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Affairs & Betrayals

von mairio
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji Yamato Minazuki
28.05.2021
08.07.2022
20
77.143
5
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Dieses Kapitel
1 Review
 
01.04.2022 5.021
 
TWELVE

In der Nacht konnte keiner von ihnen Schlaf finden.
Geistesabwesend strich Chiaki willkürliche Muster auf Maron’s nackter Schulter, während sie mit dem Rücken zu ihm gewandt vor ihm lag und gedankenverloren die Wand anstarrte.
Noch immer lagen sie im Bett. Ihre Klamotten lagen weiterhin verteilt auf dem Boden.
Noch immer lief der Fernseher, erleuchtete als einzige Lichtquelle das dunkle Zimmer.
Was darauf lief, wusste keiner. Der Ton war ausgeschaltet.
Chiaki sah besorgt auf Maron herab. War das zu früh? Hätte ich nichts sagen sollen?, ging es ihm grübelnd durch den Kopf.
Seit er die drei großen Worte ausgesprochen hatte, war Maron noch in sich gekehrter als zuvor. Zugegeben – nach allem, was sie in den letzten Stunden an Gefühlen durchgehen musste, war ein ‚Ich liebe dich‘ womöglich wirklich ein bisschen too much.
Aber es waren Worte, die er in dem Moment unbedingt aussprechen wollte. Er konnte sich nicht helfen. So überwältigt war er von den Gefühlen gewesen, die ihn zu dem Zeitpunkt berauschten. Gefühle, die schon da waren und durch den Sex mit ihr intensiviert wurden. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis gewesen, was er in keinerlei Weise mit früheren Erfahrungen in Vergleich setzen konnte.
Er war natürlich sehr überrascht gewesen, als sie sich unerwartet an ihn gekuschelt hatte und ihn anschließend küsste. Zumal sie seine Annäherungen kurz vorher abgeblockt hatte. Doch als ihre weichen Lippen dann seine berührten, war es um ihn geschehen und-
„Glaubst du an Gott?“, unterbrach Maron’s sanfte Stimme seine Gedanken plötzlich.
Überrascht sowie verwundert über diese unerwartete Frage blickte Chiaki auf sie herab. Sie hatte sich auf dem Rücken gedreht, ihre Hände lagen zusammengefaltet auf der dünnen Bettdecke und ihre Augen fixierten die modrig aussehende Zimmerdecke. Ihre Lippen waren rot geschwollen vom vielen küssen.
„Nicht wirklich“, antwortete er. „Du?“  
„Früher schon.“
„Jetzt nicht mehr?“
Vage hob sie zur Antwort ihre Schultern auf und ab.
Noch immer fragte Chiaki sich, worum es bei diesem Thema eigentlich ging.
Ihr Blick schweifte zu ihm hin und sie schien seine Verwunderung zu bemerken. Für einen Moment schloss Maron ihre Augen und nahm tief Luft.
„Ich... hatte vor vier Jahren eine Fehlgeburt“, wisperte sie.
Schockiert von diesen Worten erstarrte er.
Was?
Mit großen Augen sah er sie erschrocken an.
„Das Jahr danach zwei weitere. Die Letzte vor über eineinhalb Jahren...“ Langsam öffnete Maron wieder ihre Augen, die Blick wieder starr zur Decke gerichtet. Ihre Hände rutschten etwas herunter, ungefähr dort, wo ihr Bauch sich befand. „Es waren jedes Mal Blutungen in der Frühphase“, murmelte sie matt.
Frühaborts also, dachte er sich bestürzt.
„Die Ärzte konnten es sich nicht erklären. Ich bin jung. Mein Körper war gesund. Eine konkrete Ursache konnte trotzdem nicht festgestellt werden.“ Sie seufzte. „Wir haben unseren Familien nie etwas gesagt. Was nützt es auch allen von einer Schwangerschaft zu erzählen, die nicht mehr existierte...“, sprach sie mit bebender Stimme weiter.
„Wir hatten uns so gefreut Kinder zu bekommen...lange hatten wir es probiert, bis es endlich Mal geklappt hat. Und…und jedes Mal, wenn es geklappt hat, verloren wir das Kind und wir waren am Boden zerstört. Beim letzten Mal kam Yamato gar nicht mehr klar. Er war traurig, klar, aber dann war er wütend auf mich. Seitdem wollte er es nie wieder versuchen.“ Tränen strömten ihr das Gesicht herunter. Noch immer vermied sie seinen Blickkontakt. Er konnte förmlich sehen, dass es ihr schwerfiel darüber zu reden. Womöglich war es das erste Mal, dass sie überhaupt mit jemanden darüber sprach.
„Ich fiel in ein sehr tiefes Loch...Ich war depressiv und hatte jeden von mir gestoßen. Besonders Yamato hat darunter gelitten. Weshalb wir auch so lange kein Sex mehr hatten...“ Maron schloss schmerzlich ihre Augen, zog sich die Bettdecke bis zum Kinn hoch und kehrte Chiaki wieder den Rücken zu. „Ich konnte ihn nicht glücklich machen“, sprach sie traurig. „Es ist meine Schuld, weshalb er sich an Miyako gewandte.“
„Nichts davon ist deine Schuld, Maron“, wendete Chiaki sofort ein, stützte sich mit dem Unterarm etwas von der Matratze ab. „Es tut mir furchtbar leid, was dir passiert ist. Aber gibt dir nicht die Schuld dafür! Vielen Frauen ergeht das so“, versuchte er auf sie einzureden. „Das liegt außerhalb deiner Macht. Genauso liegen Yamato’s und Miyako’s Entscheidungen außerhalb unserer Macht. Das geht alles auf die beiden zurück.“ Er stoppte sich, nahm tief Luft und schluckte sich die aufkochende Wut darüber runter. Sich jetzt aufzuregen, würde sie nicht besser fühlen lassen.
Chiaki konnte ihr ansehen, dass der Schmerz über diese Verluste sehr tief saß. Und dass es sie immer noch verfolgte. Jetzt konnte er ihren Gesichtsausdruck in der Baby-Station auch verstehen. Den herzzerreißenden Kummer, der sich darin gespiegelt hatte. Die Art und Weise, wie sie sehnsüchtig auf die Babys starrte, die sie nie bekommen konnte. Und wer weiß...vielleicht auch nie bekommen würde?
Wie konnte er sie bei so einem sensiblen, deprimierenden Thema trösten?
„Warum hat Gott sie mir weggenommen?“, hörte er Maron mit erstickter Stimme flüstern. „Warum tut mir Gott das alles an...?“ Sie weinte und ihr Körper begann zu beben.
Chiaki rückte näher zu ihr ran und nahm sie in seine Arme, umarmte sie von hinten. Sie lagen beide auf der Seite, ihr Rücken war an seine Brust gepresst. „Shhh.“ Sachte strich er beruhigend ihren Oberarm auf und ab. „Ich weiß nicht, warum dich Gott so leiden lässt, aber...“ Er dachte für einen Augenblick lange nach, suchte nach den richtigen Worten. „Man sagt auch, dass Gott für alles einen Grund hat...,dass hinter jeder Hürde ein tieferer Sinn steckt, den wir noch nicht verstehen. Und man sagt, dass Gott einen reich belohnen wird, wenn die Zeit reif ist.“
Maron schluchzte, weinte noch heftiger. Chiaki wusste nicht, was er noch tun konnte, um ihr Trost zu spenden, als sie noch fester zu umarmen. Seine Arme schlangen sich um ihre schmale Taille. Mitfühlend legte er sein Kinn auf ihrem Kopf ab.
„Chiaki“, beim Klang seines Namens horchte er auf. „Es tut so weh...“, sagte sie mit leiser Stimme. Unerwartet nahm sie eine Hand von ihm und legte sie auf ihre Brust. „Bitte macht das es aufhört.“ Chiaki spürte, wie sein Herz aufklopfte und wie heiß ihm wurde.
Er verstand sofort, was sie damit andeuten wollte. Aber war es auch das Richtige?
Sie machte ihm mehr als deutlich, dass sie es brauchte.
Und er war sich sicher, dass er ihr diese Bitte nicht abschlagen konnte. Oder ihr überhaupt Nein sagen konnte.
Er war sich sicher, dass er ihr jede Bitte, jeden Wunsch erfüllen wollen würde. Nur damit ihre Tränen verebbten.
Mit diesem Entschluss drückte er Maron so fest an sich, dass kein Millimeter Luft zwischen ihnen war. Er beugte sich mit dem Kopf runter und begann heiße Küsse auf ihrem Nacken zu verteilen.
Ein gehauchtes Seufzen entkam ihr. Dies spornte ihn noch mehr an. Leicht knabberte an ihrem Ohr und dann wieder zurück zu ihrer Halsbeuge. Ein weiteres Seufzen von ihr. Die Hand auf ihrer Brust begann sich zu bewegen, sie zu massieren. Seine andere Hand wanderte unterdessen nach unten und fand auch schnell sein Ziel.
Sie keuchte laut auf, als Chiaki sachte über ihre sehr erregte Mitte strich. Er spürte, wie sensibel ihr Körper von ihrem Akt davor noch war. Sie streckte ihr Becken seiner Hand entgegen und rang bei seiner Berührung nach Erlösung.
Er nahm seine Lippen von ihrem Hals, drehte mit der oberen Hand ihr Kinn zu sich und küsste ihren offenen Mund. Sofort gewährte er sich mit der Zunge Einlass, was Maron aufseufzen ließ. Dieses Seufzen wandelte sich direkt in ein Stöhnen um, als seine Finger in ihr waren.
„Oh fuck!“, stöhnte sie auf, als sie ihre Lippen von seinen wegriss und er seine Hand in einem befriedigenden Tempo bewegte. Ihre Atmung wurde gehetzter. Die süßen Geräusche, die aus ihr kamen, dominierten den Raum. Besonders liebte Chiaki die Laute, die er in ihr entfachen konnte.
Sie hob ihr Bein an, kickte dabei die Bettdecke weg und hakte es hinter seines ein. So verschaffte sie ihm mehr Platz und er konnte förmlich fühlen, wie ihre Erregung mit jedem weiteren Moment wuchs. Es war unglaublich heiß.
Seine eigene Erregung stieg immer weiter an, während er mit der Hand schneller wurde, sie sich in seinen Armen rekelte und sich dabei mehr und mehr an ihm rieb.
Doch bevor er sie ihren Höhepunkt erreichen ließ, stoppte er. Maron ließ einen gequälten Laut, welcher direkt erstickt wurde, als er von hinten in sie eindrang. Stöhnend trafen ihre Münder erneut aufeinander, versiegelten sich zu einem groben, fordernden Kuss, der beide noch mehr antrieb.
Maron wimmerte. In einem stetigen Tempo bewegte er sich in ihr. Er genoss das Gefühl ihres Körpers, liebte es. Sie fühlte sich so unfassbar gut an, da wollte er alles und die Welt vergessen. Nichts anderes zählte in dem Moment als sie.
Stöhnend drehte Maron sich auf dem Bauch, sodass Chiaki nun über ihr war. Er drückte ihr federleichte Küsse auf die Schultern und Schulterblätter. Gott, wie sehr er diese Frau begehrte...so wie er noch nie eine Frau zuvor begehrt hatte.
Sie hob ihre untere Körperhälfte auf den Knien etwas an, während er sich mehr aufrichtete und ihre Hüfte festhielt. Maron fluchte bei der neuen Position, als er Stellen so tief in ihr traf, dass sie nicht aufhören konnte, laut zu stöhnen. Kurze Zeit später vergrub sie ihr Gesicht in das Kissen und schrie vor Ekstase.
Doch damit hörte es noch lange nicht auf. Stunden vergingen, in der sie sich auf nichts anderes konzentrierten als die Lust zwischen ihnen, geleitet von ihrem innersten Verlangen. Mit Hingabe ließen sie sich ihren Trieben einfach fallen.
***

Der Morgen kam schnell und weckte Maron mit ihren ersten Sonnenstrahlen auf. Hellwach lag sie im Bett und sah Chiaki beim Schlafen zu. Der Hauch eines Lächelns haftete auf ihrem Gesicht, während sie das tat. Er sah so friedlich aus. Es war ein süßer Anblick.
Nach einer Weile beschloss Maron aufzustehen. Vorsichtig löste sie sich von Chiaki’s Armen, wollte ihn auf keinem Fall wecken, und stand vom Bett auf. Daraufhin ging sie ins Bad und trat unter die Dusche.
Das warme Wasser rieselte auf sie herab und sie wusch sich mit Seife die Spuren von letzter Nacht weg. Bei den Erinnerungen lief Maron rot an.
Sie konnte nicht glauben, was ein Kuss allein ausgelöst hatte. Sie hatte nicht erwartet, dass sie so weit gehen würden. Aber es hatte sich so befreiend gut angefühlt…
Hatte Sex sich schon immer so gut angefühlt? So gut, dass sie nicht genug bekam? Sie konnte sich nicht daran erinnern mit Yamato jemals sowas vergleichbares in all den Jahren erlebt zu haben…diesen unersättlichen Drang, dieses Bedürfnis nach mehr…
Aber bereuen tat sie es nicht. Zu ihrem eigenen Erstaunen.
Genauso wenig konnte Maron nicht glauben, dass sie mit ihm über ihre Fehlgeburten gesprochen hat. Noch nie hatte sie mit jemand darüber geredet. Selbst Natsuki konnte sie sich nicht anvertrauen. Doch bei Chiaki sprudelten ihr die Worte mit Leichtigkeit über die Lippen.
Maron strich sich seufzend durch die nassen Haare. Es war wirklich eine lange Nacht gewesen...
Nachdem sie fertig geduscht hatte, kehrte sie ins Zimmer zurück. Chiaki lag noch auf dem Bett und schlief. Ihr Magen begann plötzlich laut zu knurren. Verlegen schlang sie sich die Arme um den Bauch. Ihr Blick huschte durch den Raum und blieb am Telefon des Hotelzimmers hängen.
Lautlos tapste Maron darauf zu und nahm den Hörer ab. Sie drückte auf die Kurzwahl der Rezeption und fragte leise nach dem Zimmerservice. Dabei ließ sie Chiaki nicht aus den Augen, achtete darauf ihn nicht aus Versehen zu wecken. Gott sei Dank, schlief er noch tief und fest. Sie bestellte für sich und ihn Frühstück aufs Zimmer und legte anschließend auf.
Daraufhin zog sie sich frische, neue Klamotten an. Darunter eine schlichte Bluse und eine Jeans.
Klopfend meldete sich keinen Augenblick später der Zimmerservice. Dies schien Chiaki zu wecken, denn ein müdes Ächzen war von ihm zu hören und er drehte sich von der einen Seite auf die andere.
Hastig machte Maron die Zimmertür auf, nahm den kleinen Servierwagen mit zwei Frühstücksteller und zwei Kaffeetassen an sich und bedankte sich freundlich bei dem Mitarbeiter. Als sie zu Chiaki zurückkehrte, saß er mittlerweile aufrecht, den Rücken am Kopfende des Bettes angelehnt.
„Hey“, sagte sie.
Mit zusammengekniffenen Augen blinzelte er und drehte seinen Kopf in ihre Richtung. Maron schmunzelte bei seinem müden Gesichtsausdruck.
„Hey“, erwiderte er halbgähnend.
Kichernd hielt Maron ihm eine Tasse Kaffee entgegen.
„Ist der für mich?“, fragt er.
Sie nickte und setzte sich vor ihm auf die Bettkante hin. Das Frühstück, welches aus einfachem Toast mit Marmelade und zwei Croissants bestand, hatte sie zwischen ihnen gestellt.
Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Danke.“ Chiaki nahm die Tasse an und trank einen Schluck. Anschließend nahm er sich einen Teller und stellte es sich auf dem Schoß ab.
Maron nippte selbst an ihrem Kaffee, den Blick verlegen von ihm abgewandt, die Wangen rosarot. Schließlich saß er oberkörperfrei vor ihr, die Bettdecke war das Einzige, was seine untere Körperhälfte bedeckte. Stell dich nicht so an, ohrfeigte sie sich in Gedanken selbst, Es ist schließlich nicht so, als hättest du noch nie einen Mann nackt gesehen!
Sie dachte wieder an den Sex mit ihm zurück und wurde noch roter. Reue oder Scham empfand sie nach wie vor noch nicht.
„Chiaki...hör mal, ehm, wegen letzter Nacht-“, setzte sie an, warf ihm einen schüchternen Blick zu und strich sich mit der bandagierten Hand, eine Strähne hinters Ohr.
Er schluckte sich den Schluck Kaffee runter und lächelte sie warm an, was ihr Herz zum Klopfen brachte. Er nahm ihre Hand vom Ohr und führte sie zu seinen Lippen.
„Ich bereue keine Minute davon“, sagte er sanft.
„Ich- Ich auch nicht“, gestand sie ihm leise, das Gesicht glühend rot.
„Gut.“ Chiaki zog sie zu sich und drückte ihr einen süßen Kuss auf die Lippen. Dabei rückte er etwas zur Seite, damit sie neben ihm Platz nehmen konnte. „Lass uns später darüber reden.“
Maron nickte peinlich berührt und lehnte sich an ihn. Dass er jetzt so unbeschwert seine Gefühle für sie zeigte, war immer noch merkwürdig für sie.
Sie frühstückten beide und genossen so entspannt wie möglich den frühen Morgen.

Nach dem Frühstück ging Chiaki ins Bad, um zu duschen, während Maron schon mal ihre Sachen für die Rückreise einpackte. Eine halbe Stunde später kam er vollbekleidet wieder raus. Mit wenigen Handgriffen war auch seine Tasche fertig gepackt. Ihr fiel auf, dass sein Ehering immer noch auf dem Nachttisch lag, sagte jedoch nichts. Er sah nicht so aus, als würde er ihn anziehen wollen.
„Ich habe nachgedacht“, sagte Chiaki plötzlich. Fragend drehte Maron sich zu ihm um. „Ich will sie konfrontieren gehen.“
Ihre Augenbrauen schossen in die Höhe. „Konfrontieren?“
Er nickte.
„Wann?“, fragte sie, immer noch überrascht.
„Jetzt.“
„Jetzt?!“
Wieder nickte Chiaki und zuckte mit den Schultern. „Es ist gehoppt, wie gesprungen, ob ich es hier mache oder wenn sie wieder in Momokuri ist. Und um ehrlich zu sein, habe ich keine Lust dieses Gespräch unnötig hinauszuzögern, wenn ich es auch jetzt erledigen kann“, erklärte er und steckte mit einem langen Atemzug die Hände in die Hosentasche. „So und so wird Miyako zu Hause von den Scheidungspapieren in Empfang genommen.“
Maron starrte ihn mit offenem Mund an, musste das noch verarbeiten.
„Das siehst du doch genauso, oder?“, fragte er.
Sie machte ihren Mund auf und direkt wieder zu. „Willst du, dass ich mitkomme?“, brachte sie als Frage schließlich heraus.
„Macht doch Sinn. Du musst früher oder später sowieso Yamato damit konfrontieren“, sprach Chiaki in einem sachlichen, aber dennoch eindringlichen Ton auf sie ein. Er ging auf sie zu. „Wenn wir es jetzt machen, dann sind wir wenigstens zusammen. Du musst das nicht allein machen, verstehst du?“
Wusste er, dass sie zu Hause mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht den Mut dazu gehabt hätte ihn zur Rede zu stellen? Tut er ihr deshalb diese einmalige Chance anbieten, dass sie zusammen den Schlussstrich ziehen konnten?
Egal, was Yamato ihr an den Kopf werfen würde, Chiaki wäre definitiv an ihrer Seite, um ihr Rückhalt zu geben. Und dasselbe würde sie natürlich auch für ihn machen, sollte Miyako sich danebenbenehmen.
Maron sah zu Chiaki auf, der erwartungsvoll auf ihre Antwort wartete.
Langsam nickte sie. „Okay“, hauchte sie und straffte ihre Schultern. Wappnete sich innerlich auf das, was kommen wird.
Die Aufregung war hoch, genauso wie die Angst.
***

Nachdem die beiden ausgecheckt haben, fuhren sie direkt zum Saryo Hotel. Es war immer noch recht früh am Morgen, gerade mal neun Uhr. Laut Chiaki schlief Miyako an Wochenenden immer sehr lange aus. Weshalb er davon ausging, dass ihre Ehepartner noch im Hotel sein werden.
Maron unterdessen versuchte gerade an nichts anderes zu denken, als zu atmen. Mit jeder Minute, in der sie sich dem Luxus-Hotel näherten, schnürte sich ihr Hals mehr und mehr zu.
Sie war so dermaßen angespannt, sie hatte noch nicht mal mitbekommen, dass sie vor dem Hotel auf einmal standen. Bis Chiaki ihre Hand nahm und sanft drückte. Maron zuckte zusammen und drehte ihren Kopf zu ihm um.
„Bereit?“, fragte er mit einem ernsten Ausdruck. War er denn nicht nervös?
Ihr Herz klopfte so laut, ihre Ohren begannen zu rauschen. So aufgeregt war sie.
Maron schloss kurz die Augen und nahm ein paar tiefe Atemzüge, ehe sie schließlich nickte.
Beide stiegen aus dem Wagen aus und begaben sich in die Lobby. Die Dame an der Rezeption lächelte freundlich.
„Guten Morgen. Möchten sie einchecken? Wir haben wundervolle Suites. Perfekt für Flitterwochen und romantische Aufenthalte.“
„Nein. Wir möchten gerne wissen, in welchem Zimmer Yamato Minazuki und Miyako Nagoya eingecheckt sind“, sagte Chiaki.
Kurz schaute die Dame auf ihrem Bildschirm und tippte. „Minazuki ist bei uns nicht registriert, aber eine Ms. Nagoya ist auf jeden Fall mit ihrem Mann hier eingecheckt.“
Für einen Moment starrten Maron und Chiaki sie entgeistert an, konnten es nicht glauben, dass ihre Ehepartner diese Nummer wieder abzogen.
„Zum Schutz unserer Gäste kann ich Ihnen allerdings nicht einfach die Zimmernummer mitteilen. Sie bräuchten schon einen triftigen Grund dafür“, sagte die Rezeptionistin und blickte ihn nun leicht skeptisch an.
Darauffolgend holte Chiaki seinen Personalausweis raus und schob es ihr zu. „Ich bin ihr Ehemann“, sagte er in einem harten Ton. „Und der Kerl ist ihr Ehemann.“ Er nickte mit dem Kopf zu Maron. „Reicht das als Grund?“
Der Frau fiel der Mund auf, als sie zwischen ihm und Maron hin und her sah. „E-Einen Moment bitte“, sagte sie, nachdem sie sich wieder gefasst hatte und kramte kurz in einer Schublade. Sie gab ihm eine Karte mit einer Nummer drauf. „Bitte schön.“ Ein mitleidiger Ausdruck war nun auf ihrem Gesicht.
Dankend nahm Chiaki die Karte an und ging zu den Aufzügen. Gemeinsam fuhren er und Maron hoch. Im obersten Stockwerk lief er gezielt zu der richtigen Tür und entriegelte sie. Er drückte die Türklinke runter, machte die Tür auf und ging rein. Maron war ihm dicht auf den Fersen.

Es war still drinnen, nicht einmal ein Schnarchen war zu hören. Maron runzelte die Stirn und zog kritisch blickend ihre Augenbrauen zusammen, als sie beide in die Suite traten und das große Kingsize-Bett leer fanden. Die Decke war auf dem Boden und die Laken waren verdreht und verheddert. Klamotten lagen kreuz und quer verteilt herum.
„Wo-“ begann Maron zu flüstern, aber Chiaki hielt seinen Zeigefinger vor die Lippen. Er zeigte auf eine geschlossene Tür. Das dumpfe Geräusch von Wasser und Gelächter war daraus zu hören.
Ihr wurde übel. Sie stolperte zurück, trat dabei auf Yamato’s Jackett, welches er am Abend davor trug. Maron hob es vom Boden auf. Chiaki, der stand neben ihr, lehnte sich an dem Tisch hinter sich zurück und wartete mit verschränkten Armen gespannt darauf, dass ihre Ehepartner endlich aus dem Bad kamen.
Die Stimmen wurden lauter. Wut begann langsam die Angst in ihr zu verdrängen. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten.
Noch immer hielt sie das Jackett in der Hand und bemerkte, dass etwas Schweres sich darin befand. Sie tastete die Taschen ab und wurde in der Innentasche fündig. Sie holte den Inhalt heraus. Als Maron sah, was es war, erbleichte sie.
In genau dem Moment ging die Badezimmertür auf. Miyako kam kichernd heraus, bekleidet in einen Bademantel, während Yamato, der ebenfalls einen Bademantel trug, mit den Armen um sie, an ihr hing. Ihr Gelächter brach abrupt ab, als sie Maron und Chiaki sahen.
„Chiaki!“, kam es erschrocken von Miyako.
„Maron?“, brachte Yamato verwirrt hervor.
Die Wut in Maron nahm überhand. „Was geht hier vor?!“, schrie sie.
Beide zuckten und guckten nach wie vor überrascht.
Yamato löste sich direkt von Miyako und hielt die Hände in einer defensiven Haltung hoch. „Maron, es-“
„Komm mir ja nicht mit ‚es ist nicht so, wie es aussieht‘!“, fuhr sie ihm dazwischen. „Wir wissen, dass ihr euch regelmäßig trefft und miteinander schlaft!“
Er wollte etwas einwenden, überlegte es sich dann doch anders. „Okay“, räusperte er sich, legte seine Hände auf den Hüften ab, „Ich wollte aber nicht, dass du es auf dieser Weise herausfindest.“
Diese Worte ließen eine Sicherung in ihr durchbrennen. „Ach ja? Wie hätte ich es sonst herausfinden sollen?!“, entgegnete Maron mit Gift in der Stimme. „Oh, lass mich überlegen: wie wäre es mit einer dubiosen Hotelrechnung aus Thailand, die an das Ehepaar Minazuki adressiert war...dabei war ich noch nie in Thailand! Oder der Fakt, dass du deine Ehefrau und deine Geliebte mit derselben Handtasche beschenkst? Denkst du ernsthaft, ich würde nicht mitbekommen, dass mein Mann mich mit einer anderen betrügt?!“, höhnte sie, wurde mit jedem Satz immer lauter. Sie kochte. „Denkst du, ich bin ein Idiot?!“
„Womöglich“, kommentierte Chiaki trocken.
Yamato funkelte ihn an. „Du hältst dich gefällst hier raus.“
Chiaki stieß einen verächtlichen Laut aus. „Den Teufel werde ich tun. Es ist schließlich meine Ehefrau, die du vögelst. Ich habe daher ganz gutes Recht hier zu sein und dieser Konversation was beizusteuern.“
Miyako wandte sich Chiaki zu. „Wie-Wieso seid ihr hier?“
„Wir wollen euch zur Rede stellen“, sagte er und blickte sie nüchtern an.
Sie zog eine Augenbraue hoch. „Nur zum Reden seid ihr vier Stunden hierhergefahren?“
Er zuckte gleichgültig mit den Schultern. „Eigentlich sind wir schon seit gestern in Sendai und haben euch beim Rummachen gefilmt.“
Ihr Mund fiel entgeistert auf. „Wieso??“, fragte sie in einem abstoßenden Ton.
„Wieso wohl? Damit ich das dem Scheidungsanwalt vorzeigen kann und du nichts zu profitieren hast.“
Yamato lachte selbstgefällig. „Schon mal was von einem Ehevertrag gehört? Das hätte dir einiges an Aufwand erspart.“
„Okay, dass reicht.“ Miyako stellte sich mit erhobenen Händen zwischen beide Männer.
Chiaki blickte sie unverwandt an. „Wie lange läuft das schon zwischen euch?“  
„Drei Monate“, antwortete Miyako seufzend und setzte sich auf das Bett hinter sich hin, verschränkte ihre nackten Beine. „Chiaki, schau. Wir wissen beide, dass diese Ehe uns nicht mehr glücklich gemacht hat“, fing sie an. „Ich war wegen der Arbeit nicht immer da und wenn ich es war, dann du warst mehr mit deiner Arbeit verheiratet als mit mir. Für gewöhnlich freut man sich ja, wenn man nach langer Zeit zum Partner wieder kommt, aber Ich habe es gehasst nach Hause zu kommen. Es war erdrückend einsam und langweilig, weil du ständig im Krankenhaus warst. Denkst du nicht, dass es dann verständlich ist, dass ich mich nach mehr Intimität und Nähe sehne?“
Maron verengte ihre Augen. „Willst du jetzt Mitleid? Nur weil du dich vernachlässig gefühlt hast, gibt es dir noch lange nicht das Recht jemand anderen den Ehemann zu stehlen und-“
„Eigentlich-“, schnitt Miyako ihr schmunzelnd das Wort ab, hielt belehrend einen Finger hoch. „-war Yamato derjenige, der den ersten Schritt gemacht hatte.“
Irgendwie schockte diese Offenbarung sie mehr als alles andere. Mit großen Augen blickte sie zu Yamato, der keinerlei Gefühlsregung zeigte, als sich ihre Blicke trafen. „Wie kannst du nur? Nach allem, was wir durchgemacht haben?!“
„Ich wollte aus diesem verdammten Loch raus, in das du mich runtergezogen hast, okay?“, platzte es frustriert aus ihm heraus. „Ich hatte versucht Geduld und Verständnis dir zu zeigen, Maron. Aber, Herr Gott nochmal, es hatte Monate gedauert, bis ich überhaupt wieder ein Kuss von dir bekam.“ Er warf die Hände in die Höhe. „Wer weiß, wie lange ich gewartet hätte, bis du mich wieder ganz an dich rangelassen hättest!“
„Und du meinst jetzt, ich habe dich dazu getrieben mir fremdzugehen?!“ Ein humorloses Lachen entkam ihr. „Wow…macht ja auch Sinn!“ Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. „Das ist wahrlich die erbärmlichste Erklärung dafür, weshalb du ihn nicht in der Hose lassen konntest.“
Yamato verzog sein Gesicht zu einer wütenden Grimasse. „Fein!! Ich hatte keinen Bock mehr, okay! Ich hatte kein Bock mehr auf dieses Leben mit dir. Ich fühlte mich von dir gefangen und -“
„Gefangen?! Von mir?! Wenn du dich so unglücklich gefühlt hast, dann hättest du erstmal mit mir darüber reden können-“
„Reden? Du gabst mir noch nicht mal die Chance über mich und meine Gefühle zu reden! Das Einzige, worüber wir immer reden mussten, war wie furchtbar elend du dich fühlst. Wie sehr du trauerst. Blah blah blah“, entfuhr es Yamato nun sichtlich genervt. „Ey, komm. Es war nicht so, als hätten diese Dinger wirklich gelebt“, merkte er abwertend an.
„Dinger?! Wirklich gelebt?“, wiederholte sie entsetzt. „Für mich haben unsere- nein, meine Babys gelebt und existiert!“
Fassungslos starrte Maron ihn an. Sie konnte nicht glauben, dass derselbe Mann vor ihr stand, den sie ihr ganzes Leben lang schon kannte. Den sie geliebt und geheiratet hatte. Sie erkannte diesen Mann gar nicht mehr wieder.
„Ich dachte, du liebst mich“, brachte sie mit gebrochener Stimme hervor.
Er seufzte, knifft sich zwischen die Augen. „Nein. Ich liebe dich nicht mehr.“
Maron wartete auf den Stich in ihrem Herzen, den sie bei den Worten erwartete – doch der kam nicht.
„Und du liebst mich nicht mehr“, fügte Yamato hinzu.
Dies konnte sie ihm auch nicht abstreiten. Denn sie hatte die Wahrheit für sich selbst in dem Moment erkannt: dass sie keine Liebe mehr für ihn empfand. Das war ihr in dem Augenblick mehr als klar geworden.
„Zugegeben, ich hatte Mitleid mit dir und hatte daher versucht dir Gutes zu tun, als ich wiederkam. Die Geschenke, die Restaurantbesuche-“
„Ach, und dazu gehört ein spontanes Doppeldate?!“
„Das war Zufall“, sagte Miyako. „Wir hatten uns nicht abgesprochen.“
„Das ist wahr“, bestätigte Yamato. „Ich habe Miyako an dem Tag nicht gesagt, wo wir waren.“
„Ändert nichts daran, dass du ein selbstsüchtiges Arschloch bist“, knurrte Chiaki. „Du hörst dich an, als hätte Maron es verdient so verletzt zu werden.“
Irritiert sah Yamato zu ihm. „Denkst du etwa, mir hat es nicht wehgetan, wenn sie mich jedes Mal abwies?“
Chiaki ballte seine Fäuste. „Nein, dass denke ich nicht. Ich kann mir das sogar ganz gut vorstellen. Schließlich habe ich Miyako selbst oft genug abgewiesen und wehgetan, das gebe ich zu. Aber Maron hatte mit größeren Dingen zu kämpfen gehabt. Weshalb du aufhören solltest ihr alles in die Schuhe zu schieben!“
Yamato schnaubte. „Du hast doch keine Ahnung, worum es geht, Nagoya!“
„Ich weiß genug. Glaub mir“, zischte Chiaki und fixierte ihn mit einem stechenden Blick.
Für einige Sekunden herrschte Stille.
„Moment mal...“ Miyako sah zwischen Chiaki und Maron ein paar Male hin und her. In der nächsten Sekunde breitete sich ein amüsiertes Grinsen auf ihrem Gesicht aus und sie deutete mit dem Zeigefinger auf die beiden. „Läuft da was zwischen euch?“
„Was?!“ Schockiert sah Yamato zuerst zu ihr und dann zu den beiden. Sein Blick ging von Chiaki zu Maron und wieder zurück. „Du hast mit meiner Frau geschlafen?!“ War das Eifersucht in seiner Stimme? Obwohl er eine andere liebte?
„Alter. Du hast mit meiner Frau zuerst geschlafen“, verdrehte Chiaki seine Augen. „Uns kann man mit euch nicht in einem Topf schmeißen“, sagte er, leugnete die Anschuldigung nicht.
„Genial!“, lachte Miyako. Sie amüsierte sich herzlich. „Wir tauschen unsere Partner.“
Sie sah zu Maron. „Hast du vorhin nicht zugehört? Der Kerl ist ein Workaholic. Er hat keine Zeit für eine Beziehung. Du wirst mit ihm genauso miserabel und einsam sein wie jetzt, Maron. Du wirst allein daheim hocken, während er auf Arbeit ist. Es ist kein Wunder, wieso er keine Frau halten kann.“ Miyako grinste sie selbstgefällig an. „Aber vielleicht steht ihr ja auf dieses langweilige, sexlose Leben.“
Ehe Maron sich zurückhalten konnte, hatte sie sich auf Miyako gestürzt und ihr eine kräftige Ohrfeige verpasst. Kreischend hielt Miyako sich das Gesicht.
„Fick dich! Chiaki hat solche egoistischen Schlampen wie dich nicht verdient!“, explodierte es förmlich aus Maron.
Chiaki schlang seine Arme um ihren Bauch und riss sie von ihr los, während sich Yamato schützend vor Miyako stellte. Was Maron noch mehr erzürnte.
„Und du!!“ Sie zeigte mit dem Finger auf ihn, während Chiaki sie immer noch mit aller Kraft zurückhielt. „Wenn du schon mit einem Antrag um die Ecke kommen willst, dann trenn dich gefällst zuerst von deiner ersten Frau!“
Wutentbrannt schmiss Maron ihm die kleine Schatulle, die sie gefunden hatte, an die Brust.
Geschockt sahen Chiaki und Miyako auf die Schatulle, die nun offen auf dem Boden lag. Ein schöner Ring befand sich darin, der hochwertiger aussah als Maron’s Ehering.
Seufzend rieb sich Yamato den Nacken, hob den Ring auf und wandte sich an Miyako.
„Ich hoffe, er gefällt dir“, sagte er sanft.
Sie lächelte mit großen, begeisterten Augen. „Er ist perfekt“, erwiderte sie, nahm seine Hand.
„Ihr seid wirklich zum Kotzen“, sagte Chiaki angewidert.
Genervt rollte Miyako mit den Augen. „Seid ihr fertig? Ihr habt uns erwischt. Wir haben geredet. Das ändert nichts an unseren Gefühlen.“ Sie warf sich die feuchten Haare nach hinten. „Da die Katze aus dem Sack ist, können wir alle diesen Zirkus hier beenden.“
„Ich habe mit Haruta vor ein paar Tagen geredet und die Scheidungspapiere bereits vorbereitet“, sagte Yamato an Maron gerichtet. „Die Details klären wir, wenn ich morgen nach Hause komme.“
Maron riss sich von Chiaki los und zeigte ihnen den Mittelfinger. „Was auch immer! Fick dich einfach, okay? Ich will dich am liebsten gar nicht mehr sehen!“ Wutentbrannt riss sie sich ihren Ehering, der fast ein Jahrzehnt an ihrem Finger hing, ab und schmiss es ihm gezielt ins Gesicht. „Ich hasse dich! Für mich bist du gestorben, Yamato! Ihr könnt meinetwegen beide zur Hölle fahren!!“
Mit den Worten stampfte sie zur Tür, würdigte ihnen keines Blickes mehr.
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