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Blut und Träume

GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Madara Uchiha Sasuke Uchiha
30.05.2021
11.06.2021
7
19.321
2
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11.06.2021 3.553
 
Kapitel  7
Das Ende aller Wünsche

Genau eine Woche brauchte Sasuke um seine Rinnegan-Fähigkeit zu kontrollieren, die Steigerung seiner Kräfte konnte man nicht mehr von der Hand weisen, somit war der Angriff auf Konoha eine Sache die sein Lehrer nur noch befürworten konnte. Die anderen Nationen wären ohnehin ein Kinderspiel.

Was seltsam war, Madara fühlte sich in der Nacht vorher unsicher, er wusste wirklich nicht woran es lag. Er liebte es zu kämpfen, Angst war es nicht die er hatte, doch was war dieses Gefühl dann? Niemand aus Konoha konnte ihm das Wasser reichen, zumindest dachte er das, denn die Ära von  Hashirama und ihm war schon lange vorbei.
Bevor er einschlief, dachte er daran, wie vor vielen Jahren Konoha angegriffen hatte... Was würde Hashirama wohl jetzt von ihm denken?
Warum dachte er überhaupt nach all den Jahren noch an den Senju? Es machte keinen Sinn, diese Zeit gehörte schon längst der Vergangenheit an.

Immer wieder Reflektierte er sein Leben in jener Nacht. Vor allem seine erste Liebe.

Sasuke lag neben ihm, er bekam einiges an Medikamenten verabreicht, dass er durchschlafen konnte.
Er selbst war geschwächt, er hatte sich schon damit abgefunden, dass es dieses Mal nicht mit Hashirama Zellen funktionieren würde, sein Leben hing von einer anderen Person ab. Ihm war klar, dass er nur noch dank Orochimaru da war, seine Symptome waren deutlich gemindert und er spürte kaum noch Schmerzen, doch er wusste die besten Tage waren vorbei.

„Wir fangen also heute in Konoha an, richtig?“, fragte der Ältere in den frühen Morgenstunden. Sie waren dabei aufzubrechen. Sasuke nickte fest entschlossen, doch ein wenig schlecht fühlte er sich schon, was Madara natürlich sofort mitbekam. Am liebsten hätte er ihn für diese Gefühlsausbrüche eine Ansage gemacht, doch ihm war auch bewusst, dass er seine Kräfte heute für andere Dinge brauchte, schließlich würde er an seiner Seite kämpfen.
Komplett konnte er es sich aber doch nicht verkneifen, den Jüngeren zurechtzuweisen.

Der Plan war nun aufs ganze zu gehen. Ein überraschender Angriff aus dem nichts mit verheerenden Folgen für das Dorf. Unbemerkt würden sie so sicherlich nicht bleiben, doch das war Sasukes Ziel, allen zu zeigen, was sie aus ihm gemacht hatten. Der einzige vor dem er ein wenig Respekt hatte, war Naruto, doch es war fraglich ob man ihn in so einer Situation überhaupt einsetzte. Er war immerhin noch ein Jinchuuriki und sie befanden sich nicht im Krieg. Natürlich setzte sich der Uzumaki stets für das Dorf ein, aber Madara und er selbst waren in der Lage den Neunschwänzigen zu kontrollieren, dementsprechend galt es ihn in einer solch heiklen Situation zu schützen.

„Wenn wir im Kampf heute Schaden davon tragen, dann holen wir Shisui. Das Kotoamatsukami können wir zumindest einmal einsetzen, ich hoffe du hast die Zellen des ersten Hokage für ihn benutzt, somit können wir es einmal pro Tag nutzen, wenn alle Stricke reisen.“, beschloss Sasuke noch beiläufig.

Länger fackelte Madara auch nicht, er teleportierte sie vor die Tore Konohas. Ein wenig freute er sich schon, zu sehen wie sich der Ort verändert hatte, für dessen Gründung er verantwortlich war.

„Unterdrücke ab jetzt alles an Gefühlen, ich steh hinter dir.“, flüsterte er seinen Geliebten ins Ohr. Er nahm ihn noch ein letztes Mal in den Arm um ihn zu küssen. Es war untypisch für ihn, doch so viel Zeit musste sein.

„Es gibt schon einen Grund warum ich hier anfange.“, entgegnete Sasuke. Wenn er hier fertig war, gab es kein Zurück mehr, er würde als eiskalter Herrscher in die Geschichte eingehen. Er wusste, in dem Moment, in dem er Kakashi tötete tat er es auch mit seinen Gefühlen.
Er wollte Madara noch eine Sache wissen lassen, eben genau weil ihre Beziehung niemals einer Bilderbuchgeschichte glich: „Sollte irgendetwas schief gehen, weißt du hoffentlich, dass ich dich liebe.“

„Was soll denn schief gehen, du hast doch trainiert.“, ein wenig verwundert war der Ältere nun doch über diese Unsicherheit.

„Ich weiß, dass du mich draufgehen lässt, wenn ich zu schwach bin.“, das war alles was Sasuke noch dazu zu sagen hatte. Diese Worte trafen Madara mehr als ein Stich ins Herz, dachte die Person die er liebte immer noch so von ihm? Seine Gefühle für Sasuke waren so verdammt stark, er würde für ihn sterben, doch natürlich durfte er das nicht zeigen. Dementsprechend war seine Antwort nur:
„Ich gehe davon aus, dass du auf Kakashi treffen wirst. Du wirst also leichtes Spiel haben, hör auf dir Sorgen zu machen.“

Sasuke schreckte vor nichts zurück, als er auf dem Weg ins Hokagebüro war. Er töte ausnahmslos jeden, dem er auf dem Weg begegnete schnell und kaltblütig. Alles verlief so weit nach Plan, mit jedem Mord wurde er kälter. Der erste Anbu tat ihm noch weh, doch er verlor sich regelrecht im Blutrausch, als er Gebäude mit dem Amaterasu niederbrannte. Eigentlich wollte er nicht zerstören, doch er konnte es sich nicht nehmen lassen, zumindest ein wenig Schaden anzurichten. Seine Wut steigerte sich so, wie die Zahl der toten und verletzten.
Ehe er sich versah, stand er auch schon vor Kakashi.

„Deine Augen... du hast dich also manipulieren lassen.“, brachte dieser ganz ruhig hervor. Er konnte sich schon denken warum er hier mit Madara aufkreuzte, war sich auch seiner Unterlegenheit bewusst.
„Ich habe mich nicht manipulieren lassen, das hier sind meine Träume.“, antwortete Sasuke selbstsicher. Er war so kurz davor eine perfekte Welt zu erschaffen, es durfte nicht daran scheitern, dass er nun gegen seinen ehemaligen Sensei kämpfen musste. „Hast du noch irgendwelche letzten Worte?“

„Ich hatte gehofft dich in Konoha wieder zu sehen, alle haben dich gesucht, haben dir vertraut. Ich habe bis zuletzt an dich geglaubt. Es tut mir leid, dass ich als dein Lehrer nicht früher bemerkt habe, was wirklich in dir vorging, es tut mir leid, dass ich dir nicht helfen konnte. Für das was mit deinem Bruder passiert ist kann ich nichts, warum nimmst du nicht Rache an den Dorfältesten? Du gehst auf unschuldige Menschen los, Menschen die dein Bruder schützen wollte.“, sein Ziel war es nicht Sasuke mit dieser Aussage umzustimmen, er wollte nur noch einmal ehrlich sein. Sein Leben war vorbei, das wusste er.
Es machte keinen Sinn anzugreifen, dennoch versuchte er es zumindest mit Chidori, doch ehe er sich versah brannte er elendig in den schwarzen Flammen des Amaterasu nieder.
Sasuke versuchte sich zu beherrschen, doch er konnte seine innerlichen Emotionen nicht komplett unterdrücken. Sein Körper zitterte enorm, er wollte gar nicht mitansehen, wie Kakashi gnadenlos bei lebendigen Leib verbrannte und doch zwang er sich dazu, sich diesen Anblick gut einprägen. Er hatte das hier verdient, niemand aus diesem Dorf durfte in irgendeiner Art und Weise über seinen Bruder sprechen, oder ihn gar als Mittel zur emotionalen Erpressung einsetzen.

Es blieb nicht lange Unentdeckt, dass das Dorf angegriffen wurde. Hinata war auch in der Lage genau zu sehen, was vor sich ging.

„Du bist dir sicher, dass Sasuke wirklich im Dorf ist?“, Naruto war ziemlich aufgeregt, anscheinend gelang es ihr wirklich das Chakra von Sasuke aufzuspüren und das sogar in Konoha. Der blonde war guter Dinge, denn anscheinend befand er sich im Hokagebüro. Er lebte also, was ihn beruhigte.

„Bist du immer noch so naiv? Sag Ino und Shikamaru Bescheid, dass sie sich mit jedem Shinobi des Dorfes verbinden sollen, wir brauchen sie hier, wir brauchen einen schnellen Plan, Madara ist bei ihm, auch er befindet sich in Konoha.“, sogar sie sah wie Bedrohlich die Situation war.

Naruto zögerte nicht und informierte die anderen Beiden wie befohlen. Kurze Zeit später versammelten sich alle Shinobi, welche nicht auf Missionen waren vor ihm.

Hinata zuckte heftig zusammen, als sie sah was vor sich ging.

„Was ist? Deine Angst kannst du dir für später aufheben, echt jetzt. Wir brauchen einen Plan.“, fordrete Naruto sie auf.

„Kakashi ist tot.“, war alles was sie zu sagen hatte. Durch den Krieg hatte sie gelernt trotzdem die Fassung zu behalten, Narutos Gesicht hingegen sprach Bände. Da war schlagartig so viel Wut und Trauer zu sehen. „Madaras Chakra ist deutlich geschwächt, ich kann aber nicht sagen, ob es eine Täuschung von ihm ist, wir haben es immerhin mit einem gottgleichen Ninja zu tun, Sasuke hat Kräftemäßig enorm zugenommen, sein Chakra ist mittlerweile eiskalt, er war auch derjenige, der Kakashi...“

„Das würde er niemals tun!“, schrie Naruto sie an. Er war kurz davor die Fassung zu verlieren, das konnte nicht wahr sein, sie musste einfach lügen! Auch wenn er sich verändert hatte, zu so was wäre er niemals in der Lage gewesen.
„Naruto, halte dich zurück, wir müssen jetzt handeln.“, sogar Sakura bremste ihn nun aus, auch sie wurde durch den Krieg zu einer komplett anderen Person.

„Shikamaru, wir brauchen einen Lösung.“, flehte sie ihn regelrecht an.

„Madaras Chakra ist außerordentlich schwach. Prinzipiell wäre es möglich ihn überraschend zu töten, wenn wir Glück haben und sofern das auch der Realität entspricht.“, murmelte er vor sich hin. Die Frage war, in wie weit alle Anwesenden bereit waren Oper zu bringen. Eine Garantie gab es nicht, wenn sie es nicht versuchten bedeutete das den Tod vieler Unschuldiger.

„Zwei von euch lenken ihn ab, macht das unter euch aus, diese Personen werden höchstwahrscheinlich mit ihrer Entscheidung ihr Leben verlieren.“, anders ging es einfach nicht. „Guy, in wie weit wärst du bereit die Acht Inneren Tore einzusetzen? Wir brauchen jemanden der mit voller härte angreift.“

Naruto konnte nicht glauben was er da gerade hörte, wieso mussten schon wieder seine Kameraden sterben? Ging es nicht anders? Er wollte auch nicht, dass sie Sasuke einfach so töteten, das konnte nicht wahr sein. Seine Entscheidung stand fest und bevor jemand etwas sagen konnte erwiderte er: „Okay, dann greife ich frontal an.“

„Das ist Schwachsinn, du hast noch immer den Neunschwänzigen in dir, du hast dich versteckt zu halten. Ino und ich werden alles mögliche tun, um dich schützen. Dieses Mal kannst du nichts tun, außer du willst für noch mehr Opfer verantwortlich sein.“, Shikamaru machte eine deutliche Ansage, der Uzumaki zitterte bereits vor Verzweiflung, es war so verdammt schwer für ihn, er wollte das alles nicht mehr wahr haben, er wollte aufwachen aus diesem Alptraum. Er konnte nicht verstehen, warum all diese Menschen gerade sterben mussten, warum sein Sensei tot war.

„Rein logisch betrachtet...“, Hinata seufzte. „Ich habe zwar das Byakugan, aber die Mission hat Vorrang nicht wahr? Außerdem würde ich das ja auch für Neji tun, des weiteren bin ich schwach. Sollte das hier fehlschlagen ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich meinem Schicksal ins Auge sehen muss.“  So kalt und entschlossen war sie erst nachdem sie mitansehen musste wie Neji im Krieg gefallen war. Ihre jetzige Entscheidung stand somit.

„Hinata das kannst du nicht machen.“, schrie sie Naruto verzweifelt an. Nach dem Krieg hatte er gelernt sie zu lieben, sie planten ihre Zukunft zusammen und trotzdem wollte sie sich vollkommen sinnlos Opfern?

„Ich werde ebenfalls gehen.“, kam es dann von Sakura, „Byakugou und Stärke hin oder her, ich kann Angriffen einigermaßen Lange standhalten, da ich meine Verletzungen selbst heilen kann. Tsunade hat mehr Kriegserfahrung als ich, dementsprechend würde mir meine Kraft an sich nichts  bringen. Sie soll sich jetzt lieber um die Verletzten kümmern.“
Auch sie war fest entschlossen, dieses ganze Drama musste ein Ende finden.

Guy seufzte: „Selbst wenn ich nicht mehr bin, so wird die Kraft der Jugend nie vergehen... Ich tue es. Ich gehe aufs ganze.“

„Gibt es denn keine andere Möglichkeit, als den Tod für euch?“, der Blonde spürte zum ersten Mal in seinem Leben endlose Verzweiflung.

Der Mann den der Uzumaki immer Sensei buschige Augenbraue genannt hatte schüttelte den Kopf: „Ich werde die acht Tore öffnen und dem ganzen ein ein Ende bereiten.“

„Naruto... hör mir zu. Wir sind Shinobi und wir müssen das realistisch betrachten. Die Mission hat Vorrang“, versuchte Sakura ihn aufzubauen.
Hinata war ebenfalls überzeugt von dem was sie gleich tun würde: „Ich weiß du hast gesagt, du lässt deine Kameraden nicht sterben, doch manchmal muss man Opfer bringen. Akzeptiere meine Entscheidung als Shinobi. Das ist mein Weg. So wird es enden, aber ich tue es für eine große Sache.“
Sie umarmte ihn ein letztes Mal. „Vergiss mich nicht.“
Wortlos sah Naruto ihnen hinterher, ehe er vor innerlichem Schmerz das Bewusstsein verlor.

Gerade, als die schwarzen Flammen erloschen, folgte ein überraschender Angriff von Hinata und Sakura. „Was wollt ihr denn schon groß ausrichten?, fragte Sasuke in seiner Arroganz, er tötete sie ohne mit der Wimper zu zucken. Ihr Blut verzierte die Wände und den Boden, doch er fühlte sich als hätte er gerade das normalste der Welt getan.

„Achtes Tor öffnen.“, dieser Angriff galt in erster Linie dem älteren Uchiha, doch auch Sasuke bekam zwei Schläge ab, bei denen er nicht mehr ganz ausweichen konnte.

Madara hingegen schaffte es anfangs allen Schlägen auszuweichen. Als seine Krankheit sich bei ihm meldete musste er trotzdem unglaubliche Gewalt einstecken, nicht mal mit dem Rinnegan hatte er eine Chance. Er rechnete nicht damit so angegriffen zu werden, er wusste nicht wie er diesen Schlägen mit seinem geschwächten Körper stand halten sollte, vor allem da er immer mehr die Kontrolle über seine Krankheit verlor, bis er überhaupt nicht mehr ausweichen konnte, da sich alles in ihm zusammen zog und er nicht einmal wusste wie er noch atmen sollte.
Das brechen seiner Knochen gab ein abscheuliches Geräusch ab.

Sasuke schaffte es ihn kurz mit dem Amenotejikara zur Seite zu nehmen. Was Madara dann tat, war das Kamui einzusetzen, wie auch immer er noch genug Chakra dafür übrig hatte.
„Es tut mir unendlich leid, dass ich dich unterschätzt habe.“, flüsterte er kraftlos. Sie fanden sich im nördlichen Versteck wieder.

„Madara, das ist doch jetzt egal, der Hokage ist tot, ich mache weiter mit den anderen Nationen, wir schaffen das schon. Guy hat sein Schicksal besiegelt, so etwas wird uns nie wieder passieren. Wir nehmen jetzt Shisui und gehen nach Suna...“

„Du weist, dass das hier mein Ende sein wird...“, seine Stimme war kaum hörbar.
Sasuke schreckte hoch, was war hier los? Er sah nur noch Blut, überall war Blut, Madaras Blut und dann begann er die Situation zu verstehen. Nicht im Traum dachte er daran, dass Guy so eine Stärke besaß.

„Komm, verschwende keine Zeit und hol Orochimaru.“, wies er dann noch an, er spürte wie sich sein Blut in seiner Lunge sammelte und der Schmerz ihn langsam benebelte. Er hustete regelrechte Blutlachen.

„Meinst du im ernst, dass er dich noch retten kann?“, fragte Sasuke panisch mit Tränen in den Augen.

Madara lächelte nur leicht, natürlich konnte er das höchstwahrscheinlich nicht, doch er wollte nicht, dass Sasuke alleine zurückgelassen wurde. Er sollte seiner Vereinbarung nachkommen.

„Was wird aus mir wenn du weg bist?“, das Bild was sich ihm bot war immer noch zu grausam, er konnte sich nicht bewegen, er wollte das nicht.

„Du musst dein Leben führen und deine Träume verwirklichen und jetzt beeil dich.“, mit jedem weiteren Satz konnte man hören wie das Leben aus dem einst so stolzen Mann wich.

„Verstehe schon... so weit ist es also gekommen.“, der Legendäre San-Nin hatte natürlich bemerkt, dass Eindringlinge in seinem Versteck waren, mit so einem Bild rechnete er allerdings nicht.

„Bereite alles vor, wir haben eine Vereinbarung“, wies Madara an.
Sasuke verstand die Welt nicht mehr, welche Vereinbarung? Was zu Hölle ging hier vor sich.

Das Nächste woran er sich erinnern konnte, war wie sich alle drei in einem Untersuchungsraum wiederfanden. Es war nicht der beste Plan auf Orochimaru zu vertrauen, vor allem nicht wenn dieser einem irgendetwas in die Venen jagte, doch gerade hatte er keine Möglichkeit zu widersprechen.

Sasuke saß neben Madara auf dem Bett, er hielt ihn sanft in den Armen. Trotzdem hatte er Angst ihm weh zu tun. Alle Versuche noch etwas zu unternehmen scheiterten.

„Sasuke verlasse bitte kurz den Raum.“, wies ihn die Schlange an.
„Sei ehrlich du bekommst ihn nicht mehr hin.“, gab er zurück, bevor er dem Befehl, folge leistete.

„Wie beurteilst du meine Verfassung?“, fragte der stark blutende Mann, wissend, dass es das Ende war.
„Dein Körper ist in einem katastrophalen Zustand, viele deiner Knochen sind zertrümmert, noch dazu schaffe ich es nicht deine kaputten Zellen zu ersetzen... Deine Lunge läuft mit deinem eigenen Blut voll.“, bekam er als belanglose Antwort. Wieder einmal bekam Orochimaru die Bestätigung wie schwach und zerbrechlich Menschen doch eigentlich waren. Außerdem würde er ganz schön viel Arbeit haben das ganze Blut zu beseitigen.

„Mach dich ans Edo Tensei...“, befahl er kaum verständlich.

„Wenn das dein Wunsch ist.“, er formte die Fingerzeichen und vor ihm stand Itachi, dem er sogleich die Augen verband. Ein Risiko getötet zu werden, wollte er nicht eingehen.

Als dieser bei Bewusstsein war, beschloss er erst einmal still zu bleiben und abzuwarten. Mehr konnte er in diesem Zustand ohnehin nicht tun, immerhin war er fremdgesteuert, doch das änderte nichts daran, dass er schon schon wieder in der Lage war den Schmerz des Lebens zu verspüren.

Orochimaru brachte seinen Körper in einen abgetrennten Bereich des Raumes, der nicht einsehbar war.

„Musst du für dein Wiederbelebungszeug Fingerzeichen machen, oder kann der große Madara das auch ohne.“, diese Provokation ließ er sich nicht nehmen. Ein Kopfschütteln, bestätigte seine Vermutung, doch mehr kam nicht von ihm. Er wusste nicht wen er gerade alles wiederbelebte, das Jutsu war in seinem Zustand verdammt schwer anzuwenden, die erste Person war definitiv nicht Itachi, doch diesen schaffte er kurz darauf wieder unter die Lebenden zu bringen.

„Sasuke, komm um dich zu verabschieden.“, rief er ihm zu. Orochimaru selbst nahm Itachi mit in einen Nebenraum und fixierte seinen Körper, immerhin musste er die Situation erklären.

Für den Wiederbelebten war es ein Schlag ins Gesicht, als er bemerkte wie das Blut in seinem Körper zu fließen begann und sein Herzschlag zurückkehrte. Warum musste er leben und was machte... das konnte nicht sein... Er spürte warum auch immer Shisuis Anwesenheit.

Währenddessen stieg Panik in dem Jüngern auf, sofort stürmte er in den Raum.
„Ist okay...“
„Was zum Teufel ist okay?“

Sasuke setzte sich neben ihn, strich durch seine Haare und nahm ihn erneut vorsichtig in den Arm, er wollte ihm keine unnötigen Schmerzen bereiten.
Er wollte schreien, doch er wusste genau wie Madara es hasste wenn er Gefühle zeigte. Somit unterdrückte er zumindest auch vorübergehend seine Tränen.
Zum ersten Mal in seinem Leben, hatte er jemanden gefunden, der ihm greifbare Liebe schenkte und nun war alles vorbei. „Ich habe mein Rinnegan eingesetzt.“, gestand er beiläufig.
„Madara, nicht.... für was denn?“
„Ich schaffe es ohnehin nicht mehr lange. Ich will, dass du eine Person um dich herum hast, die hinter dir steht...“

„Warum...?“

„Ich hätte gerne mehr Zeit mit dir verbracht, aber leider lief es anders. Gebe nicht auf und strebe nach Frieden, egal wie es ausgeht und egal wie dein Frieden aussehen mag. Vielleicht bringst du unserem Clan auch seinen Stolz zurück, ich zähle auf dich.“

„Ich hol dich zurück, sobald es geht.“, am liebsten hätte er jetzt schon sein eigenes Leben aufgegeben.

„Nein, ich liebe dich und ich werde auf dich warten. Ich gehöre doch sowieso nicht mehr in diese Welt und doch bin ich froh, dich getroffen zu haben..“

„Das kannst du nicht machen.“

„Sasuke, verschwende dein Leben nicht wie Obito und gehe an dieser Liebe kaputt, lebe dein leben.“

Seine Atmung wurde immer schwächer. Sasuke konnte die Tränen nun nicht mehr unterdrücken.

Madara sah nun ebenfalls traurig zu ihm, eine einzelne Träne lief über seine eigene Wange, am Ende war es doch ohnehin egal, ob er weinte.

„Du Idiot klärst das mit Hashirama, was auch immer zwischen euch steht.“, versuchte Sasuke die Stimmung ein letztes mal aufzulockern.

„Das werde ich, obwohl ich ihm eigentlich gesagt habe, dass ich ihn nie wieder sehen will.“, er lächelte noch ein letztes Mal. „Ich bin dir so dankbar für alles.“
Das Gesicht hatte seine Selbstverliebtheit verloren, die Tränen und das Lächeln gaben ein schmerzhaftes Bild ab und doch wirkte es freundlich.

„Lebe dein leben, dein Bruder wird dir dabei helfen, wir sehen uns wieder.“, versprach er.

Was hatte Itachi damit zu tun? Vielleicht redete er nur wirre Sachen im Angesicht des Todes.
Es verging keine Minute dann bäumte er sich heftig auf, hustete ununterbrochen wahnsinnige Mengen an Blut. Als alles still war lag Madara dort, regungslos.

In diesem Moment zerbrach etwas in Sasuke, sein Herz zeigte ihm grausamste Schmerzen.
Er wollte schreien doch er konnte nicht, er wollte weg rennen doch er konnte nicht, er war wie gelähmt. Alles zog an ihm vorbei, er wollte Madara helfen, doch dieser war schon starr und kalt, er selbst war von seinem Blut besudelt, doch das blendete er komplett aus, er wollte nicht von seiner Seite weichen.


Nachwort:
Das war Blut und Träume. Es wird eine Fortsetzung geben in der Itachi und Shisui eine große Rolle spielen werden. Allerdings muss ich dafür einiges an Recherche betreiben. Rechnet also mit ein paar Monaten bis ich diese Anfangen werde zu Posten.
Alleine diese Geschichte hat mir fast 3 Monate meines Lebens gekostet xD
Ich bedanke mich am Ende noch einmal bei allen Lesern, die der Geschichte trotz des Pairings eine Chance gegeben haben.
Was ich noch anmerken wollte, ihr könnt euch sicher denken, dass ich diese Geschichte um einiges toxischer hätte schreiben wollen, doch ich wollte kein AVL Rating riskieren, dementsprechend, bin ich mit diesem Ergebnis trotzdem zufrieden ^-^
Es wäre schön am Ende noch einmal Rückmeldung zu dieser Geschichte zu bekommen, ansonsten sehen wir uns demnächst schon bald in der Vorgeschichte wieder.
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