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Traumskurrilität

Kurzbeschreibung
SammlungHumor, Action / P12 / Gen
05.06.2021
20.07.2021
2
2.591
 
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20.07.2021 850
 
Traum vom 20. Juli 2021


Ich befand mich auf einem Truppenübungsplatz. Dort waren ganz viele Hunde, viele Deutsche Schäferhunde. Doch einer der Hunde stach heraus. Er war nämlich irgendwie ein Bordercolliemix. Damit war sein Fell sehr lang und weich, obwohl er die typische Gesichtsform des Schäferhundes hatte. Allerdings merkte man ihm deutlich an, dass ihm Hütehundgene innewohnten. Denn er konnte einfach nicht stillhalten. Raja war sein Name.

Ich machte einige Übungen mit den anderen Hunden und dann war endlich Raja dran. Er machte ein bisschen Quatsch aber dann besann er sich auf seine Aufgabe, bis ich ihn scharf ermahnte. Schließlich büxte er jedoch wieder aus und lief zu seiner Lieblingsübung, dem Roller. Ich wusste nicht, wie er es machte, allerdings konnte er mit dem Ding fahren. Überall. Mit einem City-Roller. Auf zwei Rädern!

Die Szene wechselte leicht, denn ich sah plötzlich ein riesiges Tor neben uns aufragen. Dann fiel auch schon der Startschuss. Vollkommen verwirrt rannte ich los. Dann stoppte ich, drehte mich zu Rajas Besitzern um und fragte: „Er kann damit wirklich fahren?“, und zeigte auf den City-Roller. Diese nickten und ich schnappte ihn mir und nahm auch Raja mit. Auf der Fußfläche des Rollers war irgendeine Vorrichtung angebaut, die weiß-der-Geier-was machte. Ich konnte Rajas ärgerliche Stimme in meinem Kopf förmlich hören: „Das macht die Fläche nur kleiner.“

Dennoch nahm er den Roller an und rollerte neben mir her. Auch die andere Hunde wurden jetzt von ihren Leinen gelassen und mischten sich unter die anderen Teilnehmenden, die allerdings schon fast hinter der Wüstendüne verschwunden waren. Schnell hetzten wir hinterher und mit einer Hand hielt – und zog – ich noch den Roller. Ich hatte nämlich nicht all zu viel vertrauen in die Fahrkünste des Hundes. Schweißgebadet kam ich an der Spitze der Düne an. Dort ließ ich den zuvor krampfhaft fest umklammerten Rollergriff los und machte mich an den vorsichtigen Abstieg. Nach einem Blick zurück sah ich Raja sicher auf der Fußplatte des Rollers surfen.

Doch kaum waren wir unten angekommen, schien der Roller vergessen und Raja sprang übermütig um mich herum. Im gleichen Moment gab ich das Zeichen zum Voraus und er wetzte los. Ich fing nun auch wieder an zu laufen, immer der Menge hinterher.
Irgendwann kamen wir an ein Gebäude. Ich konnte inzwischen zur Gruppe aufholen. Wir mussten uns Masken aufsetzen, da es sich um ein Kosmetikgeschäft handelte, und dann auf dem Bauch einen Gang entlang robben. Zwei Mal! Hin, zurück, hin, zurück. Und das mit Maske.

Nachdem das auch irgendwie überwunden war – meinen Traumkörper konnte ich zum Glück nicht spüren, sonst hätte ich mich vielleicht vergraben – gab es etwas zu trinken. Uns wurde angeboten, eine Pause zu machen. Denn eine kleine Seitentür führte in den Keller. Doch ich lehnte ab. Ich hatte keine Zeit! So ging der Lauf weiter. Ich wusste nicht wirklich, was ich tat und welche Hindernisse wir noch zu überwinden hatten, doch schließlich befand ich mich auf der Zielgeraden, als ich endlich wieder bei klarem Bewusstsein in diesem Traum war.

Hinter mir liefen Janni und Merle – zwei Handballfreundinnen. Vor uns tauchte das letzte Hindernis auf. Kalte Gysiere. Fragt mich nicht, woher ich der Überzeugung war, dass sie kalt waren. Denn ich kann es nicht beantworten. Zunächst gab es, wie bei Mario Kart 7 die Rennstrecke mit dem Dino, zwei Reihen leicht versetzte Gysiere, wo immer eine Reihe gerade Unmengen an Wasser spuckte. Das ganze gab es noch einmal, bevor eine Art Walk of Fame kam. Denn die Gysierreihen waren nun senkrecht ausgelegt, sodass es sie nicht zu überwinden galt. Es galt lediglich, zwischen den Reihen auf das Zieltor hinzu zu laufen. Die vordersten Gysiere richteten sich schräg aus, sobald ich sie passiert hatte. Alle anderen blieben gerade.

Hinter mir liefen noch immer Janni und Merle. Janni keuchte: „Hoffentlich machen wir keine zweite Runde!“ Da rannten wir durch das Tor und der Anführer rief den momentanen Stand aus und kündigte im gleichen Atemzug an, dass erst die Hälfte geschafft wäre. Wir liefen also weiter. Ich habe nicht viel von den ersten Hindernissen mitbekommen. Erst als wir wieder in dem Geschäft waren, klärte sich mein Blick. Vielleicht gab es auch einen Zeitsprung dazwischen. Aber ich wusste, dass wir die letzten aus der vorherigen Runde erneut eingeholt hatten.

Jedenfalls nahm ich dieses Mal die Chance auf eine Pause wahr. Denn die zwei Läuferinnen, die hinter mir waren außer Sicht. Ich war erste, also gab es nichts, was gegen eine Pause sprach. Ich öffnete die Tür und stieg die schmale Treppe hinunter. Der Raum war vollgepackt mit Kochutensilien, Ramenzutaten und einem Tresen. Hinter diesem hatten Köche alle Hände voll zu tun, die drängende Kundschaft zu bewirten. Es schien, als könne man sich seine eigenen Ramen hier zusammenstellen. Ich sah vorwiegend Asiaten an den Regalen. Eine hatte die Stäbchen über ihrer Schale gekreuzt und kippte gerade die komplette Flüssigkeit der Suppe weg. Ein anderes Mädchen griff sich eine Packung Nudeln aus dem Regal, riss sie auf und knusperte sie, wie die besten Chips. Mein Blick fiel auf den Preis und ich stockte. 13$?! Das war immens viel. Mit diesem Schock erwachte ich.
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