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Tochter des Sonnenaufgangs

von Kandor
GeschichteAbenteuer, Drama / P16 / Mix
Aragorn Frodo Gandalf Gimli Legolas OC (Own Character)
13.06.2021
01.08.2021
10
34.384
4
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
13.06.2021 2.833
 
Vorwort

Hallo, erst einmal schön, dass ihr euch in meine FF verirrt habt. Das hier wird meine erste FF, also ich bitte um etwas Nachsicht und bin glücklich über Vorschläge wie ich es besser machen kann.  Ich werde einige Kapitel vorarbeite, weil ich finde, dann kann die FF etwas an Fahrt aufnehmen und ihr könnt entscheiden, ob sie etwas für euch ist. Hoffentlich übernehme ich mich hiermit nicht, das wird nämlich eine längere Geschichte

Ehemalig war meine OC als Beitrag zu einer Mitmachgeschichte gedacht die jedoch nie weiterging. Aber die Ideen, die ich hatte, haben mich einfach nicht los gelassen und ich habe immer weiter überlegt wie die Geschichte meines Charakters aussehen könnte.

Meine Idee war von Anfang an einen Charakter aus Rhun, also denn Osten Mittelerdes, zu nehmen, um eine Region näher zu beleuchten, die Tolkien nie so ausführlich beschrieben hat und meinen eigenen Ideen so Raum gibt. Über die Monate ist in meinem kranken und gelangweiltem Kopf eine eigene Kultur für meinen OC entstanden, die ich mir mit meinem halb garen Geschicht´s und Fantasy Wissen zusammen gebastelt habe.  

Jedwede Ähnlichkeit mit bestehenden Geschichten sind zufällig und unbeabsichtigt. Mir gehören nur die von mir erfunden Charaktere. Alle weiteren sind Eigentum von J.R.R Tolkien, ich leihe sie mir nur mal aus.

Ich richte mich vor allem nach den Filmen, weil ich die Bücher zwar gelesen habe, mich aber besser an die Filme erinnere. Ich werde aber, wenn es mir passend erscheint etwas von den Büchern mit hinzunehmen, wenn ich mehr Hintergrundgeschichte brauche. Auch erlaube ich mir auch einige Ereignisse anzupassen, um meinem OC ein bisschen Einfluss auf die Geschichte zu geben.

In den ersten Kapiteln wird Sera und ihre Umgebung in ihrer Muttersprache (die noch keinen Namen hat) sprechen die natürlich kein Westron ist. Ich gebe Bescheid, wenn sich das endet und streue dann nur hier und da Begriffe daraus ein oder schreibe explizit das diese Unterhaltung in dieser oder jener Sprache ist.

So jetzt wollen wir aber mal beginnen.




Wunden des Herzens

Völlig erschöpft und von Kopf bis Fuß mit Blut beschmiert platzten Sera und Narde eine weitere Kriegerin zwischen sich tragend in das Zelt der Heiler, das schon gefüllt war mit den Verwundeten und Sterbenden der vergangenen Kämpfe.  „Wir brauch hier sofort Hilfe!" schrie Narde den Heileren entgegen. Eine grauhaarige Frau eilte zu ihnen und deutet auf einen Tisch, auf den sie die verletzte Kriegerin legen sollte. Als sie sie auf den Tisch legten, beugte sich die Heilerin über die Verletzte und begutachtete denn Schaden, während die beiden Frauen versuchten nicht vor Erschöpfung umzukippen. Nachdem sie die schwarz gefiederten Pfeile untersucht hatte, die im Bauch der Kriegerin steckten, befahl sie mit einem Blick auf Sera „Das sind Orkpfeile mit Widerhaken, wenn ich deine Freundin retten soll, musst du sofort, nachdem ich sie Herausgezogen habe auf die Wunde drücken sonst verblutet sie uns schneller als du ausatmen kannst. Verstanden Mädchen?". Sie konnte nur nicken und an den Tisch treten.  „Und du holst mir Branntwein, Verbände, Nadel und Faden von da hinten" wies sie Narde mit einem Kopfdeuten in den hinteren Teil des Zeltes an. Als alles beisammen war, griff sie nach einem der Pfeile und fragte „Bereit?".  „Ja, Heilerin" antworteten sie wie aus einem Mund.

Mit einem Ruck zog die Heilerin beim Versuch denn Schaden, der durch die Widerhaken entstehen würde so gering wie möglich zu halten, mit ruhiger Hand denn ersten Pfeil heraus. Sofort drückte Sera ein Bündel Leinen Stoff auf die Wunde, um ihre Klingenschwester vorm verbluten zu bewahren, währen die Heilerin schon nach dem zweiten Pfeil griff, um ihn auch zu entfernen.

„Noch einer du schaffst das, Mädchen", sagte sie leise zu der Verletzten die nur vor Schmerzen die Zähne zusammen biss. Das Blut durchweichte bereits das Leinen Bündel und Sera betete nur „Bitte oh Götter lasst sie nicht sterben nicht sie, nicht noch eine meiner Schwestern, Bitte verschont wenigstens dieses eine Leben".  Mit einem Ruck wurde auch der zweite entfernt und Narde drückte ihr Bündel auf die Wunde, während die Heilerin nach Branntwein und Nadel und Faden griff, um die erste wunde zu verschließen. Als Sera auf einem Blick der Alten Frau das Bündle wegnahm, sah sie wie das Blut aus dem Schnitt quoll. Mit schnellen präzisen Stichen nähte die Heilerin die Wunde zu und befahl Sera wieder mit einem Leinen Bündel auf die Wunde zu drücken bis sie denn Verband anlegen konnten . Während sie die andere Wunde nähte, blickte Sera nur auf das Bündel und betet das keines der Organe oder großen Blutgefäße verletzt worden war.

Ihre Gedanken schweiften zu dem Grund wieso sie hier von Kopf bis Fuß bedeckt mit Blut und Prellungen stand. Wieso ihre Klingenschwester Quadi unter ihren Fingern mit dem Tod rang. Sie sollten die Späher ihrer Feinde ausschalten und dabei wenn möglich noch das gegnerische Heer auskundschaften. Doch wie es schon das ganze vergangen Jahr war, kämpften sie gegen eine Übermacht.  „Was hilft es uns die besten Krieger Rhuns zu haben, wenn unser Feind mit der Vier- bis Fünffachen Anzahl an Kriegern aufwarten konnte,  wir können die Verluste einfach nicht mehr ausgleichen, die wir erleiden" dachte sie verbittert.  Seit einem Jahr befanden sie sich nun schon in der Defensive und wurden immer weiter zurück gedrängt, nun war nichts mehr da  wohin sie sich noch hätten zurückziehen könnten, sie waren vielleicht 30 Meilen vor der Hauptstadt ihres Volkes Kas´Turlo an der Mündung des Celduin in das Meer entfernt, und alles, was sie jetzt noch tun, konnten war der Bevölkerung Zeit zu erkaufen bis die Schergen des Dunklen alles Vernichten würden, was die Stämme ihres Volkes in einem Jahrtausend errichtet hatten. Wahrscheinlich würden sie binnen einer Woche auch auf dem Land ihres Stammes stehen, das sich jenseits des Flusses befand, beim Gedanken wie die Festung ihrer Familie in Flammen stand und alle die sie kannte, entweder qualvoll starben oder versklavt wurde, zog sich ihr Herz zusammen „Hoffentlich kann Mutter mit meinen jüngeren Geschwistern flüchten" hoffte Sera verzweifelt.

Das Blut, das nun wieder zwischen ihren Fingern hindurch quoll, riss sie Zurück in die Gegenwart. „Heilerin, es hört nicht auf zu Bluten!" machte sie die Heilerin aufmerksam die gerade ihr Werk an der zweiten Wunde beendete. „Oh gnädiger Tuluvar, das darf nicht wahr sein, es muss eine der Arterien getroffen haben" stieß die Heilerin aus und überlegte verzweifelt, was sie noch tun konnten, um das Leben dieser Kriegerin zu retten, nur um Festzustellen sie konnte rein gar nichts mehr tun wie schon so oft an diesem dunklen Tag. „Es ist vorbei wir können nichts mehr tun, Quadi wird Sterben" stellte Narde mit einem traurigen Blick auf die mittlerweile bewusstlose Kriegerin. „Nein das kann nicht sein, sie ist eine Kämpferin so ein paar spitze Stöcke bringen sie nicht um. Sie hat einen Speer im Magen überlebt da schafft sie auch das!" schrie ihr Sera mit Tränen in den Augen entgegen, die Hände immer noch auf die Wunde drückend. In diesem Moment atmete Quadi noch einen letzten pfeifenden Atemzug bis sie für immer verstummte und ihre Seele ihren Körper verließ.

Sera brach heulend auf dem Körper ihrer Freundin zusammen. „So endet also unsere gemeinsame Reise, alte Freundin. Wir wollten wie die Helden in den Geschichten sein. Ungeheuer erschlagen und Schätze finden. Doch eine wichtige Sache haben wir bei unseren Träumen immer ausgeblendet die meisten Helden Sterben jung" dachte sie voll der Trauer. Narde kam zu ihr und nahm sie in den Arm ohne ein Wort, denn egal was sie sagen könnte es würde denn Schmerz nicht lindern alles, was sie für einander Tun konnten, war für einander da zu sein, eine Weitere ihrer Schwestern war gegangen.  „Nummer Zwölf von ehemals Zwanzig ihres Trupps" stellte Sera in Gedanken fest.

Sie standen noch eine Weile so keiner von ihnen wusste wie lange, Minuten oder Stunden. Sie weinten um Quadi und alle die vor ihr gegangen waren, aus Angst, Trauer und endloser Wut das trotz, dass sie sich mit aller Kraft dem drohendem Dunkel entgegenstemmten sie das unvermeidliche doch nicht aufhalten konnten.  Schließlich löst sich Sera von ihrer Klingenschwester, nahm noch einmal die Hand ihrer Toten Gefährtin und sagte „Du warst schon immer die schnellere von uns beiden. Aber lange wirst du nicht auf uns warten müssen, leg bei Mewa ein gutes Wort für uns ein. Mögen wir uns in einem neuen Leben wieder sehen, wenn wir uns erneut in Fleisch kleiden". Mit diesen Worten gab sie ihrer Freundin einen letzten Kuss auf die Stirn und verließ daraufhin das Zelt.

Als sie in die Abendsonne trat und das Meer von Zelten sah, das sich hier zum letzten Widerstand sammelte, fühlte es sich so an als ob ein Berg auf ihr lasten würde. „Zehntausend Seelen, die wir diesem Ungetüm jenseits des Horizonts entgegenwerfen" Sagte Narde die hinter ihr aus dem Zelt getreten war. „Und doch wird es nicht Reichen wir werden zerschmettert werden. So endet also die Geschichte unseres Volkes. Die letzten freien Menschen des Ostens. Was wird wohl von uns bleiben wird man sich Geschichten vom letzten aufbäumen der Acht Stämme der Derazym und ihren Verbündeten erzählen oder werden wir zu ein paar verfallenden Ruinen wie die Zeugnisse Gondors, nach dem unsere Vorfahren sie vertrieben." antwortete Sera. „Und doch werden wir zur Schlacht antreten. Um noch ein letztes Mal dem Dunkeln vor die Füße zu spucken. Wir sind Vrey, der Tapferste der Stämme, wir kämpfen bis zum letzten Atemzug mehr bleibt uns einfach nicht, als Würdig zu sterben" sagte eine Stimme hinter ihnen. Als sie sich umdrehte erblickte sie ihren Vater mit seinem Gefolge. Baras ar´Meras ke´Vrey, Fürst des Stammes der Vrey und Feldherr des Königs, hatte die Fünfzig bereits überschritten und in seinem einst schwarzem Bart und Haupthaar mischt sich immer mehr Grau, aber er war weit davon entfernt Gebrechlich zu wirken er hielt sich nach wie vor kerzengerade in seiner Rüstung und blickte seine älteste Tochter mit seinen Grüngrauen Augen an. Ihr Verhältnis war nie das beste gewesen, zu autoritär der ständig abwesende Vater und zu rebellisch die eigensinnige Tochter. Hinter ihm sah sie neben mehreren Kriegern und Ratgebern auch ihren Bruder Arslan, denn Erstgeboren ihrer Eltern, der näher trat und sie mit den Worten umarmte „Wir haben gerade von Quadis Tod erfahren, sie wird uns allen Fehlen". In einem selten Fall von Empathie, denn sie dem alten Granitschädel niemals zugetraut hätte, sagte ihr Vater mit einem traurigen lächelnd „Ja das wird sie, ich sehe euch drei immer noch wie ihr versucht habt als Kinder meinen Wein aus der Küche zu stehlen". Er musste Quadi wirklich gemocht haben.

Sie befreite sich aus dem Griff ihres ein Jahr älteren Bruders und wandte sich dem Feldherren zu „Wir werden ihr wohl bald Folgen. Was sagen die Späher über unseren Feind?". Mit einem Blick der gen Nordosten ging, berichtete er „Der Feind wird uns wohl im Laufe des nächsten Tages erreichen. Laut den Berichten, die wir bekommen haben, werden wir es mit etwa Fünfzigtausend seiner Gefolgsleute aus Rhun zu tun bekommen und zusätzlich noch mit etwa Zehntausend Orks aus Mordor". Mit einem leicht verwundertem Blickte schaute sie ihn an „Das heißt wohl, dass der Dunkle seinen Bannerträgern hier im Osten nicht zutraut uns Restlos zu vernichten". Mit einem anerkennen Blick, denn sie in den letzten Fünfundzwanzig Jahren ihres Lebens nicht häufig zu sehen bekommen hatte, antwortet er ihr „Das glauben wir zumindest. Er hat auch einen Feldherren geschickt und das macht mir richtige Bauchschmerzen. Es heiß es sei einer der Verfluchten (Ringgeister Anmerkung des Autors) und was das heiß muss ich dir ja nicht sagen". Sie musste denn Kloß herunterschlucken, der sich nach den Worten ihres Vaters in ihrer Kehle gebildet hatte. Die Verfluchten waren mit das Schrecklichste, was sie sich vorstellen konnte, Kinder ihres Volkes wurden mit diesen Kreaturen erschreckt, sie galten als das Dunkelste, was je auf die Welt los gelassen wurde.

„Was sagen Herr Morinehtar und Herr Romestamo dazu. Der Dunkle wird seinen Verfluchten sicher geschickt haben, das die Beiden seine Schergen nicht wieder übertölpelt. Wie bei der Schlacht an der Tränen-Furt". Dies war einer ihrer größten Siege gewesen, der Fünf Jahre zurücklag, damals hatten sie die Truppen des Feindes an der namensgebenden Tränen-Furt aufgehalten während die beiden Zauberer mit einem ihrer selten Zauberkunststücke eine Flutwelle auslösten, die ein Heer von über dreißigtausend Bannerträgern des Dunklen fortspülten. Damit hatten sie das Dunkel noch einmal Zwei Jahre aufgeschoben.  In Folge dieser Schlacht konnten sie wieder ihre Reihen auffüllen und konnten im nächsten Frühlingen sogar wieder in die Offensive gehen. „Das glaube ich auch, also geht auch die Hoffnung auf ein erneutes Wunder dieser Art dahin. Uns bleiben also nur Stahl, Holz und Fleisch um unsere Heimat zu verteidigen". Trug Arslan zum Gespräch bei. „Du bist mal wieder sehr aufbauend großer Bruder", sagte sie während sie ihm durch die Haar wuschelte. „Man tut, was man kann, kleine Schwester", sagt er mit einer großen Portion Galgenhumor. Nun wandte sie sich wieder ihrem Vater zu „Nun entschuldige mich und Narde bitte, es war ein langer schmerzvoller Tag". Mit einem Nicken entließ er sie beide und sie machten sich nach einer knappen Verbeugung auf den Weg zu ihren Zelten.

Narde wollte erst noch etwas essen und bogen deswegen zu den Küchenzelten ab. So kam Sera alleine an ihrem Zelt an, das sie sich bis vor kurzem mit vier anderen Frauen geteilt hatte, jetzt waren nur noch sie und Narde übrig. Mit fahrigen Händen legte sie ihre Rüstung und Waffen ab, erst würde sie sich waschen in der Hoffnung das sie mit dem Schmutz auch einen Teil der Müdigkeit und Trauer abwaschen konnte. Nur noch in eine Lederhose und ein weites Hemd gekleidet ging sie nach draußen zu einem großen Wasser Kübel, um sich zu reinigen. Als sie wieder denn Tag Revue passieren ließ kamen ihr erneut die Tränen, doch bevor sie aufschluchzen konnte steckte sie denn ganzen Kopf ins Wasser und schrie so lange bis keine Luft mehr in ihr war. Sie betrachte ihr Spiegelbild während sie neben dem Kübel saß und sich dachte „Man sehe ich fertig aus. Wenigstens wird es morgen, allerhöchstens Übermorgen, zu Ende sein. So oder so!" der Gedanke hat etwas befriedendes, sie würde sich erneut in Fleisch kleiden ein unbeschriebenes Blatt irgendwo auf dieser Welt ein Kind ohne das Wissen über sein vergangenes Leben und ohne den Schmerz und die Trauer dieses Lebens.

Sie blickt auf ihr Spiegelbild, die großen graugrünen Augen die sie von ihrem Vater geerbt hat, und die nun Rot und verquollen waren, die Schwarze Khol Schminke, die sie wie viele ihres Volkes um die Augen trug, war komplett verschmiert und lief nun ihr Kinn hinunter „Schwarze Tränen"  so hatte Quadi das immer genannt. Sie war die Seele ihres Trupps gewesen, wie sollten sie ohne sie weiter machen?. Sera bürstete sich Blut und Schmutz aus ihren etwa Kinn lagen Haaren schwarz wie Rabenflügel, wie das Gefieder der Kinder ihrer Schutzgöttin.  Wieso ließ sie so etwas zu, waren sie nicht demütig genug gewesen?. Hatten sie nicht versucht nach bestem Vermögen ein der Götter gefälliges Leben zu führen?. Und doch war sie hier an der Schwelle des Todes, ohne Hoffnung auf überleben, selbst wenn sie noch weiter flohen würden die Schergen des Dunklen sie doch alle finden und aufgrund ihren „Ungehorsams" gegenüber ihres angeblichen Gottes hinrichten oder versklaven.

Ihr Blick ging weiter über ihre leicht schiefe Nase ein Andenken an ihre Übungskämpfe mit dem Waffenmeister ihres Vaters. Über die Beiden langen Narben auf ihrer rechten Wange, eine Erinnerung an den Zusammenstoß mit einem Leoparden vor vier Jahren, sie konnte sich glücklich schätzen, dass sie ihren Kopf noch hatte. Zu ihrem Mund schmale Lippen die fest zusammen gepresst waren, wenn sie etwas beschäftigte. Ihre Haut hatte einen leichten Kupferton, ein Resultat der vielen Jahre die sie auf irgendwelchen Kriegszügen unter der Sonne zugebracht hatte.  Ihre Finger glitten über die Tätowierungen die sich unter ihrem linken Auge bis hinunter zum Herzen erstreckten. „Meine ganze Existenz und Geschichte unauslöschlich festgeschrieben, sodass man mir wenigstens diese nicht nehmen kann. Und ich kann voller Stolz vor Mewa, dem Gott des Todes und der Gerechtigkeit, treten, wenn er von mir Zeugnis über mein vergangenes Leben verlangt, um über mich zu Richten." Und es war wie als würde sie Quadis Stimme hören „Alles muss Sterben Sera, wir können nur versuchen das Beste aus unserer Zeit in diesem Leben zu machen. Nichts endet wirklich, wenn wir wiedergeboren werden ist es wie ein leeres Blatt, auf dem wir eine neue Geschichte beginnen". Als sie sich an diese Worte erinnerte musste sie lächeln „Selbst im Tod baust du mich wieder auf treuste Freundin". Mit diesem Gedanken erhob sie sich und machte sich auf den Rückweg zu ihrem Zelt, in der Hoffnung das Narde etwas zu essen mitgebracht hatte.


Ich hoffe es hat euch gefallen und würde mich über eine Review freuen.
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