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The baby deal

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Het
Chris Evans OC (Own Character) Sebastian Stan
17.06.2021
29.09.2022
23
40.967
5
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
05.12.2021 1.995
 
Die nächsten Wochen vergingen im Flug, Chris wich mir nicht mehr von meiner Seite und am liebsten wäre es ihm auch, wenn ich sofort aufhöre zu arbeiten. Dodger genoss ebenfalls die Zeit, Chris musste zu keinem Dreh und war dauernd zuhause. So konnte er sein Herrchen bei sich haben und sobald ich von meiner Arbeit kam, wich er mir ebenfalls nicht mehr von meiner Seite. Ich liebte es, wie Dodger seinen Kopf jedes Mal vorsichtig auf meinen Bauch legte. Unser Arzt war sehr liebevoll und konnte zum Glück auch nur gutes bei jedem Besuch berichten. Wir waren nun in der 13ten Woche, es war morgens, Chris lag noch im Bett und ich kam gerade aus der Dusche. Ich zog meine Unterwäsche an und betrachtete mich in seinem Spiegel im Schlafzimmer. Da ist ein Bauch. Durch meine schmale Körperstatur konnte ich es bereits sehen. Ich habe endlich eine kleine Wölbung. In dieser kleinen Wölbung ist unser Kind.

Glücklich strich ich über diesen minimalen Bauch und hörte kaum wie Chris aufstand. Sofort stand er hinter mir und legte seine Hände an meinen Bauch. „There is our baby.“, flüsterte er sanft und küsste meinen Kopf.
Mit dem Anfang des vierten Monats der Schwangerschaft war jeder etwas beruhigter. Die ersten drei kritischen Monate waren überstanden und die Gefahr das Kind zu verlieren sind deutlich geringer. Wir wissen immer noch nicht das Geschlecht und eigentlich würde ich es bis zur Geburt gerne nicht wissen. Anders allerdings Chris und Devin… Aber zum Glück ist mein Arzt auf meiner Seite. Chris fuhr mich mal wieder zur Arbeit, Devin kam zum Mittagessen vorbei und kündigte per Nachricht an, dass sie etwas zu erzählen hätte.
Sie stürmte auch wortwörtlich in mein Studio und schrie nach mir, obwohl ich an der Empfangstheke saß. Wach bin ich jetzt auf jeden Fall…

„Ich habe die letzten Kapitel an meinen Verlag geschickt und sie lieben es so sehr, dass mein Release vorgezogen wird.“, erzählte sie freudig. Natürlich freute ich mich mit ihr, aber ich hatte eigentlich gehofft, dass ihr nächstes Buch erst erscheint, wenn ich das Kind in meinen Armen halte. Und wenn das Kind ihre Tante Devin kennen gelernt hat.
„Wie früh?“, fragte ich schnell nach.
„In zwei Monaten erscheint es, kurz nach Neujahr. Bedeutet, wir können Weihnachten noch zusammen genießen. Ich werde auch nur 2 Wochen auf Buch Tour sein, habe erwähnt, dass meine beste Freundin ein Kind erwartet und ich auf jeden Fall an deiner Seite sein will, falls du mich brauchen solltest.“
Yay, also wirklich pure Freude das ihr Verlag da so rücksichtsvoll ist. Aber Chris versuchte mich seit Wochen davon zu überzeugen, Weihnachten zu seiner Familie zu gehen. Ich versuche mich da immer noch herauszureden. Wir genossen unser Essen und ich zeigte ihr die neuesten Ultraschallbilder.

„Wie läuft es eigentlich mit Sebastian?“, frage ich in die Stille.
„Naja, ich denke gut. Wir telefonieren, wenn ich nachts noch schreibe und er unterwegs ist. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, er sieht nicht mehr in mir. Versteh mich nicht falsch, er ist nett, aber es fehlt etwas.“
„Du hast ihm aber klar gemacht, dass du zu haben bist? Deine Bücher sind über Giannas Erlebnisse, nicht das er denkt, dass du verwitwet bist und niemand neues in deinen Leben haben willst.“, forschte ich nach.
„Das wird er sich doch denken können, oder?“
„Er ist ein Mann, Männer denken nicht oft weit…“, flüsterte ich fast in meine Wasserflasche. Devin riss ihre Augen auf und überlegte. „Ich sag Chris er soll mal nachfragen. Wir kriegen das hin.“, zwinkerte ich dann schnell. Just in diesem Moment erhielt sie eine Nachricht von Sebastian, dass er bald wieder in Los Angeles wäre. „Doppelt Date dann?“, lache ich kurz.
Chris holte mich am Abend wieder ab und ich überlegte auf der Fahrt zu ihm, wofür ich überhaupt noch Miete für meine Wohnung zahle. Ich bin quasi bei ihm eingezogen. Vielleicht will Devin meine Wohnung übernehmen…
„I maybe did something that you won’t like.”, sagte Chris schuldig und grinste leicht. Ich fragte erst gar nicht nach und ließ ihn weiterreden.

„My mother called and asked about thanksgiving… I told her, that I met you, but she insists for you to come home with me. I can’t say no to my mom, I’m sorry.”, beichtete er schnell. Ich hoffe, dass wenn wir einen Jungen bekommen, er nach seinem Vater kommt,
„What the hell is thanksgiving?  And I really hope, that if we get a boy, he will be like you. I love how you treat your mom with love.”
Er erklärte mir was Thanksgiving sei und das seine Familie mich lieben wird.
„If you leave my side, I will haunt you down. You need to stay with me when we’re in Boston. I’m not good with parents, they always hate me somehow.”, sagte ich ruhig. Chris parkte sein Auto, wir stiegen aus und sofort küsste er mich. „Thank you for coming with me. I swear I will not leave you. And I think that my family will love you, Scott already loves you and he only met you once! My mom is really amazing you don’t need to be scared.”, flüsterte er.
Wie amazing seine Familie sein wird, werde ich ja dann sehen. Ich selbst hatte kein Glück mit meiner Familie oder einer Familie meiner Expartnern. Familie ist nicht mein Ding.

Chris hat bereits vorgekocht und servierte das Abendessen.
„What about your family? We never talked about them… “, murmelte er neugierig. Ich sollte es ihm sagen, schließlich gründen wir gerade selbst eine eigene Familie.
„My mother ran away with some rich guy and my dad is in jail because he killed someone. “, sagte ich kurz und monoton. Er hingegen riss seine Augen auf und wollte mehr wissen.

Also fing ich an, meine Eltern wollten sich scheiden lassen als ich 15 war und wir erst knapp ein Jahre in Deutschland waren. Meine Mutter verschwand von einem Tag auf den anderen, ohne irgendwas zu hinterlassen. Zwar schickte sie einen dummen Brief, in dem sie mir erklärte, dass sie nicht glücklich war und nun ihr Glück gefunden hätte. Das Glück trug den Namen Bernd und hatte ein dickes Konto. Sie könnte sich endlich alles kaufen was sie jemals wollte und ohne Sorgen leben. Sie erklärte ausführlich wie schlimm diese Sorgen um das Geld immer waren und sie mit Bernd nun wirklich glücklich sein, aber sie vergaß ihre einziges Kind.
Ihre einzige Tochter ließ sie hinter sich und wollte so oft meine Bestätigung, dass sie das richtige getan hätte. Am Arsch, Mutter. Das dein Kind nun keine Mutter mehr hat und zu früh erwachsen werden musste waren ihr egal. Ihr war egal, dass ich in einem fast fremden Land nun war, weil sie mit Papa sich hier ein besseres Leben aufbauen wollten. Ich sprach die Sprache nur gebrochen, hatte kaum Freunde und die Schule lief auf mehr schlecht als recht. Lass deinen Mann oder Exmann mit der Tochter in einem fremden Land, beste Idee überhaupt. Natürlich hast du das richtige gemacht für dich du selbstsüchtige Kuh.

Mein Vater ist ein guter Mann, auch wenn er hinter den schwedischen Gardinen sitzt. Ja, er hat jemanden getötet. Aber er hat einen Mann getötet, welcher eine junge Frau vergewaltigen wollte.

Mein Papa konnte seine griechische innere Uhr nie abschalten. In Griechenland ist alles später, man arbeitet erst gegen Vormittag, kommt gegen 20/21 Uhr nach Hause und Abendessen gibt es meist erst 22/23 Uhr rum. Nach jedem Abendessen spazierte Papa eine Runde. An diesem Freitagabend lief er seine gewohnte Runde, es war irgendein Fest in der Stadt. Er hörte Hilfeschreie einer Frau und rannte zu ihr. Sie wurde von zwei Männern deutlich belästigt und diese rissen ihr Kleidung vom Körper. Mein Vater dachte sofort an mich und holte mit der Faust aus. Dem ersten schlug er so fest ins Gesicht, dass dieser zu Boden fiel. Nur sein Kopf landete auf einer Steinspitze und blutete viel. Dem zweiten Unbekannten schlug Papa in den Bauch, dieser krümmte sich vor Schmerzen. Die junge Frau war dankbar, zusammen schrien sie und suchten die nächste Telefonzelle. Ja damals gab es noch keine Handys…
Nur als die Polizei kam, verhafteten sie meinen Vater sofort. Auch das Betteln der Dame half nicht, sie schrie mehrmals, dass er ihr Leben rettete. Er rettete eine Frau vor einer Vergewaltigung zu Zeiten als es noch von jeder Seite hieß „Sie ist selbst schuld, schau was sie trug.“ und Vergewaltigung in der Ehe nicht strafbar war.
Aber die liebe Justiz verurteile meinen Vater 18 Jahren Haft, zwei Jahre Bewährung bei guter Führung.
Chris schaute mich schockiert an, ich vermute sogar Tränen in seinem Blick. Aber ich kann ihn gerade nicht in die Augen schauen. Diese Mitleid-Blicke kann ich nicht ertragen. Es war mein Leben und ich brauche jetzt, 16 Jahre später, keine mitleidende Blicke mehr.

„But you were only 16 years old… how did you survived? Where have you lived? “, fragte er flüsternd.
„I worked 3 jobs while finishing school. Then I had 5 jobs, never had a day off. I lived in a really small flat, the rent wasn ‘t high luckily. I could’ve moved in with Devins family, but I didn’t want that. I lived like that for 3 years, then started a new job at a tattoo studio and slowly started to learn it. That tattoo studio kinda saved me, I don’t know if I would ‘ve be here now if they didn’t took me in. “, erkläre ich ehrlich. Mit dem Besitzer dieses Studios habe ich immer noch Kontakt und habe ihm zur Geburt seines Sohns alles geschenkt was man braucht - einfach als Dankeschön. Dank ihm lernte ich den Beruf, der mich erfüllt, dank ihm eröffnete ich mein eigenes Studio und mein zweites hier in Amerika. Er hatte immer ein Auge auf mich, er ersetzte etwas meinen Vater. Dafür bin ich Nico für ewig dankbar.
„And your dad… are you in contact?“, fragte Chris nochmal vorsichtig nach.
„Yes, I visited him as much as possible. I still love him, and he was always my hero - that won ‘t change anytime. If he gets released, I’ll get a call. And hopefully I can pick him up next year. “, grinste ich vor mich hin.
Fuck nächstes Jahr könnte es wirklich schon so weit sein.
Fuck ich bin ja schwanger.
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaah.

Chris lächelte und nahm meine Hand. „Thank you for telling me, I will never push you to tell this story anymore. “
„Oh, if anyone ask, I will tell them the short version. The first sentence Ive told you is the short version. All the extra information are exclusive for you.“, zwinkerte ich und lehne mich zurück.

Wir lagen bereits im Bett als eine Heißhungerattacke über mich kam.
Popcorn würde mich gerade glücklich machen. Oder Schokolade. Vielleicht auch beides… Ich drehte meinen Kopf zu Chris, welcher schon entspannt vor sich hin schnarcht.
„Chris?“, flüsterte ich leise. Keine Reaktion.
„Chris!“, rief ich lauter. Immer noch keine Reaktion.
„CHRIS!“, schrie ich dann, er schreckte sofort hoch und fragte nach, ob es dem Kind gut geht.
„Everyone is fine, but I’m craving popcorn and chocolate badly. “, gebe ich leise zu. Chris stand sofort auf, befahl mir mich nicht zu bewegen. Also blieb ich sitzen und wartete. Als ich die Haustür und sein Auto hörte war ich allerdings verwirrt. Er geht jetzt nicht wirklich die Sachen einkaufen?

Doch, Chris kam nach einer halben Stunde mit einer vollen Tüte mit Süßigkeiten zurück, inklusive Popcorn, Schokolade und Chips. Lächelnd brachte er mir meine Wünsche ans Bett. „You really didn‘t just went shopping because of my cravings?“, fragte ich halblachend. „Of course, I did. I will always fulfill your wishing and cravings my dear. “, strahlte er mich an und legt sich wieder neben mich. Kurz fühlte ich mich schlecht die Packung Popcorn hier im Bett zu essen, aber Chris nahm sich ebenfalls welche und schaltete den Fernseher an. Warum auch immer Amerikaner im Schlafzimmer einen Fernseher haben… Außnahmsweise ist er ganz nützlich.
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