wir erst mal wieder zu Hause sind, helfe ich dir persönlich dabei, jemanden zu finden, den du flachlegen kannst. Deine Laune ist echt ein Stimmungskiller«, lacht Farlan und klopft mir freundschaftlich auf die Schulter. Ich bin einen Moment lang abgelenkt, als ich ihn empört ansehe und so sehe ich eine Millisekunde zu spät, was vor uns passiert. Der erste Wagen des Konvois fährt über etwas, das wie ein Stein aussieht. Nur, dass es keiner ist, sondern eine Mine, die den Transporter mit einem lauten Knall explodieren lässt.
»Scheiße!«, rufen Farlan, Isabel und ich gleichzeitig. Ich steige auf die Bremse und schaffe es gerade noch, nicht in das Auto vor mir zu knallen. Der Lärm der Explosion lässt meine Ohren klingeln und nimmt mir für einen Augenblick meine Orientierung. Ich öffne die Tür des Wagens und steige taumelnd hinaus, erkenne aber schon beim ersten Blick, dass für meine Kameraden aus dem ersten Wagen jede Hilfe zu spät kommt. Blut und Körperteile liegen vermischt mit Blech und Gummi auf dem sandigen Wüstenboden.
Isabel rennt trotzdem sofort los. Als Sanitäterin lässt sie es sich nicht nehmen, sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Doch ihr Blick bestätigt das, was ich schon längst wusste. Keiner der anderen hat überlebt.
»Scheiße!«, flucht Farlan noch einmal, während ich langsam wieder zu Sinnen komme.
»Wir müssen hier weg!«, rufe ich, »Das ist eine Falle!«
Doch meine Erkenntnis kommt zu spät. Ich habe den letzten Satz nicht einmal ausgesprochen, als eine Gruppe verhüllter Männer hinter einem großen Stein hervor kommt und ihre Waffen auf uns richtet. Ich sprinte zur Autotür, um meine eigene an mich zu nehmen, da fallen schon die ersten Schüsse. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie Isabel zu Boden geht. Eine rote, blutige Wunde prangt auf ihrer Stirn.
»Izzy!«, schreit Farlan und stürmt auf die bewaffneten Männer zu. Wie ein Erschießungskommando richten die Terroristen ihre Waffen auf ihn und versenken eine Kugel nach der anderen in seinem Körper, bis er tot auf dem Boden zusammen bricht. Und ich weiß, dass ich der nächste bin. Ich gehe hinter dem Wagen in Deckung, rechne aber nicht damit, dass er mir viel Schutz bietet. Dennoch reicht es aus, um mir ein wenig Zeit zu verschaffen um ein Hilfegesuch bei der nächstgelegenen Truppe abzusetzen, während der Wagen regelrecht mit Blei durchsiebt wird. Ich kauere mich zusammen, will nur noch weg, verfluche »ihn« und den gesamten Verein, bis ein bisher ungekannter Schmerz durch meine Schulter fährt und alles um mich herum schwarz wird.


Ich bin so ein Idiot! Warum habe ich die Zeichen nicht schon früher erkannt? Es ist ja nicht so, als wäre mir nicht aufgefallen, dass Levi sich die letzten Tage immer merkwürdiger verhalten hat. Wieso habe ich nicht nachgefragt, ob es etwas gibt, das ihn bedrückt?
Und jetzt, wo ich seine Geschichte kenne und weiß, was er seit so vielen Jahren mit sich trägt, fühle ich mich hundeelend, dass ich ihn einer solchen Situation ausgesetzt habe. Zwar habe ich noch immer viele Fragen und einiges ist mir immer noch nicht klar, aber das muss erst einmal warten. Meinen Egoismus muss ich erst einmal zurück stellen und mich dem Mann vor mir widmen, der meine Nähe gerade mehr braucht, als dämliche Fragen.
»Es tut mir so leid«, wispere ich an seinen Hals, während meine Arme sich fest um ihn schließen, »Gott, Levi, warum hast du mir nichts gesagt? Ich hätte doch nie -«
Ich kann den Satz nicht beenden, ohne mich noch schlechter zu fühlen. Levi trägt ein starkes Trauma mit sich und das Knallen des Feuerwerks muss seine Erinnerungen an den Tag getriggert haben. Und anstatt ihn von seinem Trigger fernzuhalten, habe ich ihm diesen noch direkt ausgesetzt und danach noch gebohrt, ihn gebeten, all das noch einmal zu durchleben und mir seine ganze, verdammte Geschichte zu erzählen.
Ich muss das wiedergutmachen.
Wie ein Kind wiege ich ihn weiter in meinen Armen, halte ihn fest an mich gedrückt und reibe seinen Rücken, spende ihm Wärme und Nähe. Aber ich weiß, dass das nicht ausreicht. Er ist gefangen in seiner Welt, seinen Erinnerungen an den schlimmsten Tag in seinem Leben.
»Mach, dass es aufhört«, wimmert er kläglich, so kläglich, dass es mir das Herz bricht. Die Fassung, die er gerade noch aufbringen konnte, um mir seine Geschichte zu erzählen, hat er nun endgültig verloren.
»Sag’ mir, was ich für dich tun kann«, bitte ich ihn verzweifelt, denn ich habe keine Ahnung, wie man mit einem Nervenzusammenbruch dieser Art umgeht, geschweige denn, was angebracht ist oder was ihm wirklich hilft.
Anstatt mir zu antworten, greift Levi nach meinem Kopf und küsst mich. Ich bin zunächst ein wenig überrumpelt, kann diese Handlung nicht recht deuten. Aber dann beginne ich zu verstehen, dass er sich erden muss, dass er fühlen muss, dass es seine Art ist, ins jetzt und Hier zurückzukehren. Sein Kuss wird schnell fordernder, seine Lippen pressen sich mit immer mehr Druck auf meine, während sich seine Zunge dazwischen schiebt. Ich lasse ihn gewähren, gehe in seinem Tempo mit, überlasse ihm ganz die Kontrolle dabei, weil ich es nicht riskieren will, seine Ängste mit einer falschen Bewegung zu verschlimmern. Doch ich merke schnell, dass ihm ein Kuss, und sei er noch so intensiv, nicht reicht. Seine Hände gleiten über meine Kleidung meinen Körper hinab über meine Brust, den Bauch und dann zu meinem Schritt. Meine Hand greift da nach ihm, als hätte mich diese Berührung wachgerüttelt, und ich löse den Kuss und schaue ihm tief und fragend in die Augen. Die sprechen das aus, was er nicht über seine Lippen bringt: Bitte!
Ich ringe innerlich mit mir, denn ich habe das Gefühl, dass ich seine Verletzlichkeit ausnutzen würde. Andererseits will ich ihn nicht zurückweisen. Ich weiß nicht, was das mit ihm anstellen würde und vielleicht hilft es ihm ja wirklich die Erinnerungen auszublenden, wenn er sich für eine Weile in meinem Körper vergraben kann. Also gebe ich ihm mit einem milden Blick und einem zaghaften Lächeln mein Einverständnis, streiche ihm die Haare zurück hinter das Ohr und küsse mich von seiner Wange hin zu seinen Lippen. Seine Arme greifen dabei fester um mich und beginnen mit meinen Haaren zu spielen und diese aus dem Bun zu lösen, sodass sie mir lang und fließend auf die Schulter fallen.
»Du bist so schön«, murmelt er in den Kuss, »Ich will dich sosehr.«
Seine Worte sorgen für einen heißen Schauer, der meinen Rücken hinab gleitet und meinen Steiß zum Prickeln bringt. Das bemerkt er, denn er beginnt ohne zu zögern sich an meiner aufkeimenden Erektion zu reiben, indem er seinen Schoß vor und zurück wiegt.
Ich seufze unverständliche Flüche in seinen Mund, denn er macht mich jetzt schon verrückt damit. Da ich das Ganze aber nicht hier im Flur fortsetzen will, greife ich ihm unter den Hintern, stemme mich kräftig nach oben und trage ihn so in sein Schlafzimmer. Vor dem Bett löst Levi sich dann aus meinem Griff, sodass seine Beine auf dem Boden aufsetzen, seine Arme aber immer noch um mich geschlungen sind. Verwickelt in einem hungrigen Kuss beginnt er meine Jacke auszuziehen. Ich komme ihm entgegen, trete mir Schuhe und Socken von den Füßen, gerate ein wenig ins Stolpern dabei, da er nicht von meinen Lippen ablässt, doch das stört ihn nicht. Seine Hände sind viel zu sehr damit beschäftigt mir ein Kleidungsstück nach dem nächsten abzustreifen, bis ich bloß noch in meiner Boxer vor ihm stehe. Da ich auch nicht untätig bleiben will, tue ich es ihm nun gleich, ziehe ihm erst die Jacke aus, dann den Pullover und mehr. Als wir beide bloß in unseren Unterhosen voreinander stehen, zieht er mich am Bund meiner hinter sich her zum Bett, auf das er sich galant fallen lässt. Ich folge ihm, auch wenn ich noch nicht ganz sicher bin, wie es von hier weiter geht. Die Situation ist so besonders, so anders als jedes vorherige Mal, das wir miteinander geschlafen haben und es fällt mir schwer einzuschätzen, wie ich ihn berühren soll und was genau er von mir braucht. Er hingegen scheint das sehr genau zu wissen, denn kaum bin ich neben ihm im Bett, macht er sich daran und auch noch der letzten verbliebenen Kleidung zu entledigen.
»Ich brauche - Ich will -«, seufzt er rau in meinen Mund, unfähig seinen Satz zu beenden. Da ich mir aber schon denken kann, was genau er braucht, führe ich seine Hand zu meinem Hintern und drücke seine Finger in den Spalt. Doch zu meiner Verwunderung schüttelt er nur mit dem Kopf. Dann zieht er seine Hand zurück und legt sie um mein hartes Glied und wispert: »Ich will dich spüren.«
»Bist du dir sicher?«
Meine Stimme kommt viel höher heraus als beabsichtigt, sosehr überrascht mich seine Aufforderung.
Levi nickt und bestätigt mir somit noch einmal seine Absicht. Ich werde augenblicklich nervös, denn sosehr ich mir dieses Szenario gewünscht habe, so unwahrscheinlich habe ich es gehalten, dass ich Levi jemals toppen dürfte, da er mehr als einen Finger nie zugelassen hat. Und so setze ich mich selbst unter Druck, da ich befürchte, dass es das erste und letzte Mal sein könnte, wenn ich es nicht richtig anstelle.
Daher taste ich mich langsam und vorsichtig heran, küsse ihn noch einmal, ehe ich Levi auf den Bauch wende und mich über ihm abstütze. Ich beginne damit an seinem Nacken zu knabbern, mit Zunge und Lippen seine Wirbelsäule hinab zu fahren, bis ich mich an seinem Steiß von ihm löse und nun hinter ihm knie, während er auf dem Bauch mit weit gespreizten Beinen daliegt und mir den köstlichsten Anblick präsentiert. Seine runden Pobacken geben mir den Blick frei auf seine rosafarbene Öffnung, sein Schwanz ist zwischen seine Beine auf die Matratze gedrückt und die Hoden liegen schwer und prall darüber. Es ist wie das perfekte Bufett und ich weiß nicht, wo und wie ich anfangen soll.
Daher schinde ich etwas Zeit und hole zunächst das Gleitmittel aus dem Nachtschrank, das ich dann neben mich fallen lasse, bevor ich mich endlich Levi zuwende. Ich nehme seine Pobacken in meine Hände, knete und entspanne sie ein wenig und genieße es, wie voll und weich sie sich anfühlen. Meine Daumen lasse ich dabei ein paar Mal in seinen Spalt fahren, drücke die Backen auseinander, damit ich eine bessere Sicht auf sein Loch habe. Allein die Vorstellung mich gleich tief darin zu versenken, heizt meine Erregung weiter an. Doch bevor es dazu kommt, will ich ihn kosten. Ich mache mich ganz flach, strecke meine Zunge hinaus und lecke mich dann einmal von seiner Spitze den Schaft entlang über seine Hoden, den Damm bis ich schließlich seine Öffnung erreicht habe und meine Zunge einmal schnell hinüber gleiten lasse, was Levi laut aufkeuchen und unter mir winden lässt. Er will mehr, das spüre ich. Also nehme ich mir etwas von dem Gleitmittel, verteile es auf meinen Fingern und bearbeite ihn dann abwechselnd mit diesen und meiner Zunge, dehne ihn immer mehr und reize seine Prostata dabei, bis er es vor Ungeduld nicht mehr aushält. Er richtet sich auf, sodass er vor mir kniet und presst seinen Hintern in meine Leiste, ein unmissverständliches Zeichen, dass er mich nicht schnell genug in sich haben kann. Wie um seine Forderung noch einmal zu bestätigen, wimmert er: »Nun mach schon, Eren!«
Selbst als Bottom muss er immer noch den Ton angeben, denke ich mir und grinse liebevoll dabei. Denn genau so will ich ihn ja. Ich lasse meine Finger noch einmal tief in ihn gleiten und spreize sie, ehe ich mich ihm entziehe und meinen Schwanz an seinem Eingang in Position bringe. Der Widerstand, als ich in ihn eindringe, ist viel geringer, als gedacht und es scheint ihm auch keine Schmerzen zu bereiten mich in sich aufzunehmen. Sicher liegt es zum Teil daran, dass ich ihn ausgiebig vorbereitet habe, aber ein kleiner Teil in mir weiß, dass es nicht so einfach gehen würde, wenn Levi komplett unerfahren darin wäre. Umso mehr frage ich mich, warum er es nicht eher zugelassen hat, dass ich ihn toppe, wenn er es doch ganz offensichtlich genießt. Ich hebe mir diese Frage für später auf, wie so viele, und konzentriere mich wieder ganz auf das, was vor mir liegt. Stück für Stück schiebe ich mich in Levi hinein, ziehe ihn gleichzeitig mit meinen Armen, die ich um seinen Oberkörper schlinge, näher an mich heran, bis er ganz an mich gepresst ist.
»Du fühlst dich so gut an«, hauche ich ihm ins Ohr, was ihn schaudern lässt. Ganz langsam beginne ich dann mich in ihm zu bewegen, streichle dabei über seine Brust und den Bauch, beuge mich hinab und vergrabe meine Nase in seinem pechschwarzen Haar, dass immer noch eine leichte Shampoonote trägt. Doch Levi scheint der Sinn wirklich nicht nach zärtlichem Sex zu stehen, denn sein Becken bewegt er schnell und fordernd vor und zurück, um mir zu zeigen, dass ich das Tempo erhöhen soll. Also passe ich mich ihm an, greife ihm ins Haar und drücke seinen Kopf ein wenig nach vorne, sodass er seinen Nacken nun ungeschützt preisgibt. Dann fahre ich einmal mit der Zunge über die sensible Haut dort und versenke ich meine Zähne darin. Nicht so sehr, dass ich ihn verletze, aber stark genug um ihn dazu zu bringen mit einer Mischung aus Schmerz und Lust aufzuschreien.
»Magst du es so?«, frage ich ihn, was er nickend bejaht und dann winselt: »Mehr davon!«
Das kann er gerne haben. Ich stoße härter in ihn hinein, beginne die Stelle an seinem Nacken abwechselnd zu saugen und zu beißen, während eine Hand mit einem seiner Nippel spielt und die andere sich zwischen seine Lippen schiebt. Gierig beginnt er an meinen Fingern zu saugen und zu lecken und erregt mich damit noch mehr, als ich mir vorstelle, wie er diese Bewegungen um meinen Schwanz herum macht.
»So gut«, stöhne ich kehlig und lasse mich komplett gehen. Ein ums andere Mal versenke ich mich tief und hart in ihm und als ich ihn dabei einmal in einem anderen Winkel treffe, schreit er laut auf. Ich wiederhole die Bewegung, als ich merke wie sehr ihm das gefällt, lasse meine Hand von seinem Nippel aus tiefer wandern und streiche sanft über sein Glied, das inzwischen von Lusttropfen benetzt ist.
»Du machst mich wahnsinnig«, stöhnt Levi, kaum dass ich meine Hand auch dort fest um ihn schlinge und mit kräftigen Pumpbewegungen bearbeite. Dasselbe könnte ich auch über ihn behaupten, denn ich weiß nicht, wie lange ich dem Ganzen noch gewachsen bin. Sein enger Kanal, der sich um meinen Schwanz presst, der heiße Körper, der sich mir hingibt, sein Stöhnen, seine Leidenschaft, das alles heizt mich sosehr an, dass ich kaum noch länger durchhalten kann.
Das scheint er zu bemerken, vermutlich an dem unkontrollierten Zittern meiner Beine. Doch Levi hat noch nicht genug, darum löst er sich von mir, dreht sich um und schubst mich auf die Matratze, sodass ich nun auf dem Bett ausgestreckt liege. Er signalisiert mir noch ein Stück nach hinten zu rutschen, damit ich meinen Oberkörper an der Lehne des Bettes aufrichten kann, dann kommt er zu mir, greift sich meinen Schwanz und setzt sich darauf. Seine Augen rollen nach hinten, als ich bis zum Anschlag in ihm stecke und er beginnt sein Becken zu bewegen. Schneller und schneller wird er dabei, verzieht das Gesicht lustvoll jedes Mal, wenn mein Schwanz diesen besonderen süßen Punkt in ihm trifft. Wie von selbst legen sich meine Arme dabei um ihn, um ihn zu stützen und meine Nägel tief in seinen Rücken zu bohren. Er genießt den leichten Schmerz, schließt die Augen, lässt den Kopf in den Nacken fallen und beißt sich dabei auf die Unterlippe. Sein Anblick ist unglaublich erotisch und trotz der winzigen Pause durch den Stellungswechsel bin ich bereits wieder kurz vor dem Orgasmus.
Gerade will ich ihn warnen, da legt er seinen Finger über meinen Mund um mich zum schweigen zu bringen und küsst mich dann innig. In meiner Umarmung wimmert und stöhnt in meinen Mund hinein und beginnt hart um mich herum zu krampfen, danach spüre ich wie sich sein heißes Sperma zwischen uns ergießt und mir auf den Bauch spritzt.
Ihn so aufgelöst am Höhepunkt der Lust zu erleben, gibt mir dann endgültig den Rest. Ich stoße noch einmal tief von unten in ihn hinein, bewege seinen Körper mit meinen Armen fest um ihn gegriffen auf mir, dann spüre ich, wie ich erstarre und mich die Welle des Orgasmus fort trägt. Laut stöhne ich dabei auf, rufe Levis Namen und suche mit meinen Fingern in seiner Haut nach Halt, während ich seine Lippen spüre, die mich abwechselnd an Mund, Wange und Nase küssen und mich so beruhigen. Schwer atmend blicke ich zu ihm auf, sehe ihm in seine schönen grauen Augen, die mich glückselig und erschöpft ansehen. So geht es mir auch, also packe ich Levi an der Hüfte, wobei ich aus ihm heraus rutsche und wende ihn, sodass er nun unter mir liegt. Er sieht hinreißend aus, wie er da liegt. Die Haare wirr und feucht vom Schweiß, die Augen noch vernebelt und der Körper tiefenentspannt und benetzt mit seinem Sperma. Doch mit einem Mal scheint es, als würde er unruhig werden. Er rappelt sich auf und will das Bett verlassen und ich bekomme es sofort mit der Angst zu tun. Habe ich doch etwas Falsches gemacht?
Ich greife nach seiner Hand und halte ihn auf, ehe er von der Matratze steigen kann und frage: »Ist alles in Ordnung?«
Er nickt und streicht mir durchs Haar.
»Ich will nur auf die Toilette und mich sauber machen«, sagt er dann. Dabei fällt mir auf, wie mein Saft zwischen seinen Beinen hinab rinnt und mir wird schlagartig klar, was er meint. Gleichzeitig weckt der Anblick einen urtümlichen Trieb in mir. Ich drücke Levi gegen seinen Protest wieder zurück in die Laken und seine Beine auseinander, sodass ich ungehindert auf sein Loch blicken kann, das noch leicht geöffnet ist und aus dem mein Sperma hinaus tropft. Es ist, als hätte ich ihn markiert und zu meinem gemacht, schießt es mir dabei durch den Kopf. Es ist so verboten heiß, dass mein Verstand für einen Moment aussetzt. Wie von selbst drücke ich seine Beine ein Stück zurück, beuge mich zwischen sie und fahre meine Zunge hervor. Ich lecke über seine Öffnung, nehme etwas von meinem Sperma mit der Zunge auf, lasse dann Levis Beine herunter und lehne mich über ihm. Vorsichtig beginne ich ihn zu küssen, werde dann immer leidenschaftlicher und intensiver und lasse ihn die bittersüße Mischung unserer beiden Aromen von meiner Zunge kosten. Ich spüre dabei, wie sich sein Penis müde zwischen uns rührt, aber ich kenne Levi gut genug um zu wissen, dass es noch zu früh für eine zweite Runde ist. Nichtsdestotrotz war dieser letzte Akt unseres Liebesspiels unglaublich erotisch, sowohl für ihn als auch für mich.
»Danke«, seufzt er, schlingt die Arme fest um mich und vergräbt seinen Kopf in meinem Nacken. Mir ist klar, dass er sich nicht für den Sex oder den Orgasmus bedankt, sondern dafür, dass ich ihn aus seiner Panik befreit habe.
Ich lächle mild und streiche ihm durch das Haar.
»Für dich immer, Levi«, sage ich dann und merke gleich, dass diese Worte nicht genug sind. Ich will ihm endlich sagen, wie ich für ihn fühle und dass ihn heute so gebrochen zu sehen nichts daran geändert hat. Ihn in schwachen Momenten zu erleben macht ihn nur menschlicher für mich. Also greife ich nach seinem Kinn und bringe ihn so dazu mich anzusehen.
»Ich liebe dich«, beginne ich, »Ich weiß, dass du dich schwer tust und wahrscheinlich nichts erwidern kannst. Und das ist okay. Aber ich finde, du solltest wissen, wie es um meine Gefühle für dich steht.«
Anstatt etwas zu sagen, macht er ein Geräusch, von dem ich zuerst nicht weiß, ob es ein Lachen oder Schluchzen ist. Dann vergräbt er sein Gesicht wieder in meinem Nacken und ich spüre, wie sich dort Feuchtigkeit bildet.
Also doch Schluchzen, denke ich mir, drehe Levi in meinen Armen, sodass wir beide seitlich nebeneinander liegen und ziehe ihn eng an meine Brust.
Doch auch nachdem sich Levis Atmung wieder beruhigt hat und das leise Weinen verebbt ist, bleibt er stumm. Damit habe ich schon gerechnet und daher keine Antwort erwartet. Es reicht, dass wir uns beide haben, dass er von meinen Gefühlen weiß und mich dafür nicht vor die Tür setzt. Meine anderen Fragen werden wohl noch etwas warten müssen, zumindest noch eine kurze Weile. Aber irgendwann will ich wissen, wer »er« ist, was damals in der Beziehung zwischen den beiden passiert ist und warum es Levi nach all den vielen Jahren immer noch so schwer fällt, über ihn zu reden.
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