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The Other One

von Danbo
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
07.06.2021
11.10.2021
20
75.876
74
Alle Kapitel
132 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
11.10.2021 1.376
 
Hallöchen, so das ist es nun: Das wirklich letzte Kapitel dieser Geschichte. Es ist nichts wildes mehr, einfach nur ein bisschen softness, aber beim Schreiben ist es mir so leicht von der Hand gegangen ohne dass ich groß drüber nachgedacht habe und daher will ich es euch jetzt auch nicht vorenthalten. Ich bedanke mich jetzt nochmals ganz herzlich für all die lieben Reviews die ich hier von euch allen bekommen habe. Gerade nach der langen Pause, die ich  hochladetechnisch eingelegt hatte, hat es mich umso mehr gefreut, dass ihr alle direkt wieder am Start wart und so lieb zu mir und dem was ich da so wirr zusammenschreibe. Also wirklich vielen lieben Dank dafür. Das hat mich sehr bestärkt und wie schon gesagt bleibe ich euch hier natürlich treu und versuche so schnell wie möglich eine der vielen Storys, die ich mittlerweile schon wild angefangen habe zu schreiben, für euch zu beenden und dann liest man sich hier hoffentlich wieder! Ich freue mich schon darauf und jetzt habe ich auch genug geschwafelt und entlasse euch in den kleinen Epilog dieser Story.


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Winterpause. Klaas lag ausgestreckt auf seiner Couch, scrollte gelangweilt durch seine Social-Media-Kanäle. Draußen stürmte es stark. Die Bäume im Innenhof bogen sich bedrohlich von links nach rechts. Das Taubenpaar, welches im Innenhof lebte, suchte mal wieder Schutz zwischen den wenigen getrockneten Blättern, die noch an den Bäumen hingen.
Seit Wochen fielen scheinbar unaufhörlich dicke Regentropen auf Berlin hinunter. Klaas seufzte leise. Typisches Winterpausen-Wetter.
Er ließ sein Handy neben sich auf die Couch sinken, streckte sich kurz und vernahm dann von links ebenfalls ein leises Seufzen. Naja, eher ein konzentriertes Durchatmen.
Er wendete seinen Blick in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war und musste unwillkürlich grinsen.
Da lag Joko am anderen Ende seiner Couch. Seinen Kopf hatte er etwas merkwürdig verrenkt auf mehreren Sofakissen gebettet, die der Blonde sich im Nacken gestapelt hatte und die Zungenspitze des Anderen lugte minimal zwischen den Lippen hervor, während seine langen dünnen Finger das Handy umklammert hielten und immer wieder darauf hin und her wischten.
Klaas lehnte seinen Kopf seitlich an die Rückenlehne des Sofas, um Joko besser anschauen zu können. Im Hintergrund vernahm er nun leises donnern und ein heller Blitz ließ Joko kurz zusammenzucken, bevor er weiterhin konzentriert in sein Handy starrte.
Klaas musterte ihn derweil immer noch ungeniert. Die Füße des Blonden steckten in kuscheligen gestrickten Socken, die graue Jogginghose saß locker und der dunkelblaue Wollpulli war ihm im Kontrast zur Hose etwas zu klein und eng. Kein Wunder, der gehörte ja auch eigentlich ihm...
Erneut grinste Klaas und ließ seinen Blick weiterwandern. Die blonden Haare, die sein Kollege mittlerweile kürzer trug, waren nicht gestylt, standen kreuz und quer vom Kopf ab, was vielleicht auch ein wenig Klaas‘ Schuld war. Genauso wie der schon wieder leicht verblassende rot-bläuliche Fleck an seinem Hals, der noch von ihren Machenschaften der letzten Wochen zeugte.
Ganze 3 Wochen waren sie jetzt schon in der Winterpause. Gemeinsam. Hier bei Klaas in seiner kleinen popeligen Wohnung. Sie hatten diese nicht wirklich verlassen. Zum einen wegen des Wetters, welches wirklich nicht zum Rausgehen einlud, zum anderen, weil sie anderweitig beschäftigt gewesen waren.
Immer noch kribbelte es in Klaas‘ Bauch, wenn er an all die einzelnen Momente dachte. Den Sex, der sich letztendlich nicht nur auf das Schlafzimmer beschränkt hatte. Sie hatten quasi die ganze Wohnung ausgenutzt. Jede Ecke. Jeden Winkel und auch jede Rollenverteilung.
Andere würden sie sicher als verrückt betiteln und vielleicht waren sie das mittlerweile auch. Verrückt. Vor allem nacheinander.

Wenn Klaas so darüber nachdachte, war es wirklich absurd, was aus ihnen geworden war. Aus Joko und Klaas. Aus Joko gegen Klaas. Aus den ewigen Konkurrenten.
Noch vor einem Jahr hatte Klaas verzweifelt, einsam und unbefriedigt auf dieser Couch gesessen und das, obwohl dieser eine Mensch für ihn doch schon die ganze Zeit da gewesen war. Er hatte es nur nicht gesehen, es nicht gewusst. Vielleicht hatte er sich auch unbewusst dagegen gewehrt, hatte es nicht sehen wollen. Aber nun. Nun konnte er sich das alles hier gar nicht mehr anders vorstellen. Joko war jetzt da. Immer. Naja so gut wie immer. Immer dann, wenn es arbeitstechnisch möglich war. Entweder waren sie hier oder er selbst fuhr nach München. Sie hatten schon übers Zusammenziehen gesprochen, sich aber noch nicht intensiver damit befasst. Gerade war es gut so wie es war. Es passte in ihr Leben, verschaffte Freiraum und dadurch bei jedem Zusammentreffen umso mehr Freude.
Ein erneutes Donnergrollen, dicht gefolgt von einem hellen Blitz drang zu Klaas hindurch.
Der Blitz erhellte Jokos Gesicht, ließ die kleinen Falten sichtbar werden, die die sonst so makellos scheinende Haut unterbrachen.
Joko war schön. Er war so verdammt schön. Wie hatte er diese Gefühle nicht schon seit Jahren spüren können, diese Anziehung, dieses Verlangen, welches bei Jokos Anblick durch ihn hindurch stob?
Klaas verstand wirklich nicht, wie er so blind hatte sein können. Wäre Joko damals nicht so forsch gewesen und hätte quasi für diese doofe Affäre gekämpft, säßen sie dann heute überhaupt so hier? All das hatte er wirklich nur Joko zu verdanken. Joko, der da wohl schon immer etwas mehr in ihnen gesehen hatte, es aber wohl auch erst viel später als Liebe verstanden hatte.
Wie dumm von Klaas am Anfang Angst gehabt zu haben, dass diese Affäre etwas zwischen ihnen verändern würde. Diese Veränderung war doch letztendlich genau das gewesen, was er all die Jahre gebraucht, gewollt und gesucht hatte.
Und nun saßen Joko und er tatsächlich hier und er liebte Joko und Joko liebte ihn und allein das war doch wirklich mehr als absurd, aber nun mal auch genauso schön. Viel zu schön eigentlich.

„Du starrst, Hase.“
Jokos tiefe Stimme war nur ein Hauchen. Klaas blinzelte aus den Gedanken gerissen und schaute dem Blonden in die Augen, die aber immer noch auf das Handydisplay gerichtet waren. Die feinen, samtenen Lippen zierte nun ein Grinsen.
Klaas ignorierte Jokos Feststellung. Was sollte er auch sagen? Er hatte nun mal offensichtlich gestarrt.
„Was machst du da?“, fragte er stattdessen, nickte unnötigerweise in Richtung des Handys.
„CandyCrush.“, grinste Joko, schaute nun ebenfalls zu ihm. Die braunen Augen strahlten ihm warm und vertraut entgegen.
Klaas verließ ein leises Lachen. Joko und CandyCrush. Da konnte man teilweise schon fast eifersüchtig werden.
„Pass auf, dass du dir nicht wieder eine Sehnenscheidenentzündung holst. Ich brauch deine Hände noch.“
Joko hob schelmisch eine Augenbraue. „Ach ja? Für was denn?“, fragte er grinsend, legte nun doch tatsächlich das Handy beiseite. Klaas wandte den Blick wieder Richtung Fenster und grinste nur vielsagend. Kurz darauf war Joko auch schon näher neben ihn auf die Couch gerutscht, legte die Lippen an Klaas‘ Ohrmuschel und die Hand verdächtig nah an dessen Schritt.
Klaas atmete aufgeregt aus, biss sich immer noch grinsend auf die Lippe, während erneutes Donnergrollen von draußen zu ihnen drang.
„Dafür also?“, säuselte Joko fragend, ließ seine Hand nun einfach direkt in Klaas‘ Mitte gleiten. Mit dieser schüchternen Bestimmtheit, die nur Joko beherrschte.
Klaas keuchte überfordert, drückte sich den Fingern entgegen, obwohl er eigentlich noch immer erschöpft von der letzten Runde war, die noch nicht einmal allzu lange her war.
Joko umfasst ihn durch die Hose. Zeitgleich mit dem hellen Blitz stöhnte Klaas auf.
„Bekomme ich auch noch eine Antwort?“, hauchte Joko zart, küsste sein Ohr, seine Wange, bereitete Klaas Gänsehaut im Nacken.
„Ja dafür.“, presste der Kleinere heraus, drückte sich Joko noch mehr entgegen und schloss die Augen, als dieser nun ohne Umwege seine Hand in Klaas‘ Hose schob.
„Da kannst du aber froh sein, dass ich das hier…“ Joko drückte nochmals zu, ließ Klaas keuchen. „… sogar ein bisschen lieber mag als CandyCrush.“
Erneut drückte er zu. Klaas griff atemlos und haltsuchend in Jokos Nacken.
„Ich liebe dich so.“, seufzte er überfordert, hörte Jokos Antwort „Und ich dich erst.“, wie durch einen Schleier und sein seliges Grinsen ging kurz darauf in einem versprechenden Kuss unter.

Dieser Mann machte ihn so glücklich. Er war sein Partner, sein bester Freund, sein Seelenverwandter, sein Zuhause. Joko war alles. Alles, was Klaas je gewollt hatte. Alles, was er je gesucht hatte. Dabei war er doch eigentlich schon immer da gewesen. Direkt vor seinen Augen und er würde auch hoffentlich dort bleiben.
Genau hier.
Bei ihm.
Für immer.


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<3
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