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Heart of steel

von sunrise82
GeschichteAllgemein / P18 / Het
09.06.2021
15.06.2021
7
8.970
10
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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11.06.2021 1.251
 
Am nächsten Tag macht sich Mason bei Zeiten auf. Er muss bevor der neue Mechaniker kommt, noch etwas erledigen. Dafür holt er den Truck auf dem Gelände ab, auf dessen Seite gross <Smith Repairs>, der Name ihrer Werkstatt steht. Ja James Smith hat nicht nur den Club gegründet, nein er hat hier auch alles sozusagen aufgebaut. Das Areal und seine verwitterten Häuser günstig gekauft und auf Vordermann gebracht. Noch ein Beweis, dass man nicht immer nach dem Äusseren einer Person gehen kann.

Wenn man ihn sieht, würde man einen grossen Kerl sehen und das er nur ein Schlägertyp ist. Er kann ganz schön furchteinflössend wirken. Doch jeder der ihn besser kennt, weiss das James ein ganz anderer ist. Ja er kann böse werden, aber nur wenn man ihn anlügt, verarscht oder Dinge tut, die nicht richtig sind. Noch dazu ist er ein guter Geschäftsmann und hat ordentlich was im Kopf, sonst hätte er dies alles hier nicht aufbauen können.

Mason lenkt den Wagen durch die Strassen von Bakersfield. Sie brauchen dringend Nachschub für die Bar, ihr Getränkelieferant hat gestern angerufen, dass er heute nicht wie gewohnt liefern kann. Zwei seiner Mitarbeiter sind wegen eines Unfalls ausgefallen. So hat sich Mason kurzerhand bereit erklärt, die Getränke abzuholen. Sie wollen ja nicht ihre Gäste auf dem Trockenen sitzen lassen. Am Lager angekommen, hilft er tatkräftig mit alles einzuladen. Unterschreibt den Zettel, welcher ihm hingehalten wird. Mit einem Lächeln auf den Lippen lenkt er den Wagen zurück „Hier Jimmy, lade alles aus und bring es rein“, wirft er dem dunkelblonden und eher schmächtigeren Kerl, den Autoschlüssel zu.

Er ist ihr Anwärter auf den Club, da kommt man nicht einfach so rein. Zuerst muss man sich 1-2 Jahre beweisen und so ziemlich alles dafür tun „James sucht dich Mase, er ist im Büro“, kommt es von Jimmy „Danke“, erwidert Mason. Eigentlich möchte er sich endlich darauf vorbereiten, dass bald Jo kommt. Es geht zwar noch gut 1 Stunde, bis dieser hoffentlich pünktlich erscheint. So steuert Mason sich fragend, was so dringend ist, den Shop an. Begrüsst alle und geht nach hinten durch ins Büro „Du wolltest mich sprechen?“

James nickt „Ja ich weiss, Jo kommt bald. Aber könntest du für mich noch kurz etwas erledigen?“ Fragend und auffordernd sieht Mason ihn an und nickt „Gut… es geht um eine Überraschung für Veronica“, beim Namen von James Frau, fängt Mason an zu grinsen „Was hast du dieses Mal ausgefressen?“ Der Mann, der sonst immer so stark und böse rüberkommt, wirkt eher frustriert und verzweifelt zugleich „Ich habe unseren Hochzeitstag vergessen, muss es jetzt wieder gutmachen.“

Mason zieht scharf die Luft ein, Veronica ist eine ganz Liebe. Aber sie kann trotz ihrer geringen Körpergrösse und der zierlichen Statur ganz schön böse werden. Nicht dass sie aufbrausend ist, aber sie weiss sich zu wehren und auch wie sie mit James umgehen muss. Da zwingt nur schon ihr Blick, einen starken Kerl in die Knie. Man muss kein Hellseher sein, damit man weiss, dass sie zur Zeit mehr als sauer auf James ist und kein Wort mit ihm spricht „Das erklärt ihren düsteren Gesichtsausdruck gestern Abend. Man James, gib doch eine Erinnerung in deinem Handy ein.“

Der Angesprochene zuckt nur mit den Schultern „Ja ist sicher besser. Und nun zu meiner Bitte. Ich kann nicht weg, um die Überraschung abzuholen. Es wäre alles vorbereitet, du müsstest nur das Päckchen von <Summers>, abholen. Ich kann nicht weg, Veronica würde es merken. Sie hat mich im Blick und dieser ist im Moment alles andere als nett.“ Hätte er nicht Mitleid mit ihm, würde Mason jetzt wahrscheinlich laut lachen. Ein Grund mehr mit Frauen nur Sex zu haben, anstatt eine Beziehung, schiesst es durch seinen Kopf „Okay…“, kommt es von ihm. Was James erleichtert aufatmen lässt.

Es ist schon erstaunlich, was Frauen mit Männern anstellen können. Besonders, wenn sie sonst eigentlich so stark wirken. James reicht ihm die Adresse und Mason macht sich kopfschüttelnd auf den Weg. Er setzt den Helm auf und startet den Motor seiner Harley. Eine kleine Spritztour ist auch ganz nett. Als er aus der Ausfahrt fährt, kreuzt er mit einem anderen Motorradfahrer, dann braust er davon. Gut eine Dreiviertelstunde später kommt er zurück, gerade noch rechtzeitig denkt sich Mason. Jetzt kann er direkt schauen, ob der neue Mechaniker auch pünktlich ist.

Kaum hat er seine Haare etwas gebändigt und den Helm an den Lenker gehängt, kommt auch schon James auf ihn zu. An seiner Seite eine sexy rothaarige, ihm fremde Frau. Schwungvoll steigt Mason von seiner Maschine und geht auf die beiden zu. Dabei lässt er seinen Blick unverhohlen über ihren Körper gleiten. Was für eine Figur, schiesst es durch seinen Kopf, dazu noch dieser Blick. Und als sie noch näher kommen, kann er Sommersprossen auf ihrer Nase und den Wangen entdecken. Was für eine Kombination, denkt er sich. Aber warum nur, läuft sie mit James herum. Will die Frau ein Motorrad kaufen, dann hätte er ja gleich im Shop bleiben können.

Schwungvoll, wirft er ihm das Päckchen zu, welches James mit einem „Danke… du hast was gut“, auffängt. Nun stehen sie direkt vor ihm, Mason sieht ihn verwundert an. Die Frau mustert ihn mit ihren blauen Augen. James räuspert sich „Mase… darf ich dir Jo vorstellen.“ Sein Gesicht spricht wohl Bände und Mason muss sich zusammenreissen, dass ihm die Kinnlade nicht runterfällt. Jo reicht ihm die Hand, sie hat schon einmal einen ordentlichen Händedruck „Ich… du bist eine Frau?“, kommt es stockend von ihm.

Die Rothaarige grinst breit „Ja das bin ich schon immer gewesen. Das musst du mir nicht sagen.“ Mason braucht einen Moment, bis er sich wieder gefangen hat, damit hat er nun gar nicht gerechnet „Aber wir suchen einen Mechaniker, Cody hat doch gesagt, du wärst sehr gut. Wir brauchen keine Frau, die Angst hat ihre Fingernägel abzubrechen.“ Nun werden Jos Gesichtszüge anders, nicht mehr so nett. Sie macht einen Schritt auf Mason zu, er ist gut einen Kopf grösser als sie „Ich brauche keinen Schwanz und Eier zwischen meinen Beinen, um ein guter Mechaniker zu sein. Die sind nur im Weg und man klemmt sie leicht ein. Und meine Fingernägel kannst du dir auch ansehen, die brechen nicht so leicht ab.“

Mit einem breiten Grinsen, zeigt sie ihm beide Mittelfinger. James der alles beobachtet, muss sich ein Lachen verkneifen, die Frau hat echt Pfeffer im Arsch denkt er sich. Mason sieht sie mit aufgerissenen Augen an, als sie noch einen Schritt auf ihn zumacht „Und noch was… deine Maschine… du ach so toller Mann…“ Jo sieht zu Masons Harley und dann wieder ihn an „Merkst du nicht, dass die komisch klingt. Würde sage es sind die Ventile, oder wenn du Pech hast, ist es die Nockenwelle. Besser gesagt, dass Nadellager, wenn dies kaputt geht, dann kannst du dich von deinem Motor verabschieden.“

Erstaunt sieht Mason die Rothaarige an, braucht einen Moment, um sich ein weiteres Mal zu fangen. Um seine Gesichtszüge unter Kontrolle zu haben. Er sieht sie durchdringend an, sie hält seinem Blick stand, stemmt die Hände in die Hüfte „Gut… Jo… dann Beweise dein Können. Jetzt gleich… wenn du richtig liegst und meine Harley jetzt reparieren kannst, dann kannst du dich in einer 3 wöchigen Probezeit beweisen.“-„Gut abgemacht“, schlägt sie mit einem Handschlag ein. Taff ist sie ja, dies muss Mason neidlos zugeben. Der sein Motorrad holt und es in die Werkstatt schiebt.

Jo folgt ihm und James sucht das Weite, er vertraut Mason da vollkommen, dass er die richtige Entscheidung treffen wird.
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