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Gefangen

von Mindy
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Andrew Underhill Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Lorenzo Rey Magnus Bane
06.06.2021
25.11.2021
20
79.180
27
Alle Kapitel
203 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
25.11.2021 2.635
 
Hallo miteinander,
willkommen zum letzten Kapitel. Wahnsinn, wie lange die FF jetzt wieder lief und es freut mich, dass so viele von euch sich begeistern konnten und ihre Gedanken mit mir geteilt haben. Ihr haltet das Fandom am Leben :-)
Ich hoffe, die Kapitel haben euch ab und an aus dem Alltag geholt und euch ein paar Minuten des Lächelns oder Mitfieberns geschenkt.

Auch hiermit viel Spaß, danke für alle Arten der Anteilnahme und vielleicht liest man sich beim nächsten Mal wieder!

Ganz viel Liebe und Kekse,

eure Mindy


PS: Jetzt kommt endlich, worauf ihr schon seit "Pakt mit dem Teufel" wartet - ich habe es nicht vergessen XD
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~*~


Seit der Parabataizeremonie von Izzy und Clary waren drei Tage vergangen und wie Magnus ihm angedroht hatte, musste Alec sich um den gesamten Haushalt kümmern.
Das machte ihm nichts aus, nach der dunklen Zeit in Occid war es geradezu ein Segen, Geschirr spülen oder Teppiche saugen zu können, solange er ab und an auf ihren Balkon heraustreten und das Gesicht in die Sonne strecken konnte.

Magnus‘ Phasen des Schweigens hingegen belasteten ihn mehr.

Noch nie hatte Alec mit so etwas besonders gut umgehen können.
Im Streiten war er zwar ebenfalls nicht gut, denn in seiner Familie wurden Streitigkeiten entweder mit einem Trainingskampf beendet oder man schwieg sie tot und machte einfach weiter, aber alles wäre Alec lieber gewesen als die nicht bösartige, aber spürbare Zurückweisung seines Ehemannes.
Doch Alec wusste wohl, dass es viel schlimmer hätte kommen können.
Nicht jeder wäre bereit, das, was Alec getan hatte, überhaupt zu verzeihen. Er wollte geduldig sein und Magnus die Zeit geben, die er brauchte, um all das zu verarbeiten, an das er sich immerhin erst seit Kurzem wieder erinnerte.
Zudem klagte er öfter über Kopfschmerzen, wohl bedingt durch die Entnahme und Rückführung der Erinnerungen, was Alecs Schuldgefühle verstärkte.
Trotzdem war er nach wie vor überzeugt, dass seine Entscheidung damals richtig gewesen war und er hoffte, dass Magnus das mit der Zeit ebenso sehen würde.

Allerdings hatte Alec entschieden, heute einen Versuch zu machen, diesen Prozess zu beschleunigen.
„Toby grüßt dich herzlich“, sagte Alec, als er das lange Telefonat mit dem Kind beendet hatte. Er hatte ihm gefehlt und es war berührend, dass es umgekehrt offenbar genauso gewesen war. Magnus, der am Esstisch saß, nickte.
Er las gerade in einem Buch und strich dabei ab und an über die Furche im Holz, die von einer von Alecs vergeblichen Spinnenjagden herrührte, wie er jetzt wieder wusste. „Ich hoffe, du hast ihn zurück gegrüßt.“
Der Hexenmeister hielt nicht durch, Alec konsequent zu ignorieren – wie sollte man das bitte tun, wenn man eine Person so sehr liebte?
Schon die kühle Fassade der Zurückhaltung aufrechtzuerhalten und Alec nicht ständig am Shirt zu sich zu ziehen, während der sich beim Putzen streckte oder bückte, glich furchtbarer Folter!
„Natürlich habe ich das. Er freut sich, wenn wir ihn wieder besuchen kommen. Und er sagte, dass er jetzt bereit sei, weiter zu machen, jetzt, da du wieder vollständig seist.“
Alec setzte sich vor Magnus an den Tisch, der jedoch den Blick weiter stur in sein Buch heftete. „Womit weiter machen?“
„Hm, vielleicht kann ich mich nicht daran erinnern“, stichelte Magnus spitz, woraufhin Alec das Gesicht verzog.
Von ihrem Streit über das Seelenschwert wusste er, dass Magnus durchaus verletzend sein konnte, wenn er wütend genug war und es wollte, aber wirklich gestritten hatten sie sich in ihrer Ehe nur einmal; nachdem Alec Clarys Brief und die Rune gefunden hatte, die Magnus vor ihm versteckt hatte*.
Er hatte seinem Ehemann – der seine Tat ebenfalls damit begründet hatte, ihn nur schützen zu wollen – verziehen, doch damit würde Alec nicht argumentieren.

Stattdessen würde er Magnus mit seinen eigenen Waffen schlagen.

„Es gibt da auch etwas, das ich fast vergessen hatte. Zum Glück ist Catarina mit ihrer Arbeit in beide Richtungen gründlich.“
Ohne Magnus aus den Augen zu lassen, zog Alec einen Umschlag von feiner silberner Farbe aus der Tasche, den er bei seinen Sachen gefunden hatte. Obwohl Magnus den Blick nicht hob, konnte Alec an seinem leichten Zusammenzucken erkennen, dass er wusste, worum es sich handelte.
Betont langsam holte Alec die mit Glitzer überzogene Karte heraus, entfaltete sie und schob sie über den Tisch zu Magnus.
In fein geschwungenen Lettern von Magnus‘ Handschrift standen darin die Worte Gutschein für ein Mal Mist bauen.
„Falls du dich nicht erinnerst, du hast mir diesen Gutscheint zum Geburtstag geschenkt“, sagte Alec, weil Magnus noch immer nicht reagierte.
„Wirklich witzig.“ Die dunklen Augen des Hexenmeisters richteten sich endlich auf den Gutschein, ehe sie sich düster auf Alecs Gesicht legten, aus dem Nervosität und Hoffnung gleichermaßen sprach.
Magnus klappte in einer dramatischen Geste das Buch zu, in dem er gehofft hatte, etwas über die Rune seines Vaters zu finden, und schnaubte so tief, dass jeder Werwolf beeindruckt gewesen wäre.
„Das ist hinterhältig und zutiefst ungerecht von dir, das ist dir hoffentlich bewusst?“
Leidvoll zog Alec die Schultern hoch. „War das Geschenk nicht für so etwas gedacht? Wenn ich einen schlimmen Fehler mache?“
„Ich dachte dabei eher daran, dass du Kaffee über mein Lieblingshemd schüttest oder bei dem Versuch, eine Spinne zu töten, wieder mal einen Pfeil durch die Wohnung jagst und dabei eines meiner seltenen Bücher erdolchst.“
„…tja, du weißt, wenn ich Fehler mache, dann gleich sehr große.“
Nervös fuhr Alec, dessen Wangen eine aparte Röte zierte, mit der Zungenspitze über seine Lippen und es machte Magnus fast wahnsinnig.
„Wahre Worte“, brummte er unwirsch, ließ jedoch zu, dass Alec über den Tisch seine Hand mit beiden Händen ergriff und sie festhielt.
„Magnus, es tut mir wirklich leid, dass ich dich so verletzt habe. Du lagst im Sterben und ich wusste mir nicht anders zu helfen. Du hast jedes Recht, wütend auf mich zu sein und ich werde es akzeptieren und auf dich warten, solange es dauert. Ich habe in den letzten Wochen ein Leben ohne dich gelebt und ich bin jeden Tag ein wenig mehr gestorben – ich kann ohne dich überleben, aber nicht leben.“
„…“ Das wurde ja immer ungerechter: Wie sollte Magnus hier des Prinzips wegen weiter wütend sein, wenn Alec ihm derart sein Herz zu Füßen legte?
„Folgendes haben wir aus dieser Sache gelernt“, sagte Magnus und nahm den Gutschein mit der anderen Hand auf. Er warf ihn in die Luft, wo er von einer kleinen Flamme verschluckt wurde und in einem winzigen Ascheregen auf den Tisch zurückfiel.
„Ich schenke dir nie wieder einen Freifahrtschein für den Unsinn, den du dir in deinem hübschen Kopf zurechtlegst.“
„Und ich verspreche, dass ich nie wieder etwas über deinen Kopf hinweg entscheiden werde“, sagte Alec ernst, woraufhin Magnus gemessen nickte.
„Vergiss dieses Versprechen niemals, Alec.“ Sanft strich Magnus mit den Fingern über Alecs Wange bis zu seinem Haaransatz.

Wie ihm das gefehlt hatte.

Es war erlösend, die Anspannung und die Distanz endlich aufzugeben, um Alec wieder anzusehen und all die Wärme und Liebe zuzulassen, die intensiver und schneller durch Magnus rauschte als sein Blut.
„Ich werde dich nicht mehr enttäuschen“, sagte Alec feierlich und schmiegte sich erleichtert gegen Magnus‘ Hand.

Das Telefonklingeln unterbrach den intimen Moment und sie lösten sich voneinander.

„Wenn das einmal wieder Jace ist, portalliere ich ihn in einen Ententeich“, versprach Magnus, bis er auf das Display sah. „Ah, dein Parabatai hat nochmal Glück gehabt. Catarina“, sagte Magnus beim Rangehen. Er schaltete auf Lautsprecher.
„Gut, dass du anrufst, das rettet mich vor der emotionalen Nötigung, der ich hier ausgesetzt werde.“
Magnus“, sagte Alec verlegen-leidend, woraufhin Magnus ihm neckend zuzwinkerte.
//Alec, deine Blutergebnisse sind da und ich…ich habe sie sogar noch einmal im Spirallabyrinth überprüfen lassen, aber ich bin mir jetzt absolut sicher.//
Die Tatsache, dass Catarina überhaupt nicht auf ihr Geplänkel einging, ließ Alec die Stirn runzeln, während Magnus‘ Herz sich sorgenvoll zusammenzog.
„Was ist los? Konntest du herausfinden, wie wir diese Rune entfernen können?“
//Nein, noch nicht, doch ich bin nicht sicher, ob ihr das überhaupt wollt.// Die Hexe schwieg kurz, als suche sie die richtigen Worte. //Von ihr geht eine starke Magie aus, die durch einen Blutzauber genährt wird. Er war wohl Grundlage für die Kreation der Rune. Sie wirkt sich auf Alecs gesamten Organismus aus und scheint sich wie ein Schutzschild um jede einzelne seiner Zellen zu legen.//
„Und das bewirkt was?“, fragte Alec und legte fragend den Kopf schräg. „Habe ich jetzt etwa Dämonenblut in mir?“
//Nein, natürlich nicht. Doch deine Zellen…sie zerfallen durch diesen Schutz nicht mehr. Mit anderen Worten, dein Alterungsprozess hat aufgehört, Alec.//
Alec und Magnus schwiegen und starrten erst sich, dann das Telefon an.
„Bist du sicher?“, fragte Alec und beugte sich näher zu dem Handy. „Ich meine, wie ist das überhaupt möglich?“ Ohne es zu bemerken, hatte er die Hände zu Fäusten geballt.
So viele Gedanken und Gefühle prasselten schlagartig auf ihn ein, dass es sich anfühlte, als hätten Catarinas Worte einen Platzregen in seinem Inneren ausgelöst.
//Asmodeus hat die Rune programmiert, deine Lungen und andere Organe vor den schädlichen Einflüssen Occids zu schützen. Wenn er dich für immer als Geisel halten wollte, um Magnus damit zu erpressen, hatte er gar keine andere Wahl, als deinen Zellverfall ebenfalls mit auf zuhalten. Dafür musste er offenbar Teile seiner Kraft in die Rune übertragen. Das, was uns Hexenwesen unsterblich macht, worüber sich bis heute im Übrigen unzählige Fachleute streiten, ist damit auch auf dich übertragen worden. //
„Aber das ergibt keinen Sinn“, widersprach Magnus hitzig, der bei dieser Erklärung irritierenderweise mit Gefühlen von Freude und Furcht gleichermaßen konfrontiert wurde, worüber er in diesem Moment aber nicht nachdenken konnte. „Mein Vater hat den Pakt aufgehoben und Alec gehen lassen. Wieso sollte er ihm eine Rune mit dieser einzigartigen Macht überlassen?“
„Danke dir, Catarina, dass du uns Bescheid gesagt hast“, warf Alec ein. „Bis bald.“
Er legte auf, woraufhin Magnus auffuhr und ihn irritiert ansah. „Alec! Was soll das?!“
„Es ist ein Geschenk, Magnus!“, sagte Alec mit leuchtenden Augen und hob in blanker Freude die Hände.
Anfangs war es nur ein Verdacht gewesen, eine vage Hoffnung, doch nachdem er Catarinas Erläuterungen gehört hatte, war er absolut sicher.
Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und es fiel ihm schwer, das Glücksgefühl, das durch seinen Körper rauschte wie eine Droge, zu unterdrücken, um einigermaßen ruhig zu sprechen: „Kurz bevor er mich durch das Portal geschickt hat, hat Asmodeus mir das gesagt: Ich bin sicher, Sie werden mein Geschenk zu schätzen wissen. Ich dachte erst, er meint damit, dass er mich gehen lässt, doch er hat damit die Rune gemeint. Er hat die Rune nicht vergessen, er hat sie mir absichtlich überlassen, damit sie hier genau diesen Zweck erfüllt – mir ein unendliches Leben zu schenken.“

Ein unendliches Leben.

Wie oft sie über dieses Szenario theorisiert und phantasiert hatten, alle Wege dorthin aber letztlich hatten verwerfen müssen. Nun lag er vor ihnen – gangbar, ohne Hindernisse, ohne Opfer, völlig unverhofft.
Der Weg in eine verheißungsvolle Zukunft für sie beide, deren Ende unbestimmt war und nicht zu dem führte, was Alec sich in seinen schlimmsten Alpträumen so oft vorgestellt hatte:
Er, als alter, seniler Greis an Magnus‘ Seite, der ihn zwar noch liebte, aber für den Alec kein Partner mehr sein konnte und der ihn schließlich ebenso verlassen würde wie alle anderen seiner Lieben es getan hatten.
„Alexander“, sagte Magnus nun eine Spur sanfter, weil sein Ehemann solch einen Unsinn redete, er ihm aber nur allzu deutlich ansah, wie sehr er seine Vermutung glauben wollte.
„Mein Vater gibt niemals, er nimmt nur und wenn er gibt, dann um einen Preis dafür zu fordern, der tausendfach höher ist als das, was er gegeben hat. Dämonen kennen das Konzept des Schenkens nicht.“ Magnus dachte an Petiri, doch auch dieses Geschenk hatte nur dazu dienen sollen, dass Magnus mit der Dämonenkatze Unheil stiftete.**
„Ich weiß, es klingt unglaubwürdig, aber wir haben viel geredet und diese Rune…“, Alec fuhr sich gedankenverloren über die Brust, „sie hat uns auf eine Weise verbunden, die ihn…menschlicher gemacht hat. Als könne er plötzlich besser verstehen, wieso ich dich liebe und dass ich mit dir zusammen bleiben möchte. Du musst nicht so schauen, ich bin mir bewusst, wie sich das anhört.“
Alec seufzte und fuhr sich fahrig über die Augenbraue, als er Magnus‘ kritischen Blick sah.
Es war zum Verzweifeln, weil Alec so überzeugt davon war, dass er Recht hatte, aber nicht wusste, wie er das Magnus begreiflich machen sollte. Vor allem schien er das Wesentliche gar nicht zu verstehen, so geblendet war er von der Verachtung für Asmodeus.
„Glaube mir, Magnus. Dein Vater hatte diesen Nebeneffekt weder geahnt noch beabsichtigt. Niemals hat ein Dämon sich mit einem Nephilim auf diese Weise verbunden und noch dazu so lange – es hat etwas mit ihm gemacht, wie es etwas mit mir gemacht hat. Vielleicht hast du Recht und er hatte Hintergedanken dabei, mir die Rune zu überlassen: Er sagte, er wolle herausfinden, wie unsere Liebe dich stärker macht. Es kann damit zusammenhängen, aber es spielt gar keine Rolle, was er bezwecken will, weil er in Occid ist und hier keine Macht hat. Dennoch profitieren wir davon.“
Freudig griff Alec nach Magnus‘ Händen, weil dieser immer noch so unsicher wirkte und versuchte, einen Sinn hinter all dem zu erkennen.
Irgendetwas Teuflisches musste sein Vater in Schilde führen, etwas, das Magnus wie immer nur noch nicht sehen konnte.
„Magnus, verstehst du denn gar nicht, was das bedeutet?“, fuhr Alec hektisch fort und konnte die Aufregung in seiner Stimme kaum mehr zügeln.
Seine Wangen glühten ebenso wie seine Augen. „Wenn ich nicht mehr altere, dann werde ich nicht sterben. Ich bin jetzt wie du! Ich werde niemals eine Last für dich sein und dich niemals verlassen müssen.“ Er legte die Hände an Magnus‘ Wangen und umfasste innig sein Gesicht. „Wir können für immer zusammen sein.“

Niemals würde er Magnus zwingen müssen, sich um seinen verfallenden Körper und schwindenden Geist zu kümmern.

Niemals würde er Magnus zurücklassen müssen.

Niemals würde Magnus voll Einsamkeit und Trauer verweilen müssen, während ein weiteres geliebtes Wesen von ihm ging.

Niemals würden sie Abschied voneinander nehmen müssen, weil sie aus verschiedenen Welten kamen.

All diese Gedanken gingen Alec und Magnus gleichzeitig durch den Kopf und jetzt traten Magnus Tränen in die Augen.
Er legte seine Hände auf die von Alec und sah in das glückliche Gesicht seines Ehemannes.
Das Herz quoll ihm über vor Liebe, weil Alec sich so freute – nicht, weil Alec keine Falten bekommen oder nicht dem Tode ins Auge würde blicken müssen, sondern weil er daran dachte, die Ewigkeit mit Magnus verbringen und ihm die Qualen des Abschieds ersparen zu können.

So sehr liebte Alec ihn, dass nur das für ihn im Vordergrund stand.

Das wischte die Zweifel an den Absichten seines Vaters wirkungsvoll beiseite.
Vielleicht hatte er sich schlicht vor einer weiteren, vergebenen Hoffnung schützen wollen, denn wenn er jetzt auch nur zu glauben vermochte, Alec könne die Unendlichkeit mit ihm teilen, ihn dann aber doch verlor…doch jetzt sah es so aus, als würde sich ein Wunsch für sie beide erfüllen, den Magnus so sehnlich im Herzen getragen hatte, dass er noch nicht einmal gewagt hatte, ihn jemals laut auszusprechen, so unrealistisch war er gewesen.
„Alexander“, hauchte Magnus und jeder Ton, der von seinen Lippen fiel, drang in Alecs Herz.
Liebevoll drückte er seine Stirn gegen die von Magnus, wie an dem Tag, als er ihm zum ersten Mal seine Liebe gestanden hatte.

Endlich war er nicht länger ein Gefangener seiner Sterblichkeit.

Endlich gab es kein Damoklesschwert mehr, das drohend über ihrer Beziehung hing und jedes Jahr ein Stück tiefer rutschte.

„Ich liebe dich“, kam es leise, aber unendlich hingebungsvoll von Magnus, woraufhin Alecs Daumen seine Wangenknochen streichelten.
„Ich liebe dich auch, Magnus. Für immer.“

Und als sie einander küssten, waren diese Worte zum ersten Mal nicht nur eine romantische Phrase, sondern ein Versprechen, das wahr geworden war.



ENDE

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*Vgl. "Alle Legenden sind wahr...noch immer"
** Vgl. "Dark Magnus"
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