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Die Sonne kommt in Martins Leben..

Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Familie / P12 / Gen
Dr. Martin Gruber OC (Own Character)
28.05.2021
23.06.2022
23
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23.06.2022 1.101
 
Der Zustand von Franziskas Vater hatte sich seit der OP nicht verbessert und die Ärzte waren ratlos. Thea und Franziska waren sich in dieser Zeit näher als jemals zuvor. Doch gerade Franziska machte es mehr und mehr zu schaffen, denn ihr Vater erkannte sie aufgrund seiner Demenz nur noch sehr selten und die meiste Zeit war er zwar wach, aber alles andere als anwesend. Martin musste derweil wieder zurück nach Ellmau, auch wenn es ihm mehr als schwerfiel, seine Freundin in dieser schweren Zeit allein zu lassen, doch diese zeigte Verständnis und wusste, wie wichtig Martin seine Patienten waren. Dennoch versprach Martin ihr, dass sie ihn immer anrufen kann und er sich sofort auf den Weg machen würde, sobald etwas passiert. Der Abschied fiel beiden nicht leicht, doch sie wussten, dass es nicht anders geht.

Während Martin sich in Ellmau um seine Patienten kümmerte, war Franziska jeden Tag bei ihrem Vater und am Abend telefonierten Martin und Franziska miteinander um sich auf Stand zu bringen. So auch an diesem Tag. Sie kommunizierten per Videoanruf und so konnte Martin auch Franziskas wachsenden Bauch bewundern. Diese war mittlerweile in der 17ten Schwangerschaftswoche und langsam zeichnete sich eine kleine Wölbung ab. Dies merkte die Schwangere mittlerweile auch an ihrer Kleidung, denn sie betonte Martin gegenüber, dass ihre Jeans langsam nicht mehr passen würde und sie gerade Abends einen ziemlich großen Bauch hätte. Martin war sehr froh, seine Freundin so zu sehen und freute sich schon auf das gemeinsame Wiedersehen, denn wenn alles gut lief, würde sie sich am Ende der Woche auf den Heimweg machen.

Am nächsten Tag machte sich Martin auf den Weg zu Alexander, dieser beschloss am Abend mit seinem einzigen Freund eine ordentliche Party zu feiern, schließlich haben sie das schon lange nicht mehr gemacht und es wurde mal wieder Zeit. Martin sagte ihm zu und informierte Franziska, damit die sich nicht wunderte, warum er nicht anrief. Diese freute sich für Martin und schickte ihm ein Babybauchbild mit einem kleinen Update von ihrem Vater. Martin freute sich auf die Party, schließlich war in den letzten Wochen einiges passiert.

Derweil in München. Franziska hatte gerade das Bild an Martin geschickt, als sie zu ihrem Vater ins Zimmer ging. Zuvor war sie auf der Gynäkologie und hat eine Untersuchung machen lassen um einmal abzuklären, ob mit dem Kind alles in Ordnung sei. Außerdem stand ihr noch ein Gespräch bevor, sie wollte ihrem Vater, sofern er einen guten Moment hatte, von ihrer Schwangerschaft erzählen, schließlich wird er Großvater. Als sie ins Zimmer kam, hielt sie das Ultraschallbild in den Händen und hatte sich am Morgen bewusst ein figurbetontes Kleid angezogen, durch den die Wölbung zu erkennen war. Ihr Vater erkannte sie und freute sich sehr sie zu sehen. Franziska setzte sich zu ihm ans Bett und nahm seine Hand, sie erzählte ihm alles, die ganze Geschichte mit Martin und zum Schluss auch von ihrer Schwangerschaft. Ihr Vater war überglücklich und schaute sich das Bild sehr genau an. Als die Ärzte ins Zimmer kamen um eine Untersuchung vorzunehmen, verschwand Franziska kurz in der Cafeteria um ein Stück Kuchen zu organisieren.

Als sie zurück zum Zimmer ging, fand sie ihre Mutter völlig aufgelöst vor dem Zimmer ihres Vaters. "Mama, was ist los?", fragte Franziska und ging zu ihr. "... dein Vater ist tot!", sagte Thea und die Tränen liefen nur so ihr Gesicht hinunter. "Das kann nicht sein, er war doch... er war...", sagte Franziska und rannte weg, sie konnte es nicht glauben, es muss alles nur ein Traum sein. Sie lief aus der Klinik und suchte sich im Klinikpark eine ruhige Stelle. Auch wenn sie wusste, dass ihre Mutter bei sowas keine Witze machte, wollte sie ihren Worten keinerlei Glauben schenken, das konnte einfach nicht sein.

Thea hatte sich in der Zwischenzeit wieder beruhigt und das sie wusste wie schwer die Zeit jetzt gerade für ihre Tochter werden würde, informierte sie Martin, welcher am Telefon sichtlich geschockt war. Er wollte sich schleunigst auf den Weg machen, doch Thea betonte, dass sie die nächsten Stunden gerne allein mit ihrer Tochter wäre um sich um alles kümmern zu können und sie aufzufangen. Martin verstand das und leistete dem Folge, denn auch wenn er am liebsten sofort losgefahren wäre, ist es so wahrscheinlich besser. Den Abend verbrachte er dann ohne Party, bei sich zuhause und packte einige Sachen für sich und auch angemessene Kleidung für Franziska zusammen, schließlich hatte diese bei ihrer Anreise vor zwei Wochen nicht an diesen Fall gedacht.

In München hatte sich Franziska in der Zwischenzeit beruhigt und gemeinsam mit ihrer Mutter mit den Ärzten gesprochen, wie es zum Tod ihres Vaters kommen konnte. Im Anschluss daran sind die beiden Frauen zurück in die Villa gefahren und haben wichtige Dokumente zusammengesucht. Später zog sich Franziska dann zurück, denn sie brauchte Ruhe und musste den Tag erstmal verarbeiten. Als sie allein auf ihrem Bett saß und spürte, wie sich das Baby in ihrem Bauch bewegte, kamen in ihr erneut die Emotionen hoch und sie weinte. Sie wusste keinen anderen Ausweg mehr als Martin anzurufen, dieser ging sofort ans Telefon. Während Franziska kein Wort herasubrachte, als sie das Telefon in der Hand hatte und mit Martin telefonierte, redete er ihr gut zu und versprach ihr die ganze Nacht am Telefon zu sein. Er setzte sich aufs Bett und sprach immer wieder mit ihr, auch wenn er sie nur schluchzen hörte. Franziska lag derweil zusammengerollt auf ihrem Bett, das Handy neben ihr liegen. Auch wenn sie es gerade nicht sagen konnte, war sie froh Martin an ihrer Seite zu wissen und musste zugeben, dass seine Worte ihr sehr gut getan haben.

Als Martin nur noch ein leises Schnarchen hörte, wusste er das Franziska schlief und schloss ebenfalls die Augen. Am anderen Morgen wurde Franziska wach und hörte ebenfalls ein Schnarchen durchs Telefon. "Martin, bist du noch dran?", sagte Franziska ganz erstaunt ins Telefon. In Ellmau wurde Martin von ihren Worten aus dem Schlaf gerissen. "Was ist Franziska?", fragte Martin, der sich sehr erschrocken hatte. "Warst du die ganze Nacht am Telefon?", fragte Franziska. "Natürlich, auch wenn ich eingeschlafen bin, ich war die ganze Zeit da. Ich werde mich auch gleich auf den Weg zu euch machen, dann bist du nicht mehr lange allein!", sagte Martin und küsste Franziska durchs Telefon. Als die beiden aufgelegt hatten, machte er sich zügig fertig und auf den Weg nach München, Franziska ging erstmal im Morgenmantel durchs Haus, denn trotz der Trauer um ihren Vater, hatte sie mal wieder extremen Hunger am Morgen und begab sich in die Küche.
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