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Von Liebe, Angst und Überwindung

von Lotte02
GeschichteAllgemein / P12 / Het
Dr. Verena Auerbach Emilie Hofer Jessika Pollath Katharina Strasser Markus Kofler Mia Steiner
11.06.2021
12.06.2021
6
5.661
7
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Dieses Kapitel
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11.06.2021 945
 
Sicht Katharina

Es war ein normaler Samstagnachmittag. Markus und ich hatten den Tag über viel Papierkram in der Bergrettung zutun und mussten vormittags noch zu nem Einsatz raus. Erschöpft stiegen wir ins Auto und Markus fuhr uns nach Hause. Da wir bei uns gerade renovierten gingen wir rüber ins Hofhaus, wo wir uns aufs Sofa fallen ließe. Ich verfiel sofort wieder in meine Gedanken, während ich bei Markus an der Brust lag und er mich sachte streichelte.
Er hatte mir gestern erzählt, dass sein Arzt rausgefunden hatte, dass er doch Kinde bekommen könne. Und diese Info machte mich nervös und ging mir den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Ich schloss langsam die Augen bis plötzlich mein Handy klingelte.
Ich zog es aus meiner Jackentasche und schaute auf dem Display nach, wer es war.
„Mein Vater? Was will der denn jetzt...“, murmelte ich nur und nahm den Anruf entgegen.
„Papa?“
„Hey. Sag mal habt ihr Lust heute Abend mit Johanna und mir zu Abend zu essen?“
„Warte kurz.“ Ich hielt den Lautsprecher meines Handys leicht zu und setzte mich auf, sodass ich Markus anschauen konnte.
„Mein Vater fragt, ob wir mit ihm und deiner Mutter zu Abend essen wollen.“
„Klar warum nicht.“, gab er nur zurück und streichelte mir über den Kopf, wobei er mich wieder zu sich auf die Brust zog. Ich nahm meine Hand vom Lautsprecher und hielt es mir wieder ans Ohr.
„Papa? Ja passt.“
„Sehr schön. Ich reserviere und einen Tisch für 19:00.“
„Alles klar bis dann.“, gab ich zurück und legte auf. Ich erhob mich kurz, um mein Handy auf den Tisch zu legen und kuschelte mich dann zurück zu Markus.
„19:00... Dann müssen wir gleich mal rüber.“
„Das ist doch noch massig Zeit.“
Na, massig Zeit war das nicht mehr dachte ich nur. Es war bereits 17:45.
Weiter kam ich mit meinen Gedanken jedoch nicht denn Markus drehte sich zu mir rüber, während er eine Hand an meine Wange legte und lag nun leicht über mir. Sein Arm, der mich vorher gestreichelt hatte, lag nun unter mir und er küsste mich sachte.
„Ich würd eigentlich gerne noch duschen.“, lachte ich und erwiderte seinen erneuten Versuch mich zu küssen.
„Nimmst du mich mit?“, flüsterte er und lächelte bevor er erneut ansetzte mich zu küssen, doch in dem Moment hörten wir die Tür aufgehen.
„Tschuldigt ich wollte euch nicht stören, aber sagt mal wisst ihr wo Mia steckt?“, kam es von Emilie als die den Raum betrat. Markus setzte sich auf und auch ich setzte mich wieder hin. Auch wenn Emilie eine sehr gute Freundin von uns beiden war und wir schon lange hier zusammen lebten war es mir in dem Moment unangenehm und ich lächelte leicht verlegen. Dieses unangenehme Gefühl verflog aber auch genauso schnell wie es gekommen war.
„Die wollte mit Franz Einkaufen fahren. Achso kann sie heut Abend bei euch essen? Wir sind mit Peter und Johanna verabredet.“, antwortete Markus ihr und nahm vorsichtig meine Hand.
„Klar. Dann ruf ich Franz gleich mal an. Viel Spaß euch.“, lächelte sie nur, zwinkerte uns leicht zu und verschwand wieder Richtung Küche. Markus Blick wanderte zu mir rüber, bevor er aufstand und mich mit sich rauszog.
Am Abend fuhren wir gemeinsam ins Hotel. Markus parkte vor der Tür und kam direkt zu mir rüber um mir einen Arm um die Schultern zu legen und mit mir gemeinsam reinzugehen.
Als wir den großen Essensaal betraten schauten wir uns nach unseren Eltern um.
„Dort drüben“, kam es von meinem Partner und wir gingen rüber zu dem runden Tisch an dem bereits Peter und Johanna saßen. Aber da saß noch eine Person mit dem Rücken zu uns welche sich erst umdrehte als Peter uns zu winkte.
„Tobi? Was machst du denn hier?“, platze es aus mir raus und ich ging auf ihn zu, um ihn zu umarmen. Er war aufgestanden und ich drückte ihn fest an mich. Ich hatte ihn schrecklich vermisst die letzten Wochen und freute mich daher umso mehr in zu sehen.
„Wir haben eine neue Standortleitung in Südtirol gefunden und somit bin ich wieder hier.“
„Hey ich freu mich.“
Ich ließ ihn wieder los und setzte mich neben meinen Vater an den Tisch während Markus Tobi ebenfalls kurz begrüßte und sich dann neben mich setzte.
Wir bestellten alle und unterhielten und während wir aus Essen warteten.
„Sag mal, Markus das sind ja tolle Neuigkeiten vom Arzt!“, kam es nach kurzer Stille von Johanna. Markus nickte daraufhin nur und schaute kurz unsicher zu mir rüber. Ich merkte, dass er das Thema ebenfalls heute Abend nicht haben wollte, aber konnte ja schlecht was sagen.
„Mögt ihr mich mal aufklären?“, fragte Tobi unwissend in die Runde.
„Markus kann doch Kinder bekommen.“
„Hey das ist ja großartig!“, freute sich mein Bruder und lächelte uns zu.
„So Enkelkinder wären doch schon was tolles oder Johanna?“ Das hatte er nicht gesagt oder…? Warum konnten sie nicht einfach das Thema mal gut sein lassen. Gerade mein Vater wusste doch wie schlecht es mir damals ging und, dass es immer noch tief hängt das Thema.
„Und wenn Tobi das schon nicht auf die Reihe bekommt, dann zähle ich jetzt auf euch! Kinder sind so was Tolles.“ Mir kamen die Tränen hoch und ich hatte das Gefühl, dass ich hier dringend raus musste. Ich stand auf und ging aus dem Essensaal nach draußen vor das Hotel. Mir war es unangenehm, dass ich damit nicht umgehen konnte was er gesagt hatte und mir sofort die Tränen kam.

Sicht Tobias

„Peter!“, kam es etwas sauer von Markus, nachdem Katharina mit Tränen in den Augen aufgestanden und rausgegangen war. Er wollte aufstehen, doch ich hielt ihn unten.
„Ich geh.“
 
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