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Meine Hassliebe zum Chef 2

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie / P16 / Gen
01.06.2021
13.09.2021
15
25.007
1
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
05.06.2021 1.616
 
Leise gingen Nené und Mandy in Alexanders Zimmer. Ihn wieder mal völlig hilflos im Krankenhaus zu sehen, machte Nené sehr traurig. Warum musste er nur immer so leiden? Er war zum Glück wieder zu sich gekommen. Nené setzte sich zu ihm ans Bett und nahm vorsichtig seine Hand. „Wer war denn das Alexander? Konntest du etwas erkennen?" „Nein, der Kerl hatte eine Maske auf. Ich weiß nur das er mich mit einem Motorrad verfolgt hatte. Es war so schrecklich. Mandy wie geht es dir?" Fragte Alexander als er sie auf dem Stuhl sitzen sah. „Du interessierst dich dafür wie es mir geht? Dankeschön Alexander. Aber mir geht's gut. Er hat mich sofort laufen lassen. Er hatte es eindeutig auf dich abgesehen." Antwortete Mandy, ging zu ihm und gab ihm einen Kuss. „Ich bin so froh das du noch lebst. Ich bin sofort zu Nené gelaufen um dir zu helfen. Der Kerl hat mein Handy noch." Alexanders Augen leuchteten das erste mal so richtig. Das freute Nene sehr. Hatte er es endlich begriffen Menschen in sein Leben zu lassen? „Du hast gesagt ich soll dich nicht alleine lassen, möchtest du erstmal bei mir bleiben?" Fragte Nené, auch um ihn besser kennen zu lernen und hoffentlich zu verstehen. „Bist du dir sicher das es eine gute Idee wäre? Denk bitte an Etsuya. Er würde wahrscheinlich ausrasten." Meinte Alexander. „Du kannst auch zu mir kommen wenn du möchtest. Es wäre für dich besser erstmal nicht alleine zu sein." Rief Mandy glücklich. Alexander sah Nené flehend an. Die musste grinsen. „Mandy ich denke das Alexander das bestimmt zu schnell geht. Er sollte in dieser Situation besser die Sicherheit seiner Familie und Freunde genießen. Die Kinder möchten ihren Onkel bestimmt besser kennen lernen." „Woher willst du denn das wissen schlauberger? Er kann doch selber sagen was er möchte. Nichts gegen die Kinder, aber das wäre in seinem Zustand bestimmt nicht sehr förderlich für seine Gesundheit. Es ist mit so kleinen Kindern viel zu laut für ihn und Etsuya dürfte da auch etwas gegen haben. Also was sagst du Alexander? Möchtest du nicht lieber mit zu mir?" „Ich kann dich beruhigen Mandy, Etsuya ist zur Zeit nicht bei mir. Er hat viel zu tun. Und was die Kinder betrifft sind sie wahre Engel und sehr lieb. Ich denke nicht das sie Alexander stören würden." Das hoffte Nene zumindest. Bei Ayane machte sie sich gar keine Gedanken darüber. Sie würde am Anfang sowieso sehr fremdeln. Aber der lebenslustige und aufgeschlossene kleine frechdachs Damian könnte schon eher für ziemliche Unruhe sorgen und ziemlich oft bei Alexander sein sobald er hörte das er da bleiben wird. Aber sobald Nené es ihm in Ruhe erklärt hatte, würde auch Damian sicher verstehen das sein Onkel Ruhe braucht. Gespannt sahen jetzt beide Frauen Alexander an und warteten auf seine Antwort. Der war gerade etwas überfordert. „Es tut mir leid Mandy, aber wir kennen uns ja noch kaum. Ich würde sehr gerne Zeit mit Nené und denn Kindern verbringen." Antwortete er kleinlaut. „Immer werde ich abgewiesen. Bin ich dir nicht gut genug? Warum ziehst du sie mir schon wieder vor?" Rief Mandy ziemlich enttäuscht. Sie tat Nené jetzt irgendwie ziemlich leid. „Mandy, komm bitte mal mit mir mit." Sagte Nené und ging mit ihr vor die Tür. „Es tut mir leid das Alexander nicht zu dir möchte. Aber es würde ihm bestimmt zu schnell gehen. Alex hat alle Menschen von sich gestoßen. Er war gegen alle und jeden. Ich würde mich für euch beide total freuen. Ihr seid ein süßes Pärchen. Aber bis Alexander sich öffnet brauchst du Geduld. Er hatte bisher nichts mit Menschen zu tun. Er nähert sich uns langsam an. Das wird schon werden." „Danke Nene. Du bist so einfühlsam im Gegensatz zu ihm. Ich gehe dann wohl besser wieder. Bis dann." Sagte Mandy und ging. Nené ging wieder zu ihrem Bruder. Würde ihm nochmal ins gewissen reden. Sie würde es schon schaffen ihn umzustimmen. Aber erstmal würde sie die Zeit mit ihm genießen.
Etsuya sah Lydia gespannt an. Wollte sie zu nichts drängen. Hoffte allerdings sehr das sie über Nenés Vater sprechen würde. Sie atmete nochmal tief durch. Überlegte noch kurz. Dann senkte sie denn Blick. „Ich werde erstmal Ihre Fesseln lösen." Sagte sie und Eizan fühlte sich schon viel besser, als Lydia ihm auch noch ein Glas Wasser reichte. Er genoss es richtig. „Was Nenés Vater angeht. Es war keine Liebe im Spiel." Das hatte sich Etsuya schon gedacht. „War es ein one Night stand? Alexander meinte das es in der Klinik damals passiert ist mit einem anderen Patienten." Fragte er. „Nein, es war weder ein one Night stand noch ein anderer Patient." Eizan bemerkte wie sie mit sich rang. Sie hatte Mühe damit weiter zu sprechen. „Es ist doch wohl nicht das was ich meine oder?" Eizan ahnte schlimmes. „Ich denke schon mein Schwiegersohn." Lydia nannte ihn schon Schwiegersohn. Das fühlte sich irgendwie wahnsinnig gut an. Er war irgendwie glücklich. „Es war in der damaligen Klinik. Ich hatte wieder einmal eine Sitzung. Mein Therapeut der sonst immer für mich zuständig ist, war leider krank. So hatte ich denn Termin bei einem Kollegen von ihm. Das war für mich am Anfang auch überhaupt nicht schlimm. Ich verhielt mich in der Sitzung wie immer. Aber irgendwie kam er mir immer näher. Wurde richtig aufdringlich. Ich rutschte von ihm weg. Doch plötzlich hielt er mich fest. Ich habe geschrien. Aber niemand hat mir geholfen. Er ist über mich hergefallen. Wie ein Tier. Ich hatte keine Chance mich zu wehren. So ist schließlich Nené entstanden. Jeder hat gesagt ich soll Nené doch lieber abtreiben. Sie würde mich ja sowieso nur an ihn erinnern. Tatsächlich war es auch so. Ich habe Nené nicht abgetrieben weil ich wusste das mein Kind doch nichts dafür konnte. Fand es sogar irgendwann schön ein weiteres Kind zu bekommen. Auch wenn mich alle nur merkwürdig ansahen wie eine Bakterie. Dann wäre Alexander nicht mehr so alleine. Erst war nach Nenés Geburt auch alles noch in Ordnung. Dann sah ich ihn tatsächlich immer mehr in ihr. Da war dieses kleine winzige Baby. Was nichts dafür konnte. Aber Nené wurde ihm immer ähnlicher. Das war für mich zu dem Zeitpunkt sehr beängstigend gewesen. Ich habe angefangen sie abzulehnen. Hatte irgendwie Angst vor ihr. Das muss Mann sich mal vorstellen. Angst vor einem winzigen Baby. Sie war erst ein paar Tage alt. Ziemlich lächerlich. Jedenfalls durchlebte ich die Folter jeden Tag aufs neue sobald Nene mich mit ihren unschuldigen Augen angesehen hatte. Sie konnte doch gar nichts für die schreckliche Tat ihres Erzeugers. So versuchte ich mich aufzuraffen und mich so gut es ging um die kleine zu kümmern. Aber es war einfach nicht möglich. Ich hatte Angst vor ihr oder davor sie in denn arm zu nehmen. Ich war nicht in der Lage dieses kleine Mädchen zu lieben. Dadurch wurde es richtig schlimm. Immer wenn ich an diese Tat erinnert wurde musste ich zur Flasche greifen. Bis ich überhaupt nicht mehr davon weg kam. Ich begann die Kinder total zu ignorieren. Bis eine aufmerksame Nachbarin sie gerettet hatte. Mittlerweile bin ich ganz froh darüber das sie eingeschritten ist. Nené wäre womöglich sonst Tod. Nachdem ich Nené nicht mehr jeden Tag gesehen habe, ging es mir auch wieder besser. Bis zu dem Tag als ich sie gesehen habe. Mit ihrer kleinen Tochter. Da sind bei mir alle Sicherungen durchgebrannt. Warum durfte sie dieses niedliche Mädchen haben und lieben? Mir war das immer verwehrt gewesen. Ich war eifersüchtig auf meine eigene Tochter. Jetzt schäme ich mich sehr dafür. Die Zeit mit Ayane war wunderschön. Ich habe es sehr genossen. Allerdings würde ich sowas nie wieder machen. Mir ist natürlich bewusst das Nené mich erstmal nicht mehr in die Nähe der Kinder lassen wird. Aber irgendwann möchte ich sehr gerne meine Enkelkinder wieder sehen. Auch wenn ich das nicht alleine darf." „Lydia es ist ja furchtbar was dir passiert ist. Ich kann es auch jetzt viel besser verstehen warum du so warst. Wir werden das alles mit Nené klären. Aber erstmal müssen wir zusehen wie wir hier raus kommen. Es ist gefährlich hier. Wir müssen ganz schnell weg und alles was hier passiert aufdecken." Sagte Eizan panisch. „Aber wir kommen hier nicht raus. Die passen hier ziemlich auf. Das sind keine Pfleger, sondern Soldaten. Die werden uns nie weglassen." Dann hörten sie auch schon das türschloss. Panisch drängte sich Lydia in eine Ecke und zitterte vor Angst. Aber Eizan war nicht mehr gefesselt. Er würde sich wehren und mit Lydia fliehen. Zuerst blieb er ganz ruhig liegen. Ließ sich nichts anmerken. Der Pfleger sah Lydia in der Ecke sitzen. „Los raus hier, du hast genug getan." Schrie er sie an. Schlug ihr brutal gegen denn arm. Das zu sehen war zuviel für Eizan. „Hey, Finger weg von der Frau." Rief er und wollte sich auf denn Pfleger stürzen. Der war allerdings vorbereitet. Erst schlug er auf Eizan der noch immer sehr geschwächt war ein. Dann fesselte er ihn erneut und spritzte ihm etwas. Eizan war augenblicklich wieder weggetreten. Lydia wurde mit Gewalt in ihr Zimmer gezerrt. Jetzt wo sie wusste das sich ihre kleine Tochter um sie sorgte und ihr Freund in Gefahr war, wurde Lydia klar das sie handeln musste und sich nicht mehr ängstlich verkriechen durfte. Sie musste das hier gemeinsam mit ihrem Schwiegersohn beenden.

Nochmal ganz lieben Dank an all meine treu gebliebenen Leser. Es sind zwar leider etwas weniger geworden, aber deswegen nochmal dicken Gruß an die, die mir treu geblieben sind. Ihr seid toll.
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