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Geschichten aus der  Vergangenheit

von Dribble
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteSci-Fi / P12 / Gen
Cameron John Connor Sarah Connor
07.06.2021
07.06.2021
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07.06.2021 1.256
 
Es ist später Abend. Die letzten Besucher verlassen den Friedhof. Tiere übernehmen den Ort. Die Sonne geht unter. Schlagartig beginnen Vögel aufgeregt zu zwitschern und fliegen eilig davon. Auch Hundegebell aus allen Richtungen ist zu hören. Heftige Erdstöße lassen die Grabsteine und Kreuze zittern. Ein alter Baum kann den Erschütterungen nicht standhalten und kracht auf das Dach eines Mausoleums.

Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung sehen sich den Schaden am nächsten Tag an. Als sie ins Innere treten kommt ihnen Verwesungsgeruch entgegen. Hastig verschließen sie die Türe und hängen ein großes Vorhängeschloss davor. Fluchend fahren sie mit ihrem Pickup davon.

Das Erdbeben war im Sarg zu spüren. Als die Steinbrocken auf den Deckel fielen schaltete sich die Maschine ein. Die Systeme fuhren langsam hoch. Befehle wurden ausgeführt. Als das Diagnoseprogramm erfolgreich abgeschlossen war begann sie die Umgebung zu scannen. Die Handysignale waren für den Computer leicht zu entschlüsseln. Die Maschine durchsuchte das Internet nach Hinweisen auf die Zielperson und allen Spuren nach seinem Verbleib. Da die biologischen Teile seines Körpers in schlechten Zustand war beschloss sie noch weiter im Sarg zu bleiben. Ein Unterprogramm begann mit der Wiederbelebung des Frauenkörpers.

Drei Arbeiter, ein Beamter der Stadt und ein Priester treffen sich vor dem beschädigten Gebäude. Sie öffnen die Türe.  Die Grabkammern werden geöffnet. Mit schweren Hämmern zertrümmern zwei Männer die Stirnplatten. Der Dritte wirft die Brocken in eine Scheibtruhe. Der Offizielle begutachtet die vier Särge und leuchtet s mit einer Taschenlampe ab. Als er damit fertig ist greift er zum Handy und ruft im Büro an: „Hallo, wir müssen die Särge herausholen, zwischenlagern und eventuell reparieren. Walter, bitte schick mir einen Transporter. Ich fahre gleich in die Zentrale und mach den Papierkram.“  Zu den Arbeitern gewandt: „Ihr könnt gleich die Särge hinaustragen und in den Wagen laden. Beginnt gleich mit den Aufräumarbeiten und schließt am Schluss die Türe ab. Später sehen wir uns das Gebäude an.“ Der Priester spricht ein kurzes Gebet und steigt mit in den Wagen ein. Später kommt ein Kleinbus und die Totenkisten werden eingeladen.

Durch das Bewegen und Schaukeln während der Fahrt begannen mehrere Prozesse in mumifizierten Körper. Eine blaue Flüssigkeit wurde durch das ausgetrocknete Fleisch gepumpt. Kurz darauf blitzte Mikrostrom durch das graue Gewebe und kochten die Flüssigkeit. Das Herz begann langsam zu schlagen. Mit jedem Pumpen färbte sich der Saft rot und durchfloss den Körper.

Der Minivan biegt in einen abgesperrten Teil des Friedhofs ein, durchfährt eine Schranke und bleibt kurz neben der Portierloge stehen. Mit einem Nicken winkt ihn der Wächter weiter. Im hinteren Teil der Anlage steht eine Lagerhalle mit Kühlraum und Werkstatt für Reparaturen. Nach Durchziehen seines Ausweises öffnet sich die Schiebetüre und er fährt hinein. An einer Rampe stellt er den Wagen ab und sucht nach einem Transportmittel für die Särge.

Im Dunkel begannen die Augen rot zu leuchten. Der Körper begann die vertrocknete Haut abzustoßen. Auch das ehemals braune Haar fiel aus und darunter bildete sich ein feiner Flaum. Plötzlich wurde der Körper durchgeschüttelt als der Sarg auf den Boden stürzte.

Als der Mann den letzten der Särge aus den Van zieht bricht am Transportgestell ein Rad und die Kiste kracht zu Boden. Der Deckel bricht auf und eine Frauenleiche fällt halb heraus. Mit angewidertem Gesicht schiebt er den Körper zurück. Verärgert geht er hinaus und sucht nach Hilfe.

Die Frau im Sarg erhob sich. Mit ausdrucksloser Mine sah sie sich um. Steif bewegte sich die Gestalt in der Halle und verschwand in einem Nebenraum.

Minuten später kommt der Fahrer mit Verstärkung zurück. Gemeinsam tragen sie die Kiste in den Kühlraum. Nach getaner Arbeit verlässt der Wagen die Halle und nur das Summen der Kühlanlage ist zu hören.

Nach Stunden des Abwartens begann die Frau mit der Erkundung der Räume. In einem kleinen Büro fand sie einen Telefonanschluss und nutzte ihn um sich noch besser im Internet umzusehen. In ihrem Computergehirn wurden die Informationen ausgewertet, gefiltert katalogisiert und wenn nicht wichtig für die Aufgabe gelöscht. Sie achtete genau darauf nicht aufzufallen um ihre Existenz geheim zu halten. Weit nach Mitternacht fand sie im Datenhaufen Informationen über John Connor. Ein Artikel hat berichtet, dass er im Beisein seiner Mutter in Mexico erschossen wurde. Der Täter wurde als Hüne beschrieben und ist danach spurlos verschwunden. Seitdem gab es auch keine weiteren Informationen über Sarah Connor. Da die Zielperson terminiert wurde starteten im Programm neue Protokolle. Ab jetzt musste sie sich tarnen und durfte für die Menschen und Überwachungskameras nicht sichtbar sein.



Eine obdachlose Frau schiebt einen Einkaufswagen mit ihren Habseligkeiten die Straße entlang.  Menschen laufen achtlos an ihr vorbei. Sie kramt im Abfalleimer nach brauchbarem und verstaut das Gefundene im Gitterkorb.

Im Streifenwagen sitzt der Fahrer einen Bürger in der Hand und beobachtet die Szene. Zu seiner Kollegin gewandt: „Sollen wir die Pennerin kontrollieren?“ Sie blickt auf, verzieht das Gesicht und schüttelt angewidert den Kopf „Dafür bin ich nicht Cop geworden“. Über Funk kommt die Nachricht, dass ein Laden in der Nähe überfallen wurde. Das Auto setzt sich in Bewegung und die Lichter blinken auf.

Minuten später erreichen sie den Tatort. Als sie aussteigen sehen sie einen Mann der ein Messer der Verkäuferin an den Hals hält. Ängstlich hält die Frau ihre Hände vor den kugelrunden Bauch um ihr Ungeborenes zu schützen. Die Cops ziehen ihre Waffen. Sie fordern den Mann auf die Geisel frei-zulassen und sich zu ergeben. Vergeblich. Er zieht die Frau noch härter an sich und verwendet sie als Schutzschild. Zwei weitere Streifenwagen stoppen am Ort des Geschehen. Die Uniformierten riegeln die Straße ab. Dabei übersehen sie die gebückte Gestalt die den Einkaufswagen in Richtung des Ladens schiebt. Mit schlürfenden Schritten und dem Rattern der Räder nähert sich die Pennerin. Der Messermann schaut gehetzt auf die Frau, die Cops und der Obdachlosen.



Die Maschine sah die Szene vor dem Schnapsladen. Sie berechnete die Möglichkeiten um der Frau aus ihrer misslichen Lage zu helfen. Da sie keinen der Anwesenden terminieren durfte entschied sie sich den Mann nur zu verletzen. In ihrer Tarnung hob sie den Einkaufswagen und bewegte sich aus der Seitenstraße bevor die Polizei sie abriegelte. Auf den Bürgersteig zog sie die Aufmerksamkeit aller kurz auf sich und schlürfte in Richtung des nächsten Mülleimers. Dort kramte sie darin herum und fand eine halbvolle Bierdose. Die Maschine nahm einen langen Schluck daraus und ging weiter.

 

Dann geht alles unfassbar schnell. Die Cops rufen der Pennerin etwas zu. Sie reagiert nicht darauf. Wie ein Blitz bewegt dich die Obdachlose auf den Messermann zu, ergreift mit einer Hand die Geisel und drückt sie gegen den Verbrecher. Die andere Hand umklammert das Messer und zerbricht es. Mit einer kleinen Bewegung bricht sie den Arm des Mannes. Vorsichtig stellt die Pennerin die Schwangere auf die Beine und wendet sich ab. Die Cops laufen zu dem am Boden liegenden und legen ihm Handschellen an. Als sie sich umsahen steht nur mehr der Einkaufswagen verlassen auf dem Bürgersteig. Die Polizistin hebt die Decke hoch. Er war leer.

Im Polizeirevier werden die Bodycams ausgewertet. Auch die Bänder der Überwachungskameras sind angesehen worden. Auf keinem Bild war die Pennerin erkennbar. Die Schwangere, die die Frau kurz gesehen hatte dachte, dass die Retterin wie ihre Großmutter ausgesehen hat. Der Polizeipsychologe stellt bei Andrea Young, der Geisel posttraumatische Belastungsstörung durch das Erlebte fest. Die Cops glaubten ihr nicht……

Eine Frau in Marineuniform durchschritt die Kontrollen des LAX. Sie stieg in ein Flugzeug nach Hawaii. In der Economy Klasse nahm sie neben einem jungen Paar Platz. Freundlich stellten sie sich als das Ehepaar Reese vor. Sie antwortete: „Mein Name ist Cameron, Cameron Mitchel.“
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