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Vom Millionär und Tellerwäscher

von NoMuggle
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan Zayn Malik
09.06.2021
22.07.2021
17
35.784
10
Alle Kapitel
55 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
22.07.2021 2.065
 
Hello leibe Leute :)

Es tut mir leid, dass so lange kein Kapitel gekommen ist, aber ich hatte in den letzten Tagen leider kein Internet und habe mir eine kleine Auszeit genommen. Aber jetzt geht es weiter :)

Ich hoffe, ihr habt das Unwetter gut überstanden!

Jetzt wünsche ich euch aber erst mal viel Spaß mit dem Kapitel :)




17.


-Harry-

Harry starrt mit einem etwas nervösen Flattern auf sein Handy. Sein Finger schwebt einige Millimeter über dem Anrufbutton neben Louis‘ Kontakt.
Er schluckt.
Er will das jetzt wirklich mit ihm besprechen. Und heute wäre der perfekte Tag, um mit seiner Großmutter zu reden, und sie ein bisschen zu beschwichtigen. Das ist nämlich leider auch mal wieder nötig.
Außerdem hat er es ja schon mal angesprochen.
Er ist nur nicht sicher, wie ernst Louis seinen Vorschlag genommen hat…

Harry schluckt nochmal.
Dann drückt er, und hält sich das Handy ans Ohr.
Es klingelt ein paar Mal.
„Hi“ meldet sich Louis. Im Hintergrund ist es laut.
„Seid ihr unterwegs?“ Fragt Harry, weil er das Gespräch erst auflockern will, bevor er wirklich anfängt. Auch wenn er das Stimmengewirr im Hintergrund hören kann.
„Wie immer“ sagt Louis. Er muss nicht erklären, dass sie grade betteln sind. „Gibt’s was?“
„Ähm…“ Harry schluckt. „Also… als ich bei euch war… da haben wir doch über… die Sache mit der Nachhilfe geredet?“ sagt Harry unsicher.
Es ist kurz still.
„Ja?“ macht Louis schließlich.
„Okay…. Also… Meine Großmutter kommt heute vorbei… Und ich hatte den Vorschlag ehrlich gemeint. Deswegen wollte ich fragen, ob ich das mal ansprechen soll…“
Es bleib wieder still.
„Warte mal eben“ sagt Louis, dann scheint er mit Zayn zu reden, und es wird langsam ruhiger um ihn herum.

„Du meinst das wirklich ernst, oder?“ fragt Louis ihn in ernstem Ton.
„Ziemlich“ sagt Harry.
Louis gibt ein „Pffffff“ von sich. „Ähm…. Okay…. Kannst du mir nochmal erklären, was genau der Plan ist?“
Harry schluckt. „Der Plan ist folgender: Du gibst mir zwei bis drei Mal die Woche Nachhilfe. An den Tagen musst du nicht auf die Straße, weil du für die Nachhilfe von meiner Großmutter bezahlt wirst, und für Zayn ist es vielleicht auch nicht schlecht, der hat dann ein bisschen Freizeit. Wenn du hier bist, lernen wir einfach zusammen. Und du kannst dich umhören, wo es am besten ist, einen Abschluss zu machen. Da gibt es verschiedenen Optionen, und du könntest gucken, was für dich am besten Passt.“ Sprudelt es aus Harry hervor.
„Okay. Und wie bringen wir realistisch rüber, dass ICH dazu fähig bin, DIR Nachhilfe zu geben?“
„Ich kann dir, wenn du willst ein weißes Hemd von mir mitbringen, dass ich eh nie trage, und vielleicht ne Aktentasche oder so. Kann ich dir ja mitbringen, wenn wir uns irgendwann mal treffen… Und dann musst du nur zwei Sätze sagen, und die Sache ist geritzt…“
Louis atmet geräuschvoll aus.
„Und du meinst, dass das funktioniert?“
„Wovor hast du Angst, Louis?“ fragt Harry grade raus, weil er das Gefühl hat, dass genau das das eigentliche Problem ist.
„Ich habe Angst, dass deine Großmutter es raus bekommt und mich wegen Betrugs anzeigt, und ich eine Hypothek oder sowas aufnehmen muss, um da wieder raus zu kommen, oder mir jemand Sozialstunden aufbrummt, die ich nicht ableisten kann, weil ich in jeder Minute, die ich nicht schlafe arbeite, um einigermaßen über die Runde zu kommen.“ Sagt Louis, und jetzt muss Harry doch hart schlucken.
„Es wird nicht raus kommen. Und wenn es raus kommt, verhindere ich, dass das passiert. Und falls das passiert, dann gebe ich dir das Geld, weil es meine Idee war. Es gibt für dich kein Risiko.“

Es bleibt wieder still.

„Warum machst du das für mich?“
„Weil ich dich mag. Und weil ich finde, dass du es verdient hast, dass dir jemand hilft, der es kann. Und außerdem ist es auch eigennützig, weil ich dich gerne bei mir habe, und weil du mich dann dazu zwingst zu lernen, und ich vielleicht drum rum komme, doch noch aufs Internat geschickt zu werden.“
„Okay“
„War das ein Ja?“ fragt Harry überrascht.
„Ja war es.“
„Ehrlich jetzt?“
„Ja, ehrlich“
Harry starrt seinen Schank an.
„Oh mein Gott! Louis! Danke!“
Louis fängt am anderen Ende der Leitung an zu lachen. „Ich muss mich bei dir bedanken“ sagt er.
„Musst du nicht“ grinst Harry.
„HARRY?“ in diesem Moment ruft seine Mutter nach ihm.
„Oh, Ich glaube ich muss… wenn ich nicht unten bin, wenn Effi rein kommt, dann bin ich dran“
„Dann lauf“
„Bis dann Lou!“
„Bis dann“

Harry legt auf, schnappt sich im Laufen ein Haargummi und bindet sich die Locken weg. Er sprintet die Treppe runter, und läuft fast in seine Mutter rein.
„Du strahlst ja!“ stellt sie fest.
„Ja. Hab euch was zu erzählen. Und vielleicht muss ich dann nicht aufs Internat“ sagt er, und im selben Moment klingelt es.

Effi kommt rein, und sei setzten sich wie immer zum Tee ins Wohnzimmer.
„Ich habe gute Neuigkeiten“ fängt Harry das Gespräch lächelnd an.
„Ach ja?“ fragt Effi.
„Ja“ nickt Harry. „Ich war letztens beim Klavier, und da habe ich mich in der Musikschule mit jemandem unterhalten. Und er hat sich bereit erklärt, mir Nachhilfe zu geben. Wir haben über zwei bis drei Mal die Woche geredet, um sicher zu gehen, dass sich auch wirklich etwas an meinen Noten tut, und wir auch mit dem Stoff durch kommen“ Er lächelt die beiden an. Sie sehen reichlich überrascht aus. Sowohl Effi als auch seine Mutter.
„Na das ist doch mal eine Vernünftige Entscheidung“ sagt Effi verblüfft.
„Das hast du ja noch gar nicht erzählt“ kommt es von Anne staunend.
„Ja, wir haben eben nochmal telefoniert, und es final besprochen. Bis eben hat es also noch nicht festgestanden. Deswegen habe ich mich nicht eher dazu geäußert“ sagt Harry.
„Und wann fang ihr an?“ fragt Effi.
„Das haben wir noch nicht genau festgelegt“ sagt Harry wahrheitsgemäß.
„Ich hoffe bald“ sagt Effi. „Es wird langsam Zeit. Und ich will die Tage wissen, damit ich ihn kennen lernen kann“
„Ja, ich kann ihn gleich fragen.“ Sagt Harry.
Der Nachmittag vergeht danach entspannter als seit Monaten wieder. Effi scheint wirklich beschwichtigt zu sein, und sie fragt nicht weiter nach. Jetzt müssen sich nur noch seine Noten verbessern…



-Louis-

„Was ist los, Lou?“ fragt Zayn, als sie in der Bahn sitzen und nach Hause fahren. Der Tag ist gut gelaufen, und so langsam merkt man, dass der Frühling kommt, und die Leute wieder mehr draußen unterwegs sind.
„Ich…“ fängt Louis an, bricht dann aber ab.
Zayn legt den Kopf schief.
„Ich fühle mich, als würde ich dich irgendwie verraten oder so“ murmelt Louis bedrückt.
„Warum?“
„Ich habe mit Harry geredet…. Und als er hier war, da hat er mir ein… Angebot gemacht“
„Ist es ein unmoralisches Angebot?“ fragt Zayn nur halb ernst und Louis weiß, dass er auf Sex hinaus will, was ja nicht der Fall ist, aber er nickt trotzdem, weil er das Gefühl hat, dass es sehr an den Grenzen seiner Moral kratzt…
„Warte, was?“ fragt Zayn, und starrt ihn mit offenen Mund an.
„Nicht so eins“ sagt Louis und seufzt.
„Was denn für eins?“
Louis schluckt, und dann erzählt er, was er mit Harry besprochen hat.
Zayn hört ihm bis zum Ende zu, schluckt und sagt dann „Okay…“
„Ich lass dich nicht alleine in der Firma!“ sagt Louis gleich, und wirft ihm einen verzweifelten Blick zu.
„Das weiß ich doch, Lou“ sagt Zayn.
„Und ich lass dich auch nicht alleine auf die Straße fahren! Ich meine… ich halte dich nicht davon ab, wenn dir langweilig ist. Aber ich bekomme Geld dafür… was sich schlecht anfühlt, aber wenn es Harry hilft… naja…. Und das gleicht sich aus… Und dann hast du vielleicht ein bisschen Freizeit, was vielleicht auch nicht schlecht für dich ist. Auf jeden Fall ist es kein finanzielles Problem…“
„Darüber mache ich mir doch keine Sorgen, Lou“ beschwichtigt Zayn ihn weiter.
„Und das wird auch kein Harry-und-Louis-gegen-den-Rest-der-Welt-Ding! Wirklich! Du bist mein bester Freund, und das bleibt auch so! Du bist meine Familie! Ich lass dich sicher nicht im Stich! Und aus der Firma gehe ich nicht solange-“
„TOMLINSON, Halt den Mund!“ Zayn seiht ihn ernst an.

Louis macht den Mund zu und starrt Zayn eingeschüchtert ein.
„Darüber mache ich mir überhaupt keine Gendanken“ sagt er ruhig.
„Nicht?“
„Nein“
„Warum nicht?“
Zayn lächelt „Weil ich dich sehr gut kenne, und weiß, dass du das schon gemacht hast. Außerdem habe ich doch mitbekommen, wie nachdenklich du die letzten Tage warst. Ich wollte etwas ganz anders sagen“
Louis schluckt. „Und was?“ fragt er kleinlaut.
„Ich wollte sagen, dass wir uns bei Harry bedanken sollten. Und ich wollte dir sagen, dass du zwar mein bester Freund bist, und mein Bruder, und meine Familie, und ich deswegen immer zu dir stehe, du aber bitte fair zu ihm sein sollst“ sagt Zayn, und in Louis‘ Hals bildet sich ein Klos.
„Ich meine damit nicht, dass du ihn gleich flachlegen sollst, nur weil ihr das beide augenscheinlich wollt, und ich meine auch nicht, dass du dich an ihn ran machen sollt, wenn du das nicht möchtest. Aber Harry ist wirklich, wirklich ein guter Kerl. Und er verdient es, dass man fair zu ihm ist. Also bitte pass ein bisschen auf dein Herz auf, dass muss ich nämlich sonst zusammen flicken, und bitte pass auch ein bisschen auf seins auf. Du hast nämlich glaube ich mehr Macht darüber, als du denkst“
Louis schluckt hart.
„Vielleicht kann ich dir ja was von den Sachen beibringen, wenn ich wieder zu Hause bin… die ich mit Harry lerne… vielleicht kannst du ja dann doch auch einen Abschluss machen“
Zayn fängt an zu lächeln.
„Ich liebe dich, Lou“
„Ich dich auch“ murmelt Louis, und lehnt sich an Zayn. Der Verschränkt ihre Finger miteinander und küsst seinen Handrücken. Dann sagt er „Hier passiert grade ziemlich viel, so in unserem Leben, oder?“
„hmm“ macht Louis.
„Ist gruselig, oder?“
„ziemlich“ sagt Louis, und dann schweigen sie sich an.  

In diesem Moment ist Louis einfach unheimlich froh, Zayn bei sich zu haben. Er weiß zwar nicht, warum sein bester Freund keine Familie hat, weil er es nie erzählt hat, aber grade ist er froh, dass sie in einander doch wieder Familie gefunden haben.

Die Arbeit bringen die Louis und Zayn hinter sich, wie jede andere Nacht auch. Zayn fällt es sichtlich schwer auf dem Rückweg aus der Bahn auszusteigen, aber es ist nicht so schlimm, wie das mal, als Louis ihn nach Hause tragen musste, weil er komplett zusammen geklappt ist.
Insgeheim denkt Louis, dass es Zayn doch ein bisschen Hoffnung gibt, dass sich etwas ändert, oder dass es ihm einfach gut tut, dass in ihrem Leben mal was anderes passiert, als nur Nachtschicht und putzen, sich mit anderen Bettlern um den besten Platz zu streiten, und Menschen anzuquatschen, mit denen man eigentlich überhaupt nicht reden will. Und das, damit man am Ende des Monats Ein Stück Obst essen kann, und nicht nur Nudeln mit billigem Öl oder Pfannkuchen.

Zu Hause angekommen schleppen sich die Beiden die Treppen hoch, und Während Zayn ins Bett fällt, und sofort schläft, nimmt Louis nochmal sein Handy zur Hand.
Harry hat ihm geschrieben.

Edgar-Harold III. :
Hey.
Ich hab mit meiner Mum und Großmutter geredet.
Sie waren ziemlich überrascht, aber begeistert.
Sie wollen, dass wir feste Tage organisieren.
Dann sollten wir uns vielleicht Treffen und noch ein paar Sachen besprechen, und ich kann dir ein paar Sachen mitbringen.
Wir sollen auch klären, wie viel Geld du bekommst. Bzw. um es so zu formulieren wie meine Großmutter, du sollst mir mitteilen, was du für Nachhilfe üblicherweise nimmst.
Sie braucht dann deine Bankdaten, Überweisung ist denke ich leichter als Bar. Und dann sollst du noch überlegen, ob du das Geld Monats- oder Wochenweise haben willst, pro Stunde, oder pauschal.
Sorry, wenn ich dich damit grade ein bisschen überrenne.
Vielleicht treffen wir uns die Tage einfach?
Ich hoffe du hattest eine gute Schicht.
Schlaf gut c:

Louis starrt die Nachricht eine Weile an. Sein Herz schlägt laut in seiner Brust.
Die Vorstellung war ja schon irgendwie cool. Aber dass es jetzt wirklich so ernst ist, das fühlt sich nochmal ganz anders an!
Er überlegt, was er schrieben soll, aber sein Kopf ist einigermaßen leer gefegt.
Also schreibt er
Louis:
Wow…
Krass…
Machen wir.
Übermorgen Abend? Also Dienstag? Also Morgen?
Sorry, bin ein bisschen durch den Wind…
Guten Morgen c:
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