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Faith makes all things possible, love makes them easy

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Mick Schumacher
31.05.2021
26.07.2021
57
130.674
8
Alle Kapitel
116 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
15.06.2021 2.680
 
Auch bei der vorzeige Familie, läuft nicht alles immer gut

Viel Spaß ❤️


Mick

„Scheiße!!" hörte ich Robert neben mir, der kurz an mir rüttelte und dann aufgesprungen war. Ich öffnete blinzelnd die Augen, griff nach meinem Handy und riss die Augen auf.

8:42 Uhr wir hatten noch eine Stunde und 18 Minuten, bis wir bei Prema sein mussten. Nicht zu schaffen, da es knapp über zwei Stunden Fahrt waren, wenn man gut durch kam.

Ich sprang selber auf, war plötzlich hellwach und rannte ins Bad. Robert stand vor dem Waschbecken und putze wie ein irrer seine Zähne. Mir war gerade alles egal, weshalb ich einfach meine Blase vor ihm entleerte.

Ist ja nicht so, als das wir nicht schon mal, nebeneinander in einem Busch pinkeln waren, nach einer Party. Er spuckte die Zahnpasta aus, wusch denn Mund einmal aus und drehte sich zu mir um.

„Ich mache Ana eben fertig, kannst du die restlichen Sachen zusammen packen?" ich nickte ihm zu, als ich die Spülung betätigte und er verschwand sofort.

Ana hatte eine schlimme Nacht, wobei sie es toll fand, das sie am Ende uns beide um sich hatte. Sie wollte überhaupt nicht schlafen, nicht in ihrem Bett, nicht in unserem, nicht auf dem Sofa und schon garnicht auf dem Arm.


Mit der Zahnbürste lief ich durch die Wohnung, schmiss unsrer Laptops, Ladekabel und andere Kleinigkeiten in denn Rucksack. Als ich damit fertig war, waren meine Zähne auch fertig.

Ich zog mich schnell richtig an, bevor ich in Anas Zimmer ging. „Oh mist." murmelte ich, als ich Robert verzweifelt sah, wie er das meiste so versuchte weg zu bekommen. „Zieh dich an, ich mach schon." sagte ich und bekam einen dankenden Blick.

Gerade jetzt musste sie mal wieder extrem einen in die Windel setzten, wo einfaches Saubermachen nicht reichte. Ana lachte mich an, als ich sie hoch nahm,!ein Handtuch um sie wickelte und ins Bad brachte.

Ich machte das Wasser an, kontrollierte die Temperatur und hoffte dass es schnell etwas voller in der Wanne wurde. Ich ging in die Küche, machte denn Wasserkocher an und füllte Pulver in die Flasche.

Im Bad zurück, legte ich sie langsam hinein, mit einer Hand unter ihr und fing an, sie einmal schnell zu waschen. „Baden? Ernsthaft Mick, wir haben keine Zeit dafür!" hörte ich Robert fluchen. „Aber genau das geht gerade am besten. Mach schon mal die Flasche, Wasser müsste fertig sein."

Sie ist doch schneller sauber, als wenn ich ihr alles mit einem Waschlappen oder so entfernen würde. Ich selber habe mich bei ihr noch nie wirklich geekelt, man gewöhnt sich schon dran, der Geruch ist zwar nicht berauschend, aber es ist natürlich, weshalb es mich nicht störte.

Nachdem sie wieder sauber war und gut roch, oh und wie ich ihren Geruch liebte, trocknete ich sie schnell ab und ging in ihr Zimmer. Ich legte sie ab und griff nach der Creme, Robert kam dazu und hielt die Flasche vor ihr hin.

Sie weinte auch nicht, als ich sie eincremte, fand es wohl ganz spannend, welchen Stress wir hatten. Sie fand es nur nicht lustig, als Robert ihr die Flasche entzog, damit ich ihr denn Strampler überziehen konnte.

Ich nahm sie, als sie fertig war auf denn Arm. Robert zog sich als erstes die Schuhe an, danach nahm er mir Ana ab, damit ich mir meine auch anziehen konnte.

Ich nahm denn Rucksack, öffnete die Tür, dass Robert rausgehen konnte. Er lief nach unten während ich die Tür abschloss. Am Auto angekommen, wollte Robert, dass sie noch ein Bäuerchen machte, wo die Hälfte der Milch, auf seinen Pulli ging.

Er fluchte, setzte Ana aber in ihren Sitz, schnallte sie an und stieg dann ein, setzte sich auf den Beifahrersitz. „Warum immer ich, nie du?!" meckerte er und griff nach einem Taschentuch, was im Handschuhfach war.

„Na klar kriege ich auch mal was ab, nicht nur du." sagte ich und fuhr dann los. „Manchmal glaube ich sie mag dich mehr." grummelt der Russe, was mich lachen ließ.

„Entspann dich jetzt, aber ruf an, dass wir ne knappe Stunde zu spät kommen. Die werden es schon verstehen." sagte ich und bog aus der Straße ab.

Robert war ein anstrengender Beifahrer, warum ich zu 95% fuhr wusste ich auch nicht, aber er überließ es immer mir. „Wenn ich mir Google Maps so ansehe, wohl eher 2 Stunden." sagte er und zeigte auf rote Stellen, auf der Route.

Wir kamen wirklich in einen Stau, der sehr schleppend voran ging. Robert war heute eh genervt, weil ihm der Schlaf fehlte, Ana war bis gerade ruhig, aber fing an zu weinen. „Ich glaub das echt nicht." fluchte er und griff nach hinten um denn Schnuller zu suchen.

Es half aber nicht, sie spuckte ihn aus. „Wir machen es anders." sagte ich. Da wir gerade wieder standen und dieses stehen hier immer ne Minute dauerte, wie die letzten 15 km, schnallte ich mich ab, kletterte zwischen Fahrer und Beifahrersitz nach hinten. Robert verstand und schaffte es auch pünktlich auf dem Fahrersitz zu sitzen.

Seine Müdigkeit hatte sich mit Ana ja wirklich verbessert, aber es gab auch Tage die garnicht gingen. Ich glaube jeder mit Kindern kennt es und da ich nicht wollte, das er verzweifelt wurde, übernahm ich Ana. Wobei seine Laune heute echt unerträglich war.

Sie sah mich mit feuchte Augen an, weinte aber nicht mehr. Normal hatte sie kein Problem damit alleine hinten zu sein, weil sie auch oft einfach schlief, aber heute war wohl alles anders.

Wir hatten am Ende 2,5 Stunden Verspätung, wurde aber akzeptiert, da sie es wegen Ana verstanden. Wir mussten zwar länger bleiben, aber es war kein Problem.

Zwei Videos mussten wir drehen und hatten ein Fotoshooting, bevor wir entlassen wurden und zum Hotel fuhren. Ich kannte dies, es war wirklich recht schön. Als ich noch keine Wohnung in Maranello hatte, schlief ich meistens hier, bevor ich wieder in die Schweiz flog.

Ich hatte mich bewusst für Maranello entschieden, da ich länger an der Academy, als an Prema gebunden sein werde und die zwei Stunden fahrt, waren ohne Kind auch nie ein Problem. Wir fuhren auch mal mit Dino hierher, oder anderen, die bei Prema fuhren, aber in Maranello durch die Academy wohnten.

Das Zimmer war wirklich groß, worauf ich bei der Buchung auch bestanden hatte. Ich legte Ana auf das Bett ab und zog mir Schuhe und Jacke aus, bevor ich ihr Jacke und Mütze auszog.

„Wo ist mein Ladekabel?" fragte Robert, der denn ganzen Rucksack ausgeräumt hatte. „Mist, ich wusste ich habe etwas vergessen." sprach ich als ich denn Koffer öffnete. „Super." grummelt er, was mich die Augen verdrehen ließ.

„Du bist heute verdammt anstrengend." sagte ich und wühlte nach frischer Kleidung für mich. „Ich? Du hast es doch vergessen, genauso wie denn Wecker zu stellen, oder was zu trinken mit zu nehmen für die Fahrt." warf er mir vor. Oh ja, er hatte Durst, aber kurz anhalten und etwas kaufen wollte er auch nicht, was ich nicht verstand.

Ich schüttelte meinen Kopf und griff nach der Kleidung, die ich brauchte. „Was denn, ist doch so." sagte er und sah mich an. „Lass gut sein, ich bin schuld und habe meine Ruhe, ok?!" gab ich jetzt auch lauter und gereizter von mir und ging ins Bad.

„Wenn du deine Ruhe willst, hättest du dir lieber keinen mit Kind geangelt!" hörte ich ihn noch, bevor ich die Tür schloss. Ich versuchte einfach ruhig zu bleiben, sowas war in einer Beziehung auch mal normal.

Die Dusche tat gut, weshalb ich mir auch Zeit ließ, wollte uns nicht überfordern, wenn ich schnell wieder bei ihm war. Ich putze mir abschließend schnell die Zähne, bevor ich wieder ins Zimmer ging.

Das Zimmer war leer, aber ich konnte Robert auf dem Balkon ausmachen. Meine dreckige Wäsche schmiss ich einfach neben denn Koffer und ging auf die Tür zu.

Robert hob Kurz denn Kopf, als ich raus trat. Er hatte gerötete Augen, aber wollte wohl nicht, dass ich es sah. Ich setzte mich neben ihn, auf die Bank und sah zu Ana, die beim trinken langsam einschlief.

„Ich habe mir aber einen Typen mit Kind geangelt und glaub mir, darauf bin ich echt stolz." sagte ich und blickte zum Himmel, der schon fast dunkel war.

Als von ihm nichts kam, drehte ich meinen Kopf und blickte ihn an. Stumm liefen ihm Tränen über die Wange, sein Blick lag auf Ana. Ich hob meinen Arm, strich kurz über seine Wangen und legte denn Arm dann um seine Schulter. Langsam zog ich ihn näher und küsste seine Schläfe.

„Ich würde auch keinen anderen Menschen, wie dich haben wollen." hauchte ich und drückte ihn näher. „Wie kommst du darauf, dass ich meine Ruhe will, wegen Ana. Natürlich war die letzte Nacht und auch heute morgen Chaos pur, aber wir haben es irgendwie geschafft. Ich bin auch extrem müde und möchte einfach schlafen. Du solltest trotzdem nie denn Gedanken haben, dass ich es bereuen würde, mit dir zusammen zu sein. Ich liebe dich und ich bin wirklich glücklich, dass du mir dieses Kind ins Leben gebracht hast. Ich liebe sie auch, würde alles für sie tun, genauso wie für dich."

Er sah auf, in meine Augen. Tränen flossen immer noch, aber er sah erleichterter aus. „Es ist nur, ich will nicht das du unter allem leidest und dann bin ich auch noch so ein Arsch, der dich dumm anmacht, weil du was vergessen hast. Ich hätte mich auch um meine Sachen kümmern können. Trotzdem habe ich nichts besseres zu tun, als dich verantwortlich zu machen, während du es wenigstens schaffst noch ruhig zu bleiben und dich um Ana zu kümmern, dabei ist es meine Aufgabe." es war schwer ihn zu verstehen, da er stark zu weinen begonnen hat.

„Es ist auch meine Aufgabe. Ich habe dich, mit ihr gewollt, weshalb es auch meine Aufgabe ist, mich um sie zu kümmern. Ich habe dir gesagt, dass ich nichts lieber bin, als dein Freund und ein Vater für Ana und das wird sich auch nicht ändern." Flüsterte ich beruhigend und strich leicht über seinen Arm.

„Ich liebe dich." hörte ich ihn sagen, bevor er seinen Kopf von meiner Schulter nahm und mir in die Augen blickte. Lächelnd sah ich ihn an, legte meine Hand an seine Wange und zog ihn an mich, um ihn liebevoll zu küssen. „Und ich dich, über alles." hauchte ich und sah ihm wieder liebevoll in die Augen.

„Lass uns Ana hinlegen, eine Decke nehmen und noch hier draußen etwas entspannen." sprach ich, wo er mir zustimmte.

Vorsichtig legte Robert, Ana auf unser Bett. Ich wühlte in ihrem Koffer, um ein Schlafanzug zu finden. Robert zog Ana langsam aus, sie bekam eine frische Windel, bevor sie ihren Schlafanzug anbekam und mit Schlafsack in das kleine Bett gelegte wurde.

Ich zog mir eine Jogginghose an, Robert lief ja fast immer mit einer rum. Mit einer Decke und Wasser gingen wir raus und kuschelten uns auf die Bank.

„Tut mir leid, dass ich heute so scheiße zu dir war." sagte Robert in die Stille und griff nach meiner Hand, wo er anfing mit denn Fingern zu spielen. „Alles gut, jeder hat mal einen scheiß Tag.“

Er verschränkt unsere Finger, sah lange auf sie, bis er mit der anderen Hand, sein Handy aus der Jogginghose fischte. Er fotografierte unsere Hände, die man trotz der Dunkelheit gut erkannte und öffnete Instagram.

‚Love you<3' schrieb er und postete es in seinen Feed. „Man kann schon erkennen, dass es beides Hände von Männern sind." sagte ich einfach nur. „Ja und, sollen es doch alle wissen, oder war es ganz dumm?" fragend blickte er zu mir.

„Nein, ich meine nur, die Welt weiß gerade erst, dass du ein Kind hast, jetzt konfrontierst du sie mit sowas." grinste ich und küsste ihn kurz. „Sollen sie doch geschockt sein, mir egal. Ich liebe dich und es war doch irgendwie von Anfang an klar, dass wir uns nicht verstecken. Es ist garnicht möglich, wenn du auch Anas Vater bist, oder willst du sie in der Öffentlichkeit ignorieren?"

„Das würde ich niemals, ich meine ich war der, der dich mitten im Park geküsst hat. Außerdem ist es ja schon ein Wunder, dass bis jetzt alle die Klappe gehalten haben und ihnen nichts rausgerutscht ist. Am meisten habe ich da vor Marcus Respekt, der plaudert gerne mal was aus, so wie er damals seine Beziehung zu Arthur verraten hat." Robert musste lachen.

Bei einer Pressekonferenz wurde er gefragt, ob er seinen Sieg feiern würde, er meinte aber nur, dass er mit seinem Freund, einen entspannten Abend machen wollte. Die ersten Laute von Arthurs Namen kamen ihm raus und da er Tage vorher schon die ganze Zeit mit ihm gesehen wurde, konnte er es nicht mehr verstecken.

„Ich will mich nicht verstecken, aber sofort sagen, dass du es bist, will ich auch nicht, dass sollte von dir aus kommen. Vorallem solltest du es auch wollen, ich alleine würde dich nie mit outen." sagte Robert dann ernst und blickte mich an. Ich nahm mein eigenes Handy, öffnete Instagram und kommentierte mit ‚too<3' . Was er nicht sehen konnte.

Robert hatte seine Familie eingeweiht, beim telefonieren. Sie nahmen es super auf, auch wenn ich ein bisschen Angst hatte vor deren Reaktion, da es in Russland nicht unbedingt gern gesehen war.

„Guck mal unter dein Bild." flüsterte ich und strich durch sein Haar. Er entsperrte sein Handy wieder und sah fast sofort mein Kommentar. Er blickte mit offenen Mund zu mir hoch. „Wie?" fragte er leise.

„Ich liebe dich auch und dass soll die ganze Welt wissen." liebevoll sah ich ihn an, sah die Tränen die sich bildeten, bevor er sich aufsetzte und mir um denn Hals fiel.

„Du hättest das nicht tun müssen." sprach er leise in mein Ohr. „Doch, weil es jetzt jeder weiß und ich dich auch überall küssen kann und auch keine Angst haben muss, das schlechtes geredet wird, wenn ich mit Ana alleine gesehen werde, wie z.b. das du sie abschieben würdest. Ich liebe dich wirklich, sowas habe ich noch nie empfinden, ihr macht mich beide einfach glücklich. Warum sollte ich also länger warten?“

Eine knappe Stunde saßen wir noch gemeinsam da, immer wieder sahen wir uns die Kommentare an. Arthur schrieb, dass er froh war, Marcus nicht mehr bremsen zu müssen. Die die meinen Kommentar nicht sahen, haben viel geschrieben, das es eine Männerhand ist, was recht lustig war. Manche dachten ich mache Spaß und es wäre nicht meine Hand.

Viel positives, Prema, die Academy und auch die anderen Fahrer der Academy, die es schon wussten, teilten es. Die anfängliche Angst war überwunden, wurde dies doch recht gut aufgenommen.

Ich postete selber ein Bild, auf dem Robert und ich auf dem Sofa lagen, Ana auf meiner Brust, man sie aber nicht erkannte, da wir sie beide nicht in die Öffentlichkeit drängen. Komplett verhindern konnte man es nicht, aber man musste nicht die Kamera auf sie halten. Irgendwie fühlten wir uns nun verpflichtet, es wenigstens halbwegs klarzustellen.

‚Ich liebe euch <3 Diese kleine Maus, wurde vor unserer Beziehung gezeugt, wie jeden bekannt sein sollte, durch eine einmalige Sache. Diese kleine Maus, hat unser Leben, komplett verändert, hat uns näher zusammen gebracht und uns gezeigt, was wirklich zählt. Für nichts auf dieser Welt, würde ich die beiden eintauschen, sie bedeuten mir alles. <3 #family #dads #love'

Robert lächelte mich glücklich an, wusste ich doch wie viel ihm dies bedeutete. ‚Ihr seid alles für mich, ich liebe euch <3' kommentierte er sofort.

„Lass und schlafen gehen, morgen wird echt anstrengend." sprach ich dann und bekam nur ein Gähnen von dem Russen.

Wir gingen leise ins Zimmer, machten uns im bad fertig und kuschelten uns dann ins Bett. „Ich liebe dich wirklich Mick." flüsterte er, kurz vorm einschlafen. „Ich dich auch mein Schatz."
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