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Pursuit - Die letzte Jagd

von Yumestar
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Action / P12 / Gen
Escargon Kirby König Nickerchen/King Dedede Meta-Knight Tip/Tiff
05.06.2021
05.06.2021
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Pursuit – Die letzte Jagd

Einleitung

Meta-Knight hatte keine Ahnung, was ihn auf der heutigen Schlosspatrouille erwarten würde, aber er witterte Gefahr.
Sein Gefühl irrte sich nie.

Seine Metallstiefel hinterließen dumpfe Schritte, wo immer er hinging. Das Geräusch erinnerte ihn daran, dass es nie still war; weder im Krieg und schon gar nicht in Friedenszeiten. Irgendwo grollte immer ein Gewittersturm; ein brodelnder Konflikt. Brach er aus, kam die schreiende Explosion: Ein lautstarkes Wortgefecht zwischen zwei Parteien.
Escargoon und King DDD stritten wieder.

Meta-Knight schmunzelte unter seiner eisenschweren Metallmaske. Er drückte sich an die Wand, schlich an dieser entlang zur Thronhallentür. Sein Glück, dass die Holztür einen Spalt weit geöffnet war: Schatten und Stimmen drangen in den Flur.
„Escargoon. Ich… So kann das nicht weitergehen! Ein Jahr ist Kirby schon bei uns und…“ Trommelnde Schritte. Escargoon gurrte wie eine Henne, die am Hals gepackt wurde. "Nichts hat Erfolg, jedes Monster versagt! Diese verdammte Firma schuldet mir Tausende für all diese erbärmlichen Kreaturen, die nichts, aber auch gar nichts geschafft haben!“
Stille. Escargoon hob seine leise Stimme zum Einwand. King DDD teufelte weiter: „Wenn die mir jetzt nicht einen Kracher schicken, werde ich mein Abo…dingens kündigen!“
„Abonnement“, korrigierte Escargoon und das war das erste und letzte Wort, das man von ihm hörte.

Meta-Knight beugte sich vor, um einen besseren Blick auf das zu erhaschen, was als Nächstes käme. Nicht, dass er sich Sorgen um King DDDs eigenwilligen Bestellungen machte – der König war zu dumm und zu pleite, um eines der wirklich gefährlichen Monster zu ergattern – es interessierte ihn bloß. Ein Waddle Dee lief an ihm vorbei, sagte aber nichts.
Meta-Knight kam sich lächerlich vor, dass er hier wie ein neugieriges Schulmädchen lauschte. Vielleicht sollte er sich wieder seiner Patrouille widmen.

Die Lichter blinkten hinter ihm; vertrieben die Schatten im Flur. Mechanische Geräusche, Roboterpiepen und eine zwanghaft-freundliche Kundenservice-Stimme; es war doch immer dasselbe. King DDD schimpfte und beschwerte sich, es folgten einstudierte Entschuldigungen seitens Nightmare Enterprises, dann das Top-Angebot des Tages. Der König stoppte sein Geschimpfe und lauschte mit Leichtsinn. Meta-Knight drehte sich um und ging.
Das Wort „Pursuit“ ließ ihn erstarren.

Meta-Knight blinzelte, nahm einen konzentrierten Atemzug, dann schüttelte er den Kopf. Nightmare Enterprises würde niemals dieses Monster schicken. Ausgeschlossen. Und doch…
Der Name fiel ein weiteres Mal; laut und donnernd wie eine Unheilsbotschaft. Meta-Knight spannte sich an, als hätte man einen Pfeil auf ihn – und nur auf ihn – gerichtet. Mit erhobenen Händen drehte er sich um und ließ sie fallen, als da doch niemand eine Waffe auf ihn gerichtet hatte. Die Dunkelheit war in die Thronhalle zurückgekehrt.
Es war zum ersten Mal still.
Eine schmerzvolle und zerreißende Stille.

Erst nach einigen Schleichschritten von der Thronhalle weg traute Meta-Knight sich, zu rennen. Seine Füße schwebten förmlich; nur das Metall holte ihn immer wieder zum Boden zurück. Er trat fest auf. Das dabei entstehende Geräusch krachte und zerbrach um ihn herum. Die Mittagssonne schien hell, aber die Dunkelheit kam von überall; warf säulenhafte Schatten in den Korridor, färbte Decke und Wand mit einem Düstergrau. Vorhänge fielen: Die Ministerfamilie schützte sich vor der starken Sonnenstrahlung. Irgendwo schrubbten die Waddle Dees die Schatten vom Boden, aber Meta-Knight hörte nur das kratzende Geräusch von unermüdlich arbeitenden Bediensteten.

Pursuit – Es war das undefinierbare Grauen; ein schleichender Schatten, nein, mehr als das: Eine monströse Dunkelheit, die nicht auf die Nacht wartete, um über ihr Ziel herzufallen. Wie viele Minuten blieben Meta-Knight noch? Wie viele Sekunden, Augenblicke, Wimpernschläge?
Zu wenige, beschloss er und hörte nicht auf zu rennen. Seine Hand ruhte auf Galaxias Griff, bereit, es jeden Augenblick zu zücken.
Eine Stimme versuchte ihm einzureden, dass er sich verhörte hatte; dass es schier unmöglich war, dass die unheilvolle Gefahr zu ihm zurückkehrte.
Meta-Knight hörte nur auf sein pochendes Herz und auf seinen Verstand, der ihm sagte, dass Rennen die einzige Option war.

Nein. Meta-Knight bremste scharf ab. Flucht hatte es als Option nie gegeben. Flucht bedeutete, sich feige zu ergeben, während hinter deinem Rücken alle auf Knien kämpften. Er zückte sein Schwert. Die elektrisierte Klinge leuchtete. Das Metall in seiner Hand fühlte sich schwerer an, als klebe eine Verantwortung daran. Er hielt es vor seiner Brust, schärfte seinen Blick.
Für eine verdammt lange Minute geschah nichts.

Dann riss die Tür auf. Ein rosa Puffball sprang aus dem Zimmer, die dicken Ärmchen zum Jubel gehoben, die kindlichen blauen Augen vor Freude zugekniffen. Ein fröhliches „Poyo!“ entkam seinem lächelnden Mund. Meta-Knight steckte sein Schwert weg und verschwand hinter der Ecke.
Bei einem musste er zu langsam gewesen sein, denn eine Mädchenstimme rief nach ihm: „Meta-Knight?“
Er unterdrückte ein Seufzen und huschte aus der Ecke hervor. Tip stand im Türrahmen, eine Hand auf das Holz gelegt, den Kopf wie zu einer Frage geneigt. Ihr Zopf baumelte in ordentlicher Art hinter ihr. Tip schien mit Kirby ausgehen zu wollen.
Er musste sie warnen, und zwar dringend.
Er musste erstmal sein eigenes pochendes Herz beruhigen.

Hallöchen, liebe Leser und Leserinnen!
Dass ich wieder einmal an eine Kirby-Fanfiktion schreibe, verdanke ich Nunni06, die mir bei dieser Kirby-Fanfiktion schreiberisch zur Seite stehen wird. Abwechselnd werden sie und ich bei dieser Geschichte Kapitel hochladen. Den Anfang habe ich gemacht. Mal sehen, was sich Nunni06 für das kommende Kapitel überlegen wird!
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