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Gefangen

von Mindy
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Andrew Underhill Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Lorenzo Rey Magnus Bane
06.06.2021
25.11.2021
20
79.167
32
Alle Kapitel
237 Reviews
Dieses Kapitel
14 Reviews
 
21.06.2021 2.578
 
Hi zusammen,
ich bin ehrlich, es ist sogar zum Posten zu warm, aber wenn ihr ebenso wie ich heute was zum Stressabbau nötig habt, dachte ich, ich versorge euch mal zum Wochenanfang mit eurer Dröhnung^^ Vielleicht kühlt der Ausflug nach Occid uns ja ab???
Viel Spaß!

PS: Danke für alle, die bei dem Geschmeinschaftsprojekt von MellieBane und mir schon vorbei gesehen haben: „Die Reyhill Schriftrollen“. Weitere Gäste sind gerne gesehen^^

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Vielleicht konnte er demnächst noch einmal mit Lorenzo darüber reden nach einem Weg zu suchen, um Alec vielleicht doch irgendwie aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Er wusste, dass zumindest Jace und Clary trotz Verbot des Rates weiter nach einer Lösung suchten und auch, wenn sie Lorenzos Hilfe nicht wollten, konnte er vielleicht helfen.
Bei Andrews letzter Nachfrage hatte der Hexenmeister allerdings selbst abwehrend reagiert; er wolle mit diesem Thema nichts mehr zu tun haben. Andrew hoffte jedoch, dass sich seine Haltung dazu änderte, wenn er ihm noch ein wenig Zeit ließ.
,Obwohl Zeit das ist, was Alec vermutlich am wenigsten hat.‘



~*~


Die Zeit in Occid schien stillzustehen, zumindest kam es Alec vor, als wäre er schon Jahre hier gefangen.

Genauso gut könnten es erst wenige Tage sein.

Gedankenverloren drehte er seine Stele in den Händen. Er wusste nicht, wieso er sie überhaupt mitgenommen hatte, denn er konnte hier unten keine Runen aktivieren, doch eine Stele bei sich zu haben war für einen Shadowhunter so selbstverständlich wie für Mundie den Ausweis mitzuführen. Außerdem war sie eine Erinnerung an das Leben, das er verloren hatte.
,Nein, nicht verloren, aufgegeben. Eingetauscht und zwar für einen verdammt guten Zweck.‘

Er würde es wieder tun, also schalt er sich, sich zusammenzureißen.

Unwillkürlich fiel sein Blick auf seinen Ehering, was ihn heftig schlucken ließ.
„Ich hoffe, es geht dir gut, Magnus“, murmelte er gegen das Schmuckstück. „Ich weiß, du denkst nicht an mich, weil du dich nicht mehr an mich erinnerst, aber ich denke an dich. Jeden Tag. Oder jede Stunde, je nachdem, was hier eine Stunde ist…“
Alec nahm sich jedoch immer beim Schlafengehen Zeit, sich seinen Ehemann in allen Einzelheiten vorzustellen, damit er ihn nicht vergaß: Sein Haar, das meistens so intensiv nach oben gestylt war, dass es einem Orkan standhalten könnte, die weichen Hände, die er perfekt mit seinen umschließen und halten konnte; die geübten Lippen, die so viel Zeit damit verbracht hatten, die Konturen all seiner Runen nachzufahren, immer in Begleitung dieses unwiderstehlichen Duftes nach Sandelholz…
Alec schluckte erneut hart und küsste den Ring, ehe er sich energisch von seinem Bett erhob.
„Das reicht, Lightwood-Bane, genug Zeit mit Selbstmitleid verbracht.“

Er hatte angenommen, Asmodeus würde ihn töten, wenn er erfuhr, dass Magnus nicht auftauchen würde, doch so war es nicht gekommen. Er lebte und er war ein Shadowhunter – Alec würde nicht den Rest seiner Existenz als Asmodeus‘ Haustier verbringen.
Vielleicht gab es eine Chance, den Pakt zu lösen, von hier zu entkommen oder zumindest anderweitig Informationen zu sammeln, die er dem Institut zukommen lassen könnte.
Nie waren sie Dämonen in ihrer natürlichen Umgebung so nahe gewesen – das war möglicherweise eine Chance, die Alec sinnvoll nutzen konnte.

Seinen Bogen und Köcher hätte Asmodeus ihm sicher nicht zu behalten gestattet, daher hatte Alec gar nicht erst versucht, diese mitzubringen, dennoch fehlte ihm seine Waffe, als er sein Zimmer verließ und erneut systematisch begann, die Räume des Gemäuers zu untersuchen. Er wollte versuchen, diese Energiebarriere zu überwinden, dafür brauchte er jedoch eine Waffe.
Nachdem er sich eine Weile umgesehen und vergeblich versucht hatte, einige der verschlossenen Türen mit Schultern und Beinen aufzubrechen, entschied Alec, die Taktik zu ändern.
Mit einem gezielten Tritt gelang es ihm, einen der gusseisernen Kerzenständer an der Wand abzubrechen. Nach einigem Schärfen am Boden, war das Ende nun gefährlich spitz.
Alle Leuchter hier waren schwarz, mit gewirbeltem Rankenmuster, wie man sie wohl eher in vornehmen Landhäusern vermuten würde, doch Alec konnte den Wirbel gut als Griff nutzen. Generell bevorzugte Asmodeus offenkundig eine kühle, aber stilvolle Einrichtung. Anders als bei ihnen Zuhause, wo aus jedem Raum Wärme sprach.
,Magnus hat manchmal Sorge, er könnte zu sehr sein wie sein Vater, dabei unterscheiden sie sich in einfach allem‘, dachte Alec, während er in den Speisesaal – er weigerte sich, diesen Raum als Thronsaal zu bezeichnen – lief. Dort schnappte er sich Messer und Gabel vom Tisch. Sie waren weder besonders scharf noch lang, aber aus Silber, zumindest besser als nichts.

Als nächstes marschierte Alec zur Vordertür.

Wenn er Recht hatte und die Rune es war, die ihm nur einen bestimmten Radius zu gehen gestattete, hatte er ein Problem. Er könnte versuchen, sie zu beschädigen oder wegzuschneiden, doch dann würde er vermutlich sterben, weil die giftigen Dämpfe ihn töten würden.
,Vielleicht kann ich mich entfernen, wenn ich mich genug anstrenge.‘

Was hatte er schon zu verlieren?

Sicher, sein Leben, doch alles andere – seine Familie, Freunde, sein Zuhause und die Liebe seines Lebens – hatte er schon verloren.

Sein Leben erschien ihm nicht mehr besonders wichtig im direkten Vergleich.

Also hob Alec den schwarzen Kerzenleuchter und rammte das spitze Ende hart gegen das schmiedeeiserne Schloss. Dies wiederholte er so lange, bis es laut klirrend zu Boden fiel.
Wehmütig dachte er an das Schloss von Magnus und sich in New York, doch eilig zwang er seine Gedanken wieder dazu, sich auf das Jetzt zu konzentrieren.
Mit entschlossener Miene öffnete er einen Flügel der Tür, der langsam und knarrend nach Innen aufschwang.
Alec konnte die Magie, die auf dem Gebäude lag, deutlich spüren, wie ein Flimmern in der Luft, das nach ihm zu greifen schien. Dennoch stemmte er sich dagegen, um aus dem Tor zu treten – und wäre fast gestolpert, als er die Energiebarriere wirklich überwand.
Verwunderte drehte er sich um, doch die Rune auf seiner Brust war nur etwas wärmer geworden, kein Vergleich zu dem Brennen, das er bei seinen früheren Fluchtversuchen verspürt hatte. Dennoch lief Alec mit höchster Vorsicht weiter, während er sich Schritt für Schritt von Asmodeus‘ Haus entfernte.

Obwohl das dem Grundgedanken einer Hölle widersprach, fröstelte es Alec unter dem schwarzblauen Himmel in der trostlosen Umgebung.

Anfangs versuchte er den Weg zu gehen, den er mit Asmodeus hergekommen war, doch da sich um ihn herum Schwärze mit Gestein abwechselte, gab er dies bald auf und ging stattdessen auf eine Anhöhe zu, um sich einen Überblick zu verschaffen. Auf dem Weg dorthin sah er zum ersten Mal Bäume, die jedoch knochig und hohl schienen, mit Konturen wie grinsende Schädel, die ihn aus der Mitte der Rinde heraus anstarrten.
,Wenn ich im Schloss Pergament finde, kann ich vielleicht eine Feuernachricht schicken.‘ In Edom hatte dies nicht funktioniert, doch dies war eine andere Dimension der Hölle, vielleicht…aber interdimensional?
,Das ist unwahrscheinlich…‘
Alec blieb abrupt stehen, als das Geröll unter seinen Schuhen sich wie Sand zu bewegen begann. Im letzten Moment schaffte er einen Sprung zur Seite, da brach ein langer Stachel aus dem Stein, mühelos, als arbeite er sich durch Watte.
Dem spitzen, gebogenen Stachel folgte ein grauer Kopf ohne Augen, dafür mit großen, dreigliedrigen Kieferklauen, wie man sie von Spinnen oder Skorpionen kannte – wieso nur sahen diese Dinger Spinnen nur immer so ähnlich?
Fauchend und erstaunlich gelenk arbeitete sich ein sehniger Oberkörper mit Extremitäten samt vier Klauen, die als Laufbeine dienten, aus dem Loch. Der Dämon überragte Alec um einen Meter und die breiten Scheren am Ende seiner Arme riefen Alec schmerzlich in Erinnerung, dass er nur mit etwas Besteck und einem abgebrochenen Kerzenleuchter bewaffnet war.
,Kommt mit einem Messer zu einer Schießerei‘, hatte Simon so ein Szenario mal genannt und dabei irgendeinen Mundie-Film zitiert.

Sogar Simon fehlte ihm.

Wieder fauchte der Dämon, begleitet von einem klickenden Geräusch der wetzenden Klauen seines Mundes.
Angespannt bewegte Alec sich im Kreis, wartete auf einen Angriff des Dämons, der diesem Tanz kurz folgte und Alec lauernd anzustarren schien.
„Worauf wartest du?“, murmelte Alec, von den Augenbrauen bis zu den Zehen jede Faser seines Körpers angespannt und bereit zum Kampf.
„Du gehörst hier nicht her, Nephilim“, zischte der Dämon. Sein Stachel zuckte bedenklich.
Nur seinem jahrelangen Training war es zu verdanken, dass Alec nicht völlig überrascht stehen blieb.

Er konnte den Dämon verstehen!

Zuerst hatte er geglaubt, der Dämon hätte zu sprechen begonnen, doch nach wie vor gab er nur zischende, klickende Geräusche von sich.
„Asmodeus hat verboten, dich anzugreifen“, verstand Alec dennoch. „Doch er ist nicht da…er wird es nicht wissen…du bist aus dem Haus, du gehörst mir!“ Kreischend stapfte er über den harten Boden.
Alec ließ den Dämon kommen und wich erst im letzten Moment aus, indem er zur Seite sprang. Der Stachel schoss in seine Richtung, doch Alec duckte sich haarscharf unter ihm weg und warf sich flach auf dem Boden. Die Dämonen beim Kampf um das Martis-Turnier hatten ähnlich ausgesehen, vielleicht hatten sie ähnliche Schwachstellen.*
Die Arme angelegt, rollte Alec sich unter den Dämon, der unruhig fauchte und versuchte, sein Ziel wieder zu fokussieren. Kaum befand sich der grau-schwarze Bauch des Wesens über Alec, holte er mit seiner improvisierten Waffe aus und rammte die Spitze tief in das Dämonenfleisch.
Der Dämon kreischte und bäumte sich aus, wodurch Alec die Waffe aus der Hand gerissen wurde, da sie stecken blieb.
Eilig rollte Alec sich zu einer freien Seite und sprang katzengleich auf die Füße, während der Dämon blutend und kreischend hin und her lief, bis die kantigen Beine einklappten und er liegen blieb.
Irritiert runzelte Alec die Stirn, weil er sich nicht sofort in Staub auflöste.
,Getötete Dämonen kehren in ihre Dimension zurück. Doch was, wenn man sie hier tötet?‘ Waren sie dann endgültig vernichtet und verwesten?
Alec konnte nicht weiter darüber nachdenken, denn plötzlich schloss sich etwas um seinen Brustkorb wie ein Schraubstock und riss ihn von den Füßen. Alec schrie auf, als ein weiterer Dämon, offensichtlich von ihm unbemerkt aus dem Loch gestiegen, ihn mit einer Schere festhielt und auf Höhe seines triefenden Maules hob.
„Fleisch“, zischte er und obwohl er keine Augen hatte, könnte Alec schwören, Gier in seinem Gesicht zu sehen.
„Was fresst ihr…wenn keine Leute hier runter kommen?!“, presste Alec hervor und versuchte die Arme frei zu bekommen, die durch die Klaue an seinen Körper gepresst wurden. Wenn er an das Messer in seiner Tasche kam…

Doch es war unmöglich.

Entsetzt dachte Alec daran, dass dieses widerliche Zischen und Klicken das Letzte sein würde, was er hörte, obwohl er sich immer gewünscht hatte, es würde Magnus‘ Stimme sein.
Die geifernden Klauen näherten sich seinem Gesicht – als plötzlich eine Flamme im Rücken des Dämons einschlug.

Brüllend schleuderte er Alec von sich, der mehrfach über den Boden rollte, sich aber sofort wieder aufrichtete, in Erwartung, dass andere Dämonen dazu gekommen waren, um sich um die Beute zu prügeln.

Stattdessen stand Asmodeus nur wenige Meter entfernt.

In der vornehmen Kleidung – ein samtroter Halbmantel mit goldenen Knöpfen – wirkte er lächerlich deplatziert.
„Ungezogen, alle beide“, sagte er und blickte zu dem Dämon, der sich vor Schmerz krümmte und orientierungslos immer wieder mit zwei Beinen einknickte. „Ich sagte doch, der Nephilim ist tabu.“
„Bitte…!“, röchelte der Dämon.
Es war ein Dämon, doch als er flehte, spürte Alec einen kurzen Stich des Mitleids.
Asmodeus offensichtlich nicht.
Ohne eine Regung schnippte er mit dem Finger und ließ das Wesen unter dessen Kreischen in Flammen aufgehen.
„Mister Lightwood“, sprach er Alec an, was dessen Blick von dem brennenden Körper ablenkte, der sich mehr und mehr in Rauch auflöste. „Sie hatten Lust auf einen Ausflug?“
Missmutig klopfte Alec sich den Dreck von der Kleidung. „Abwechslung ist wichtig.“
Asmodeus‘ Mundwinkel zuckte. Sein Blick wanderte zu dem toten Dämon. „Sie haben einen meiner Diener getötet.“
„Sie eben doch auch. Ohne Gnade, dabei gehört er zu Ihrer Rasse.“
„Er hat mir nicht gehorcht und illoyale Diener sind nutzlos.“ Er trat näher an Alec heran und musterte ihn wieder in einer Weise, dass Alec sich vorkam wie ein schwarzer Käfer auf einer weißen Wand. „Wie konnten Sie ihn töten?“
„Mit einem angespitzten Kerzenleuchter.“ Alec hielt es nicht für klug, sein Glück mit Asmodeus mit zu vielen besserwisserischen Kommentaren auszureizen, obwohl es ihm immer schwerer fiel, seine Verachtung zu verbergen. Doch gerade wollte er ihn in Sicherheit wiegen.
„Wirklich?“ Etwas flackerte in Asmodeus‘ Blick. „Beeindruckend.“
„Vielleicht kommt es noch besser.“ Alec hatte in seiner Tasche nach der Gabel gegriffen – das Messer hatte er beim Angriff leider verloren, wie er gemerkt hatte – und holte kräftig aus, um sie Asmodeus ins Herz zu stoßen.

Es wäre pures Glück, wäre dort sein dämonischer Kern, aber einen Versuch war es Alec wert.

Er kam nicht weit, denn Asmodeus musste nur die Hand heben und Alecs erstarrte inmitten der Attacke.
„Jetzt beleidigen Sie mich aber, Mr. Lightwood“, meinte er mit spöttischem Blick auf die langen Zinken der Gabel.
So sehr Alec sich anstrengte, er konnte die Hand, welche die Gabel fest umklammerte, keinen Zentimeter bewegen.
„Ich gebe zu, ich respektiere den Versuch, doch ich muss Sie lehren, was passiert, wenn man nicht gehorcht.“
Und plötzlich drehte eine unsichtbare Kraft Alecs Hand und führte sie gegen sich selbst. Ohne es verhindern zu können, rammte er sich die Gabel tief in die linke Schulter.
Mit einem Schrei, wieder frei gelassen, ging Alec zu Boden und hielt sich die Wunde.
„Beleidigen?! So, wie Sie mich?“, keuchte Alec wütend. Wie gerne hätte er dieses arrogante Monster getötet, dann müsste Magnus nie wieder Angst vor ihm haben.
„Wie meinen?“
„Sie halten mich zum Narren! Ich habe den Zauber am Schloss nicht durchbrochen, Sie haben mich gehen lassen. Sie wollten, dass ich rauskomme.“ Denn es war viel zu einfach gewesen, dem Radius der Rune plötzlich zu entgehen.
„Ich gebe zu, ich war neugierig“, sagte Asmodeus und schien besänftigt von Alecs schneller Auffassungsgabe. „Doch ich rechnete nicht damit, dass Sie sich so weit hinauswagen würden, immerhin sind Sie hier eine wandelnde Zielscheibe. Ich gebe Ihnen künftig etwas Bewegungsspielraum, wenn es Sie so sehr danach verlangt, aber bleiben Sie in der Nähe des Hauses.“
Er trat näher und riss die Gabel aus Alecs Schulter, was diesen aufstöhnen ließ.
„Und hören Sie auf, mein Besteck zu entwenden.“
Grimmig presste Alec seine Hand auf die blutende Wunde und rappelte sich auf. „Sie klingen ja fast besorgt“, schnarrte er bissig.
„Nun, ich habe Sie für Monate der Planung erhalten, diese Investition will gut verwertet werden.“ Asmodeus drehte sich um und Alec folgte, weil er wusste, dass er keine Wahl hatte.
Asmodeus machte keine Anstalten, seine Wunde zu heilen und Alec würde sich eher die Zunge abbeißen, als danach zu fragen oder es gar anzunehmen.
„Haben Sie den Dämonen deswegen verboten, mich anzugreifen?“
Wieder zuckte Verblüffung in Asmodeus‘ Gesicht auf. „Woher wissen Sie das?“
„Ist das wichtig?“
„Es ist interessant.“ Asmodeus wiegte den Kopf. „Vielleicht tat ich es, weil Sie mein Schwiegersohn sind. In gewisser Weise gehören Sie zur Familie und Familie ist mir wichtig, wie Sie wissen.“
Der Dämon sah wohl an Alecs herablassender Miene, dass er keine Silbe glaubte, denn er rollte die Augen. „Abgesehen davon haben die Nephilim viele meiner Diener getötet, mehrfach. Es wäre ihnen ein Fest, einen Nephilim ausweiden und fressen zu können. Sie haben Feinde hier, Mr. Lightwood. Jedes einzelne Wesen in dieser Dimension will Ihren qualvollen Tod – mit Ausnahme von mir. Vielleicht sollten Sie anfangen, mich als Freund, wenn schon nicht als Schwiegervater zu betrachten.“

Bevor es so weit kam – dachte Alec ironischerweise – würde im wahrsten Sinne des Wortes eher die Hölle zufrieren.

~*~


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Eine Ration Kekse für den, der das Filmzitat von Simon richtig einordnen kann^^°
Und eine kalte Limo, der sich erinnern kann, wieso das mit der Gabel gleich nochmal etwas witziger ist XD
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