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Die Grenze

von Biest1987
OneshotDrama, Schmerz/Trost / P12 / MaleSlash
Harry Potter
11.06.2021
11.06.2021
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Huhu ihr lieben

Hier ein Oneshot für euch. Dieser ist mir spontan im Kopf rumgespuckt und wollte zu Papier gebracht werde. Danke an Caro, die wieder Beta gelesen hat. Sie wünscht sich eine Fortsetzung, also habe ich es mir noch offengelassen. Bei Gelegenheit schau ich mal, was mir so in den Sinn kommt.
Ich bin gespannt, wie es euch gefällt. Schreibt mir gerne ein Kommi!
Viel Spaß beim lesen.
LG Laura


Ein Rumpeln und lautes Fluchen weckten Harry aus einem Schlummer. Irritiert orientierte er sich. Er musste eingeschlafen sein. Der kleine Jasper schlief selig an seiner Brust. Eigentlich hatte er sich nur für einen Moment zurücklehnen wollen.
Plötzlich wurde die Tür aufgerissen. Immer noch müde zuckte Harry zusammen und wandte sich seinem Mann zu. Unbehaglich sah er, dass Severus schon wieder vor Wut schäumte.
“Bitte sei leise, Jasper schläft”, bat er seinen Ehemann. Sie waren seit 3 Jahren zusammen. Am Anfang war Harry wirklich glücklich gewesen, bis mit der Zeit Severus immer mehr in alte Muster verfiel. Nur das der in den letzten Monaten auch noch angefangen hatte, zu trinken. Die Folge waren heftige Streitereien.
Regelmäßig musste er sich die verschiedensten Vorwürfe anhören. So langsam konnte er einfach nicht mehr.
Müde und deprimiert schaute er auf den schäumenden Mann und fragte sich, wo der liebevolle Sev hin wahr, in den er sich verliebt hatte.
Schnaubend trat der näher. “Und was ist mit dir? Warum hast du nicht aufgeräumt. Oder muss dem großen Helden wieder alles hinterher geräumt werden?” knallte ihm der Tränkemeister wütend an den Kopf.
Zum ersten Mal seit langem brodelte in Harry wieder Wut hoch. Das war alles so unfair.
Langsam legte er seinen Sohn Jasper in die Wiege und bugsierte Severus aus dem Raum, bevor er die Tür schloss.
Dann wandte er sich mit vor Wut blitzenden Augen um.
“Ich bin auch eingeschlafen. Vielleicht liegt es ja daran, dass Jasper mich die ganzen letzten Nächte auf Trab gehalten hat, weil er Koliken hatte. Und ich mich dann tagsüber hier um alles kümmern musste. Während du nach Hause kommst und die Füße hochlegst, statt mich einfach mal zu unterstützen und mir zu helfen. So, dass auch ich mal eine Pause bekomme”, zischte Harry jetzt zurück.
Das Gesicht des Tränkemeisters nahm eine ungesunde Farbe an. Auf Widerworte reagierte er immer noch nicht gut. Schon lange war sich Harry bewusst, dass er ihn nach all der langen Zeit immer noch nicht als erwachsenen, gleichberechtigten Partner sah.
“Wie kannst du es wagen! Ich plage mich den ganzen Tagen mit kleinen, unliebsamen Bälgern rum. Da brauche ich das nicht auch noch zu Hause. Wenn es dir nicht passt, kannst du ja gehen.”
“Er ist auch dein Sohn, Severus. Und daran sind immer noch zwei Personen beteiligt, wenn ich dich erinnern darf“, fuhr Harry aufgebracht ins Wort.
“Wenn du aufgepasst hättest, wäre das nicht passiert. Und ich wäre jetzt nicht an dich gefesselt. Sieh dich doch nur mal an“, zeigte er in die Richtung von Harrys Gestalt.
“Seit Jasper da ist, lässt du dich gehen. Du bist ständig müde, oder hast das Gör in den Armen. Statt dich um mich zu kümmern, bist du nur noch für das Baby da.”
Fassungslos starrte Harry ihn an.
“Ich wusste nicht, dass Jasper dir so zuwider und eine Last ist.” Gebrochen schaute Harry zu seinem Partner. Warum überraschte ihn der ganze Streit nur nicht mehr?
“So ist das nun mal, wenn man ein Kind bekommt. Ich muss alles alleine machen, du hilfst mir ja nicht. Wunderst du dich wirklich darüber, dass ich dann keine Lust mehr auf irgendwas habe? Ich bin auch nur ein Mensch, Severus. Es wäre schön, wenn du die ganze Situation mal aus anderen Augen sehen würdest. Ohne deine ständigen Vorurteile. Aber ich denke, das kann ich vergessen.” Traurig wandte er sich um und ging durch das Schlafzimmer ins Bad, um zu duschen. Den sprachlosen und wütenden Mann im Flur zurücklassend. Er wusste wirklich nicht, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hatte. Seufzend lehnte er seinen Kopf an die Fließen und weinte stumm, während das Wasser seine Tränen ungesehen fortnahm.
Eine federleichte Berührung riss Harry aus dem Schlaf. Ein warmer Körper presste sich an seinen Rücken. Finger hatten sich zwischen seine Beine geschoben und weiteten ihn.
“Was? … Severus?” fragte er hundemüde. Er spürte eine harte Erektion an seinem Hintern.
“Psssstttt, lass mich einfach machen”, vernahm er die leise Stimme des Tränkemeisters.
“Severus, ich bin müde”, protestierte Harry schwach.
“Das ist ja nichts neues. Ich brauch dich jetzt, sei still”, machte der einfach weiter und tat Harrys Einwand ab. Severus hob das eine Bein von Harry mit seinem Arm über sein aufgestelltes Bein und drang da auch schon in ihn ein. Stöhnend schob der Mann sich in die Enge von Harry.
Zischend zog der die Luft ein, war der letzte Sex schließlich schon eine Weile her gewesen. Seine eigene Lust war kaum vorhanden. Sein Schwanz zuckt nur halb erigiert an seinem Körper. Als Severus sich auch schon ohne Verluste in ihn stieß. Er schlug einen harten, schnellen Rhythmus an und kam innerhalb von ein paar Minuten mit einem lauten Stöhnen. Danach ließ er sich aus Harry rausgleiten. Harry bekam noch einen kurzen Kuss auf die Schulter. „Na siehst du, war doch gar nicht so schlimm.“ Damit drehte sich der Mann um und war innerhalb von Minuten eingeschlafen.
Harry liefen schon wieder Tränen über die Wangen. Er spürte das Sperma aus sich herauslaufen und fühlt sich benutzt. Wie war aus dem zärtlichen Liebhaber nur das geworden? Er verging sich nachts an ihm und fickte ihn. Nur auf sein eigenes Vergnügen bedacht. War er jetzt nur noch das Fickloch?
Schnell erhob er sich und duschte nochmal.
Fertig geduscht, hörte er auch schon Jasper weinen. Seufzend ging er in das Zimmer seines Sohnes, um ihm zu versorgen.

Ein paar Tage später kam die Familie Malfoy zu Besuch. Narzissa und Draco waren ganz verrückt nach dem kleinen Jasper und spielten mit ihm. Lächelnd hatte sich Harry ihnen angeschlossen, während Lucius und Severus sich unterhielten. Die beiden Männer tranken eine Menge Whiskey.
“Und Harry, wann heiratet ihr endlich?” riss ihn Draco aus seinen Gedanken. Irritiert schaute der den Blonden an, als sich auch schon Severus von hinten einmischte.
“Ja klar heiraten. Jetzt soll ich den Nichtsnutz von Helden auch noch heiraten?” stieß dieser sturzbetrunken aus.
Verletzt schaute Harry zu Boden. Eigentlich hatte er sich immer eine richtige, liebevolle Familie gewünscht, und dazu gehörte nun mal auch die Ehe.
“Onkel Sev, wie kannst du denn sowas sagen?” empörte sich Draco.
Mitleidig legte Narzissa Harry eine Hand auf die Schulter und drückte zu.
Zittrig warf er ihr ein qualvolles Lächeln zu.
“Entschuldigt mich bitte,” flüsterte er und nahm Jasper, um ihn bettfertig zu machen.
Er hörte noch, wie Severus sich in seine Tirade über ihn reinsteigerte.
“Nur weil er mir dieses Balg geschenkt hat, soll ich den Helden auf einmal heiraten? Es ist auch mein Leben, ich habe nie darum geben. Soll er doch als Bastard aufwachsen. Wen interessiert das schon, schließlich ist Potter …”
Es tat weh! Schnell lief Harry in das Zimmer seines Sohnes. Tränen trübten seine Sicht. Er legte einen Stille-Zauber über den Raum und weinte. Er weinte und weinte und drückte seinen Sohn an sich. Dieser merkte anscheinend, dass es seinem Daddy nicht allzu gut ging und war ganz artig und ruhig.
Irgendwann beruhigte Harry sich und steckte seinen Sohn ins Bettchen.
Als er das Zimmer verließ, war es ruhig in der Wohnung. Seufzend ging er in die Küche und holte sich was zu trinken.
Als er die Kühlschranktür schloss, stieß die Küchentür schwungvoll auf und krachte an die Wand.
Severus stand schwankend im Eingang. Er war betrunken, schon wieder.

“Potter, jetzt hast du schon meinen Freund auf deine Sssseite gezogen. Wasch wirsscht du mir als nächschtes nehmen hä? Wasch hascht du vor Pott-tter, willst du misch fertig machen?” kam es lallend von ihm.
“Severus”, versuchte Harry ihn zu beruhigen. “Ich habe gar nichts mit den Malfoys gemacht. Ich weiß nicht, wovon du redest”, wehrte er mit erhobenen Armen ab. Dabei übersah er den Schrank und das Glas Milch zersprang auf dem Fließenboden.
Wutschnaubend kam Severus auf ihn zu und hielt ihn am Oberarm fest. Harry wurde von dem Griff hart durchgeschüttelt und an die Arbeitsplatte der Küchentheke gedrängt.
“Lüg misch nischt an. Nie hätten die so mit mir geredet, wenn du schie nischt beeinflusst hättest. Schie lieben mich, nicht disch Potter… und jetzt zerstörscht du noch meine Küche?” kam sein Gesicht immer näher. Der Alkoholgeruch war penetrant. Wie viel hatte der Mann getrunken?
Hart stieß Harry ihn weg. Der taumelte und fiel nach hinten über. Er kam hart auf dem Boden auf. Das Gesicht verzerrte sich vor Wut und Hass.
“Hast du dir wehgetan?” fragte Harry ihn besorgt, als er Severus wieder auf die Beine half. Er bemerke nicht, wie eine Sicherung bei dem Mann durchbrannte.
Hart traf ihn der erste Schlag im Gesicht.
“Du denkscht, du kannscht mir weh tun? Isch werdesch dir zeigen”, stieß Severus aus und ließ seine Fäuste auf Harrys Körper einprasseln.
“Sev, bitte?” rief Harry schmerzvoll auf. Sein Gesicht und Körper erbebten wegen der Schläge, die auf ihn einprasselten. Hart wurde er zurück an den Küchentisch gedrängt und Harry versuchte seinen Kopf zu schützen. Auf einmal wurde er gepackt und umgedreht. Kraftvoll wurde sein Oberkörper auf den Tisch gebeugt und seine Hose runtergerissen.
“Isch werde dir zeigen, was isch für ein Mann bin Potter”, raunte Severus Harry ins Ohr.
“Sev bitte,” flehte Harry seinen Freund an. Das konnte doch alles nicht wahr sein? Wie war die Situation nur so aus dem Ruder gelaufen?
“Lass mich bitte los. Ich will das nicht. Sev…” schluchzte Harry inzwischen und hörte das Stoffrascheln. In einem Klammergriff gefangen raubte ein Schlag aufs Ohr ihm fast das Bewusstsein. Er sah nur noch Sterne, ihm war schwindlig. Das Blut rauschte unnatürlich in seinen Ohren. Seine Beine wurden gewaltsam geöffnet und eine harte Erektion bahnte sich schmerzhaft den Weg in seinen Hintern.
Wimmernd versuchte sich Harry zu wehren, er hatte keine Chance. Hart wurde er auf den Tisch fixiert. Die Welt drehte sich nur noch mehr um ihn. Und dann begann die Höllenqual erst. Immer wieder und wieder stieß der Tränkemeister brutal in ihn. Die Tortur zog sich hin. Immer wieder gingen Faustschläge auf seinen Körper und Kopf nieder. Irgendwann ergoss der Mann hinter Harry sich laut stöhnend in ihn. Dann taumelte er weg Richtung Schlafzimmer und legte sich ins Bett.
Lange lag Harry auf den Küchentisch, kaum in der Lage sich zu rühren.
Weinend konnte er nicht fassen, was ihm gerade passiert war.
Das was ihn aus seinem Nebel im Kopf zog, war Jaspers Weinen. Schwer löste er sich vom Tisch und zog sich seine Hose hoch. So schnell es ihm mit seinen Verletzungen möglich war, schleppte er sich zu seinem Sohn und versorgte ihn.
Was sollte er nur tun?
So konnte das nicht mehr weitergehen. Severus hatte eine Grenze überschritten. Was, wenn er als nächstes seinem Sohn gegenüber gewalttätig werden würde? Nachdenkend schaute er auf sein friedlich schlafendes Kind und fasste einen Entschluss.
Seinen Zauberstab schwingend, packte er seine und die Sachen seines Kindes ein, verkleinerte sie und steckte sie ein. Er ging zum Kamin und nahm sich Flohpulver.
Zusammen mit seinem Kind stieg er in den Kamin.
“Malfoy Manor”, sprach er und verschwand in dem grünen Feuer. Nichts zeugte mehr von seiner Anwesenheit in der Wohnung.
Dort angekommen drehte er sich gerade rechtzeitig und kam hart auf den Rücken auf. Jasper wachte von der unsanften Landung auf und fing an zu weinen.
Harry konnte sich nicht bewegen, die Schmerzen ließen ihm Tränen über die Wangen laufen. Er bekam nicht mit, wie eine Hauselfe die Bewohner aus den Betten jagte.
“Merlin Harry”, rief Narzissa aus und nahm ihm vorsichtig Jasper aus den Armen.
“Was ist passiert? Wie siehst du überhaupt aus?” prasselten die Fragen auf ihn ein.
Sanft trat Draco an seine Seite und ließ ihn schweben.
“Na dann komm Potter, lass uns deine Verletzungen versorgen“, sprach der schon ganz im Heiler-Modus.
Keuchend versuchte Harry seinem Sohn im Blick zu behalten. Narzissa, die seine Blicke verstand, folgte ihm auf den Füßen.
“Draa... Draa…” brach Harry keuchend ab.
“Hier ein Schmerztrank”, wurde ihm eine Phiole unter die Nase gehalten. Dankbar trank er sie aus. Die Linderung trat sofort ein.
Seufzend schloss er kurz die Augen, ehe er sie wieder aufriss.
“Ich brauche eure Hilfe”, bat er die Malfoys leise. Alle drei starrten ihn sorgenvoll an.
“Was brauchst du Harry?” sprach Lucius ihn ruhig an.
Dankbar schenkte er dem Malfoy-Oberhaupt ein Lächeln zu.
“Severus hat eure Kritik nicht gut aufgenommen. Er hat heute eine Grenze überschritten. Ich will, dass du alle Verletzungen aufführt Draco und sie Lucius gibst”, flüsterte er angestrengt.
Alarmiert starrten die Malfoys sich und ihn an.
“Severus war das?” hauchte Narzissa fassungslos, während sie immer noch Jasper in den Schlaf wiegte.
Geschlagen nickte Harry und schloss die Augen.
Dann spürte er vorsichtig eine Hand an seiner Schulter.
“Was möchtest du, dass ich tue?” fragte Lucius ihn mitfühlend.
“Ich will das alleinige Sorgerecht. Er darf kein Mitspracherecht in Jaspers Leben haben. Wer weiß schon was passiert, wenn Jasper ihn mal verärgert. Und dann will ich her weg, weg aus England. Weg aus Großbritannien. Einfach nur Weg und in Sicherheit meinen Sohn aufziehen.”
Verstehend nickte Lucius ihm zu.
“Wir werden dir helfen Harry”, versprach er ihm. Dann machte sich Draco an die Arbeit. Routiniert versorgte er Wunde um Wunde. Auch die Vergewaltigung versorgte er. Jasper schlief selig in einer Kinderwippe neben ihm, während Harry alles über sich ergehen ließ. Lucius und Narzissa halfen.
“Harry”, wurde er irgendwann von Draco angesprochen, als Lucius sich auf den Weg ins Ministerium machte, um alles in die Wege zu leiten.
“Harry, ich muss dir noch etwas sagen.“
Müde richteten sich die grünen Augen auf Draco.
“Harry, du bist wieder schwanger“, sprach der Malfoy schließlich aus.
Verstehend schloss dieser die Augen. Eine einzelne Träne lief seiner Wange hinab.
Dann bekam er einen Schlaftrank gereicht. Ohne Proteste schluckte er ihn und ließ sich in die Traumwelt hinabgleiten.
Als er wach wurde, hatte Lucius bereits alles erledigt. Jasper und das ungeborene Kind waren vor Snapes Gewalt sicher. Schwer setzte Harry sich auf. Sein Körper war noch nicht hundertprozentig wieder geheilt.
Er schleppte sich in das Esszimmer, der aufgeregten Elfe folgend. Dort fand er die Familie Malfoy am Tisch sitzend und redend. Das Essen stand noch auf dem Tisch.
Sobald er eintrat, rauschte Narzissa auf ihn zu und zog ihn in eine innige Umarmung.
“Wie geht es dir mein Lieber?” ihre besorgten grauen Augen folgten ihm, als er sich schwer in den Stuhl sinken ließ.
“Es geht”, lächelte er sie alle an.
Dann richtete er seinen Blick auf Jasper, der Ruhig in den Armen von Lucius schlief.
“Er war ganz artig Harry, keine Sorge”, beruhigte Narzissa Harry und tat ihm etwas zu Essen auf den Teller.
Draco stellte eine Reihe Tränke auf den Tisch. “Iss etwas Potter. Und dann reden wir“, forderte der ihn auf.
Harry folgte dem Wink und quälte das Essen seiner Speiseröhre hinab. Als er fertig war, würgte er die Tränke runter und spülte sie mit Tee nach. Die Wirkung trat sofort ein und entspannt lehnte er sich zurück.
“Also Harry, ich habe alles was du brauchst. Du hast das alleinige Sorgerecht über deine Kinder. Severus darf sich ohne deine ausdrückliche Erlaubnis euch nicht nähern.” Damit wurden ihm verschiedene Papiere rüberschoben.
“Außerdem habe ich hier einen Portschlüssel zu einem unserer Häuser in Spanien. Wir haben die Finka auf dich überschrieben und noch ein weiteres Ferienhaus in der Nähe. Severus kennt sie nicht, da musst du dich nicht sorgen. Hier sind die Papiere zu dem Haus. Eine Hauselfe Sally lebt dort und ist in deinen Besitz übergegangen, um dir zu helfen“, sprach der Malfoy.
Als Harry protestieren wollte, wurde er gleich unterbrochen.
“Nein, keine wiederrede Harry! Wir machen das gerne. Und wir wollen dich und deine Kinder gut versorgt wissen. Wenn du es uns erlaubst, werden wir dich gerne besuchen kommen.”, tat Narzissa seinen Einwand ab.
Auf die Unterlippe beißend, nickte Harry schließlich zustimmend.
Erleichtert machte Lucius weiter, hatte er doch mit mehr Widerstand gerechnet.
“Das schöne in Spanien ist, dass die magische Kultur sehr tolerant ist. Gute Schulen, Heiler und alles, was du brauchen wirst, ist gleich um die Ecke. Ich habe dir eine Liste mit Kontakten zusammengestellt”, wurde ihm der nächste Stapel Papiere gereicht.
Schluchzend sah sich Harry die Papiere an, ehe er sich wieder zu den Malfoys wandte.
“Wie kann ich euch nur jemals danken?” brach er ab und wischte sich über die Augen.
Narzissa sprang auf und nahm ihn wieder in den Arm. Sanft wiegte sie ihn an ihrer Brust.
“Du brauchst uns nicht zu danken. Das ist selbstverständlich. Wie hätten nie gedacht, dass Severus zu so etwas fähig ist. Das ist absolut inakzeptabel. Wir hätten nie gedacht, dass er seinem Vater auf seinem Wege folgen würde“, sprach sie traurig.
Schluchzend vergrub Harry seinen Kopf an ihrer Brust. Leise weinte er und ließ seine ganze Verzweiflung raus.

Ein paar Stunden später trat er mit Narzissa zusammen die Reise in sein neues Domizil an.
Sie half ihm, seine ganzen Sachen zu verstauen. Zusätzlich hatte sie ihre Elfen auch noch die Kindersachen von Draco holen lassen.
Abends aßen sie ein leichtes Essen zusammen. Nach Reden war Harry wirklich nicht zumute. Narzissa akzeptierte das und leistete ihm still Gesellschaft.
Nach einer Umarmung verabschiedete sich Narzissa von ihm und ließ ihn alleine in seinem neuen Zuhause zurück.
Bevor sie ging, überreicht er ihr noch einen Abschiedsbrief für Severus.
Narzissa versprach ihm, den Brief zu übergeben.
Lange saß Harry schließlich auf der Terrasse und sah der Sonne zu, wie sie am Horizont verschwand.
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