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Vom Millionär und Tellerwäscher

von NoMuggle
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan Zayn Malik
09.06.2021
25.09.2021
42
89.972
16
Alle Kapitel
140 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
09.06.2021 1.576
 
Hello Hello!

Ich kanns einfach nicht lassen...
Willkommen zu meiner Neuen FF :D  
"VOM MILLIONÄR UND TELLERWÄSCHER"
Upsi.

Keine Sorge, natürlich wird es mit der Schokoladen Trilogie weiter gehen, wie geplant. Aber dieses kleine (vermutlich etwas größere) Projekt schlummert schon eine Weile in meinem Kopf, und jetzt habe ich angefangen zu Schrieben, und was soll ich sagen.... Es ist einfach passiert :D
Ich muss mal sehen, wie oft ich hochlade, weil ich momentan an zwei Geschichten schriebe, aber die ersten 23 Kapitel sind im Kasten ;)

Ich bin sehr gespannt, was ihr von denkt, also würde ich mich natürlich sehr über Rückmeldungen freuen!

Jetzt wünsche ich euch aber erst Mal viel Spaß mit dem Prolog :D

Let's go!








1.


-Louis-
Eine metallische Stimme ertönt aus den Lautsprechern der fast leeren Bahn. Louis saß die letzten Minuten bewegungslos da, weil Zayns Kopf auf seine Schulter gefallen ist, und er ihn nicht wecken will. So wie jede Nacht. Jetzt allerdings streicht Louis ihm über den Oberarm und sagt „Zaynie. Wach werden. Wir sind zu Hause“
Natürlich sind sie nicht zu Hause. Schließlich müssen sie jetzt noch eine ganze Zeit laufen. Aber es nützt nichts.
„hmm“ macht Zayn, und setzte sich auf.
Louis schnappt sich seinen Rucksack und schwingt ihn über die Schulter. Schließlich bleibt die Bahn stehen, und entlässt sie in die Nacht.
Zayn schlurft neben Louis her. Ihm setzt die Nachtschicht mehr zu als Louis. Deswegen schläft er auch immer ein in der Bahn.

Als sie endlich zu Hause angekommen sind, machen sie sich nicht die Mühe, das Licht an zu machen. Sie kicken ihre Schuhe weg, und fallen beide ins Bett. Zayn macht nicht mal seine Zimmertür zu. Louis aber schon. Der Flur und sein Zimmer zeigen in Richtung der Bahngleise, und mit geschlossener Tür ist es ein bisschen leiser. Er seufzt und schließt die Augen.

Sechs Stunden später stehen die Beiden in der Kochnische und trinken Kaffee. „Wie spät ist es?“ fragt Zayn. Louis schaut auf den zersplitterten Bildschirm seines Handys. „Gleich elf“ sagt er.
Zayn nickt. „Dann sollten wir mal los“
Louis nickt ebenfalls.
Es ist Samstag und in der Innenstadt fängt langsam das Treiben an. Er holt seine Gitarre, und schaut sich dann um, ob er alles hat.
Sein Zimmer ist klein, aber es reicht. Er hat ein Bett und daneben einen Schrank, Platz für seine Gitarre, und ein Fenster auf der anderen Zimmerseite. Gegenüber von seinem Zimmer wohnt Zayn. Der Raum sieht genauso aus. Um die Möbel anders aufzustellen ist es leider zu klein. Sie haben einen kleinen Flur, eine Kochnische und ein Badezimmer.
Es ist klein, und es ist alt. Aber sie sitzen nicht mehr auf der Straße, und sind Stolz auf jeden Quadratzentimeter, den sie haben.
Louis schlüpft in seine Turnschuhe, Zayn wirft sich seine Jacke über, und schon sind sie wieder auf dem Weg.

Nach einer Dreiviertelstunde in der Bahn erreichen sie ihr Ziel und sogar ihr Stammplatz ist noch frei. Sie setzten sich auf den Boden und Louis fängt an seine Gitarre zu stimmen, während Zayn einen knittrigen Pappbecher aus seiner Jackentasche kramt, und so vor sie stellt, dass die Leute ihn sehen, aber nicht aus Versehen wegtreten. Das passiert nämlich schnell.
Louis fängt an zu spielen und nach einigen Akkorden singt er das erste Lied an. Zayn, der eigentlich keine Aufmerksamkeit mag, singt eine zweite Stimme. Es ist seine Art von Kompromiss. Hin und wieder schmeißt jemand ein bisschen Kleingeld in den Becker, und Louis lächelt die Leute nett an, wenn sie ihnen etwas geben.
Er ist kein Fan von Almosen. Von einer kalten Wohnung und einem leeren Magen aber auch nicht.
Hin und wieder bleiben auch Leute stehen, was gut ist, denn so ziehen die beiden mehr Aufmerksamkeit auf sich. Was meistens mehr Geld bedeutet.
Alle zwei Stunden wechseln sie den Platz, und zwischendurch machen sie eine längere Pause, in der sie sich mit ein paar Studenten unterhalten. Zayn geht eine Packung Kippen kaufen, die sie sich die nächsten zwei Tage über teilen, und um fünf machen sie sich auf den Rückweg nach Hause.
In der Bahn nach Hause liest Louis. Und als sie sich wieder in die Bahn setzten, um zur Arbeit zu fahren liest er ebenfalls.

Bis sie auf der Arbeit ankommen, ist es neunzehn Uhr. Sie ziehen sich um, holen sich ihre Reinigungsmittel, Lappen und Geräte, und beladen das Auto. In einem Team von fünf Leuten fahren zu sie einem Bürogebäude, und fangen an die Räume zu reinigen.
Wenn sie hier fertig sind, geht es weiter. Bis um vier. Dann haben sie Feierabend.

Louis weiß ganz genau, wie lange sie das schon machen. Auch wenn er sich manchmal wünscht, es nicht zu wissen. Sonntags haben sie frei, und dienstags auch. Da schlafen sie aus. Ansonsten ist es das gleiche Spiel. Tag für Tag, Nacht für Nacht.
Es ist nicht, was er sich gewünscht hat, als seine Großtante ihn im Alter von sechs Jahren gefragt hat, was er mal werden will. Aber es reicht. Und er hat Zayn. Und es könnte schlimmer sein.
Das weiß er.
Aus eigener Erfahrung.  


-Harry-

„Ich werde langsam echt wahnsinnig“ sagt Harry am Telefon. Er liegt auf seinem Bett, und starrt die Wand an.
„Ich weiß, Haz“ kommt es geknickt von Niall. „Aber jetzt ist es nur noch ein Jahr“
Ja. Jetzt ist es noch genau ein Jahr. Dann wird er 18. Dann kann er endlich machen, was er will. Auch wenn er das Gefühl hat, den Verstand zu verlieren, in diesem Verein, der sich seine Familie schimpft. Naja. Eigentlich ist es nur seine Großmutter. Aber die alleine ist schon mehr, als man eigentlich verkraften kann...  
Harry seufzt. „Ja. Ich werde es wohl aushalten müssen“
„Viel anderes bleibt dir nicht über“ sagt Niall. „Du weißt, dass du jeder Zeit her kannst.“
„Ich weiß. Und ich bin auch echt froh drum. Das ändert aber nichts an den Vorstellungen meiner Großmutter. Und du kennst sie ja. Je mehr Zeit ich bei dir verbringe, desto mehr denkt sie ich gerate auf die falsche Bahn, weil ich mich nicht genügend „kulturell bilde““ er äfft die Stimme seiner Großmutter nach.
„Heute kommt sie wieder zum Kaffee vorbei. Und ich sags dir, sie wird sich wieder irgend einen Scheiß überlegt haben. Vielleicht muss ich jetzt in den Debattierklub. Oder Ballett lernen.“
„Tja. Wie war das mit dem goldenen Käfig?“
„Kannst du Laut sagen“ brummt Harry.
In diesem Moment ruft seine Mutter nach ihm.
„Ich muss“ sagt er Niall bescheid, und legt auf.

„Harry, ich sage es nur ungerne, aber du solltest dich glaube ich nochmal umziehen. Effi kommt wahrscheinlich gleich an.“ Seine Mutter wirft ihm einen entschuldigenden Blick zu, und Harry guckt an sich runter. Er trägt eine Jeans und ein einfaches Langärmliges Shirt.
„Du weißt, dass Streit mit ihr nichts bringt“ sagt seine Mutter entschuldigend, und er nickt. Natürlich weiß er es. Also läuft er die breite Steintreppe wieder hoch. Er betritt seinen Kleiderschrank und zieht ein Hemd und eine graue Stoffhose von den Bügeln, und läuft ins angrenzende Bad. Er wäscht sich noch kurz, zieht sich um, und macht mehr Knöpfe an seinem Hemd zu, als er schön, oder angenehm findet, seine langen Locken, die seine Großmutter ohnehin verabscheut, bindet er in einen Niedrigen Pferdeschwanz in seinen Nacken, und dann trägt er noch ein leichtes Parfum auf.
Er mag es nicht so auszusehen.
Aber das interessiert natürlich keinen. Außer seine Mutter. Aber die hat den Kampf gegen ihre Schwiegermutter inzwischen aufgegeben.

Harry schafft es irgendwie, das Kaffeetrinken mit seiner Großmutter über die Bühne zu bringen, ohne einen Nervenzusammenbruch oder Wutanfall zu bekommen. Aber es war knapp. Denn wie nicht anders zu erwarten, hat sie beschlossen, es sei wichtig, dass er eine weitere Sprache lernt. Es reicht wohl nicht, dass sie ihn zwingt, neben dem Reitunterricht noch Klavierstunden zu nehmen, und er seit er acht ist Französisch lernt, mit zehn hat er angefangen Deutsch zu lernen, mit dreizehn kam Mandarin dazu, und mit fünfzehn Italienisch. Und jetzt hält sie es offenbar für nötig, dass er auch noch Spanisch lernt. Warum auch nicht?!    

Gefrustet starrt er durch sein Zimmer. Eigentlich sollte er sich nicht beschweren. Er lebt in einem Haus das groß genug ist um fünf Familie unter zu bringen. Ihm werden alle Türen geöffnet, wenn er sie nur anschaut. Sein Zimmer ist im Grunde ein Palast. Er hat sein eigenes Badezimmer, einen Ankleideschrank, mehr Kleidung, als er tragen kann. Er besucht eine der renommiertesten Privatschulen in London. Aber was nützt es ihm, wenn er nicht glücklich ist? Was bringt es ihm, all diese Dinge zu lernen, wenn er nicht lernt, wie das Leben läuft? Nicht dieses aufgeblasenen Gehabe. Sondern das richtige, echte Leben? Was bringt ihm der Designeranzug, wenn er sich in schwarzen Jeanshosen am wohlsten fühlt? Und warum macht seine Großmutter ihm nach wie vor so teure Geschenke, wenn er doch nicht käuflich ist?  

Er wirft sich auf sein Bett. Eigentlich hätte er jetzt Zeit mal wieder in Ruhe zu lesen. Aber die Lust am Lesen ist ihm mit der Zeit vergangen. Also macht er den Fernseher an, der genau gegenüber von seinem Bett hängt, und macht die erstbeste Serie an.
Ohne darauf zu achten, was wirklich passiert, starrt er auf die Mattscheibe.
Er weiß, dass es ihm materiell an nichts fehlt.
Aber er fragt sich, warum keiner mitbekommt, dass das nicht ist, was er will? Naja. Keiner außer Niall und seiner Mutter.
Aber die können im Moment leider auch nicht viel ausrichten...
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