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Faith makes all things possible, love makes them easy

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Mick Schumacher
31.05.2021
26.07.2021
57
130.674
7
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.07.2021 2.021
 
Mick

Nachdem ich meine Mutter eben nach Hause gefahren hatte, war ich froh wieder zuhause zu sein. Ich war müde, aber sie musste nicht extra ein Taxi nehmen.

Robert saß noch auf dem Sofa, Lana trank noch, weshalb ich mich zu ihnen setzte. Robert war müde, aber irgendwo auch selber schuld. Ich hätte mit allem gerechnet, als ich Robert nicht im Bett vorgefunden hatte, habe eher gedacht er würde auf dem Sofa, oder im Gästezimmer schlafen, aber das die beiden noch hier unten saßen, dass hätte ich nicht gedacht.

Meine Mutter und er verstanden sich auch gut, manchmal zugut. Sie sind oft einer Meinung, was bei Streitigkeiten immer mal dafür sorgte, dass beide gegen mich waren. Ich denke aber, nachdem er mir erzählt hatte worüber sie gesprochen hatten, dass es gut war.

Marcus und Arthur waren wirklich oft für ihn dagewesen, aber er brauchte auch mal eine andere Meinung, oder eine andere Person.

„Außerdem dass ich total ausgehungert bin und du mich endlich mal wieder nehmen sollst." hörte ich ihn, nachdem ich kurze Zeit meine Gedanken sortiert hatte.

„Bitte? Sowas sagst du ihr?" ich blickte ihn erschrocken an. Ja ok, wir waren offen mit dem Thema, auch bei unserer Familie, aber musste sowas sein. Wir hatten gerade ein Baby bekommen, da war es doch normal, dass erstmal Flaute war.

Robert lachte auf, „Entspann dich, nein habe ich nicht." Ich schüttelte meinen Kopf, sah ihm dabei zu, wie er Lana auf denn Bauch drehte und ihren Rücken leicht klopfte.

„Aber es ist Keine doofe Idee, wenn deine Familie ab morgen da ist, vielleicht finden wir ja kurze Zeit für uns." sprach ich heraus.

„Findet Lana nicht, ich dachte die ekeln sich erst in der Pubertät, wenn ihre Eltern sowas tun." Robert hörte sich gequält an, blickte mich Hilfesuchende an.

„Selbst schuld, wenn du dich kein halben Meter bewegen kannst, um das Spucktuch zu nehmen." sagte ich nur trocken, beugte mich dann aber über ihn und griff danach.

Ich wischte Lana über denn Mund und danach Robert über denn Nacken. „Legt euch schon mal hin, ich glaube ich gehe lieber doch noch duschen." sagte er dann dankbar, nachdem ich ihn vom meisten Kötzerchen befreit hatte.

Robert verschwand im Bad, während ich Lana schnell wickelte und sie neben mir in ihr kleines Beistellbettchen legte. Ich glaube sie werden wir nicht so schnell in ihr eigenes Zimmer stecken können. Ana war ja nur eine knappe Woche bei uns, bevor wir gemerkt hatten, dass ihr ihr eigenes Bett und die Ruhe besser tat.

Robert versuchte leise zu sein, als er nach dem duschen denn Raum betrat. Dies war auch ein Unterschied, neben Ana konnte man auch heute noch eine Bombe hochgehen lassen, während man neben Lana bloß nicht zu laut Atmen durfte.

Sie schlief aber bis 8 Uhr durch, Ana war die die uns weckte, als sie zu uns ins Bett kam. Während Robert nochmal Ana dazu animieren wollte, mit ihm eine Runde noch zu schlafen, ging ich nach unten, machte Lana eine Flasche und ließ die Hunde raus.

Ich bereitete das Frühstück vor, machte noch das letzte sauber von gestern und ging dann wieder nach oben. Nachdem ich Lana fertig gemacht hatte, legte ich sie zu Rob und machte denn Fernseher aus, denn er wohl angemacht hatte, damit Ana ihn nicht wach hielt.

„Wir gehen duschen, Oma und Polina kommen später." sagte ich zu Ana, die dann auch sofort mitkam. Wir duschten uns schnell und fingen dann an zu frühstücken, Rob ließ ich noch schlafen.

Er stand erst eine knappe Stunde später auf, war auch ne lange Nacht für ihn, er konnte heute mal denn Mittagsschlaf mit denn Mädels übernehmen. Ich war ihm auch kein bisschen böse, ich fand es toll, dass Mum und er sich so gut verstehen und auch die Zeit vergaßen, wenn sie sprachen.

„Ana! Komm jetzt, Angie muss wirklich raus." rief Rob zu ihr, der schon an der Tür stand. Ich kam gerade aus der Küche, mit einer Flasche für Lana. „Aber ich hab meine Mütze nicht." sagte Ana genervt, Robert hielt sie aber schon die ganze Zeit in der Hand, hatte sie schon bevor er die Leinen, genommen hatte.

„Ich habe dir doch schon dreimal gesagt, dass ich sie habe." murmelte er und setzte sie ihr auf denn Kopf, als sie bei ihm ankam. „Hab ich halt nicht gehört." sagte sie und griff zur Türklinke hoch, um diese zu öffnen. „Bis später." lächelte ich ihn entgegen, gab ihm noch einen Kuss, nachdem er die Augen verdreht hatte und danach das Haus hinter Ana Verließ.

Ich beschäftigte mich mit Lana, schrieb mit einigen Freunden nebenbei und wartete dass die beiden wieder kamen. Ana wollte auf denn Spielplatz, Robert fand es eine gute Idee, um vielleicht etwas wacher zu werden.

Als sie wieder da waren, gingen die drei ins Bett, während ich nochmal unten alles putzte und auch das Gästezimmer für die beiden fertig machte. Das letzte mal hatten hier Marcus und Robert drin geschlafen, während Arthur zu mir hoch kam.

Wir kamen gerade das erste mal aus Deutschland, nachdem wir Lana kennenlernen durften. Ana war wieder mal bei meiner Mutter, andere würden denken, wir schieben sie ab, aber sie wollte oft bei ihr schlafen.

Irgendwann ist unsere Kleine Party, unter uns vier aber doch recht eskaliert. Ich bin nur noch ins Bett, während die anderen weiter getrunken hatten. Marcus und Robert wollten noch Fotos machen, als sie schon im Bett waren, Robert ist aber eingepennt, während der Foto Session.

Arthur hatte kein Platz mehr und dachte sich, dann Tauschen wir mal die Männer. Klingt schlimmer als es war, eigentlich schlief Arthur einfach bei mir und Robert bei Marcus. Ist damals schon immer mal passiert, dass man nach einem Rennen, abends bei einem anderen Fahrer einfach im Bett eingeschlafen war.

Robert war aber gleichzeitig wie Arthur und ich wach und wir hatten uns mit Marcus, der einen Filmriss hatte, dann doch denn Spaß erlaubt, hatten ihm weiß gemacht, er hatte doch denn Partnertausch vorgeschlagen. Als Robert nicht mehr konnte und anfing zu lachen, war Marcus eher weniger begeistert und musste von Arthur erstmal wieder glücklich gemacht werden.

Gefühlt war es dass Bett der Schande, da ich nicht wissen möchte, was zum Beispiel Oscar und seine Freundin, aber auch Gina und Iain, oder Sebastian und Hanna drin veranstaltet hatten, als sie hier mal übernachtet hatten.

Zum Glück hatten wir mehr Bettwäsche als ein Hotel, weil Robert fast jeden zweiten Tag dass Bett neu bezog, irgendwie ein Tick von ihm. Fand ich aber gut, es gibt nichts besseres, als frisch geduscht, in ein sauberes Bett zu gehen. Außerdem versauten Robert und ich unseres auch regelmäßig und bezogen es neu, bevor Ana überhaupt auf die Idee kam, sich dort reinzulegen. Schafften wir nicht immer, aber ich will auch nicht wissen, was meine Eltern getan hatten, bevor ich als Kind, in deren Bett lag.

Ich weckte Robert, als wir nicht mehr so viel Zeit hatten. Zu unserem Erstaunen, störte sich Lana nicht mal dran, dass Ana weinte, weil sie sich denn Kopf am Bett gestoßen hatte, als sie aufgestanden ist.

Robert fuhr direkt los, nachdem Ana sich beruhigt hatte. Ich ging mit ihr in die Küche, fing an zu kochen. Ana durfte auch helfen, schnitt die Kartoffeln durch. Man sah zwar, dass sie es getan hatte, aber es war egal. Sie wollte viel in der Küche helfen, deckte oft denn Tisch, mit ihrem Geschirr.

Robert bekam bei seinem Glück auch immer die Pinken Teller und denn Pinken Becher, bettelte manchmal sogar mit mir zu Taschen, aber wenn Ana dies wollte, musste er damit leben.

Als sie ankamen, begrüßten wir uns erstmal. Robert ging mit seiner Mutter und Ana ins Wohnzimmer. Ich hatte in der Küche noch schnell denn Herd runter gedreht, ging in denn Flur, als Polina von der Toilette kam.

„Komm mal mit." lächelte ich ihr entgegen und ging mit ihr nach oben. Da sie damals schon so glücklich war, als sie Ana kennengelernt hatte, wollte ich ihr irgendwie die Zeit geben, Lana auch alleine das erste mal zu sehen.

„Wir müssen aber leise sein, ok?" sie nickte mir zu, als ich das Schlafzimmer öffnete. „Guck mal auf dem Bett." lächelte ich und sah dann, wie ihre Mundwinkel nach oben gingen. „Seit wann?" fragte sie und trat langsam auf dass Bett zu. „Seit dem 21." lächelte ich und schaute ihr zu, wie sie sich langsam auf das Bett setzte und Lana über die Wange strich.

„Sie ist so wunderschön." flüsterte sie und stand dann auf, umarmte mich. „Ich freue mich so für euch." sagte sie aufgeregt. „Danke." gab ich von mir und drückte sie kurz an mich.

„Nimm sie ruhig, wir gehen dann runter. Sie hat eh bald Hunger." erklärte ich ihr, hatte vorher dass Babyphone ausgeschaltet. Auf dem Weg nach unten, ging Polina ganz vorsichtig, bedacht nicht zu stolpern.

„Wie heißt die kleine?" fragte sie, dass es ein Mädchen ist, sah man ihr heute an. Rob hatte heute doch mal zu Pink gegriffen und ein Outfit ausgesucht, wo auch ein süßes Stirnband dabei war, mit Schleife.

„Svetlana Maria, wir nennen sie aber nur Lana." antwortete ich, hörte dann Roberts Mutter fragen. „Du hast doch keine Schwester." nachdem Ana gesagt hat, dass ihre Schwester noch schlafen würde und man da ein bisschen leiser sein musste.

„Doch hat sie." sagte Polina glücklich, als wir ins Wohnzimmer kamen. Roberts Mutter bewegte sich kein Stück, starrte auf Polina und die kleine. Sie war komplett sprachlos, blickte zwischen Rob und mir hin und her, bekam feuchte Augen, bis sie aufstand und auf die beiden zutrat.

„Ana hat eine Schwester?" es klang wie eine Frage, war es wohl auch da sie es nicht begreifen konnte. Mit Tränen in denn Augen, drehte sie sich zu Robert um, warf ihm ein paar russische Worte an denn kopf, welche sich nicht nett angehört hatten, bevor sie Polina die kleine aus dem Arm nahm und sie, die kleine genauer betrachtet.

Robert schluckte, sah mich kurz mit großen Augen an, während Polina schmunzelte. Ich ging zu ihm rüber, legte meine Arme um ihn. „Was hat sie gesagt?" fragte ich leise. „Sie hat mich gerade knallhart arschloch genannt, weil ich es ihr nicht gesagt habe. Zudem sollte ich mich schämen, sowas ihr nicht zu sagen, gehört sich nicht." murmelte er.

Auch ich musste dann schmunzeln, weil ich echt gedacht hatte meine Mutter wäre schlimmer, wenn sie es erfährt. Einige Minuten sahen wir zu ihr, wie sie leise mit der kleinen sprach.

Sie kam auf uns zu und zog Robert in ihre Arme. „Das war nicht so gemeint mein Liebling." sagte sie immer noch aufgelöst. „Ich weiß." gab er von sich und umarmte sie auch.

Nachdem sie sich von ihm gelöst hatte, blickte sie zu mir. „Ihr seid so eine tolle Familie, ich könnte nicht glücklicher sein, dass mein Sohn dich und die beiden Mäuse hat." sie zog auch mich an sich.

„Hab Hunger." sagte Ana dann, die alles vom Sofa aus beobachtete. „Komm süße, wir sehen mal nach." sagte ich und hielt ihr meine Hand hin.

Ana bekam nach dem Essen noch Geschenke von Roberts Familie, Polina bekam von uns ihr langersehntes MacBook. Sehr viel für sie, aber sie hat es verdient. Sie war so gut in der Schule und wenn sie uns besuchte, half sie wo sie konnte und wenn sie uns nur mal zwei Stunden für uns gab.

Ana wollte unbedingt, dass Polina bei ihr schlief. Da sie ein 0.80x2 Meter Bett bekommen hatte, weil es sinnvoller erschien, war es kein Problem.

Auch die Tage mit denn beiden waren wirklich schön, auch das wir Silvester endlich mal mit ihnen, bei meinen Eltern verbrachten.

Unglaublich, dass Robert und ich schon so lange zusammen waren, wobei es nicht mal lang war dreieinhalb Jahre, aber was in dieser Zeit passiert ist, ist das unglaubliche.

Trotzdem bin ich mir immer noch sicher, dass es das beste Leben ist, welches ich je hätte haben können. Zwei gesunde wundervolle Töchter und ein tollen Ehemann.
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