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Always Remember Us This Way

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
08.06.2021
30.06.2021
5
19.635
41
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
30.06.2021 1.300
 
Einen wunderschönen Mittag ihr Lieben!

Es hat leider eine Woche gedauert, weil ich aufgrund der Arbeit und meines Studiums nicht dazu gekommen bin, aber hier ist endlich der Epilog!

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die diese kleine Geschichte gelesen, gesternt und kommentiert haben. Habe mich über jeden einzelnen Klick sehr gefreut!
Ich hoffe das Ende stellt jeden zufrieden, für mich hat es sich so richtig angefühlt :)
Werde hier noch ganz sentimental, also höre ich mal auf zu reden und lasse euch das letzte Kapitel lesen!

Der Titel ist, wie auch der gesamte Storytitel, aus "Always Remember us this way" von Lady Gaga, aus dem Film Shallow.

Viel Spaß & ein riesengroßes Danke fürs Lesen!




...



„Wo ist sie denn?“ rief Klaas aus dem Schlafzimmer, bekam von Joko aus dem Wohnzimmer jedoch keine Antwort und seufzte gestresst in sich hinein.

Sie waren spät dran und das hatten sie Joko zu verdanken, der es sich nicht hatte nehmen lassen Klaas beim duschen zu stören und mit ihm unter den Strahl zu huschen, sodass sich Klaas natürlich nicht mehr auf die reine Hygiene seines Körpers hatte konzentriert können, wenn der Blonde so dicht und nackt an ihn gepresst in der Kabine stand.
Okay, vielleicht besaß Klaas eine kleine Mitschuld, doch wer konnte es ihm verübeln? Er konnte Joko nun mal nicht widerstehen.

Dennoch mussten sie sich jetzt beeilen, um nicht noch später in die Redaktion zu kommen und Schmitti noch einen Herzinfarkt zu verursachen, weil er das Meeting ohne sie nicht starten konnte.

Auf der Suche nach Jokos Uhr, öffnete er also schnell die Nachttischschublade des Schränkchens auf Jokos Seite des Bettes und sofort sprang ihm seine silberne, glänzende Uhr ins Auge. Zufrieden griff er nach dieser, doch hielt inne, als ihm etwas anderes ins Blickfeld fiel.

Ganz am Rand der Schublade lag ein Ring. Der identische Ring, der auch an Jokos Ringfinger funkelte und mit dem er vor Monaten aus dem Koma erwacht war.
Den, den er Joko zurückgegeben hatte.

Mit einem schmerzhaften Ziehen in der Brust erinnerte er sich an Jokos Gesichtsausdruck. An seine flehende Bitte, den Ring anzubehalten, doch Klaas hatte nicht gewusst, wo vorne und hinten war. Hatte gar nicht gewusst, wie er mit dieser Situation umgehen sollte und die einzige Lösung, die ihm irgendwie Sinn gemacht hatte war, ihm den Ring zurückzugeben.

Schluckend griff er nach dem Ring, ignorierte die Uhr vollkommen und betrachtete das goldene Band zwischen seinen Fingern.
Die Gravur im Inneren war ihm bekannt. Joko hatte sie ihm in seinem eigenen gezeigt, als er vor einigen Monaten das erste Mal nach ihrer Beziehung gefragt hatte.

Klaas konnte nicht behaupten, dass er sich an sein Leben in vollen Zügen erinnern würde. Zwischendurch bekam er Flashbacks, in denen er Situationen erinnerte, die er nicht zuordnen konnte, die privat gewesen waren und er sie daher nicht in irgendwelchen Videos aufgeschnappt haben konnte.

Er erinnerte sich daran, wie sie ihren ersten gemeinsamen Vertrag bei MTV unterschrieben haben, in denen sie MTV Home sicher gemacht haben.

Er erinnerte sich an den Streit, den sie mal gehabt haben, als es um die Wandfarbe im Wohnzimmer ging und sich das Ganze unnötig hochgeschaukelt hatte, weil beide beruflich so unfassbar gestresst gewesen waren.

Er erinnerte sich an den Antrag, den er Joko gemacht hatte. An die Gefühle und an Jokos Gesichtsausdruck, als er vor ihm auf die Knie gegangen war. Und vor allem erinnerte er sich an die Tage danach und das unfassbare Glück, das er verspürt hatte.

Er erinnerte sich an einige Momente, doch nicht an alles.

So konnte er sich nicht an ihre Hochzeitsfeier erinnern oder ihr erstes Mal. Er konnte sich nicht an die meisten ihrer Showaufzeichnungen erinnern oder an den Moment, an dem sie den Vertrag für ihr Haus unterschrieben haben.

Doch inzwischen hatte er seinen Frieden damit gefunden, dass er sich wohl nie wieder vollständig erinnern würde.
Denn selbst, wenn ihm einiges fehlte, das was er erinnerte war dafür umso schöner.

Er liebte seinen Job, das Team und sein Leben. Und vor allem liebte er Joko.
Er liebte ihn von ganzem Herzen und das, obwohl er sich an den Großteil ihrer Vergangenheit nicht erinnern konnte. Er liebte ihn trotz, dass er viele wichtige Momente ihrer Historie nur von Jokos Erzählungen kannte. Doch tief in seinem Herzen spürte er, dass es schon immer für Joko geschlagen hatte. Dass es gar keine Überraschung war, dass er sich so schnell seiner Gefühle für den anderen Mann erneut bewusstgeworden war.

Gott, sein Körper schien sich an jedes Detail von Joko zu erinnern, an das sich sein Verstand nicht erinnerte. Er handelte in seiner Gegenwart, anstatt vorher drüber nachzudenken. Seine Glieder funktionierten einfach und sein Verstand ließ es einfach zu.

Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen legte er den Ring langsam an seinen Ringfinger und betrachtete seine Hand.
Es fühlte sich richtig an diesen Ring zu tragen. Diese Verbindung mit Joko zu zeigen und vor allem zu fühlen.

„Hase“, ertönte plötzlich die Stimme des Blonden und ruckartig drehte sich Klaas‘ Kopf in seine Richtung.
Joko stand im Türrahmen und beobachtete ihn, während er sichtlich mit seinen Tränen zu kämpfen hatte.

Noch immer lächelnd schnappte Klaas sich Jokos Uhr, schloss die Schublade und ging auf seinen Ehemann zu.
Sanft griff er nach seinem schlanken Handgelenk, legte ihm die Uhr um, verschloss sie und fuhr seine Hand dann in Jokos, um ihre Finger miteinander zu verschränken.

Klaas erhob sich auf seine Zehenspitzen, um Joko einen kurzen Kuss auf die Lippen zu hauchen und sich anschließend wieder auf seine Ballen fallen zu lassen.
„Wird Zeit, dass ich ihn wieder trage, nicht?“

Joko betrachtete ihn, musterte sein Gesicht, drückte haltsuchend seine Hand und ließ vorsichtig ein Lächeln auf seinen Lippen zu.
„Bist du dir sicher?“

Gott, er sah so unsicher aus.

Sie hatten viele Gespräche geführt, hatten die Abmachung, dass sie offen miteinander redeten, wenn sie etwas störte.
So teilte Klaas ihm mit, wenn ihm etwas zu schnell ging oder er sich unwohl fühlte und Joko sagte ihm, wenn Klaas etwas tat, was ihn unabsichtlich verletzte, weil Klaas es einfach nicht besser wusste, da ihm die nötigen Informationen aus der Vergangenheit dazu fehlten.

Klaas war sich sicher, dass er Joko in den letzten Wochen einen Großteil seiner Unsicherheit hatte nehmen können.
Doch, um sich wieder vollkommen sicher mit ihnen zu sein, würde wohl noch etwas Zeit vergehen müssen, aber er war sich sicher, dass sie das gemeinsam schaffen würden.

„Joko, der Teil von mir, der du bist… der wird niemals sterben. Egal, ob ich mich an unsere gemeinsame Zeit vor dem Unfall erinnere, oder nicht. Ich… ich liebe dich. Da bin ich mir ganz sicher. Auch ohne Erinnerungen“, flüsterte er, beobachtete, wie Joko scharf die Luft einzog und sich nun doch eine Träne aus seinem Augenwinkel löste.
Vorsichtig hob Klaas die Hand und strich ihm diese sanft von der Wange.

„Ich liebe dich auch, Klausi“, murmelte er und schüttelte scheinbar ungläubig den Kopf, doch hatte mittlerweile ein solch seliges Lächeln auf den Lippen, sodass Klaas ganz warm wurde.

Er spürte, wie Jokos Daumen über seinen Ring strich, spürte die Wärme seiner Haut, spürte Joko überall, obwohl sie sich nur an der Hand berührten.

„Was hältst du davon, wenn wir eine Hochzeitsparty feiern? Mit unseren Freunden? Neue, gemeinsame Erinnerungen an das hier?“ meinte Joko, hob zur Verdeutlichung ihre Hände und fuhr erneut mit dem Daumen über Klaas‘ Ring.

„Ja, das fände ich schön.“

Egal, was Klaas in diesem Leben noch erreichen würde, es würde niemals das hier toppen. Denn er hatte das Glück Joko gefunden zu haben und ihn lieben zu dürfen.

Und das nicht nur einmal.

Er hatte das Glück sich auch ein neues Leben mit ihm aufbauen zu dürfen, denn Gefühle und Erinnerungen, die tief berühren, werden vielleicht vom Verstand vergessen, doch niemals vom Herzen.
Egal, was passiert.
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