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Eine stürmische Begegnung, oder: Der Tag, an dem Misaki in mein Leben trat

von DerSeb
KurzgeschichteErotik / P18 / MaleSlash
Akihiko Usami Misaki Takahashi
06.06.2021
06.06.2021
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Eine stürmische Begegnung, oder: Der Tag, an dem Misaki in mein Leben trat

In der Schule war ich immer früh mit den Tests fertig. Sie waren meistens zu einfach für mich. Alles was ich tun musste, war schreiben. Ich wusste gar nicht wohin mit den ganzen Ideen in meinem Kopf, also schrieb ich sie einfach auf mein Pult. Was ich dort hinkritzelte, konnte ich später immer noch auf Papier bringen. Zunächst musste ich erstmal die Ideen aus meinem Kopf in die Realität übertragen.
Einige Tage nach der Semesterabschlussprüfung bemerkte ich, dass jemand anderer auf besagtem Pult etwas ergänzt hatte. „Ich mochte den Roman. Könntest du bitte eine Fortsetzung schreiben, falls du Zeit dafür findest? - Takahashi“
Ich wurde rot und konnte kaum glauben, dass es tatsächlich jemand gelesen haben könnte. Es machte mich sehr glücklich zu wissen, dass jemand meine Geschichten mochte. Ich wusste, dass Takahiro Takahashi ein sehr begabter und intelligenter Schüler war, was meine Freude über sein Interesse noch verstärkte.
Als ich beim nächsten mal wieder frühzeitig fertig wurde, schrieb ich eine weitere Geschichte auf Takahiros Pult. Ich hatte eigentlich keine Fortsetzung der ersten Geschichte geplant, aber ich wollte ihn glücklich machen, was mir auf jeden Fall gelang.
Nach der Schule kam Takahiro mit strahlendem Gesicht auf mich zu gelaufen. „Usami! Du bist so talentiert! Es war echt großartig zu lesen!“ Der Glanz in seinen Augen und der aufgeregte Ton in seiner Stimme verrieten mir, dass er es ernst meinte. Ich lächelte innerlich und war froh, dass jemand meine harte Arbeit zu schätzen wusste. In diesem Moment hatte ich mich in ihn verliebt...

Plötzlich riss mich das laute Geräusch einer knallenden Tür aus meinem Traum und zurück in die Realität.
„HEY! WACHEN SIE AUF, SIE PERVERSER SCHUNDAUTOR! WAS ZUR HÖLLE PASSIERT IN DIESEM BUCH?! DAS SIND DOCH SIE UND MEIN GROßER BRUDER!

Was zum Teufel ...? Wer macht denn hier so einen verdammten Lärm? Ach ja, ich hatte Takahiro versprochen, seinem Bruder Nachhilfe für seine Aufnahmeprüfung zu geben. Misaki … ausgerechnet Takahiros kleiner Bruder riss mich aus diesem schönen Traum. Dass man auch nie mal sowas genießen kann! Diese Stimme war an sich schon furchtbar nervtötend, aber wenn er schrie, war es zehnmal schlimmer. Was zum Teufel dachte er sich dabei?! Und wer zur Hölle dringt einfach so in ein fremdes Schlafzimmer ein? Ich war stocksauer.

Dann fiel mir ein, was er meinte. Er fand ein Exemplar von „Romance Belongs in the Student Council Office“. Aikawa-san wollte ein paar von denen rüberbringen, mitsamt einigen Exemplaren meines neuen Romans, „Heights of the Sky, Depths of the Ocean“. Ansonsten hätte er nie wissen können, dass ich dieses Buch auch geschrieben habe, da ich für dessen Veröffentlichung den Künstlernamen Yayoi Akikawa verwendete.

Ich bereute es, dass ich dem Bengel gesagt hatte, er könne sich selbst reinlassen. Ja, ich hatte verschlafen, aber es gehört sich einfach nicht, in fremder Leute Sachen rumzuwühlen und sie unsanft aus ihren süßen Träumen zu wecken. Hat ihm Takahiro denn überhaupt keine Manieren beigebracht?

Ich raffte mich auf und wandte mich ihm zu, wobei ich mir Mühe gab, ihm meinen grimmigsten Blick zuzuwerfen. „Du hast es gesehen, oder?“
Auf einmal wirkte er nervös, offenbar beeindruckt von meiner finstren Aura, kehrte aber schnell zu seinem verärgerten Gesichtsausdruck zurück. „Hey! Die beiden Figuren in diesem Pornobuch, das sind doch Sie und mein großer Bruder, nicht wahr?“ Er zeigte demonstrativ auf den Einband des Boys Love-Romans, den er in der Hand hielt. Dann ließ er das Buch achtlos auf den Boden fallen. „Ich wusste es … Sie sind ein Perverser!“
Ich bin ein Perverser? Wie ist der denn drauf? Und er fing erst an, sich in Rage zu reden. „Ich dachte mir schon, dass da was war, als wir uns das erste mal trafen, so wie Sie meinen Bruder festgehalten haben. Und dann sagen Sie, dass Sie mit dem hausgemachten Tonjiru für die Lektionen bezahlt werden wollen. Das ist widerlich! Versuchen Sie nicht, meinen Bruder in Ihre kleine Welt hineinzuziehen!“
Hineinzuziehen? Ist der Junge denn verrückt? Ich ziehe seinen Bruder nirgendwo rein! Das halte ich nicht mehr aus. Noch mehr von diesem Unfug und ich explodiere! Ich stand auf und ging zu ihm rüber, als er gerade seinen Kopf senkte. „Er ist gutmütig und naiv, und Sie nehmen davon einfach die Vorteile gegen seinen Willen, oder?“
Vorteil nehmen? Gegen seinen Willen? Gar nix hab' ich! Dem Bengel werd' ich's zeigen! …
Ich knallte meine Hand gegen die Wand neben seinem Kopf. Dies schien ihn offenbar genug beeindruckt zu haben, dass er endlich Ruhe gab. Wie kann er mir nur vorwerfen, meine wahre Liebe ausnutzen zu wollen?
„Wer tut jetzt was gegen seinen Willen?“, fuhr ich ihn an. Seinen Versuch, eine Antwort zu formulieren, erstickte ich im Keim. „Hat Takahiro gesagt, er wurde ausgenutzt?“ Natürlich hat er das nicht, denn es war ja nicht so.
Der Brünette wirkte sichtbar verängstigt, schaute mir aber trotzdem in die Augen. „N-nein, er hat nicht gesagt, dass... W-wie auch immer, kommen Sie nicht mehr in die Nähe meines Bruders! Suchen Sie sich doch einen anderen Kerl! Ein anderer wird es doch sicher auch tun, oder nicht?“
Da war ich erstaunt. Ein anderer wird es auch tun? Was weiß er denn schon von Liebe? Dem Bengel werd' ich aber eine Lektion erteilen! Entschlossen packte ich ihn am Arm, zerrte ihn auf mein Bett und legte ihn auf den Rücken. Er war nicht etwa verängstigt oder verärgert, eher verwirrt. Er zitterte ein wenig.
„Was zur Hölle weißt du über mich und Takahiro?“, wollte ich wissen. Natürlich wussten weder er noch Takahiro von meiner Zuneigung. Sie waren beide ein wenig verpeilt in dieser Beziehung. Die Verwandtschaft der beiden lag in diesem Punkt also durchaus nahe. „Hey! Lass mich los!“, protestierte Misaki gegen seine eingeengte Position, die ich ihm verschaffte.
Er drehte sich um und wollte der für ihn unangenehmen Situation entkommen, doch ich drückte seinen Kopf aufs Bett. „Jemand anderes wird es auch tun? Du widerst mich an.“ Er rang nach Luft und ich ließ ihn los, schließlich wollte ich ihn ja nicht umbringen – naja, zumindest noch nicht.

Misaki kniete unter mir auf dem Bett und war mir hilflos ausgeliefert. Seine Worte klangen noch immer in meinen Ohren. Vielleicht war er ja eifersüchtig auf seinen Bruder. Vielleicht wollte er auch die Liebe und Zuneigung von Akihiko Usami. Das kann der Bengel haben …
Ich lehnte mich vor und griff ihm mit der linken Hand in den Schritt. Der Junge wehrte sich vehement gegen meinen Vorstoß. „Sie Bastard! Was glauben Sie ...“
Ich hielt ihn am Handgelenk fest und zog ihn an mich heran. Jetzt gab es kein Entkommen mehr. Mit der einen Hand umfasste ich seinen Körper, während ich mit der anderen an der Kordel seines Kapuzenpullis herumspielte. Ich spürte, wie er am ganzen Leib zitterte, und es erregte mich. Ich flüsterte ihm ins Ohr: „Ein Anderer wird es auch tun, richtig? Du hast es selbst gesagt.“ Und im Moment war er der „Andere“, was ihm damit auch klar war. Er erschrak abermals.
Meine Hand wanderte unter seine Kleidung und fuhr ihm über seinen Bauch. Seine Haut war warm und geschmeidig. Er hörte auf, sich gegen meine Berührungen zu wehren. Meine Hand erreichte seine Brust.
„D-das habe ich s-so nicht gemeint...“, protestierte er, halb außer Atem. Er konnte sein Stöhnen kaum verbergen. Meine Finger streichelten über seine Nippel. „Ah-aufhören, Sie Perverser!“, brachte er stöhnend hervor. Doch ich dachte gar nicht daran. Ich genoss es viel zu sehr, und ich wusste, dass Misaki es auch tat. Ich gab ihm einen zärtlichen Kuss auf den Nacken.

Sein ganzer Körper bebte durch die Berührungen. Es war irgendwie süß. Ich ließ die Kordel los und begab mich in tiefere Regionen. Ich umfasste seine Hüfte und arbeitete mich weiter zum Ziel meiner Begierde vor. Meine Hand öffnete geschickt in einem Zug Knopf und Reißverschluss seiner Jeanshose. Ich fuhr ihm seiner Länge entlang über die Unterhose und entlockte ihm ein weiteres Stöhnen, während ich mit meiner anderen Hand sein Kinn streichelte und mit dem Zeigefinger seinen zarten Lippen entlangglitt. Er versuchte vergeblich, mit seiner Hand meinen Arm wegzuziehen. Sein Geist rebellierte noch immer gegen das Eindringen in seine Intimsphäre, aber sein Körper gab sich schon ganz den betörenden Reizen hin.
Dieser Widerstand war jedoch zweck- und aussichtslos und ich beschloss, den rebellischen Geist ein wenig zu reizen. „Wieso schreist du nicht um Hilfe? … Herr Schlechte-Noten-Idiot?“

Misaki wandte sich mir zornig zu: „Wie bitte? Sie Arsch!“. In diesem Moment schlüpfte ich mit meiner Linken in seinen intimsten Bereich und umfasste sein Glied. Er schrie fast vor Erregung und beugte seinen Oberkörper nach vorn. Er krallte die Finger seiner linken Hand ins Bettlaken, während ich seinen rechten Arm hinter seinem Rücken festhielt.
Es war geradezu hinreißend, wie verwundbar er in diesem Moment war. Ich massierte seinen Schaft zunächst langsam auf und ab. Mann, war der Junge empfindlich … jede kleine Berührung meiner Finger entlockte ihm ein Stöhnen und Schaudern. Er versuchte, ruhig zu bleiben, was ihm aber eindeutig nicht gelang. Sein Körper war den vermittelten Reizen schon zu sehr erlegen, als dass er sich dagegen hätte wehren können. Sein lustvolles, sanftes Stöhnen brachte mich richtig in Fahrt.

Ich ließ seinen Arm los und lehnte mich über ihn. Meine freie Hand wanderte wieder unter sein Hemd und streichelte über seine warme Haut, während ich seine Erektion immer schneller bearbeitete. Weiterhin schrie er nicht, noch bat er mich, aufzuhören. Er war so ein Sturkopf! Doch gerade das reizte mich.
„Hmm … du bist niedlich!“, flüsterte ich ihm ins Ohr. Sein Stöhnen wurde lauter und ich wusste, dass er bereits seinen Höhepunkt erreicht hatte. Ich pumpte sein Glied jetzt langsam und gefühlvoll. Ich zog ihm die Vorhaut komplett zurück und rieb über seine entblößte Eichel.
Seine Hand krallte sich fest ins Bettlaken und sein ganzer Körper bebte, als er sich in meine Hand ergoss.
Misaki lag schwer atmend unter mir. Ich leckte seine bittersüße Essenz von meiner feuchten Hand ab. „Das ging ja echt schnell!“, lachte ich. Er hielt noch immer zitternd das Bettlaken fest. Es war zu spüren, dass er mich innerlich umbringen wollte. Ich stand auf und nahm meine Zigaretten vom Nachttisch. Ich zündete mir eine an und nahm einen tiefen Zug. „Ich gehe runter. Komm nach, wenn du bereit bist, dann können wir anfangen.“
Als ich die Treppe hinunterstieg und mein beruhigendes Gift inhalierte, wurde mein Kopf etwas klarer. Ich hatte eben grad den jüngeren Bruder meiner wahren Liebe vergewaltigt. Nein, nicht vergewaltigt … nur zärtlich berührt. Er wollte es doch schließlich auch, oder nicht? Er hatte sich ja nicht dagegen gewehrt. Naja, ein bisschen vielleicht, aber im Grunde hat es ihm gefallen. Von daher war es doch sicher einvernehmlich … nehme ich mal an.
Ich zündete mir eine zweite Zigarette an und dachte mir: „Takahiro … sieht wohl so aus, als würde ich demnächst auch von deinem Bruder träumen.“
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