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Between the Shelves

von TenCount
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Armin Arlert Eren Jäger Irvin / Erwin Smith Levi Ackermann / Rivaille Mikasa Ackerman
13.06.2021
09.10.2021
30
72.049
31
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Dieses Kapitel
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06.09.2021 2.648
 
„Wir müssen shoppen gehen!“, rief Mikasa entgeistert aus und ließ die Plastikgabel ihres Fertigsalates in die Schüssel fallen.

Eren, der gerade von seinem Sandwich abbeißen wollte, sah sie verwirrt an und sein Gesichtsausdruck zeigte nur ein überdimensionales „Hä?“.

„Na für dein Date“, erklärte sie und rollte dabei mit den Augen, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt.

„Okay nein, sorry, ich schnall’s irgendwie immer noch nicht so ganz. Mein Kleiderschrank sollte ein Outfit für ein Essen in seiner Wohnung schon hergeben…“, entgegnete Eren und biss diesmal von seinem Sandwich ab.

„Erstens: Ich kenne deine Kleidung und bezweifle diese Aussage sehr. Zweitens ging es mir auch mehr um unten drunter, falls du verstehst…“
Ihre Augenbrauen wackelten verschwörerischen und ihr Mundwinkel verzog sich zu einem dreckigen Grinsen.

Eren hingegen verschwand jegliche Gesichtsregung und er verschluckte sich an seinem Stück Brot. Wild hustend klopfte er sich mit seiner Faust auf seine Brust, ehe er ein „Was zur Hölle?“ hervorbrachte.

„Es ist nur ein Essen. Wir sind noch weit davon entfernt, soweit zu gehen. Und wir sind beide Männer, das hast du nicht vergessen, oder? Und bis dato wäre mir nicht aufgefallen, dass Levi auf Spitzenunterwäsche steht“, führte Eren weiter aus.

Erneut erntete er nur ein Augenrollen, diesmal jedoch begleitet von einem leisen Schmatzen der vorher aufgespießten Tomate.
„Es geht nichts über Versöhnungssex“, erwiderte Mikasa mit anzüglichem Unterton, „also würde ich mal die Hoffnung diesbezüglich nicht aufgeben. Daher sollte man auch gut vorbereitet sein und ich hab auch nicht von Spitzenunterwäsche gesprochen, du Vollidiot. Einfach mal was Hübscheres als deine ausgetragenen karierten Boxershorts.“

„Ich mach‘ nie wieder mit euch Mittagspause“, warf Connie ein, bevor Eren etwas erwidern konnte und auch Jeans Blick wurde mit jedem Satz verstörter.

„Ach kommt schon, Jungs. Habt euch nicht so. Auch mal ein gut gemeinter Rat an euch: Auch Mädels würden es schätzen, wenn ihr mal was etwas mehr Wert auf eure Unterwäsche legt“, meinte Mikasa nur und schüttelte den Kopf.

„Okay fein, wenn du endlich die Klappe hältst, geh‘ ich mit dir shoppen“, gab Eren schließlich nach und musste nun doch über das leicht gequietschte „Yippie!“ seiner Schwester grinsen.

„Dann aber gleich heute Nachmittag! Sonst wird das nichts“, mahnte sie ihn noch an und Eren nickte nur ergeben.

***

Eren wurde erneut klar, warum er den Anruf von Levi lieber nicht in Anwesenheit seiner Schwester hätte annehmen sollen. Sie machte aus dem Treffen am Samstag eine viel größere Sache und ihn damit noch nervöser, als er eh schon war. Außerdem war aus dem Unterwäsche-Thema nun doch noch ein rundum Styling geworden mit der Begründung „wenn wir schon mal da sind“.

Er stand nun in Laden Nummer drei, trug eine schwarze, enganliegende Stoffhose und einen bordeauxfarbenen Pullover, dessen lockerfallender Ausschnitt seine Schlüsselbeine wirklich gut in Szene setzte. Mikasa klopfte vorsichtig an der Tür der Umkleidekabine und ihre Augen wurden groß, als sie Eren erblickte.

„Heiß!“, kommentierte sie sein Erscheinungsbild, drückte ihm noch einen Gürtel in die Hand und hielt mit einem Grinsen, das Eren etwas Angst machte, noch ein paar weitere Bügel hinter ihrem Rücken versteckt.

„Was hast du da?“, wollte er skeptisch wissen.

„Naja jetzt, wo das Äußere steht, brauchen wir noch das drunter…“

„Muss das wirklich sein?“, beschwerte sich Eren.

„Definitiv“, antwortete sie nur und zauberte fünf verschiedene Teile hervor.

„Nein“, meinte Eren und sortierte mit irritierter Miene von vornherein die rote Panty aus.

Auch die anderen drei hielten seiner Überprüfung nicht stand und so wurde nur eine anprobiert. Eine sehr körperbetonte, schwarze Boxershorts, deren hellgrauer Gummibund auf seinen Hüftknochen auflag.
Diesmal verzichtete er auf das Urteil Mikasas, befand allerdings, dass sie wohl oder übel recht hatte und diese Art der Unterwäsche die bessere Wahl wäre als sein übliches Repertoire.

Ihre ‚kleine‘ Shoppingtour erleichterte Erens Geldbeutel und als ‚Dankeschön‘ für ihre Hilfe durfte Eren seine Schwester auch noch zu einem Kaffee ins ‚Chidori‘ einladen.

Dort angekommen begrüßte sie Armin hinter dem Tresen, welcher ihre übliche Bestellung an seinen Kollegen weitergab.

„Ich nehm‘ noch so eine Mohnschnecke“, meinte Mikasa, was Eren nur mit einem Augenrollen kommentierte und seine EC-Karte zückte.

„War eure Shoppingtour erfolgreich?“, erkundigte sich Armin mit einem schadenfrohen Grinsen und blickte auf die Tüten in Erens Hand.

„Oh warte nur ab! Wenn du mal ein Date hast, hetz‘ ich sie dir auch auf den Hals“, zischte Eren ihm leise zu, woraufhin Armin nur lachte.

„Kommst du?“, rief Mikasa, die sich mit ihrer Bestellung bereits einen kleinen Tisch gesucht hatte.

„Und bist du schon aufgeregt?“, wollte sie wissen, als Eren sich ihr gegenüber hinsetzte.

„Ja, irgendwie schon“, gab Eren zu.
„Weißt du, es fühlt sich anders an. Unser erstes Treffen alleine war ein undefiniertes, beinahe erzwungenes Irgendwas. Dann hatten wir ein richtiges Date, nachdem wir im Bett gelandet sind und aus dem ist dann irgendwie ein Chaos entstanden, was größtenteils meiner beschissenen Unsicherheit zu verdanken ist. Und auch wenn viel kaputt gegangen ist, fühlt es sich nun endlich so richtig an. Ich fühl mich endgültig bereit für das Alles.“

„Klingst ganz schön erwachsen“, entgegnete Mikasa neckend und doch liebevoll.

„Tja naja mit 20 sollte man das schön langsam auch werden, hm?“, gab Eren nur schmunzelnd zurück.

„Für mich bleibst du vermutlich immer der kleine Junge, den ich vor Prügeleien beschützen muss“, meinte sie und ein melancholisches Lächeln schlich sich auf ihre Lippen.

„Jetzt werd‘ mal nicht sentimental…“, murrte Eren leise, verbarg seine rötlich angelaufenen Wangen jedoch hinter seiner großen Kaffeetasse. Er liebte seine Schwester wirklich, aber es ihr zu sagen oder zu zeigen, fiel ihm doch immer noch schwer.

„Wollte dich doch nur ein wenig von Samstag ablenken“, umschiffte sie das Thema, von dem sie wusste, dass es Eren unangenehm wurde.

Eren seufzte nur und trank einen großen Schluck des herben Getränks. Er konnte nicht einschätzen, was ihn erwarten würde, wenn er auf Levi traf. Aber er freute sich dennoch, ihn wiederzusehen. Alleine die Tatsache, dass er sich gemeldet hatte, bedeutete Eren wahnsinnig viel. Deshalb ließ er sich, auch wenn es ihm nicht ganz gefiel, einfach überraschen.

***

„Herr Jäger?“, dröhnte die tiefe Stimme Erwins und brachte Eren dazu, sich umzudrehen.

Er war gerade dabei, die Türschwelle des Seminarraums zu überschreiten, seinen Rucksack geschultert und bereit, endlich ins Wochenende zu starten. Was zur Hölle wollte er also nun von ihm?

„Ich komm‘ gleich. Ihr könnt‘ schon mal vorgehen“, rief er Richtung Mikasa und Jean, die ihm nur skeptische Blicke zuwarfen und Mikasa einen leicht angesäuerten zu Erwin.

„Herr Smith, wie kann ich Ihnen helfen?“, wandte Eren sich an Erwin und setzte ein gespielt-höfliches Lächeln auf.

„Wie ich sehe, geht es Ihnen wieder besser“, stellte Erwin fest. Unter anderen Umständen würde Eren ihn für seine immer gleichbleibend ruhige, gelassene Stimme bewundern, aber so ging sie ihm einfach nur unglaublich auf die Nerven.

„Ja, Ihnen wohl auch“, gab er daher nur zurück.

„Okay Eren“, setzte Erwin an und Eren hob aufgrund der Verwendung seines Vornamens verwundert eine Augenbraue, „genug der gespielten Höflichkeiten. Läuft wieder was zwischen Levi und dir oder hast du dir schon was Neues zum Spielen gesucht?“

„Bitte WAS? Ich wüsste nicht, was dich das angeht!“, wütete Eren und seine Hände ballten sich zu Fäusten. Fest schnitten sich seine Fingernägel in die Innenseiten seiner Hand, um zu verhindern, dass eine seiner Fäuste in dem Gesicht seines Gegenübers landete.

„Ich hatte Sex mit Levi“, erwiderte Erwin kühl.

„Ich weiß.“
Das Aufblitzen in seinen Augen, was Eren als Verwunderung und wohl auch als Schmerz ausmachte, nutzte er und setzte gleich noch etwas hinterher.
„Und ich habe morgen ein Date mit ihm. Ist diese Antwort zufriedenstellend?“

Die sonst so freundliche Fassade bröckelte und zurückblieb ein eiskalter, zornerfüllter Ausdruck.
„Du tust ihm nur weh!“

DAS sollte vielleicht lieber Levi entscheiden. Meinen Sie nicht, Herr Smith? Ich wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.“
Mit diesen Worten verließ Eren schnellen Schrittes den Raum, schenkte Erwin keinerlei Beachtung mehr.

Eren ließ nicht mehr zu, dass solche Worte ihn verunsicherten. Es zählte nur das, was Levi von ihm dachte. Und Himmel noch eins, hätte er Erwin gern seine Meinung gegeigt, aber da wäre immer noch der Fakt mit dem Vorgesetzten und er wäre auch weiterhin Levis Freund – wie auch immer ihre derzeitige Beziehung zueinander aussah. Das musste Eren akzeptieren, ob er wollte oder nicht.

Seine Wut verrauchte zunehmend und endlich konnte er sich wirklich auf den morgigen Abend freuen.

***

Warum zur Hölle er sich genau dazu entschieden hatte, selbst zu kochen, war Levi immer noch schleierhaft. Dieser kurzzeitige Ausfall seines Gehirns hatte nun dazu geführt, dass er nun schon seit mehreren Stunden in der Küche stand und sich irgendwie versuchte, an das Rezept zu halten, das er im Internet gefunden hatte. Er kochte ja nicht einmal für sich. Sein Herd wurde höchstens für Tütensuppen oder eine Packung Miracoli angeschmissen. Wenn er weiterhin so viel schnippeln müsste, würde er auf Letzteres auch zugreifen. Nudeln dafür hätte er zumindest schon parat.

Zu Spaghetti hatte ihm nämlich Hanji geraten.

„Mach‘ doch Pasta. Das geht auch in vegan und du verschreckst ihn nicht gleich mit deinen Essgewohnheiten“, waren ihre Worte.

Eigentlich wollte er überhaupt nicht mit ihr über das heutige Treffen reden, aber scheinbar hatte Erens Besuch Spuren bei ihm hinterlassen, die man ihm ansah. Oder zumindest sah es Hanji. Und sie gab nicht nach, bis sie wusste, was los war. Danach hätte man fast meinen können, es wäre ihr Date und nicht seines – so sehr war sie mit der ‚Planung‘ beschäftigt.

Als die Tomaten-Gemüsesoße vor sich hin köchelte, stellte sich Levi kurz unter die Dusche. Sowohl er als auch seine komplette Wohnung rochen nach Essen und erneut beschloss er das kein zweites Mal zu machen. Es ging doch nichts über einen netten Restaurantbesuch.

Mit einem Handtuch um die Hüften begab er sich vor seinen Kleiderschrank. Während er seine Klamotten durchforstete, schlich sich ein diabolisches Grinsen auf seine Lippen und er überlegte, ob er Eren ein wenig triezen sollte. Ihm war klar, dass heute nichts zwischen ihnen laufen würde. Dazu war Eren nicht bereit und er auch nicht. Glaubte er zumindest…

Nichtsdestotrotz blitzte ihm das verräterische schwarze Tanktop mit tiefem Seitenausschnitt entgegen, das bereits vielen Männern den Kopf verdreht hatte. Selbst wenn er einen Cardigan darüber trug, war es immer noch ein unverschämtes Fetzen Stoff, da es auch von vorne einen tiefen Einblick gewährte. Aus reinem Impuls und immer noch mit erhobenem Mundwinkel griff er nach dem Teil, schnappte sich noch eine schwarze Jeans und einen beigen Cardigan, den er während des Essens ja ganz beiläufig ausziehen könnte.

Levi platzierte gerade das Besteck, als es an der Tür klingelte und er öffnete, ohne groß zu fragen, die Tür.

„Hey“, fiel die schüchterne Begrüßung Erens aus, als er Levi erblickte.

Levi trat einen Schritt zur Seite und machte eine ausladendende Geste Richtung Wohnungsinnere.
„Komm‘ doch rein.“

Nun stand Eren etwas unbeholfen im Flur, streifte sich die Schuhe von den Füßen und spürte plötzlich zwei Arme, die sich von hinten um ihn schlangen.

„Schön, dass du da bist“, murmelte Levi aufgrund des Größenunterschiedes eher an seinen Rücken, aber Eren verstand trotzdem und er konnte nicht anders als breit zu grinsen.

Bevor er jedoch etwas erwidern oder überhaupt Levis Geruch noch weiter in sich aufnehmen konnte, hörte er etwas Zischen und darauffolgend ein lautes „FUCK!“ von Levi.

„Küche“, rief ihm dieser schließlich auch zu, wo Eren sich arg zusammennehmen musste, um nicht loszulachen. Levi hantierte mit Topf, Topflappen und Sieb, um die überkochenden Nudeln irgendwie zu bändigen. Daneben blubberte die Soße vor sich hin und verteilte ihre Spritzer auf der kompletten Herdplatte.

„Rühr‘ mal die Soße um“, orderte Eren, nahm Levi das Sieb sowie die Topflappen aus den Händen und kümmerte sich um die Nudeln.

Etwas perplex blinzelte Levi ihn an, kam der Aufforderung jedoch nach. So standen ein paar Minuten später Nudeln samt Soße auf dem Tisch und beide fingen an zu essen.

„Für dass das du so unbeholfen gewirkt hast, schmeckt es wirklich gut“, merkte Eren an und erntete einen finsteren Blick.

„Ich hab für dich gekocht, Balg. Sei dankbar“, murrte Levi und schob sich eine Portion Nudeln in den Mund.
„Wieso kannst du das eigentlich?“

„Was? Wissen, wie man Nudeln abseiht?“, fragte Eren belustigt nach. Der erneute todesbringende Blick ließ ihn jedoch ernst werden und er räusperte sich kurz, um zu einer ernsthaften Antwort anzusetzen.
„Meine Mutter starb, als ich noch ein Kind war und mein Vater widmete sich lieber irgendwelchen dubiosen Forschungen, als sich um mich und Mikasa zu kümmern. Da mussten wir uns eben selbst helfen. Zugegebenermaßen hatte hier Mikasa mehr Talent, aber ein bisschen was bekomme ich doch auch auf die Reihe.“

„Dann kannst das nächste Mal ja du kochen“, meinte Levi nur, dem die etwas gedrückte Stimmung Erens zu diesem Thema durchaus aufgefallen war.

Eren war froh um den Themenwechsel und gleichzeitig konnte er über das ‚nächste Mal‘ nicht glücklicher sein. Er sprach nicht gern über seine Kindheit und seine Familie, aber er wollte ehrlich zu Levi sein, ihm Vertrauen entgegenbringen und daher nahm er auch den kurzzeitigen Stich in seinem Herzen in Kauf.

„Wieso hast du überhaupt vorgeschlagen, zu kochen, wenn das eigentlich nicht dein Ding ist?“, wollte Eren wissen.

Levis Wangen färbten sich rötlich und er rang verzweifelt um irgendeine gute Ausrede, aber es wollte ihm partout nichts einfallen.
„Keine Ahnung… War irgendwie eine spontane Idee…“, war die harmloseste Umschreibung der Geschehnisse.

„Okay…“, nahm Eren das Ganze schmunzelnd zur Kenntnis und konzentrierte sich wieder auf seine Spaghetti. Wenn er weiter sein Gegenüber ansah, würde er nämlich nur in ein sabberndes Starren verfallen. Dieses gottverdammte Shirt gehörte Erens Meinung verboten! Lehnte sich Levi auch nur ein wenig zu weit nach vorne, sah man bis nach unten zu seinem Bauchnabel und FUCK! Das heizte Erens Gedanken ziemlich an, obwohl er diese heute eher unschuldig halten wollte. Genauso wie seine Taten.

„Eren? Alles in Ordnung?“, rief ihn Levis Stimme wieder zur Ordnung und er zuckte ertappt zusammen.

„Ä-äh ja sicher“, antwortete er schnell.

„Bist du fertig?“

Eren nickte und Levi stand mit den Tellern auf, um sie zur Spüle zu tragen.

„Warte, ich helf‘ dir“, meinte Eren und erhob sich ebenfalls.

„Du musst nicht…“, wollte Levi widersprechen, bekam jedoch nur einen strafenden Blick von Eren ab.

So standen sie gemeinsam vor dem Spülbecken, Levi spülte, Eren trocknete ab.

„Wo das Zeug hingehört, weiß ich leider nicht.“
Eren deutete auf den Berg Geschirr, der sich auf der Küchenablage stapelte.

„Schon okay. Danke“, entgegnete Levi, lächelte leicht und begann die Sachen einzuräumen.

Als er sich streckte, verrutschte sein Cardigan und Eren erhaschte eine Ansicht auf den freigelegten Rippenbogen durch den Seitenausschnitt des Oberteils. Wobei es Eren mittlerweile eher als Stück Stoff und nicht mehr Kleidung bezeichnen würde.
Schnell griff er nach dem Glas Rotwein, das sie noch hatten stehen lassen und leerte es in einem Zug.

Ein leise geknurrtes „Verdammt“ entkam ihm dennoch, was ihm eine hochgezogene Augenbraue von Levi einbrachte.

„Alles okay?“, erkundigte sich dieser erneut.

Ein amüsiertes und doch auch frustriertes Schnauben verließ Erens Kehle.
„Du stellst mich ganz schön auf die Probe, Levi…“

„Was meinst du?“

„Dein Shirt oder was auch immer es darstellen soll…“

Levis Mundwinkel zuckten verschmitzt nach oben und seine grau-blauen Augen verdunkelten sich eine Nuance.
„Ach und das du mir deinen Prachtarsch die ganze Zeit schon in dieser Hose präsentierst, war keine Absicht?“

„Eigentlich nicht. Aber wenn du es so sehen willst“, entgegnete Eren mit rauer Stimme und trat auf Levi zu, stützte sich mit den Armen links und rechts neben ihm auf der Arbeitsplatte ab.

Die bis dato entspannte Atmosphäre nahm rasant an Intensität zu, knisterte förmlich. Ihre Blicke verhakten sich und es brauchte nur einen Schubs von einem der beiden, um das Feuer endgültig zu entfachen.

„Ich glaube, ich will es…“, hauchte Levi.


~

Mir wird hier Mikasa ein wenig OoC, aber irgendwie gefällt sie mir in der Rolle, wie sie ist, wirklich gut. Also sorry an dieser Stelle :D
Und ja Erwin wurde jetzt richtig zum Arsch – war nicht geplant, ist aber nun auch so passiert. Upsi Dupsi :D
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