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Horrorfahrt ins Ungewisse (Sinclair-Nachfahren, Band 2)

von Shine4You
GeschichteMystery, Fantasy / P16 / Gen
Der Eiserne Engel John Sinclair Kara Myxin OC (Own Character) Suko
29.05.2021
23.07.2021
59
30.645
2
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22.07.2021 387
 
55: JACOB, FRANKFURT. IN DER NÄHE DER MAGISCHEN BARRIERE

Das Kreuz erwärmte sich stetig. Je näher wir kamen, desto heißer wurde es. Ich hatte die Befürchtung, dass es mir die Haut verbrennen wurde. Doch nichts. Wenn sich alles gelegt hatte, musste ich in Erfahrung bringen, was es mit dem Kreuz auf sich hatte. Und wieso es mich nicht verbrannte.
»Lass sie ziehen!«
Leise drangen Stimmen an mein Ohr. Ein Lachen. Tief, verzerrt. Grollend, sodass der Boden leicht vibrierte.
»Weiter«, zischte Suko und schlich voran. Immer den Rufen hinterher.
»Wieso sollte ich?« Stille. »Sie riecht so gut.«
»Du verdammtes Arschloch!«
»Johanna!«
Ohne mich beherrschen zu können, rannte ich los. Äste peitschten in mein Gesicht. Doch es kümmerte mich nicht. Ich wollte zu ihr. Sie aus den Fängen des Dämons befreien.
Doch ich wurde zurückgehalten. Eine durchscheinende Wand tauchte vor mir auf. Das Kreuz wurde so warm, dass ich es reflexartig aus dem Hemd zog. Grelle, weiße Lichter schossen aus den vier Enden. Für einen Moment schloss ich die Augen.
Als ich sie wieder öffnete, war die durchscheinende Wand verschwunden. Vor mir: ein Flugzeug. Dahinter: eine weitere Wand. Ich rannte. Suko und die anderen hinter mir her.
Jetzt waren die Stimmen deutlicher. Auch das Kreuz tat sein Übriges und zerstörte die Barriere.
***
Der Vampir hatte es befürchtet, ließ von Johanna ab und drehte sich breitgrinsend um. Vor ihm: die anderen. Er klatschte in die Hände, machte eine rasche Handbewegung, sodass die, die nicht vom Kreuz geschützt wurden, zu Boden gedrückt wurden.
»Jacob?«
Der Vampir lachte und nickte enthusiastisch. »Schön. Nicht?«
***
»Was willst du?«, fuhr ich ihn an und versuchte mich zu beherrschen.
»Euer Blut.«
Ich lachte, streckte ihm das Kreuz entgegen. Für einen Moment entgleisten seine Gesichtszüge. »Wirf es weg und ich lasse die anderen gehen.«
Wutentbrannt presste ich die Lippen aufeinander. »Kann ich dir vertrauen?«
Der Dämon nickte. »Natürlich.«
»Dann lass sie erst gehen.« Wieder ein lautes Lachen. »Wenn du das tust, werfe ich das Kreuz fort.«
'Du bist dumm.'
Auf die bissigen Kommentare meines inneren Biestes ging ich nicht ein.
'Sehr dumm von dir.'
Wenn sie nur wüsste.
Kopfschüttelnd schaute ich ihm ins Gesicht. Ein Knurren entwich seiner Kehle. Er brummte etwas Unverständliches und machte eine Handbewegung. Tief holte ich Luft und warf das silberne Kreuz.
Ein gellender Schrei erfüllte den Raum.
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