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Faith makes all things possible, love makes them easy

GeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Mick Schumacher
31.05.2021
26.07.2021
57
130.674
7
Alle Kapitel
115 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
31.05.2021 1.731
 
Hallo ihr lieben Menschen, die es hierher verschlagen hat. Eigentlich war etwas anderes geplant, aber da bekam ich denn Vorschlag von Gifthexe  und was soll ich sagen, die Idee gefiel mir, so gut dass ich versuche es umzusetzen. Ich hoffe ich schaffe es so, wie auch sie es sich vorgestellt hat :)
Ja
Schreibt mir eure Meinung auch gerne :)

Es spielt noch zu der Zeit, als die beiden Teamkollegen waren, nichtmal sich einige wundern.

Es geht kurzzeitig um ein nicht so schönes Thema, was vielleicht für manche auch nicht geeignet ist. Es ist nur ein Randthema, aber präsent, weshalb ich es vorweg sage, im 2. Kapitel geht es ein kleines bisschen um Suizid.

Ich hoffe es gefällt euch und viel Spaß hier ❤️


Robert

Ich stolperte aus meinem Bett, blieb in der Hose hängen, die ich gestern Abend achtlos davor liegen lassen hatte und brauchte einige Sekunden um mich zu sammeln. Ich schleppte mich ins Bad, zog mir meine Shorts aus und stellte mich unter die Dusche. Wirklich Lust hatte ich heute nicht, aber ich musste, da die Saison bald losgehen würde.

Zähne putzen erledigte ich wie jeden Morgen unter der Dusche, da ich sonst eh erstmal 5 Minuten doof rum stehen würde. Als ich fertig war, machte ich das Wasser aus und griff nach einem Handtuch, was ich nur um mich legte, um weitere Minuten vor mich her zu starren. 7 Uhr war einfach nicht meine Zeit, warum konnte man nicht einfach erst um 10, oder 11 anfangen, sondern direkt morgens, wo man noch nichtmal Auffassungsfähig ist.

Denn letzten Rest Motivation zusammen kratzend, trocknete ich mich komplett ab, wickelte das Handtuch um die Hüfte und stellte mich vor den Spiegel. Wow, ein Riesen Pickel auf der Stirn, so langsam sollten diese scheiß Hormone, der Pubertät doch mal ein Ende haben.

Genervt davon, lief ich zurück ins Schlafzimmer, kramte eine Short und eine Jogginghose aus dem Wäscheberg, denn ich seit Wochen nicht in denn Schrank befördert habe, heraus und zog es mir an. Ein Shirt fand ich auch noch dazwischen, bevor ich mir noch Socken anzog.

In der Küche machte ich mir schnell einen Kaffee, einfach ekelig, aber anders ging es nicht mehr. Wenn man mit Mick, als Teamkollege klar kommen wollte, musste man früh aufstehen. Cornflakes, nicht das gesündeste, aber das einzige was man als Frühstück durchgehen lassen konnte, was ich noch hatte. Milch war natürlich leer, also schmiss ich mir, während ich denn Kaffee versuchte runter zu bekommen, immer mal etwas in denn Mund.

Im Bad entleerte ich nochmal meine Blase, packte im Wohnzimmer meinen Laptop in denn Rucksack und ging in denn Flur. Langsam wurde ich wacher, kippte auch nur zweimal fast um, als ich mir die Schuhe anzog, ein neuer Rekord. Die Jacke griff ich blind, zog sie zu und schulterte meinen Rucksack.

Nachdem ich die Wohnungstür geöffnet hatte, blieb ich abrupt stehen. Irgendwas war hier anders, weshalb mein Blick nach unten ging und ich ein Baby da liegen sah. Ich schloss die Tür, öffnete sie nochmal, aber es war immer noch da.

Das baby lag in einer Babyschale, die man fürs Auto benutzte, dies wusste ich noch von meiner Schwester. Es schien zu schlafen, war zugedeckt. Daneben stand eine Tasche, wo ein Teddy rausguckte. Auf dem Baby lag ein Brief, denn ich nach einigen Moment griff und öffnete.

Hey Robert,
Ich weiß nicht, ob du dich an mich erinnerst. Wir haben uns im Frühjahr, bei der Club Eröffnung im Passions „kennengelernt" naja, das Resultat dieser Nacht, siehst du vor dir. Das ist Ana, sie ist am 12.02 geboren. Sie ist deine Tochter. Kümmer dich gut um sie, gib ihr liebe und eine Familie, was ich nicht kann.

Auch bitte ich dich, nicht nach mir zu suchen, es wird sowieso keinen Sinn machen, weil es zu spät ist. Ich denke trotz deiner Art, die du hattest, einfach zu verschwinden, nachdem wir Sex hatten, könntest du ein Mensch voller Liebe sein.

Liebe Grüße N....


Scheiße, das kann nicht wahr sein, ich hatte noch nie sex, ohne Kondom, wie konnte das passieren. Vielleicht ist es ja nicht von mir und sie lügt. Erschrocken fuhr ich zusammen, als das Baby, Ana, anfing zu schreien. Überfordert sah ich in die blauen Kulleraugen. Ich hockte mich hin, griff mit einer Hand nach vorne und strich dem Baby über die Wange. Es schrie immer lauter, ich hatte schon Mitleid mit meinen Nachbarn, weshalb ich die Schale, mit dem Baby reinholte, genau wie die Tasche.

Irgendwie hatte ich es dann auch geschafft, Ana abzuschnallen und hochzuheben. Moment 12.02 war knapp 2 Wochen her, also muss man mit dem Kopf aufpassen, soweit wusste ich das.

Ich lief auf und ab, war komplett überfordert, ich bin verdammte 20 Jahre alt und konnte kein Vater sein. Mein Handy riss mich aus meinen Gedanken, welches ich umständlich aus meiner Jogginghose fischte. ‚Mick'  mist, er wartet unten, nahm mich meistens mit, weil es auf dem Weg lag und wir gleich lange in der Academy waren.

„Mick, wir haben ein Problem." sagte ich, als ich das Handy noch nicht ganz am Ohr hatte. „Wir? Was für ein Problem? Und alter, was ist das, ein Kind?" sagte er, wobei er lauter rief, da Ana auf meinem Arm so laut weinte. „Hilf mir bitte." sagte ich verzweifelt, hörte dann aber das er aufgelegt hatte. Ich wollte schon selber aus Verzweiflung anfangen zu weinen, als ich die Klingel hörte.

Mick war schneller oben, als ich die Wohnungstür geöffnet hatte. „Fuck, das ist ja wirklich ein Baby." kam es geschockt aus seinem Mund. „Bitte, ich habe doch keine Ahnung, was ich machen soll." verzweifelt sah ich ihn an.

Er drückte mich in die Wohnung, zog sich die Jacke und Schuhe aus, bevor er mir die Kleine abnahm. „Wo hast du die denn geklaut?" fragte er und sah sie mit großen Augen an, lächelte total verliebt, als ob er das erste mal ein Baby sah. „Sie....sie war einfach vor meiner Tür." ich griff zu dem Brief, hielt ihn denn hin, damit er lesen konnte.

„Robert! Schon mal was von Verhütung gehört?" Pampte der deutsche Mich an, sah dann wieder lächelnd auf das Baby. „Ich schwöre dir, ich habe noch nie Sex ohne Kondom gehabt, wirklich nicht. Wenn dann muss es irgendwie gerissen sein, kaputt, ich weiß nicht." ich raufte mir die Haare und sah ihn hilflos an.

„Wir sollten zur Polizei, vielleicht will dir jemand das Kind auch nur andrehen? Sicher das du betrunken nicht mal ein Gummi vergessen hast? Denk mal scharf nach." das tat ich auch, aber ich hatte es wirklich nie vergessen, unschuldig war ich keinesfalls, aber daran dachte ich bei jeder.

„Wenn ich so betrunken bin, dass ich mich an nichts erinnern kann, dann war ich auch so betrunken, dass ich keinen mehr hoch bekommen hätte." gab ich zu und sah vor mir auf denn Boden. „Kenne ich, mach dir keinen Kopf, passiert." sagte der deutsche, sah dann die Tasche und nickte in die Richtung. „Sind da Windeln drin? Es stinkt echt extrem." er lief zum Wohnzimmer, kurz sah ich ihnen hinterher, bevor ich die Tasche griff und auch dort hin ging.

Nach einiger Zeit hatte ich welche gefunden und ihm gegeben. „Tücher?" fragend sah ich ihn an. „Mal ehrlich Rob, so klein warst du auch nicht mehr, als deine Schwester kam. Wir brauchen feuchte Tücher, damit wir sie sauber machen können." Ich nickte verstehend. So sehr hatte ich mich nicht für meine Schwester interessiert, zumindest nicht als sie so klein war.

Auch feuchttücher fand ich und gab sie ihm. „Jetzt soll ich deine tochter wickeln oder wie?" fragte er. „Ich hab das noch nie gemacht." sagte ich Schulter zuckend, fand in dem Moment einen Schnuller, dem ich ihr auch sofort in denn Mund steckte, was sogar half.

Wir hatten tatsächlich gegoogelt, damit wir es auch richtig machten. Währenddessen rief uns René an, fragte wo wir blieben. Nachdem Mick ihm sagte, dass wir ein kleines Problem hätten und er bitte kommen sollte, tat er dies auch.

René hatte einen Freund, der Arzt war, nebenbei arbeitete seine Schwester bei der Polizei. Es war ein langer Tag. Der Freund von René kam, machte bei mir und Ana einen Abstrich, für einen Test. Mir nahm er auch Blut ab, da René wissen wollte, ob ich irgendwelche Krankheiten bekommen hatte, da er der festen Überzeugung war, dass ich nicht mit Kondom verhütet hatte, wenn sie wirklich meine Tochter war. Angie die Schwester kam mit einem Kollegen, denen ich und Mick, alles erzählten. Auch der Satz, es wäre zu spät, beschäftigte die beiden, weil sie von allem ausgehen mussten.

Ana wurde in eine Pflegefamilie gebracht, bis das Testergebnis da war und Angie würde mit ihren Kollegen, nach der Mutter suchen. Ich war total fertig, war froh dass Mick mich nicht alleine ließ, als René gegangen war. „Ich brauche Alkohol." sagte ich und sah denn deutschen fragend an, der nickte.

Ich holte aus der Küche ne Flasche vodka, ließ die Gläser gleich weg und ging zurück zu Mick. Ich öffnete die Flasche während ich mich aufs Sofa schmiss. Ich trank einen tiefen Schluck, ohne das Gesicht zu verziehen und reichte die Flasche an denn deutschen weiter. „Ich hatte ohne Kondom kein Sex, wirklich Mick." sagte ich und blickte zu ihm rüber. „Ich glaube dir doch." sagte er und verzog das Gesicht nach einem Schluck.

„Aber kein anderer. Ich denke es ist einfach nur eine Verwechslung, oder sie wird mir mit Absicht ein Kind andrehen wollen, was nicht von mir ist." Mick hielt mir die Flasche entgegen, zu der ich sofort wieder griff.

Ich mochte Mick, fand es cool ihn als meinen Teamkollegen zu haben, auch wenn das frühe aufstehen und das mehr trainieren, als nötig, manchmal nervte. Diesen Abend betranken wir uns das erste mal, so richtig zusammen. Führten Gespräche, lernten uns auf einer anderen Ebene kennen. Er sprach viel von seiner Familie, war wirklich ein Familienmensch, vermisste seinen Hund, der in der Schweiz bei seiner Familie war, hatte sich vor 4 Monaten von seiner Freundin getrennt, weil er keine Gefühle für sie hatten. Wir redeten über vieles, was wir noch nicht von einander kannten.

Mick schlief auf meinem Sofa, während ich mich in mein Bett legte und dort, dank des Alkohols und trotz diesem beschissenen Tag, sofort einschlief.
 
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