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The Other One

von Danbo
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
07.06.2021
11.10.2021
20
75.876
64
Alle Kapitel
131 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
06.10.2021 4.276
 
Hallöchen, hier nun das neue Kapitel, was eigentlich als Epilog geplant war und dann aber irgendwie doch mehr geworden ist. Ich hoffe euch gefällt es und den richtigen Epilog, der dann das finale Kapitel 20 sein wird, werde ich euch eventuell auch noch diese Woche online stellen.
Ich bin schon ein bisschen traurig, dass diese Story nun wirklich zu Ende geht, aber es war für mich selbst der richtige Punkt hier aufzuhören, bevor ich plötzlich die Lust an der Storyline verliere, die ja eigentlich auch auserzählt ist. Momentan bin ich wie gesagt auch schon an ein paar anderen Storys dran, die ihr dann sobald ich weiß wo ich damit hinwill auch zu lesen bekommen werdet.
So ich wollte aber hier eigentlich noch gar nicht Schwafeln, weil das dann schon so endgültig klingt und ein kleines Kapitel ja noch aussteht. Also erstmal viel Spaß hiermit und wir lesen uns in den Reviews oder spätestens dann wieder, wenn ich den Epilog hochlade und das ganze hier dann  wirklich beendet ist.



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Erschöpft strich Klaas sich durch die perfekt gestylten Haare, während um ihn herum das große Gewusel ausbrach. Die letzten Zuschauer hatten gerade das Studio verlassen, das Putzlicht leuchtete unangenehm hell auf ihn hinunter und die Kollegen und Mitarbeiter, räumten Kameras und Equipment beiseite.
Tief durchatmend trat er hinter seinem Schreibtisch hervor, sah Schmitti auf sich zukommen, der ihm wenig später freundschaftlich auf die Schulter klopfte.
„Gute Show und jetzt endlich Winterpause. Hast du dir verdient.“
Klaas lächelte, zog den Redakteur kurz in seine Arme „Danke Thommy“.
Die Umarmung hielt nur eine knappe Sekunde. Sie waren nun einmal beide keine großen Umarmer.

Gepolter und entfernte Stimmen drangen plötzlich aus dem Nichts an Klaas‘ Ohr. Regiekollege Johannes hatte wohl vergessen Klaas‘ Kanal stummzuschalten und Klaas zog sich daher einfach direkt das In-Ear aus dem Ohr, um Thomas wieder unabgelenkt zuhören zu können.
„Haben du und Joko was geplant?“, fragte sein Kollege nämlich dann schon, während Klaas bereits Tonmann Frank auf sich zukommen sah. Er schüttelte den Kopf.
„Ne bis jetzt noch nicht.“, murmelte er, während Frank nun stumm begann den Ton aus Klaas‘ Hemd herauszufriemeln.
Klaas ließ sich davon nicht beirren und sprach einfach weiter.
„Er ist noch in München, hat da irgendwelche Termine, von denen ich eh nichts verstehe. Er meinte in ein paar Wochen hat eventuell Zeit hochzukommen oder ich fahr halt zu ihm. Mal schauen.“
Schmitti nickte verstehend, schielte dabei rüber zu Thomas Martiens, der mit etwas Abstand zu ihnen auf dem Publikumsrang saß und anscheinend mitgehört hatte, so auffällig wie die beiden sich jetzt angrinsten.
Klaas runzelte die Stirn, schaute skeptisch zwischen seinen Kollegen hin und her. Das konnte ja nichts Gutes bedeuten, wenn die beiden so drauf waren.
„Okay, was wisst ihr was ich nicht weiß? Oder habt ihr irgendeine Scheiß-Aktion geplant? Da habe ich in Pausen wirklichen keinen Nerv zu. Das wisst ihr!“, meckerte er drauf los, hatte wirklich gar keine Lust in seinem Urlaub am Ende noch von ihrem Kamerateam überrascht zu werden. Schmitt aber grinste nur und winkte ab.
„Ach nichts nichts. Wir freuen uns nur, dass das noch läuft bei euch. Auch wenn ich es immer noch nicht richtig glauben kann.“
Klaas verengte seinen Blick noch etwas, glaubte seinem Kollegen nicht wirklich, aber beließ es dabei, weil man aus Schmitti eh niemals die Wahrheit herausbekam, wenn er diese sie nicht preisgeben wollte. Im etwas Geheim halten war der Schwarzhaarige unglaublich ausdauernd und stur.
„Ja ich kann’s tatsächlich auch immer noch nicht wirklich glauben.“, sprang er daher lieber auf das neue Thema an, grinste dabei von einem übers andere Ohr, weil er so verdammt glücklich war.

Es kam ihm vor wie gestern, als Joko und er sich tatsächlich dazu entschieden hatten eine Beziehung auszuprobieren und doch war dieser eine Tag, an dem Joko ihn nach ihrer Funkstille in seinem Flur erwartet hatte, bereits 5 Monate her.
Es war anfangs ungewohnt gewesen. Nicht unbedingt der Sex, aber das einfach zusammen sein. Es war ungewohnt, dass Joko bei ihm schlief, dass er bei Joko schlief, dass sie sich freiwillig ein Bett teilten, in den Armen des anderen einschliefen und auch wieder aufwachten, dass sie einfach nur Küsse austauschten oder die Nähe des Anderen suchten.
All das war neu gewesen und sie hatten wohl beide etwas Zeit gebraucht, um in dieser neuen Situation so wirklich anzukommen.
In den ersten Wochen waren da Zweifel gewesen. Zweifel auf beiden Seiten. Alles, was nichts mit Sex zu tun hatte, war etwas holprig gewesen. Manchmal zu vorsichtig. Manchmal zu forsch.
Klaas hatte gerade in der ersten Woche oft darüber nachgedacht, ob das mit ihnen das richtige war. Aber Gott sei Dank hatte er dann angefangen mit Joko darüber zu reden. Er hatte sich überwunden und war über seinen eigenen Stolz und diesen riesengroßen Schatten gesprungen und hatte Joko von seinen Gedanken erzählt. Abends, als sie zusammen auf der Couch gesessen hatten. Joko war erstaunlich offen gewesen, hatte ihm zugehört und auch eigenen Gedanken dazu beigetragen, ähnliche Zweifel, ähnliche Bedenken. Sie hatten dann tatsächlich gemeinsam abgewägt, immer wieder miteinander gesprochen, sobald neue Zweifel aufkamen und sich dann glücklicherweise immer wieder neue Chancen gegeben.
Das gemeinsame Kämpfen, wenn man die ersten Wochen so bezeichnen konnte, hatte sich spätesten nach dem ersten Monat gemeinsam komplett ausgezahlt, denn ab da wurden die Zweifel dann auf beiden Seiten weniger, ab da war es dann plötzlich so als wären sie schon immer ein Paar. Die Unsicherheiten verflogen und die Liebe wurde mit jeder Berührung und jedem Blick stärker.

Daher waren sie dann sogar fast froh gewesen, so selten zusammen im Büro zu sein, weil auch da wurde es immer schwieriger den jeweils anderen nicht anzuschmachten, sodass die Kollegen nichts mitbekamen.
Außer Thomas Martiens, der es unweigerlich relativ zeitnah erfahren hatte, hatten sie das Ganze nämlich noch etwas für sich behalten wollen. Solange bis sie sich ganz sicher waren.
Martiens hatte das ganze natürlich positiv aufgenommen, hatte sich für sie beide gefreut, aber auch seine Bedenken geäußert. Bedenken, die Joko und Klaas dann eben wie erwähnt in den ersten Wochen auch zu spüren bekommen hatten. Da war Eifersucht und Misstrauen. Klaas hatte Joko nicht vertraut, als dieser wieder zurück nach München gefahren war. Er hatte Angst gehabt, von ihm verletzt und versetzt zu werden, hatte Angst gehabt, dass Joko doch nicht so interessiert an einer festen Beziehung gewesen war.
Am Ende hatte sich keine der Befürchtungen bewahrheitet. Joko hatte jeden Abend bis tief in die Nacht mit ihm telefoniert und hatte Klaas mehr als einmal versichern müssen, dass er das mit ihnen wirklich wollte.
Mittlerweile stelle der Kleinere das gar nicht mehr in Frage. Vor allem nicht, seit Joko sich unbedingt vor der Florida hatte outen wollen.
Das Outing, vor dem Klaas dann natürlich auch wieder etwas Bammel gehabt hatte, war dann letztendlich sehr unspektakulär gewesen. Natürlich waren ihre Kollegen überrascht, aber die Ungläubigkeit war schnell der gemeinschaftlichen Freude gewichen. Man sah ihnen wohl sehr an, dass sie sich liebten. Das hatte Klaas nun schon von mehreren Kollegen gehört und er war einfach nur verdammt glücklich so ein gutes Umfeld zu haben, die aus einem gleichgeschlechtlichen Paar kein großes Ding machten.

„Du träumst schon wieder, Klaasi“, grinste Thomas ihm plötzlich zu, schlug ihm freundschaftlich gegen die Schulter. Klaas zuckte zusammen und wehrte die Hand ab „Das stimmt gar nicht!“
Erneut drang das Lachen seines Kollegen an seine Ohren.
Genervt verdrehte Klaas nur die Augen, war froh als Frank ihm nach endlosem Friemeln endlich den Ton von Körper zog und dann wieder verschwand, denn nun konnte er auch endlich gehen.
Zwar wartete Zuhause leider niemand auf ihn, aber Joko hatte zumindest versprochen heute Abend noch anzurufen, wenn es seine Termine zuließen und darauf freute Klaas sich tatsächlich.
Seine Stimme hören half zwar nicht unbedingt gegen das Vermissen, aber linderte es immerhin.

„So ich geh dann mal. Schöne Winterpause euch.“, verkündete Klaas also zügig und strich sich den Pulli glatt, den Frank verkrumpelt zurückgelassen hatte.
„Dir auch. Wirst du haben. Bin ich mir sicher“ grinste Schmitti erneut mysteriös und klopfte Klaas ein letztes Mal auf die Schulter, der darüber nur genervt den Kopf schüttelte. Was auch immer seine Kollegen da geplant hatten, ihm konnte es erstmal egal sein. Es war Winterpause. Endlich.

Er verließ also das Studio durch den seitlichen Ausgang, trat hinter die Kulissen und kurz darauf in den kargen Flur, der zu seiner Garderobe führte.
Auf dem Weg verabschiedete er sich bei den Kollegen, die ihm über dem Weg liefen von denen alle ihn ebenso blöd entgegen grinsten, wie Schmitti und Martiens eben. Klaas seufzte genervt, als er um die nächste Ecke bog. Hatte sich seine ganze Firma gegen ihn verschworen?
Abgelenkt von dem komischen Verhalten seiner Kollegen, zog er die Tür zu seiner Garderobe auf.
Er trat in den schlichten Raum, der lediglich eine Couch, einen kleinen Tisch, einen Fernseher und ein Regal beherbergte. Fahrig strich er sich durch die gegelten Haare, die mal wieder einen Haarschnitt vertragen könnten und erlitt dann beinahe einen Herzinfarkt, als er im Augenwinkel sah, dass da jemand auf seiner Couch saß.
Er stolperte ein paar Schritte zurück, schaute auf und starrte den blonden Mann an, der grinsend hier in seiner Garderobe saß und nun mit ausgebreiteten Armen vom Sofa aufstand.

„Joko?“, fragte Klaas ungläubig mit viel zu hoher Stimme, streckte automatisch seine Finger nach ihm aus, als dieser immer noch grinsend vor ihm zum Stehen kam. Die Finger strichen über den weichen Hoodie und immer noch ungläubig starrte er nun in die warmen braunen Augen.
„Gute Show Klausi“, murmelte Joko und die basslastige Stimme schoss Klaas direkt in den Bauch, der zu kribbeln begann.
„W-was machst du hier? Du hast doch Termine, du solltest in München sein…“, brach es aus Klaas heraus, fuhr mit seinen Händen währenddessen über die flache Brust nach oben zu Jokos Hals.
Joko grinste, legte seine Hände an Klaas’ Wangen.
„Mit dir die Winterpause in Berlin verbringen.“
Klaas öffnen den Mund. Joko drückte ihn wieder zu.
„Ich habe alle Termine längst abgesagt. Die Zeit gehört nur uns. Und krieg ich jetzt endlich mal einen Kuss von dir?“
Klaas’ Grinsen war mittlerweile so breit wie lange nicht mehr und natürlich lehnte er sich vor und drückte Joko ausgehungert die Lippen auf den Mund, verschränkte seine Arme hinter dem Kopf des Blonden und zog ihn nur noch näher.
Sie stolperten gemeinsam rückwärts bis Joko ihn sanft wieder von sich drückte und das noch bevor sie die kleine Couch erreichten.
„Langsam langsam. Lass uns erstmal zu dir fahren.“, grinste Joko und Klaas stammelte nur ungläubig
„Ich kann’s nicht glauben.“, denn Joko war hier. Er war wirklich hier.
Klaas war so fest davon ausgegangen seinen Freund erst in ein paar Wochen wiederzusehen und dann nur für ein paar Tage wie sonst auch und nicht für die gesamte Winterpause.
„Glaub es mal besser. Jetzt hast du mich an der Backe.“, lachte Joko, strich Klaas nebenbei erneut über die Wange.
Klaas drückte sich der Hand entgegen
„Liebend gern.“, strahlte er, drückte Joko nochmal flüchtig, aber intensiv die Lippen auf, bevor er zügig seine Sachen zusammenpackte und Joko an der Hand und mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus der Garderobe zog.

Als sie draußen gemeinsam auf den Parkplatz traten, entdeckte Klaas Schmitti und Thomas am Rand in der kleinen Raucherecke stehen, er fing deren Blicke ein. Beide hatten das gleiche Grinsen auf den Lippen wie eben im Studio. Das war es also gewesen, was sie gewusst hatte. Sie hatten gewusst, dass Joko in Klaas’ Garderobe saß. Wahrscheinlich hatten es alle gewusst außer er. Aber die Überraschung war viel zu schön, als dass er sich dafür jetzt bei ihnen beschweren würde.
„Na Überraschung gelungen?“, rief Schmitti zu ihnen herüber.
Klaas, der jetzt früher wahrscheinlich genervt die Augen verdreht hätte, grinste einfach nur doof, weil ja verdammt die Überraschung war gelungen. Mehr als das.
Joko neben ihm grinste ebenfalls, zog seine Hand aus Klaas‘ Umklammerung und drückte ihn stattdessen mit einem Arm an der Schulter näher an sich.
Klaas mochte das. Er mochte das, wenn Joko allen zeigte, dass sie zusammengehörten, wenn er ihm diese Nähe ermöglichte, die Klaas von sich aus nie in dem Maße einfordern würde, weil das nicht seine Art war.
„Euch viel Spaß“, rief Thomas augenzwinkernd und holte Klaas damit wieder gedanklich zurück auf den Parkplatz.
Er spürte wie sein Gesicht warm wurde, weil ihm Thomas‘ Augenzwinkern und die damit eigentliche Bedeutung seines ‚Viel Spaß‘ peinlich war. Er wollte irgendwie nicht, dass seine Kollegen wussten, dass sie Sex hatten, auch wenn es ja eigentlich für ein Paar das Normalste auf der Welt war.
Zum Glück hatte er aber ja Joko an seiner Seite, dem das hier natürlich kein bisschen peinlich war, der „Den werden wir haben“, in Richtung seiner Kollegen lachte und Klaas nur noch enger an sich zog. Der schlug ihm wiederum verlegen auf den Arm, drückte sich aber zeitgleich noch näher an Joko, während dieser lachend einen Kuss auf seinen Schopf drückte.
Verdammt wann war all das hier eigentlich so natürlich für ihn geworden? Früher hätte er sich niemals vorstellen können so mit Joko hier über den Parkplatz zu laufen. Verrückte Welt.

„Wir treffen uns bei dir Zuhause“ brummte Joko ihm dann kurz darauf leise zu, als sie Klaas' Auto erreichten. Der Kleinere nickte, ließ Joko aber nicht los. Er wollte sich gerade nur sehr ungern von ihm trennen. Am liebsten würde er jetzt sein Auto einfach hier stehen lassen und mit Joko nach Hause fahren, aber er wusste auch, dass das so direkt vor der Winterpause blöd wäre. Er wurde die Studios hier jetzt einige Zeit nicht mehr besuchen und müsste sein Auto dann ja extra nochmal abholen.
„Gleich hast du mich wieder ganz für dich.“, raunte Joko, drückte nochmal seine Lippen auf Klaas’ Schläfe und strich ihm einmal versprechend mit der Hand über seinen unteren Rücken.
Klaas grinste leicht, war so verdammt glücklich mit all dem hier und ließ Joko nun schweren Herzens los.
Als er in sein Auto stieg, beobachtete er Joko noch ein wenig durch den Rückspiegel, wie dieser zum anderen Ende des Parkplatzes zu seinem Auto lief und dann fuhr er mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht los.

Der Weg vom Studio zu ihm nach Hause zog schnell an ihm vorbei. Er parkte und nach einem kurzen Blick in die sonst relativ leere Straße, entschied er sich schon mal in seine Wohnung zu gehen. Joko war wohl noch unterwegs und so ganz auf offener Straße wollten sie sich momentan auch nicht zusammen zeigen. Sie wollten all das hier noch etwas in ihrem kleinen Rahmen behalten und nicht direkt in die Welt hinausposaunen.
Zügig ging er nun also auf das Gebäude zu, lief das etwas miefige Treppenhaus nach oben und schloss seine Wohnungstür auf.
Er lüftete kurz durch, wischte noch einige Krümel vom Frühstück von der Couch und stellte auch noch das benutzte Geschirr in die Spülmaschine, bevor er auch schon an seiner Tür klingelte.
Peinlich schnell drückte Klaas auf den Summer, wartete in der leicht geöffneten Wohnungstür und grinste noch breiter als Joko um die Ecke in den Flur bog. Sein Joko.
Er grabschte nach dem Shirt des Anderen, zog ihn hektisch zu sich in die Wohnung und drückte ihm die Lippen auf, sobald die Tür hinter ihm mit einem viel zu lauten Knall ins Schloss fiel.
Jokos Lachen ging in dem Kuss unter, schlug gegen Klaas‘ Lippen, der nun ebenfalls grinste und seinen Freund dann einfach weiterküsste.
Warme Hände strich hinten unter sein Shirt, schoben es hoch, während Joko einfach loslief und ihn mit sich drückte.
Klaas‘ Herz schlug unregelmäßig vor Liebe, weil Joko ihn direkt Richtung Schlafzimmer manövrierte und nicht Richtung Couch. Klaas‘ Shirt verließ sie irgendwann auf dem Weg dahin und sobald die Schlafzimmertür hinter ihnen zufiel, zog auch Joko sich hektisch das Oberteil aus und drückte Klaas auf das Bett, welches der Kleinere heute Morgen nicht mal gemacht hatte.
Die Bettdecke lag nun verkrumpelt unter ihm, doch es störte sie beide herzlich wenig.
Lieber blickte Klaas ehrfürchtig zu dem Mann hoch, der gerade mit nackter Brust wieder auf ihn zusteuerte und währenddessen einfach auch noch unkoordiniert seine Boxershorts von den Beinen strampelte und dabei vor Hektik fast das Gleichgewicht verlor.
Dieser Mann war so schön. So verdammt schön. Perfekt eigentlich.
Klaas konnte nur da liegen und ihn anstarren. Tagelang von ihm aus. Für immer einfach.
„Ich liebe dich“, flüsterte er leise und ehrfürchtig, streckte die Hand nach dem Blonden aus, der die diese ergriff und sich lächelnd zu Klaas aufs Bett fallen ließ.
Die andere Hand legte der Blonde ihm sanft an die Wange, blickte ihm direkt in die Augen.
„Ich dich auch.“
Das Brummen der tiefen Stimme zog Klaas direkt ins Herz, ließ es weiterhin aufgeregt poltern, bevor es kurzzeitig fast stehenblieb, weil Joko ihn küsste und zeitgleich seine Hand fest auf Klaas‘ ausgebeulte Hose drückte. Er keuchte in Jokos Mund, schlang seine Arme um den Nacken des Anderen und küsste ihn noch ausgiebiger.
Seine eigenen Hände glitten ohne wirklichen Plan ebenfalls direkt in Jokos Schritt, der sich ihm bereits hart entgegendrückte. Klaas keuchte in den Kuss, schob sich selbst noch etwas mehr Jokos Hand entgegen, die noch immer unbewegt auf seiner vom Stoff bedeckten Erektion lag.
Klaas drückte seine freie Hand gegen Jokos Schulter und drehte sie so einmal herum, sodass er nun halb über Joko lag.
Hastig richtete er sich etwas auf und streifte sich ungelenk selbst die letzten Kleidungsstücke vom Körper, während er dabei kein einziges Mal seine Augen von Joko nahm.
Joko, der nach jedem Zentimeter freigelegter Haut grabschte und ihn mit leicht offenem Mund anschaute. Joko, der nur ihm gehörte. Ihm alleine. Niemandem sonst.
Klaas schmiss die Kleidung achtlos von sich, ließ sich gleich darauf wieder vorfallen und empfing Jokos offenen Mund mit seinem. Der Kuss wurde intensiver, feuchter, lustvoller. Klaas hörte Jokos Keuchen und Stöhnen, welches ihm direkt zwischen die Beine schoss. Fuck er liebte diesen Typen so.
Eine Hand griff nach seiner eigenen, die mittlerweile nur noch etwas untätig auf Jokos Erektion geruht hatte und zog sie zwischen ihnen hervor. Klaas beobachtete, wie Joko jeden einzelnen Knöchel küsste und dann Zeige- und Ringfinger ohne Umschweife in seinem Mund verschwinden ließ.
Seine Augen wurden groß, als er Jokos Zunge fühlte, die sich um seine Finger wickelte, an ihn saugte und zeitgleich spürte er lange dünne Beine, die sich um Klaas‘ Hüfte schlangen und ihre Erektionen aneinander drückten.
Ein Keuchen verließ ihn. Laut und unbedacht. Er starrte noch immer auf Jokos Lippen. Fuck das war so heiß. Das war alles viel zu heiß, um wahr zu sein.
„Du bist so geil.“, hauchte Klaas atemlos entzückt, sah Jokos Augen aufblitzen und schnaufte schwer, als dieser ihn mit den Beinen noch fester an sich drückte und obszön die Finger aus seinem Mund entließ.
„Nimm mich Klausi. Bitte.“, krächzte er mit rasselnder Stimme, drückte Klaas‘ Hand mit den feuchten Fingern nach unten und löste schweren Herzens seine Beine von der Umklammerung, um Klaas Raum zu geben, für das, was jetzt folgen würde.
Klaas schaute derweil noch einmal nach oben in die braunen verklärten Augen, die ihm entgegenblitzten und dann strich er mit den feuchten Fingern auch schon über Jokos Muskelring.
Er war aufgeregt. Sie hatten sich, soweit er sich erinnerte, noch nie ohne Gleitgel gefingert. Eigentlich fand Klaas das auch nicht gut. Er wollte Joko nicht wehtun. Unter keinen Umständen. Doch Joko hatte seine Hand so bestimmt gelutscht und nach unten gedrückt, dass Klaas sich sicher war, dass er es heute so wollte.
Die Sorgen verflogen dann glücklicherweise auch direkt, als er Jokos Stöhnen hörte und zeitgleich spürte, wie entspannt der Blonde bereits jetzt war. Er konnte wirklich ohne Probleme einen der zwei Finger in ihn schieben, krümmte ihn sogleich, drehte ihn suchend und lächelte stolz, als ein Zucken durch den Körper unter ihm ging.
Eine Hand griff grob in seine Haare, zog seinen Kopf wieder hoch und gleich darauf drückte sich auch schon Jokos Zunge in seinem Mund. Es war mehr ein gegenseitiges in den Mund keuchen und lecken als ein Kuss, aber Klaas war so oder so fein damit. Er nahm alles, was er kriegen konnte. Immer. Jederzeit.
Mutig stieß er nun mit dem einen Finger in seinen Freund. Immer wieder gegen diesen Punkt, der einen in den Wahnsinn treiben konnte, vernahm das leise „Mehr“ von Joko und setzte beim nächsten Zustoßen auch noch den zweiten Finger an, der genauso problemlos in seinem Freund verschwand, wie der erste.
Der Blonde seufzte zufrieden gegen Klaas mittlerweile feuchten Lippen, atmete heiß gegen sein Gesicht, während Klaas weiter zustieß. Die Enge fühlte sich dieses Mal anders an als sonst. Wärmer, trockener. Er spürte schon mit seinen Fingern deutlich mehr Reibung, was Joko aber sichtlich zu gefallen schien.
Die Hände des Blonden fuhren fahrig über Klaas‘ Körper, drückten ihn näher, während er die Beine noch weiter auseinanderfallen ließ und Klaas wurde eventuell etwas übermütig, drückte die Finger tiefer und bewegte sie schneller. Jokos Keuchen törnte ihn an. Der harte Schwanz des Blonden zuckte zwischen ihren Körper, lechzte nach Aufmerksamkeit, aber wurde ignorierte.
Klaas schob aufgeheizt noch einen dritten Finger dazu, spürte wie Joko sich lustvoll aufbäumte, sich in seinen Rücken krallte und dann einfach zusammensackte.
Etwas Warmes spritzte an Klaas‘ Bauch und Joko pulsierte plötzlich rhythmisch um seine Finger herum. Klaas hielt diese nun still, richtete sich auf soweit Jokos Arme es ihm erlaubten und starrte zwischen sie auf Jokos Penis, der noch vollkommen hart und angeschwollen auf dessen Bauch lag. Ein wenig Sperma quoll noch aus der hochroten Eichel und zeitgleich mit seinem Inneren pulsierte der Schaft und die Adern darauf leicht.
Klaas biss sich hart auf die Lippe, schluckte überfordert, konnte nicht glauben, dass er Joko gerade nur mit seinen Fingern im Hintern zum Kommen gebracht hatte. Einfach so. Fuck.
„Du bist so heiß. Fuck. Joko. Scheiße. Fuck.“, murmelte Klaas, strich ehrfürchtig mit der freien Hand durch das Sperma auf Jokos Bauch und über die immer noch rote Eichel, die unter seiner Berührung noch stärker zu zucken begann.
„Schlaf mit mir Klaas. Sofort bitte. Ich brauch dich.“, drang es dann zu ihm hindurch. Joko war außer Atem und Klaas schaute überrascht zu ihm hoch in die braunen, fast schwarz wirkenden Augen.
„A-aber du bist doch gerade erst…“, begann er, wollte den Blonden nicht überreizen. Sie hatten doch alle Zeit der Welt.
„Ich will dich jetzt. Sofort. Wenn du mich jetzt nicht sofort fickst Klaas dann… dann…“,
Jokos Drohung verlief ins Nichts und nochmal schluckte Klaas aufgeheizt den überschüssigen Speichel in seinem Mund herunter, sog das Bild vor sich ins sich auf, wollte es nie wieder vergessen und nickte dann. Wenn Joko ihn wollte, dann würde er ihn bekommen. Nichts lieber als das.
Klaas zog seine Finger also vorsichtig aus dem Körper, spürte Joko daraufhin zusammenzucken und strich beruhigend über dessen Leiste, bevor er sich zum Nachtisch streckte, aber von dem Blonden aufgehalten wurde.
„Ohne. Bitte. Mach einfach.“, keuchte er und Klaas suchte in den braunen Augen nach Zweifeln fand aber keine. Joko wollte es wohl wirklich so. Ohne Gleitgel. Fuck.
Überfordert nickte Klaas, schaute nochmal kurz in die braunen Augen und konnte sich nicht davon abhalten ihm noch einmal voller Liebe die Lippen aufzudrücken, bevor er sich zwischen den Beinen positionierte.
Nervös schaute er runter zwischen sie, sah seine inzwischen übermäßig harte Erektion, die so trocken aussah, dass kurzerhand einfach in seine Hand spukte und sie vorsorglich immerhin damit einrieb. In jeder anderen Situation hätte er das super eklig gefunden, aber gerade war alles egal, denn Joko atmete immer noch ganz schwer und er wollte ihn, sein Schwanz war noch hart, Klaas eigener sowieso. Alles hieran war einfach heiß.
Trotzdem noch aufgeregt setzte er nun seine Erektion an Joko an, schob sich ihm testend entgegen und spürte seine Eichel ohne Probleme direkt eindringen.
Beide keuchten synchron auf und Joko fackelte nicht lange und griff nach Klaas, um ihn direkt komplett an sich zu ziehen.
Die Enge umfing ihn schnell und heiß. Enger als sonst, immer noch leicht pulsierend. Klaas wusste gar nicht wohin mit seinen Empfindungen und begann einfach loszulegen, stieß in Joko, genoss dieses raue und zeitgleich trotzdem unglaublich weiche Gefühl, welches er an seinen Fingern schon gespürt hatte.
Jokos Hände strichen seine Brust entlang. Der Schwanz zwischen ihnen schien gar nicht erschlaffen zu wollen, lag noch immer so hart auf Jokos Bauch, dass Klaas ganz schwindelig wurde, weil das zu perfekt war. Alles hier.
Er griff nach der Erektion, schob sich zeitgleich fester und intensiver in seinen Freund, vernahm wohlwollend die Laute die ihm entgegenflogen und verlor sich komplett.
Keuchend fanden sie einen gemeinsamen Rhythmus, Joko stand der Schweiß auf der Stirn, als er mit seinen Händen fahrig über das zerwühlte Bett fuhr.
„Fuck ich liebe dich so.“, brach es aus Klaas heraus, während er sich mit Nachdruck noch tiefer drückte, das Pulsieren in seinen Eiern und seinem Schwanz fühlte und sich tief in Joko ergoss.
Der griff nach seinem Gesicht, zog ihn an sich heran, keuchte und küsste ihn gleichzeitig, bevor sein Unterkörper ebenfalls zuckte und letzte klägliche Reste Sperma seinen nun wirklich hochroten Schwanz verließen und sich in seinem Bauchnabel sammelten.
Klaas stieß überfordert noch einmal zu, weil es zu heiß war und zu scharf und womit hatte er so einen Freund verdient?
„Du bist zweimal gekommen. Fuck ey. Du bist so heiß, Joko.“, flüsterte er überfordert und sein Freund antwortete benommen auf seinen ersten Ausruf „Ich liebe dich auch. Scheiße. Ich liebe dich so sehr Klausi.“, küsste ihn, schlang Arme und Beine um ihn, hielt sich an ihn fest, ließ ihn nicht mehr los und Klaas ließ sich fallen und von Joko auffangen, ließ sich umklammern und festhalten.
Verdammt, das hier war perfekt. Klaas konnte sich keinen Ort ausmalen, an dem er jetzt gerade in diesem Moment lieber wäre.


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tbc
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