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The baby deal

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Het
Chris Evans OC (Own Character) Sebastian Stan
17.06.2021
29.09.2022
23
40.967
5
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
07.10.2021 2.583
 
Die nächsten Tage kam ein bisschen der Alltag in mein Leben. In meiner Mittagspause aß ich zusammen mit Devin und sie erzählte von ihren Fortschritten und abends holte mich Chris ab und wir blieben einfach in seinem Haus. Wir hatten noch nicht einmal Sex oder haben rumgemacht, es war ganz unschuldig und brav. Ab und zu hat er meine Hand genommen, wodurch ich grinsen musste und Chris dann auch. Gott wir benehmen uns wie Teenager gerade und um ehrlich zu sein fühle ich mich auch so. Mit jedem weiteren tiefsinnigen Gespräch merkte ich schon, wie ich Gefühle für ihn entwickelte. Normalerweise blocke ich in dieser Phase dann denjenigen, aber mit Chris schien es einfach zu passen. Und dass mich Händchen halten, so krass glücklich machen kann hätte ich niemals gedacht.
Fuck, ich bin wirklich verliebt, oder?

„What’s going on in that beautiful head?”, fragte Chris in die Stille.
„I like spending time with you.”, flüstere ich leise und richtete mich auf. Chris zog mich in seine Arme, flüsterte „And I like you.”, und küsste mich sanft. Ein wohliges Gefühl breitete sich in meinen Bauch auf und ich konnte mir nicht verkneifen in den Kuss hinein zugrinsen. Der Kuss war anders als die ganzen gierigen Küsse zuvor, ich fühlte Emotionen und Zuneigung. Nicht nur das Verlangen nach mehr. Wir lächelten uns schweigend an und in meinem Kopf stellte ich mir vor, wie wir gerade das Klischee von vielen Liebesfilmen darstellen. Aber das war mir egal. Es fühlt sich so richtig an.

Vor lauter Glück und Gefühlen überhörte ich fast mein Handy, welches lautstark klingelte.
„Nike, ich habe hier Alarmstufe rot! Eigentlich ist es farblich eher weiß, aber ich brauche dich sofort in Giannas Haus. Sofort!“, schrie sie mir entgegen und legte gleich wieder auf. Informationen, warum sie mich jetzt unbedingt brauchte, wären vorteilhaft…

Chris lächelte und bot mir sofort an, dass er mich fährt, auch wenn er zugab das er mich jetzt gerade nicht unbedingt gehen lassen möchte. Ganz kurz dachte ich daran, wie angenehm und schön der restliche Abend mit Chris sein könnte, aber dann kamen mir Bilder in den Kopf weshalb Devin anrief. Vielleicht ist das Haus abgebrannt? Wasserleitung kaputt? Möbel zerstört? Eine Bärenfamilie ist im Garten? Eines der Kinder ist verletzt?

Mit diesen tollen Ideen schnappte ich mir schnell das nötigste und rannte ohne Chris zu seinem Auto. Erst am Fahrzeug merkte ich, dass ich ihn abgehangen habe. Aber Chris kam lachend mit dem Autoschlüssel und fuhr mich dank Google Maps zu Giannas Haus. Ein Monat hier und ich kenne immer noch nicht die Fahrwege zu ihr… werde ich jemals mich hier auskennen? Ich vermute nicht.

Am Haus angekommen, dankte ich Chris schnell, drückte ihm einen Kuss auf die Wange und stieg fast rennend aus. Schneller als gewohnt nehme ich meinen Schlüssel und schließe die Eingangstür auf und was mich erwartete, verwirrte mich.

Es war alles weiß.
Weiß.
Künstlicher Schnee?
Kokain?
Federn?

Nein…
Das ist…

Bevor ich zu Ende denken konnte, wurde ich von der Treppe über mir mit noch mehr Mehl übergossen. Der achtjährige Jacob kicherte stolz, bis er merkte, dass er gerade mich in Mehl versenkte. Er schrie auf und warnte seinen kleinen Bruder Gabriel, dass ich nun hier sei. Jetzt weiß ich, warum hier Alarmstufe Rot ist… Kinder sind außer Kontrolle und Devin ist die liebe Tante. Ich bin eher die Tante, die deutliche Grenzen hat und streng wird, wenn es zu viel ist. Trotz der Ladung Mehl auf mir lief ich erst einmal durch das Erdgeschoss. Flur, Wohnzimmer und Küche waren weiß und auch die Stufen nach oben sahen nicht besser aus. Devin kam gerade aus Stellas Zimmer, ebenfalls mit Mehl in den Haaren und lachte als sie sah, wie ich aussah.
„Du wurdest direkt mit Mehl begrüßt? Danke, dass du gekommen bist. Ich bin nervlich am Ende und Gianna kommt in zwei Stunden wieder zurück…“, flüsterte sie.
„Ganz ehrlich, ich habe mit viel gerechnet, aber nicht mit sowas. Warum ist nicht nur etwas kaputt gegangen was ich nur reparieren müsste? Ich jage die kleinen Monster und du fängst schon einmal unten an zu putzen, okay?“, schlug ich vor und Devin nickte sofort. Also schlich ich einige Minuten im Obergeschoss rum, bis ich die zwei kleinen Krümel entdeckte und jagte.
Ja jagte, sie rannten weg.
Kinder, was für ein Segen…
Aber ich holte sie ein, konnte beide mehr oder weniger unter meine Arme krallen und ging mit ihnen ins Bad. Schnell schloss ich ab, nahm die restlichen Mehlpackungen und stellte sie auf den Schrank hoch und scheuchte beide unter die Dusche.
„Aber Nike, wir haben noch unsere Klamotten an!“, sagte Jacob wenig begeistert.
„Das ist mir sehr egal. Strafe bleibt Strafe.“, grinste ich, bevor ich das lauwarme Wasser anstellte und den Strahl auf ihre Beine lenkte. Beide schrien kurz auf, kicherten und beschwerten sich, wie eklig es sich anfühlte.
„Ich hoffe ihr wisst, dass eure Aktion echt scheiße war? Devin ist eure Tante, sie liebt euch sehr, warum müsst ihr sie so ärgern?“, fragte ich, stellte das Wasser aus und setzte mich auf den Badewannenrand.
„Devin wollte nicht mehr mit uns auf den Spielplatz gehen und unsere Schaukeln sind langweilig!“, meckerte Jacob und schob seine Unterlippe hervor.
Ich spielte etwas die Moralische und erklärte beiden, dass andere Kinder nicht so ein großes Haus haben, oder Schaukeln im Garten und sie sich glücklich schätzen können. Zudem bereitete ich ihnen ein schlechtes Gewissen wegen dem verschwendeten Mehl. Also wenn ich etwas kann, dann das. Moralapostel Nike!
Nach ein paar Momenten entschuldigten sich beide und versprachen so etwas nicht noch einmal zu machen. Gut, hätten wir das Problem geklärt. Ich sagte ihnen sie sollen ihre Kleidung ausziehen und schnell richtig duschen. Ich holte aus dem Trockner saubere Kleidung und mit frisch gewaschenen Jungs ging ich die Stufen hinunter. Devin kniete auf der Küchentheke und wischte das Mehl weg, sah sehr erschöpft aus. Ich warf Jacob und Gabriel einen Blick zu und beide entschuldigten sich sofort und versprachen zu helfen.
Wir rüsteten die zwei mit Besen aus, während wir feucht hinterher gingen. Gerade als wir fertig wurden und die Utensilien im Putzraum brachten, kam Gianna durch die Tür. Sie war sehr verwirrt warum Jacob und Gabriel noch wach waren und zum Glück war Jacob ein schlaues Kind. Er rannte mit seinem Bruder zu seiner Mutter und sagte, sie haben ihre Mama einfach zu sehr vermisst. Gianna lächelte stolz, küsste beide und schickte sie ins Bett.

„Und warum habt ihr Mehl in den Haaren?“, fragte sie lachend.
„Wir haben ein paar Pancakes gemacht, du weißt doch wie schlecht ich in der Küche bin.“, lügte ich ein bisschen – aber es wurde geglaubt. Gianna ging nach oben, wollte sich fürs Bett fertig machen. Devin und ich feierten kurz unseren Erfolg, aber dann rief Gianna von oben und fragte, warum zwei Packungen Mehl im Bad standen und nasse Klamotten der Jungs dort hingen.
Fuck, etwas vergesse ich immer.

Devin stotterte etwas, bevor ich einfach direkt die Wahrheit erzählte. Gianna lachte kurz, dankte dass wir die zwei bestraften und wieder alles putzten.
Devin und ich genehmigten uns auch noch eine Dusche, bevor ich nach Hause lief. „Gerade als ich aus der Tür draußen war, rief Chris an und fragte, wie es mir ergangen ist. Also erzählte ich ihm alles, hörte immer wieder wie sehr er sein Lachen unterdrückte. Chris war der festen Überzeugung, dass ich eine fantastische Mutter wäre, wenn ich bereits mit solchen Situationen umgehen kann. Ich stimmte ihm zu. Ich bin mir sicher ich wäre eine gute Mutter, wenn ich endlich ein Kind hätte. Aber dazu fehlt halt der Partner. Der Partner mit ebenfalls einem Kinderwunsch…

„I don’t know if we’re already partners, but I’m in it. I really want to start a family. Rather sooner than later…”, sagte er leiser und eine komische Stille kam. Lustig wie wir beide uns nach einer Familie sehnen, aber uns erst eine Woche kennen.
„Chris, I should sleep. I just had a crazy idea which is a sign that I’m tired.”, flüsterte ich fast und lasse mich in mein Bett fallen.
„Me too… “, hauchte er und wir legten auf.

Wäre es verrückt mit einem fast fremden, aber sympathischer Mensch eine Familie zu gründen? Ich meine, wir beide hegen diesen Wunsch…

Natürlich müsste man vorher alles besprechen, für gewisse Fälle.

Es wäre verrückt.

Es wäre leichtsinnig.

Aber wir würden nur das Beste für das Kind wollen, das weiß ich.
Das Kind würde all unsere Liebe bekommen, auch falls wir mal nicht einig sein sollten.
Ich sollte wirklich schlafen und nicht weiter darüber nachdenken.

Zum Glück hatte ich am nächsten Tag frei, denn viel Schlaf fand ich nicht. Diese Dumme Idee schwirrte mir immer noch durch den Kopf und je mehr ich darüber nachdachte desto weniger dumm fand ich sie.
„Guten Morgen, ich habe alles dabei was dein Magen begehrt. Croissant, etwas süßes, Saft und deine Geliebten Honigschnecken. Gianna lachte immer noch wegen gestern, also dachte ich, ich überrasche dich mit Frühstück.“, blubbert Devin zufrieden und stellt alles auf die Theke. Ich reagierte nicht, bis sie mit ihrer Hand vor mir fuchtelte. „Nike, wo bist du mit deinen Gedanken?“, fragt sie schnell hinterher.
„Ich habe gestern noch mit Chris telefoniert und ich glaube, wir beide haben die gleiche dumme Idee…“, sagte ich leise.
„Wenn ihr durchbrennen wollt, müsst ihr mich allerdings mitnehmen. Und falls nicht, werde ich euch suchen und finden und Chris dann zwingen mich seinen Marvelfreunden vorzustellen!“, sprach Devin ernst. Verwirrt schaue ich sie an. „Du weißt, ich würde dich niemals zurücklassen… Ich glaube ich muss nachher mit Chris persönlich reden.“, flüsterte ich und nahm Teller aus dem Schrank. Erst einmal Frühstücken und diese Gedanken ganz weit nach hinten schieben. Gerade als wir alles abspülten, klingelte es an der Tür. Vorsichtig öffnete ich sie und sah Chris außer Atem vor mir.

„Nike, I thought about it all night. It would be stupid if we both had the same idea and ignore it.”, sagte er außer Puste, trat ein und entdeckte Devin. „Oh, hey…“, grüßte er sie leise. Vorsichtig fragte er, ob wir in einen Raum gehen sollten, um es zu besprechen, aber ich sagte ihm, dass Devin eh alles erfahren wird und mir nichts unangenehm vor ihr ist. Er drückte sich etwas, also fing ich mit meinem Redeschwall an. „We both want kids and a own family, more than anything. We kinda come back to this topic and maybe we should just do it. We will love that kid so much and do anything for their happiness. We would have to make things clear before starting it, but I know that it’ll be good. Even if we’re going separate ways… I know we both will give all our love to that little thing. That child will get so much love from us, your family and mine. Why should we wait longer if we want the same thing? We’re not getting younger anyways, my biologic clock ticks loudly for years. I really don’t wanna miss the chance of pregnancy…”.
Chris lächelte mich liebevoll an und ich bemerkte wie Devin ihren Gesichtsausdruck fünfmal veränderte, bevor sie zu Chris meinte, dass ich wirklich seit 6 Jahren einen extremen Kinderwunsch habe. Auch gab sie mir Recht, dass das Kind so viel Liebe bekäme und wir nicht jünger werden.

Chris nahm meine Hand in seine, strahlte schon fast und sprach: „I would have said the same. Let’s do it. Let’s try. At least get you pregnant before I turn 40.”.
Naja, bevor er 40 wird ist, ja noch einige Zeit hin, dachte ich laut. Doch Devin sagte kaum hörbar, dass das schon in nächstes Jahr so weit wäre. Und ob ich Chris nicht einmal gegoogelt hätte und über was wir eigentlich überhaupt reden, wenn ich sein Alter nicht weiß.

Hätte ich in diesem Moment etwas getrunken, hätte ich es vor Schock wieder ausgespuckt. Wie ist dieser Mann 39 Jahre alt und sieht zehn Jahre jünger aus?
„I thought you knew my age… But I don’t know yours too… Embarrassing…”, flüsterte Chris beschämt. Ich grinste lieb und sagte mein Alter von 31 Jahren.  Wir lachten alle kurz auf, Devin setzte Kaffee auf und zusammen mit Chris schmiedeten wir einen Plan. Wie ein Baby entsteht, wissen wir alle, aber wir suchten nach den besten Ärzten, Hebammen, Krankenhäusern und Einrichtungen. Es war abends als wir zumindest bis zur Geburt planten und uns an den Fall ran machten, wenn es nicht gut läuft. Wenn es nicht läuft mit der Schwangerschaft und mit uns. Auch lernte ich erst jetzt, dass Chris eigentlich aus Boston kam und in Los Angeles nur sein Zweithaus hat.
Ich verdiene zwar auch gut mit meinen Studios, aber nicht so gut für…
Ein zweites Haus.
Ein nicht gerade kleines Haus.
Das in Boston ist bestimmt auch mindestens so groß.
Ich könnte mich ja einfach darüber freuen, weil es für unser Kind bedeutet, es wird nie Geldsorgen haben. Es wird diese Sorge nie haben, nicht wie ich damals… Es wird sich niemals sorgen müssen, keinen Wohnplatz zu haben. Zum Glück ist Chris vermögend mit zwei Häusern. Ich bin einfach dankbar, Gedanke Ende.

Wir diskutierten eine Weile darüber, da Chris eigentlich gerne in Boston wieder wohnen möchte, wenn die Drehtage vorbei sind. Ich allerdings habe gerade erst einen Fuß in Los Angeles gefasst und habe nicht vor im nächsten Jahr hier alles wieder aufzugeben. Devin versuchte etwas zu schlichten und schlug immer wieder Ideen vor, bevor sie eine gute raushaute. Urlaube gehen nach Boston und während dem Sommer jederzeit. Im Winter, mit den arschkalten Temperaturen und meterhohen Schneefällen in Boston, bleiben wir vor erst in Los Angeles. Weihnachten und die Feiertage gehören Chris Familie, wenn Devin, ihre Schwester und Kinder mitkommen dürfen. Und Chris bestand darauf mehrere Tage im Winter in Boston zu verbringen, wenn das Kind älter ist, damit es im Schnee spielen kann. Wir hielten die Option irgendwann endgültig nach Boston zu ziehen noch offen, man weiß nie, wie es genau läuft und ob ich mein Studio vielleicht doch irgendwann verkaufen werde.

Es war schon nachts als wir beschlossen genug geplant zu haben. Scheiße und ich muss in 10 Stunden wieder arbeiten, fuck. Devin versuchte sich zu verabschieden, aber ich wollte sie nicht nachts zu Gianna laufen lassen. Zum Glück teilte Chris diesen Gedanken und beschloss kurzfristig sie zu ihrer Schwester zu fahren und danach wieder zu mir zu kommen.
„But I don’t have a basket for you here.”, scherzte ich halbernst.
„Don’t worry, shops are 24/7 here. I’ll be back soon.”, grinste Chris selbstsicher, schnappte sich seinen Schlüssel, meinen Hausschlüssel und spielte Taxifahrer. Ich ging schnell duschen, legte mich ins Bett und versuchte alles zu verarbeiten. Es ist verrückt.
„I’m back.”, grinst Chris mich an und verschwindet ebenfalls kurz im Badezimmer, bevor er sich zu mir legt.

„You didn’t lie when you said you don’t have a lot of furniture… But kinda fits with you.”, kichert er und stiehlt sich die Decke. Schnell versuche ich meine Decke wieder für mich zu gewinnen, aber Chris ist viel stärker so dass ich irgendwann auf ihn liege. Die Decke zwischen uns. „Are we crazy?“, frage ich in das nichts. Wenn wir jemanden von unserem Vorhaben erzählen, werden wir als verrückt abgestempelt… Mit Jemanden meine ich außer Devin und Gianna…
„Maybe a bit, but you shouldn’t think too much about it, Babe.”, lächelte er und legt seine Hände an meinen Rücken. Er redete noch weiter beruhigend auf mich ein, so beruhigend, dass ich einschlief.
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