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Faith makes all things possible, love makes them easy

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Mick Schumacher
31.05.2021
26.07.2021
57
130.674
8
Alle Kapitel
116 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.06.2021 2.691
 
Wow Ich habe mir die nächsten zwei Tage selber Stress geplant, weshalb dieser Tag genutzt wird zum vorschreiben

Trotzdem schon krass, dass ich 24 Tage am Stück, jeden Tag ein Kapitel rausgehauen habe ☺️ knapp 48000 Wörter

Naja ich muss weiter schreiben, weil ich wirklich morgens um 5 das Haus verlasse und um 21:30 wenn alles gut geht erst wieder zuhause bin aber ich kann jetzt schon versichern, dass ich die nächsten 2 Tage was haben werde.


Mick

Wie schnell ich fuhr, wusste ich nicht, es war mir auch egal. Ich musste so schnell es ging zu Robert. Ana war bei Marcus gut aufgehoben, er würde das schon schaffen.

Ich fand keinen Parkplatz, erst nach Minuten langer Suche. Im Krankenhaus kannte ich mich halbwegs aus, da es irgendjemand immer mal schaffte hier zu landen, sei es nur wegen einem geprellten Handgelenk, durch das Training.

An der Anmeldung blieb ich stehen. „Was kann ich für sie tun?" fragte die ältere Frau und sah mich grimmig an. Läuft ja schon mal super, jetzt nur noch hoffen dass sie mir auch Auskunft gibt. „Ich will zu Robert Shwartzman." sagte ich höflich. „Und sie sind?" was eine blöde Kuh.

„Sein Freund!" Gab ich jetzt selber genervt von mir. „Sie gehören nicht zu Familie." gab sie von sich. „Ja ich weiß, wir hatten halt noch nicht die nötige Zeit zu heiraten, sagen sie mir einfach wo er ist. Ich muss nämlich irgendwann auch nach Hause und mich um unsere Tochter kümmern."

Ich bemerkte einen Mann hinter ihr, der alles mitbekam. Er war ein Arzt, zumindest laut Namensschild. „Sagen sie ihm, wo er ihn findet. Sie sind ein paar." sagte er zu der blöden Kuh. „Woher wissen sie das denn?" fragte sie ihn auch bissig.

„Es weiß jeder, der sich für Motorsport interessiert. Also los und über ihr Verhalten sprechen wir nochmal." sie verdrehte die Augen, ich sah den Arzt dankbar an. „Dritte Etage, auf der Intensivstation." kam es gelangweilt von ihr.

Intensivstation? Das klang nicht gut. Mein Magen schnürte sich zu, mir wurde wirklich schlecht und ich bekam wieder Panik. Der Aufzug war langsam, was ich wusste, weshalb ich die Treppen nahm und schnell hoch rannte.

Vor der Station klingelte ich, da nicht jeder einfach rein spazieren durfte. „Ja?" fragte eine etwa mittelaltrige Frau. „Ich muss zu meinem Freund, Robert Shwartzman." sagte ich und blickte sie ängstlich an, da ich immer noch nicht wusste, was los war.

„Ja klar, kommen sie rein, er wartet schon." sagte sie höflich und öffnete die Tür ganz. „Was hat er, also warum liegt er gerade hier?" sie schien meine Angst zu spüren, weshalb sie mich beruhigend ansah.

„Er ist nur zu Beobachtung hier auf der Station, hat eine starke Gehirnerschütterung und eine Platzwunde. Er fragte schon nach ihnen und nach einer Ana. Zudem möchte er nach Hause, weshalb er sehr, wie sagte ich, bockig ist." erzählte sie und mir fiel ein Stein vom Herzen, nicht wegen dem bockigen, das konnte er manchmal gut, eher weil es ‚nur' eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde ist.

„Ana ist unsere Tochter." erklärte ich und bekam ein ehrliches Lächeln von ihr. Sie blieb vor einer Tür stehen, ich konnte Robert schon durch die Scheibe sehen. „Er braucht trotzdem Ruhe." sagte sie noch, bevor sie ging.

„Hey." sagte ich leise, als ich in denn Raum trat. Robert drehte seinen Kopf langsam zu mir und ich sah sofort Tränen in seinen Augen aufsteigen. Schnell lief ich auf ihn zu und setzte mich auf denn Stuhl, der neben dem Bett stand. Ich griff nach seiner Hand, beugte mich zu ihm rüber, weshalb ich nochmal etwas aufstand und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.

„Alles gut mein Schatz." flüsterte ich wieder und sah ihm in die Augen. „Wo ist Ana?" fragte er mit gebrochener stimmt. „Bei Marcus, es ist alles gut mit ihr." antwortete ich und drückt seine Hand etwas mehr. „Oh Gott, stell dir vor, Ich hätte sie getragen." jetzt fing er richtig an zu weinen.

Ich sprach beruhigend auf ihn ein, aber es dauerte bis er sich wieder etwas beruhigte. „Ich habe mich erschrocken...mein Schlüssel ist aus meiner Hand gefallen...dann habe ich die Stufe übersehen." sagte er, damit auch ich wusste wie es passiert ist.

„Es ist passiert, Marcus hat mir auch gesagt, dass du langsam gegangen bist, weil er vor dir war. Es wird schon wieder, du ruhst dich jetzt ein paar Tage aus, wenn du wieder nach Hause darfst pflege ich dich gesund und du kannst die ganze Zeit mit Ana kuscheln." lächelte ich ihn an.

„Ich will nicht hier bleiben, ich will zu Ana, mit dir." sagte er traurig. „Ich weiß, aber es muss sein. Nicht das da doch etwas schlimmeres passiert ist." Robert war aber sauer auf sich, dass ihn sowas passiert ist und wollte nicht akzeptieren hier zu bleiben. Ich musste ihn sogar davon abhalten aufzustehen, er riss sich sogar die Kanüle aus der Hand.

„Schatz! Lass es, du musst hier bleiben. Ich will das auch. Du warst bewusstlos, dass muss beobachtet werden." aus seinem Handrücken blutete es, die Schwester war geschockt als sie kam. Robert fing an zu hyperventilieren, erbrach sich in eine Schale, die die Schwester schnell in der Hand hatte, als sie es merkte. Ich zog ihn einfach erstmal in meine Arme, das er sich etwas beruhigen konnte.

Es kam ein Arzt der von der Schwester gerufen wurde. „Er sagte schon die ganze Zeit, dass er nach Hause geht, wenn sie da sind." kam es von ihm.

So hatte ich ihn noch nie erlebt, er war verzweifelt, verärgert und traurig. Es dauerte lange, bis er sich wieder beruhigt hatte, was wohl aber auch das Schmerzmittel, welches er gerade bekommen hatte, als sie denn Zugang neu legen mussten, verursachte.

Er wollte keinen neuen Zugang, selbst ich musste seine Hand festhalten, damit der Arzt die Chance hatte, die blutende Stelle vom alten, zu versorgen und einen neuen etwas weiter oben im Handrücken zu stechen.

Da er immer noch auf der Bettkante saß, mich an sich gedrückt hatte, war es nicht ganz so gut, dass er schläfrig wurde. „Ich habe ein Beruhigungsmittel gespritzt." erklärte der Arzt, weshalb Robert etwas schwerer wurde. Ich legte ihn wieder zurück ins Bett und deckte ihn zu.

„Schlaf etwas, ich bringe dir morgen Kleidung mit und dann sehen wir weiter." flüsterte ich, als er schon fast eingeschlafen war. „Es tut mir leid, ich liebe dich." flüsterte er noch, bevor er eingeschlafen war.

Ich blieb noch etwas sitzen, strich ihm beruhigend über die Stirn. Ich verstand ihn, Krankenhäuser waren nicht toll und dass er Ana nicht sehen konnte, war das schlimmste, da sie nicht auf eine Intensivstation durfte.

„Bis morgen müssen wir auf jedenfall warten, besser wäre es bis übermorgen." sagte der Arzt zu mir. „Ich verstehe es, er war nur noch nie von unserer Tochter, nachts getrennt." murmelte ich, das bei meinen Eltern konnte man nicht zählen, da war sie im gleichen Haus.

„Das verstehe ich und ich hoffe er morgen auch. Es sieht alles so weit gut aus, wenn morgen früh bei der Visite alles in Ordnung ist, dann verlegen wir ihn auf eine normale Station. Dort kann die kleine dann auch mitkommen." ich nickte verstehend, er erklärte mir nochmal, wie schlimm die Gehirnerschütterung war und dass sie die Platzwunde versorgt hatten.

Ich besorgte auf dem Weg zur Wohnung schnell Pizza und kam dann endlich an. Es war ruhig in der Wohnung, weshalb ich ins Wohnzimmer lief und dann Marcus und Ana fand. „Ist er wach?" fragte Marcus sofort und setzte sich auf. Ana blickte sofort zu mir, weshalb ich auf sie zuging und Ana an mich nahm und feste drückte. „Ja, also jetzt nicht mehr, aber er war wach." sagte ich und setzte mich.

„Mist, die Pizza ist im Flur." murmelte ich und wollte aufstehen, doch Marcus tat es. Er kam mit denn beiden Kartons wieder und stellte sie auf denn Tisch. „Was heißt jetzt nicht mehr?" fragend blickte er mich an. Ich erzählte ihm dann alles.

„Scheiße, Ich hoffe ihm gehts schnell besser." sagte der Neuseeländer und strich Ana über die Wange. „Wie lief es?" fragte ich. „Sie ist echt lieb, ich denke sie war erschrocken, hat viel geweint. Sie hat es gesehen, also wie Robert gestürzt ist, da sie über meine Schulter nach hinten guckte. Ich habe sie versucht zu beruhigen und sie ist eingeschlafen. Meine Mutter hat mir erklärt wie man die richtige Temperatur für die Milch rausbekommt. Also sie lebt noch, weshalb ich denke, ich habe es irgendwie ganz gut hinbekommen." grinste er.

Wir aßen die Pizza gemeinsam, bevor ich ihm anbot zu bleiben, da es recht spät war. Ich rief Roberts Familie an und erklärte ihnen was passiert war. Seine Mutter wollte eigentlich sofort kommen, aber ich sagte ihr dass es nicht allzu schlimm war und er sich morgen melden würde, er aber schlief. Meine Mutter hatte ich es dann auch erzählt und René schrieb ich denn Vorfall.

„Ana sollte ins Bett, sie hat im Moment eh keine gute Zeit." sagte ich und stand dann auf. Als ich sie bettfertig machte, sah ich dass sie wieder etwas erhöhte Temperatur hatte, was am zahnen lag. Sie bekam die nächsten Tage wohl ihren ersten Zahn.

Sie wurde so schnell groß, alle bemerkten, Robert und ich bemerkten es aber hauptsächlich an der Kleidung, die immer kürzer wurde. Ich griff in die Kommode und holte einen Schlafanzug raus, denn sie bis jetzt noch nicht getragen hatte, da er schon eine Nummer größer war, sie passte definitiv nicht mehr in 62.

Ich legte sie ins Bett, Marcus sah ihr beim einschlafen zu, während ich mich damit ablenkte, alles in 62 auszusortieren. Selbst ich hatte Angst vor der Nacht, aber was ist anders außer dass ich wirklich aufstehen musste, wenn Ana wach wurde.

Marcus und ich schauten noch einen Film, bevor ich ihm decke und Kissen brachte. Ich ließ ihn als erstes ins Bad, lüftete in der Zeit noch im Schlafzimmer und zog mich um.

Nachdem ich auch fertig war und mich ins Bett legte, zog ich Roberts Kissen an mich. Ich hatte so Angst, als ich nicht wusste wie es ihm geht und ihn dann so verzweifelt zu sehen, war einfach zu viel. Ich würde es ihm gerne abnehmen, aber es ging nicht.

Ich wälze mich, bekam aber kein Auge zu, weshalb ich aufstand und Ana zu mir holte. Ich war wohl gerade erst eingeschlafen, als sie wach wurde und die Nacht zum Tag machte. Sie weinte, wo ich hoffte, dass sie nur Hunger hatte, aber dies war nicht so, sie trank keinen Schluck.

Ich schob ihre Lippen ein Stück hoch und erblickte die Stelle, an der sich ihr oberer Schneidezahn abbildete. Sie hatte schmerzen, ich versuchte alles mögliche. Sie hatte gekühlte Beißringe, dann eine Salbe, die der Arzt dafür verschrieben hatte, die die Stelle etwas betäuben sollte, aber auch das schlug nicht an. Ich hoffte Marcus wurde nicht wach.

Sie war wirklich bockig und alles andere als ein Engel in dieser Nacht. Sie boxte meine Hand weg, die ich beruhigend an ihrem Köpfchen hatte. Erst gegen 4 Uhr schlief sie erschöpft ein, genauso wie ich.

Als ich wach wurde und auf die Uhr sah, bekam ich ein schlechtes Gewissen. Erstens wegen Marcus, da er hier alleine die Zeit verbringen musste und vor allem wegen Robert, wir hatten einfach 11:30 Uhr. Ana schlief noch friedlich, was ich ihr auch gönnen wollte.

Ich legte Roberts Decke so, dass sie auf der Seite nicht rausfiel, falls sie sich drehte. In der Küche fand ich Marcus, der wohl Frühstück gemacht hat. „Oh scheiße, es tut mir leid, Ana war echt lange wach heute Nacht." sagte ich. „Bin selber erst ne Stunde wach, habe Brötchen geholt, dachte wir können noch was essen, bevor ich fahre und du zu Robert fährst." lächelte er.

Marcus war echt ein toller Freund, hatte Verständnis für solche Situationen und schlief zum Glück auch immer lange. Wir frühstückten, in der Zeit wurde auch Ana wach. Marcus verabschiedete sich und ich packte Klamotten für Robert, bevor ich Ana und mich fertig machte.

Die Babyschale anschnallen war recht kompliziert. Es war einfach immer einfacher, diese ISO fix Station zu benutzen, aber die war in meinem Auto, in der Schweiz, außerdem war Roberts Auto einfach klein, weshalb es die Sache noch schwieriger machte.

Ich hoffte dass Ana kein Problem ergeben würde, aber im Krankenhaus angekommen, bekam ich mit dass er auf einer normalen Station liegen würde. Ich klopfte leise an, es war ein Einzelzimmer, was wirklich gut war. Als ich ein „Ja?" von innen hörte, öffnete ich die Tür und trat hinein.

Robert lag auf dem Bett und sah zu uns herüber. „Tut mir leid, wir haben bis halb zwölf geschlafen, Ana hat Tag mit Nacht verwechselt." entschuldigte ich mich. Ich stellte die Tasche ab und holte Ana heraus. „Alles gut." lächelte er uns an. Ich reichte ihm Ana, die er sofort an sich drückte. Ana lachte ihn an und sah zufrieden aus. „Immerhin lacht sie dich an und boxt dich nicht." grinste ich und bekam einen verwirrten Blick.

„Guck dir ihren Oberkiefer an." sagte ich und setzte mich auf die Bettkante. Er öffnete ihren Mund und strahlte. „Sie hat einen Zahn." auch ich schaute jetzt in ihren Mund. „Der war heute Nacht noch drinnen. Sie hatte schmerzen und ich wusste echt nicht mehr weiter." sprach ich und küsste ihn dann.

„Ich hab geschlafen wie ein Baby." grinste er mich an. „Und das baby garnicht." lachte ich dann und strich über seine Wange. „Wie geht es dir?" fragte ich ihn dann ruhiger. „Ein bisschen Kopfschmerzen, aber soweit in Ordnung. Es tut mir leid, ich weiß nicht was los war." er sah bedrückt zu Ana und strich ihr über denn rücken, da sie mit dem Bauch, auf seinem lag.

„Alles gut, ich kann es verstehen." lächelte ich, drückte sein Kinn nach oben. „Ich muss bis morgen bleiben, wenn es mir nicht schlechter geht, darf ich nach Hause." er klang immer noch traurig drüber, was verständlich war. „Das wird schon werden. Dann legst du dich morgen hin, nimmst Ana mit und ihr könnt denn ganzen Tag Fernseher gucken, während ich euch bediene." lächelte ich.

„Hast du mein Ladekabel mit? Mein Handy war schon fast leer, als wir gestern los wollten und es ist irgendwann aus gegangen." fragend blickte er mich an. Ich ging zur Tasche und zog es heraus.

Robert durfte mit mir zusammen auch nach draußen spazieren, in dem Park des Krankenhauses. Ich trug Ana, der Kinderwagen passt nicht in sein Auto und er wollte sie nicht halten, falls ihm schwindelig wurde.

Bis zum frühen Abend blieben wir, bevor wir nach Hause fuhren. Robert war traurig, aber wusste das es sehr gut aussah, dass er morgen mit durfte. Nachdem ich Ana gefüttert hatte und sie ins Bett gelegt hatte, telefonierte ich noch mit Robert, während ich denn Haushalt machte. Heute Mittag hatte ich alles stehen lassen, damit wir schnell zu ihm kamen.

„Ist Marcus sauer?" fragte er mich, als ich ihm erzählte, dass der Kiwi Frühstück besorgt hatte. „Nein, er hatte Angst um dich, aber das mit Ana hat er super gemacht. Ich wusste dass er es hinbekommt, weshalb ich sofort zu dir bin." lächelte ich.

Ich erkannte dass er müde wurde. „Schlaf mein Schatz, wenn du wach bist dauert es nicht mehr lange und du kannst wieder hierher." wir verabschiedeten uns. Ich machte mir noch schnell eine TK Pizza, die ich vor dem Fernseher aß. Meine Ernährung war ja mal wieder erste Sahne, ich muss unbedingt gucken, dass wir die nächsten Tage besser aßen.

Heute schlief ich sehr schnell ein, war immer noch müde, von der letzten Nacht, auch wenn ich lange geschlafen hatte. Ich hoffte einfach dass Robert morgen nach Hause durfte und ich mich an ihn kuscheln konnte und nicht mit seinem Kissen weiterhin vorlieb nehmen müsste.
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