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Hemlock grove ( Mädchen mit Biss)

GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P16 / Gen
OC (Own Character) Peter Rumancek Roman Godfrey Shelley Godfrey
31.05.2021
05.06.2021
3
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31.05.2021 1.117
 
Roman

Langsam ging ich durch den großen Garten, der sich hinter unserer Villa verbarg spazieren.  Es war dunkel und nur das Licht der Sterne, sowie das in dem Zimmer meiner kleinen Schwester Shelly flammten durch die Nacht. Die eigentlichen roten Rosen sahen in der Nacht aus, wie von schwarzen Pech geküsst. Ich zog an meiner Zigarette und sah dem Rauch dabei zu, wie er sich langsam, wie eine Schlange in die Luft erhob und sich ausbreitete, bis er schließlich verschwand und von der Dunkelheit verschlungen worden ist. Stille war um mich herum, verflucht war dieser Ort! Ich hasste ihn schon immer, seit dem ich ein kleiner Junge war. Niergendswo war ein Auto oder ein Mensch zu hören, nicht einmal ein Vogel gab einen ,,Piep,, von sich. Nur der Wind, der ab und zu die Bäume zum Rauschen brachte, war mal eine nette Abwechslung.  Ich ging die weißen und eigentlich strahlenden Flsstersteine, die durch den Garten führten entlang. Als ich ein merkwürdiges Geräusch hörte, es klang wie ein Lachen und dann ein Flüstern. Leise, aber dennoch verständlich, ich konnte deutlich hören wie die Stimme meinen Namen rufte.  Sie gehörte einer Frau, ich schmiss den letzten Rest der Zigarette weg, hinter einen der Büsche und folgte der Stimme. Immer weiter und weiter, ließ ich mein Elternhaus und den Garten zurück. Die Bäume rasten nur so an mir vorbei und eher ich mich versah, befand ich mich mitten im Wald. Die gerade noch so langweilige Stille, war nun voller Geräusche, hier und dort war mal eine Eule oder ein anderer Vogel zu hören. Der Bach pläscherte nur so entlang und auch sämtliche Tiere, des Waldes konnte ich wahrnehmen.
,,Roman."
Ertönte die Stimme wieder, aber dieses Mal war sie lauter, dass Flüstern verschwand und es klang so, als würde sie vor mir stehen. Ich sah mich um, doch sehen konnte ich niemanden.
,, Wo bist du?"
Rief ich in den Wald hinein. Doch nichts kam zurück, auch das Lachen was angenehm zu hören wa , war verschwunden.  Ich beobachtete jeden Ast, jeden Baum, jede noch so winzige Bewegung. Doch die eines Menschen waren es nie, langsam machte ich mich wieder auf den Weg zum Anwesen, als der Wind an mir mehrere Blütenblätter durch die Luft fliegen ließ. Ich hob meine Hände hoch und streckte sie zu den Blättern aus, die wie kleine Glühwürmchen in der Luft tanzten. Als ich eines der roten Blätter berührte, flogen sie mit einem schnellen Zug voran.
,, Roman."
Da! Da war die Stimme wieder, ich folgte den Blättern, immer tiefer in den Wald hinein. Und plötzlich war es hell, ich sah mich um und erkannte, dass ich auf einer Wiese stand, wo mehrere Wildblumen wuchsen. In der Nähe war ein Spielplatz,  die Schaukel bewegte sich von dem Wind alleine und quitschte dabei.
,, Wer baut hier bitte einen Spielplatz hin?"
Spottete ich vor mir her und ging weiter, durch das Knie hohe Gras. Die Wiese war voller bunter und prächtiger Farben, Schmetterlinge flogen umher und Bienen summten und flogen von Blume zu Blume.
,, Roman? Beeil dich bitte!"
Ertönte die fremde Stimme erneut, dieses Mal etwas hektischer und nicht mehr so ruhig wie am Anfang. Um so schneller ging ich voran, aber es schien so als würde ich nicht vom Fleck kommen.
,, Verdammt! Wo bist du ?"
Nichts, ich befand mich noch immer auf der Wiese. Langsam hatte ich keine Lust mehr und wurde sauer .
,, Ich habe keine Zeit für solche Spiele!"
Zischte ich und schloss genervt  meine Augen dabei. Als ich sie wieder öffnete, stand dort vor mir, plötzlich eine junge blond- weißhaarige Frau. Ihre Augen waren so blau wie das Meer und strahlten, wenn die Sonne auf sie schien. Sie trug ein langes weißes Seidenkleid, wo man hindurch sehen konnte und lief Barfuß. Tattoos und Narben überdeckten ihre blasse Haut, sie streckte ihre Hand nach mir aus und sah mich Lächelnd  an.
Ihre Ausstrahlung ließ meinen Körper kälter werden, als er schon ist und ihn nicht mehr bewegen.
,, Wer bist du?"
Fragte ich sie, obwohl es mir schwer fiel diese Worte aus mir heraus zu bekommen, geschah es dann dennoch endlich.
,, Ich bin eure einzige Chance, hier zu überleben. Ihr braucht mich und ich brauche euch, ich bitte dich. "
Plötzlich verschwand die junge Frau und die schöne Wiese, wurde schwarz. Überall nichts und Dunkelheit, gerade noch war mir kalt, jetzt wurde mir verdammt heiß . Alles drehte sich und langsam aber sicher ging ich zu Boden und schlief ein.
Erschrocken und völlig nass geschwitzt, saß ich in meinem Bett. Ich erkannte die leichten Umrisse meines Zimmers und hörte die Schritte meiner Mutter ,die vor der Tür hin und her lief. Ich deckte mich ab und lief zur Tür, der Boden klebte unter meinen Füßen und der Schweiß lief meinen Körper hinunter. Ich riss die Tür auf und blickte direkt in das Gesicht meiner Alten.
,, Liebling? Was ist denn mit dir? Geht es dir nicht gut? Soll ich den Arzt rufen?"
Fragte sie gleich, eine Frage nach der Anderen. Ich winkte ihr ab und schleppte mich in das Badezimmer, was eine Tür weiter von meinem Zimmer war. Ich ging zum Waschbecken und drehte den Wasserhahn auf, klares, frisches und kaltes Wasser strömte heraus. Ich ließ das Wasser in meine Hände fließen und wusch mir dann mein Gesicht. Ich putze mir die Zähne und kämmte meine Haare zurecht. Ich ging zurück in mein Zimmer und zog mir meinen Anzug an, als ich hörte wie meine Mutter zurück kam.
,, Erzähl mir was los ist!"
Befahl sie zornig und ließ das Weinglas, was sie schon in der Hand hielt in der Hand umher kreisen.
,, Ist das nicht ein bisschen zu früh für Wein?"
Fragte ich sie, mit einer Gegenfrage. Sie lachte leicht und biss sich auf ihre Lippe. Das macht sie immer, wenn ihr etwas nicht passt und jedes Mal, provozierte ich sie damit.
,, Du musst zur Schule."
Meinte sie giftig und ging mit schnellen Schritten hinaus.
,, Und vergiss deine Schwester nicht!"
Ertönte ihre nervige, abgefuckte Stimme durch die Hallen, des Hauses. Ich rückte mir meinen Jacke, des Anzuges zurecht und ging die Treppen hoch, die in das Zimmer meiner jüngeren Schwester führten. Leise klopfte ich an und ging hinein.
,, Guten Morgen, meine Süße, bist du fertig für die Schule?"
Fragte ich sie liebevoll und streichelte ihr über ihren braunen Kopf. Sie nickte mir mit einem aufgedrückten Lächeln zu und stand vom Stuhl, der vor ihrem kleinen Tisch, mit dem Spiegel stand auf. Wenn Shelly sich aufstellte, war sie größer als ich oder jeder Mann. Shelly ist etwas Besonderes und ich liebe sie sehr , sie ist ein ganz wichtiger( Mensch) für mich.
 
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