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The Other One

von Danbo
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Joachim "Joko" Winterscheidt Klaas Heufer-Umlauf
07.06.2021
15.09.2021
16
61.335
44
Alle Kapitel
105 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
07.06.2021 2.933
 
Hallöchen, ich melde mich auch endlich mal wieder mit einer neuen längeren Geschichte zurück.
Ich habe euch so lange warten lassen, weil ich mir vorgenommen hatte immerhin den kompletten Plot schon ein wenig detaillierter vorgeschrieben zu haben, um euch dann relativ regelmäßig Updates liefern zu können (ein- bis zweimal die Woche eventuell), die nicht durch irgendwelche gemeinen Schreibblockaden unterbrochen werden und oh ja diese Schreibblockaden haben mir echt das Leben zur Hölle gemacht. Es kann gut möglich sein, dass man das in einigen Kapitel noch bemerkt (ich hoffe aber nicht, dass es so ist :D).
Ich kann immerhin so viel sagen. AU’s zu schreiben fällt mir deutlich leichter :D
Jetzt habe ich aber genug geschwafelt hier, entlasse euch mal in das erste Kapitel und hoffe, dass es euch gefällt. Ich habe mich selbst mittlerweile schon wieder so verunsichert, dass ich plötzlich alles schlecht finde, aber ihr kennt das ja sicher schon von mir. Egal.

Eine kleine Info noch: Einige Teile der Story kommen euch wahrscheinlich aus der echten realen Welt der beiden bekannt vor. Ich habe aber nicht alles detailgetreu und chronologisch genau geschrieben. Das meiste entstammt dann doch meiner wilden Fantasie. Nur einige Zwischenfälle aus der Realität habe ich teilweise als kleine Vorlage verwendet und in die Story eingebaut. Also nicht wundern, wenn da die Reihenfolge oder die Jahreszeiten nicht so stimmen.

So jetzt bin ich aber wirklich still und wünsche euch viel Spaß damit.
Hoffentlich.
Und wie immer freue ich mich über Reviews, gerne auch Kritik :)



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Gelangweilt scrollte Klaas durch seinen Instagram-Feed. Er lag ausgestreckt auf seiner Couch und trank nebenbei immer mal wieder Schlucke seines Biers.
Seit vorgestern war er im wohlverdienten Urlaub. Winterpause. Endlich.
Die letzten Wochen hatten er, Joko und natürlich ihr Team hart gearbeitet und nur auf diesen Urlaub hingefiebert, doch nun war Klaas bereits nach eine Woche langweilig.
Draußen war es frostig kalt und da Kälte überhaupt nicht sein Ding war, verbrachte er die Hauptzeit der Tage in seinem Wohnzimmer.
Er hatte Netflix geschaut, Bücher gelesen und in sein Handy gestarrt und selbst Instagram und Twitter langweilten ihn momentan nur noch.

Seufzend ließ er sein Handy neben sich auf die Couch fallen und schaute aus dem Fenster.
Regen klatschte gegen die Scheibe, Wind blies durch die Bäume im Innenhof, wehte die letzten verwelkten Blätter durch die Luft.
Er wohnte erst seit Kurzem in dieser Wohnung. Vorher hatte er mit seiner Freundin Clara in Neukölln gewohnt, doch das mit ihnen hatte auf Dauer leider nicht funktioniert.
2 Jahre hatte es irgendwie geklappt, alles war harmonisch gewesen und Klaas hatte gedacht, nun die Partnerin fürs Leben gefunden zu haben. Doch dann, als sie während der letzten Winterpause ständig aufeinander gehockt hatten, waren sie sich so auf den Nerv gegangen, dass eine Trennung die einzig richtige Entscheidung gewesen war. Für sie beide.
Klaas hatte ihr kurz hinterher getrauert und war dann aber erstaunlich schnell zurück in ein relativ glückliches Single-Leben gerutscht.
Er hatte diese kleine, aber feine Wohnung hier in Kreuzberg gefunden und fühlte sich erstaunlich wohl hier.
Kreuzberg war zwar nicht das schönste Fleckchen hier in Berlin, aber er wohnte nun relativ nah an dem Büro der Florida und es gefiel ihm immer nur einen kurzen Arbeitsweg zu haben und so immer etwas länger schlafen zu können.

Erneut seufzte er, fuhr sich mit den Händen durch die nicht gestylten Haare, die wahrscheinlich in alle Richtungen abstanden.
Nun war das mit ihm und Clara also auch schon wieder ein Jahr her, dachte er sich und nahm erneut einen Schluck von seinem Bier, während er draußen nun zwei Tauben beobachtete, die Schutz vor dem Regen in einem alten hochgewachsenen Baum suchten.
Ein Jahr Single und gleichzeitig ein Jahr keinerlei sexuelle oder romantische Kontakte.
Im letzten Jahr hatte er quasi nur die Mitarbeiter der Florida, Joko, seine Band und seine Mutter gesehen.
Sie hatten mit ihrer neuen Show JKvsP7 eine Menge zu tun gehabt und Late Night Berlin bereitete sich auch nicht von selbst vor.
Aufgrund der ganzen Arbeit war dann nun mal Klaas‘ Privatleben etwas auf der Strecke geblieben und wenn er ehrlich war, hatte er auch gerade nicht unbedingt das Bedürfnis nach einer festen Beziehung.
Ihm war ein bisschen mehr nach Abenteuer. Vor allem jetzt in dieser tristen, kalten Jahreszeit und nach dieser langen und doch irgendwie einengenden Beziehung mit Clara.

Er dachte an früher, als er noch in Köln gelebt und gerade erst bei VIVA Fuß gefasst hatte. Damals hatte er wirklich nichts anbrennen lassen. Es war jedes Mal ein Leichtes gewesen, Frauen oder auch mal Männer aufzugabeln, die für eine schnelle Nacht mit zu ihm nach Hause gekommen waren.
Für ihn selbst war es nie ein Geheimnis gewesen, dass er bisexuell war. Das hatte er damals schon in der 5. Klasse gemerkt und seitdem auch so für sich akzeptieren können. Dann fand er Boris aus der 5b halt genauso attraktiv wie Laura. Was war schon groß dabei? Er hatte nie verstehen können, warum Leute damit ernsthaft ein Problem haben konnten und war glücklicherweise auch seit jeher mit einem sehr verständnisvollen Umfeld gesegnet.
In seinem jetzigen Umfeld wusste trotzdem kaum jemand davon. Klaas hatte früh gelernt, dass es in ihrer Branche manchmal besser war, Dinge für sich zu behalten, die für die Öffentlichkeit sonst zu viele Fragen aufwerfen würden und da er in den letzten Jahren eh vermehrt Interesse an Frauen gehabt hatte, waren da weder in seiner Firma noch bei der Presse irgendwelche Fragen aufgekommen. Besser so. Er war es immerhin niemanden schuldig seine Sexualität preiszugeben und momentan lebte Klaas ganz gut damit in der Öffentlichkeit und auch im Betrieb als heterosexueller abgestempelt zu werden.

Mit seiner steigender Berühmtheit hatte es sich dann aber natürlich auch schwieriger gestaltet Menschen kennenzulernen und es war fast unmöglich in einen Club zu gehen und irgendjemanden für eine Nacht mit nach Hause zu nehmen, ohne danach in tausenden Klatschzeitschriften darüber zu lesen.
Jahrelang hatte ihn das nicht wirklich gestört, da er ja eine tolle Frau an seiner Seite gehabt hatte, doch nun fehlte ihm doch ein wenig dieser engere zwischenmenschliche Kontakt…
Ach was laberte er da? Ihm fehlte Sex. Sex und nichts anderes. Er war kein Mensch, der unbedingt Nähe oder andere Menschen bei sich brauchte, aber Hormone hatte er halt eben doch und es sich selbst zu machen, war halt einfach nicht dasselbe. Pornos waren auch immer nur der gleiche plumpe Müll und eine Prostituierte zu bestellen wäre vielleicht eine Möglichkeit, aber auch nichts, was Klaas jetzt unbedingt zusagte.
Warum nochmal hatte er unbedingt berühmt werden wollen?

Missmutig griff er nun wieder nach seinem Handy. Angestrengt überlegte er, wo er wohl diskret Leute kennenlernen konnte, die auch einfach nur schnellen Sex wollten. Am besten welche, die auch keine große Story aus der Sache machen würden, welche die nicht direkt vom Stuhl fielen, wenn sie ihn sahen. Einfach nur ein bisschen Dampf ablassen und dann nicht mehr darüber sprechen und getrennte Wege gehen.
Er tippte wahllos verschiedene Suchwörter bei Google ein, landete auf mehreren wirklich nicht seriös scheinenden Seiten, bis er diese Werbung zu einer App entdeckte. Sie versprach anonyme Kontakte, war nicht auf Dating im klassischen Sinne ausgelegt. Eher auf One Night Stands oder andere Abenteuer. Also eigentlich genau das, was er suchte.

Immer noch etwas skeptisch lud er sich die genannte App also herunter, verlor die Skepsis schnell, als er tatsächlich bei der Anmeldung kaum etwas über sich preisgeben musste. Eine einfache E-Mail-Adresse sowie Angaben seiner sexuellen Orientierung und Präferenzen genügten.
Klaas lehnte sich weiter im Sofa zurück, als die App ihm direkt einen zufälligen Chatpartner zuteilte. Er schrieb mit einigen kurz hin und her, Frauen wie Männern, hatte aber immer etwas auszusetzen, was absurd war, weil man nur über Texte ja nicht so viel über die Person erfuhr, doch irgendwie waren sie alle sehr plump, benutzten irgendwelche billigen Pornofloskeln und sprachen ihn daher einfach überhaupt nicht an. Er wollte ungern mit irgendwelchen offensichtlichen Sex-Bots etwas starten. Gerade nachdem er von ihrem Tonmann Frank erfahren hatte, dass diese meist keine heißen Damen oder muskulösen Männer waren, sondern irgendwelche Studenten, die sich ein bisschen Geld dazuverdienen wollten. Da würde er dann doch lieber einen Porno schauen, anstatt mit irgendeinem nerdigen Studenten versaute Chatnachrichten zu schicken und dann noch nicht einmal die Möglichkeit zu haben die Person nach kurzem „kennenlernen“ wirklich zu treffen.

Nach endlosem Weiterklicken und kurz bevor er sein Handy einfach genervt wieder weglegen wollte, blieb er dann aber doch an einem männlichen Gesprächspartner hängen und das nicht, weil der besonders eloquent daherkam, sondern weil er nicht lang um den heißen Brei schrieb und direkt ein Foto sendete. Ein Foto, welches authentisch und echt wirkte, schlecht belichtet und leicht verwackelt daherkam.
Klaas musste sogar die Helligkeit an seinem Handy hochstellen, um die schlanke nackte Brust und die etwas zu tief sitzende Boxershorts des anderen zu erkennen.
Fast war es ihm unangenehm, wie ihm alleine durch dieses Bild etwas heißer wurde. Wahrscheinlich war er einfach nur wirklich auf sexuellem Entzug. Anders konnte er sich das nicht erklären.
‚Heiß‘, tippte er jetzt wahrheitsgetreu in den Chat und erhielt überraschend schnell eine Antwort.
‚Das würde ich zu dir auch gerne sagen, wenn ich wüsste, wie du aussiehst.‘
Klaas biss sich auf die Lippe. Sollte er nun auch ein Bild schicken? War das nicht vielleicht etwas zu gewagt? Er kannte den anderen Mann nicht, was wenn dieser dieses Foto weiterschicken würde? Was wenn sich das alles doch als ein Fake entpuppte und er sein Foto irgendwann im Netz finden würde? Selbst wenn er sein Gesicht natürlich nicht zeigen würde, war er nicht scharf darauf das Foto irgendwie in der Öffentlichkeit zu haben, aber andererseits würde der Andere sicher nicht bei ihm vorbeikommen ohne ein Foto von ihm gesehen zu haben...
‚Das bleibt aber unter uns, oder?‘, tippte Klaas zögerlich und unsicher, wischte seine feuchten Finger an seiner Jogginghose ab. Warum war er gerade so nervös? Es ging doch eigentlich um nichts.
‚Klar. Glaub mir, ich bin auch nicht daran interessiert das hier an die große Glocke zu hängen‘, antwortete der Fremde sofort.
Klaas las die Nachricht und nickte zu sich selbst. Es war irgendwie spannend nicht zu wissen, wer da mit ihm schrieb. Diese Anonymität machte es um einiges aufregenderer und er glaubte dem anderen, dass er das hier für sich behalten würde. Vielleicht war das blöd und naiv von ihm, aber er glaubte ihm nun mal. Warum auch immer.

Etwas nervös öffnete er nun also seine Kamera am Handy, zog sich zeitgleich umständlich das Shirt über den Kopf und suchte mit der Kamera den perfekten Winkel, um nicht zu viel preiszugeben.
Er zerrte seine Jogginghose noch ein Stück weiter nach unten und schoss ein Foto von seiner Hüfte, welches ihm gleich darauf etwas unangenehm war, aber bevor er weiter darüber nachdenken konnte, schickte er es einfach ab.
Gespannt und ohne es zu merken, hielt er nun den Atem an, zuckte beim leisen Nachrichtenton kurz zusammen und grinste, als er ebenfalls das Wort ‚Heiß‘ auf dem Display erblickte. Klaas selbst würde sich jetzt vielleicht nicht unbedingt als „heiß“ bezeichnen, aber schlecht aussehend war er glücklicherweise auch nicht. So selbstbewusst war er dann schon.

‚Fasst du dich gerade an?‘, schob der Fremde dann hinterher und überrascht blinzelte Klaas, war komplett überfordert von dieser forschen Art.
Fuck, er hatte echt lange nicht mehr irgendeine Art von sexuellem Kontakt gehabt. Das war alles so neu irgendwie. Sexteten sie gerade? Das war eigentlich nicht Klaas‘ Intention gewesen. Er wollte doch eigentlich nur jemanden kennenlernen, um denjenigen dann physisch treffen zu können, aber er konnte auch nicht leugnen, dass alleine diese Nachrichten ihn gerade sehr scharf machten. Und nur Nachrichten schicken, wirkte um einiges sicherer und diskreter, als alles was Klaas im Kopf gehabt hatte. Vielleicht war das doch einen Versuch wert...

‚Weil ich fasse mich an‘, erschien plötzlich auf dem Display, als Klaas nicht direkt antwortete und aufgeheizt keuchte er leise, merkte wie seine Jogginghose bereits etwas spannte und ja es war ihm etwas peinlich, dass er so darauf ansprang.
Entschlossen tippte er nun aber ein ‚Ja ich auch‘ in den Chat, weil er ja auch mal auf den anderen zukommen musste und ließ dann sein Handy auf seinen Bauch sinken, bevor er seine linke Hand tatsächlich in seine Hose wandern ließ. Es war ihm immer noch etwas unangenehm, aber sein Schwanz war hart und er hatte sich diese App doch heruntergeladen, um mal wieder etwas Spannung in sein momentan nicht existentes Sexleben zu bringen. Also warum sollte er da jetzt nicht einfach mal mitspielen und schauen was passierte? Wenn es ihm nicht gefiel, war es eben so. Er hatte ja nichts zu verlieren. Es war nicht mal wirklich peinlich, weil der andere nicht wusste, wer er war. Es war vollkommen unverbindlich.

Zögerlich umfasste er sich also selbst, rieb auf und ab, keuchte erneut, weil das plötzlich um einiges intensiver schien als normale Selbstbefriedigung. Zu wissen, dass dieser ihm fremde Mann, irgendwo auf dieser Welt nun zeitgleich mit ihm wichste, machte das ganze hier verboten geil.

Sein Handy leuchtete erneut auf. Klaas schielte auf das Display hinunter.
‚Sehr gut. Schön langsam, ja? Nicht, dass es zu schnell vorbei ist.‘
Er keuchte. Sein Gesprächspartner hatte das auf jeden Fall schon öfter gemacht. Soviel war ihm klar und er war ihm gerade dankbar dafür, wie gut der andere ihn da durchleitete, denn Klaas war mit dem ganzen hier jetzt schon mehr als überfordert.
Es ist nicht so, dass er ein Kind von Traurigkeit gewesen war. Er hatte schon in seiner Jugend einiges ausprobiert, aber über Nachrichten irgendwie quasi miteinander intim zu werden... das war neu und die Gedanken in seinem Kopf flogen nur wild durcheinander. Deshalb war er sehr froh, dass der Andere hier so wie selbstverständlich die Führung übernahm.

Langsam, wie angewiesen, streichelte er sich also nun weiter, unterdrückte ein Keuchen, obwohl er eh alleine in der Wohnung war.
Mutig griff er mit der freien Hand nach seinem Handy, strampelte sich die Jogginghose von den Beinen und machte ein Foto von seiner Hand in seiner karierten Boxershorts und sendete als Antwort noch ein ‚okay ;)‘ hinterher, wurde da langsam etwas mutiger.
Sekunden später erreichte ihn bereits die nächste Nachricht.
‚Fuck. Du bist echt heiß. Ich mag deinen Bauch. Das sieht so gut aus.‘
Klaas runzelte die Stirn und warf einen Blick auf sich selbst herunter. Seit er nicht mehr rauchte, hatte er wirklich einen kleinen Bauchansatz bekommen. Er schämte sich etwas dafür, weil er sonst eigentlich immer recht schlank gewesen war, doch jetzt war er fast etwas stolz genau damit dem Fremden zu gefallen.
Der schickte nun ebenfalls noch ein Foto hinterher.
Es war etwas besser belichtet als das Vorherige, zeigte nicht nur eine Hand in einer Boxershorts, sondern direkt alles. Eine Hand. Ein entblößter Schwanz. Fuck. Verdammt.
Klaas biss sich auf die Lippe, beschleunigte seine Hand etwas, weil sein Penis pochte und sich nach Erlösung sehnte und dieses Bild wirklich die perfekte Wichsvorlage war.
Der Penis des anderen war komplett rasiert und hatte eine beachtliche Größe. Er war nicht unbedingt breit so wie sein eigener, sondern eher lang und leicht gebogen.
Klaas begann zu schwitzen. Zügig robbte er sich selbst die Unterhose von den Beinen.
‚Fuck du bist noch heißer.‘, tippte er umständlich mit einer Hand in den Chat, rieb sich selbst schneller, und machte geistesgegenwärtig auch davon ein Foto, um seinem Gesprächspartner in nichts nachzustehen. Seine Hand war auf dem Foto etwas verwackelt, weil er nicht extra seine Bewegungen gestoppt hatte, aber wen juckte das schon. Gespannt sendete er das Foto ab, wartete mit angehaltenem Atem auf weitere Nachrichten, doch für einige Minuten blieb es still. Klaas klickte also nochmals auf das Foto des Anderen, begutachtete den relativ schlanken Bauch, bemerkte einen kleinen Leberfleck direkt an der Hüfte, den er jetzt mit seinen Lippen berühren würde, wenn er vor Ort wäre. Fuck. Er verengte seine Faust, fühlte es schon in seinem Innersten brodeln und zuckte tatsächlich kurz zusammen, als eine neue Nachricht einging. Kein Text. Kein Bild. Ein Video.
Zittrig klickte Klaas darauf, hörte gleich darauf ein kurzes abgehaktes Keuchen, welches ihm merkwürdig vertraut vorkam, ohne es je gehört zu haben und dann sah er wie der andere kam. Atemlos, still, aber heftig. Klaas keuchte ebenso, stieß noch einmal in seine Hand, als das Video von vorne zu spielen begann und folgte seinem Chat-Partner stöhnend.

Erschöpft sackte er kurz darauf auf der Couch zusammen. Das Video lief immer noch in Dauerschleife und kraftlos beendete er die Wiedergabe, weil das kurze Keuchen direkt wieder zwischen seine Beine zu schießen drohte.
Atemlos umklammerte er nun das Telefon, konnte nicht fassen, was da eben passiert war und wie krass intensiv und intim es gewesen war, obwohl sie sich nicht mal physisch begegnet waren.
‚Fuck. Fuck. Fuck.‘, tippte er in den Chat, fand sonst keine Worte, konnte nicht mal im Ansatz beschreiben, wie geil das alles gerade für ihn gewesen war.
‚Geb ich so zurück ;)‘ antwortete der Andere, schob dann direkt noch ein ‚Hast das noch nie vorher gemacht, oder?‘ hinterher.
‚Nein nie. Nur Face to Face halt. Nicht so.‘
‚Naja, falls es dir gefallen hat, können wir uns gerne hier adden, dann können wir das nochmal wiederholen. Find dich echt heiß.‘
Klaas schluckte. Er war schon seit Ewigkeiten nicht mehr so intensiv angebaggert worden, aber er hatte Gefallen daran wie der Andere war. Fand es erstaunlich angenehm mit ihm solche Dinge zu schreiben, obwohl sie sich nicht kannten. Vielleicht aber auch gerade, weil sie sich nicht kannten.
‚Sehr gerne und kann ich nur zurückgeben‘, tippte er in den Chat, klickte dann auf das kleine Plus-Zeichnen neben dem Profil des anderen und konnte es kaum erwarten das hier nochmal zu wiederholen.


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tbc
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