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Affairs & Betrayals

von mairio
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Het
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji Yamato Minazuki
28.05.2021
02.07.2021
6
20.327
3
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Dieses Kapitel
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28.05.2021 2.452
 
Alle KKJ-Charaktere gehören Arina Tanemura. Ich habe keine Rechte!!

Hinterlasst bitte Kommentare (wenn ihr wollt) eure Meinung würde mich interessieren. :)

Viel Spaß beim Lesen!

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ONE

„Sieht wohl so aus, als würdet ihr neue Nachbarn bekommen.“
Maron drehte ihren Kopf und sah den großen Umzugswagen, auf den ihre Freundin zeigte, sowie den Umzugslift und die Arbeiter, die unzählige Kisten aus dem Wagen trugen.
„Was für Leute wohl einziehen werden?“, fragte sie sich.
Natsuki zuckte mit den Schultern. „Also, wie kommst du mit deinem Manuskript voran?“, führte sie das eigentliche Gespräch wieder fort, ehe sie kurz abgeschweift war.
„Schleppend“, antwortete Maron, wollte gar nicht daran denken. „Ich habe meine Charaktere und meinen roten Faden für die Story, aber irgendwie ist da trotzdem eine Blockade. Hoffentlich legt die sich bald wieder, damit ich alles zur Deadline meiner Redakteurin schicken kann.“
„Es wird bestimmt noch ein oder zwei Jahre dauern, aber ich freu mich schon darauf, dich als Bestseller-Autorin feiern zu können“, grinste Natsuki.
Lachend rollte Maron mit den Augen. „Du bist viel zu optimistisch.“
„Was? Ich weiß, dass du Talent hast.“
„Heißt noch lange nichts.“
„Du solltest deinen Pessimismus etwas runterschrauben, Süße.“
„Ja, ja“, brachte Maron nur entgegen.
Die Freundinnen verabschiedeten sich vor dem Eingang des Orléans Gebäudes voneinander und sie ging rein, passte dabei auf, den Umzugsleuten nicht in die Quere zu kommen.
Maron stieg in den Fahrstuhl und drückte den Knopf zum siebten Stock, wo auch die Penthouse-Wohnung sich befand, welche sie bewohnte.
„Halten Sie bitte den Fahrstuhl auf!“
Hastig drückte Maron den Knopf, um die Türen aufzuhalten. Eine junge, hübsche Frau mit kurzen, dunklen Haaren eilte mit einem Umzugskarton in den Aufzug rein.
„Danke vielmals!“
„Nichts zu danken.“ Maron lächelte ein freundliches Lächeln. Der Fahrstuhl ging zu und fuhr hoch. „Sie ziehen also neu ein.“
„Ja, ich und mein Mann.“ Die Frau streckte ihr die Hand aus. „Miyako, mein Name. Miyako Nagoya.“
„Maron Minazuki“, schüttelte sie ihr die Hand.
„Freut mich Sie kennenzulernen.“
„Willkommen in der Nachbarschaft. Und duz mich ruhig.“
„Danke“, lächelte Miyako und blickte kurz auf die Anzeige des Fahrstuhls. „Wir werden also im selben Stockwerk wohnen.“
Maron fiel erst jetzt auf, dass Miyako keinen Knopf gedrückt hatte. „Ja, sieht wohl so aus. Bestimmt begegnet man sich ab und an.“
„Schwer zu sagen. Ich werde aufgrund meiner Arbeit viel außer Haus sein.“
„Was machst du beruflich, wenn ich das Fragen darf?“
„Ich bin Flugbegleiterin. Komme also viel herum.“
„Stelle ich mir aufregend vor. Mein Mann ist beruflich auch viel auf der Welt unterwegs.“
In genau dem Moment kam der Fahrstuhl oben an und die Türen gingen auf.
„Oh!“, entkam es Maron, die ihren Mann warten sah. „Hey, Schatz.“
„Hey“, kam es von Yamato zurück und sie gab ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen.
„Musst du wohin?“, fragte sie.
„Ja, mein Vater- ich meine, mein Boss hat angerufen und ich soll kurz zur Firma fahren. Dauert nicht lange.“
„Ah, verstehe.“ Maron wandte sich Miyako zu. „Miyako, das ist mein Ehemann. Yamato, das ist Miyako. Sie und ihr Mann ziehen hier neu ein.“
„Willkommen“, entgegnete er knapp, aber lächelnd. „Ich muss jetzt leider los. Bis heute Abend.“
„Tschüss.“ Maron winkte ihm noch hinterher, bis er hinter den Fahrstuhltüren verschwunden war.
„Er scheint ein vielbeschäftigter Mann zu sein“, merkte Miyako an, den Blick noch auf die geschlossenen Fahrstuhltüren gerichtet.
„Ja. Aber man muss sich schließlich finanzieren können.“
„Das stimmt. Nun, ich gehe mal“, wandte Miyako sich ihr wieder zu, „Der Umzug ist noch im vollem Gange. Bis irgendwann mal.“
„Ja, man sieht sich“, verabschiedete Maron sich.
Die beiden Frauen gingen zu ihren jeweiligen Wohnungen, die gegenüber voneinander waren. Während Maron noch nach ihrem Schlüssel suchte, hörte sie, wie die gegenüberliegende Tür aufging.
„Hey, Chiaki! Ist noch viel im Wagen übrig?“, hörte sie Miyako sagen.
„Nein, nicht mehr viel. Wir müssten bald fertig sein. Beziehungsweise die Jungs vom Umzugsunternehmen, da die ja die meiste Arbeit machen“, kam es von einer angenehmen Männerstimme lachend. Die Vermutung liegt nahe, dass dieser Chiaki ihr Mann war.
Kurz blickte Maron neugierig über ihre Schulter, sah einen großen, gutaussehenden, sportlich gebauten Mann mit kurzen blauen Haaren vor Miyako stehen. Plötzlich sah er unerwartet zu ihr rüber und ihre Blicke trafen sich für einen minimalen Moment, ehe sie ihren Kopf schnell wieder wegdrehte.
„Übrigens - ich muss heute Abend ins Krankenhaus. Muss für einen Kollegen einspringen“, hörte sie ihn weitersprechen.
„Ach so, nicht so schlimm, Scha-“ Die Tür fiel mit einem lauten Klick zu.
Maron hatte in der Zwischenzeit ihre eigene Wohnungstür aufgeschlossen und ging rein.

„Ich habe gerade unsere neuen Nachbarn kennengelernt“, hörte Chiaki Miyako hinter sich beiläufig sagen, während er die Umzugskartons im Wohnzimmer umstellte, um Platz für die großen Möbel zu schaffen, die von den Umzugsarbeitern durch die großen Fenster gebracht wurden. „Sind gegenüber von uns.“
„Ach so?“, erwiderte er, stapelte ein paar Kartons übereinander. „War das die von eben?“
„Ja. Maron heißt sie“, antwortete Miyako.
Unbewusst dachte Chiaki an die Frau von vorhin zurück. Es war nur für einen ganz kurzen Augenblick, dass er sie gesehen hatte, aber trotzdem war das Erste, was ihn in dem Moment durch den Kopf ging, dass sie zierlich und attraktiv war.
„Bin mit ihr den Fahrstuhl hochgefahren“, sprach Miyako weiter. „Und ihrem Mann, Yamato, bin ich auch kurz begegnet. Ein hübsches Paar. Sie scheinen sehr nett zu sein.“
„Hört sich doch nicht schlecht an. Schlimmer als unsere alten Nachbarn können sie dann wohl nicht werden.“
Daraufhin lachte sie kurz auf. „Nein, bestimmt nicht. Unsere Nachbarn in der alten Wohnung mochte ich auch nicht. Diese mag ich sofort.“
„Muss wohl was heißen“, schmunzelte er.
Nach fast einer Stunde war alles in der Wohnung und beide schnauften erschöpft auf. Chiaki stand mitten im Raum, während Miyako auf einem Hocker saß.
„Ich sollte duschen gehen. Und vielleicht etwas essen“, sagte er, wischte sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn und sah auf die Uhr. Danach müsste er schon ins Krankenhaus fahren.
„Ich habe noch Sandwiches.“ Miyako zeigte auf einen Korb mit Wasserflaschen und einfachen Leckereien. Er ging darauf zu und holte sich die besagten Sandwiches raus.
„Morgen wird die Küche eingebaut, richtig?“, fragte sie.
„Japp. Ich versuche morgen Wohnzimmer und Schlafzimmer einzurichten, ja?“ Nach ein paar Bissen waren zwei Sandwiches verdrückt und eine Wasserflasche geleert. Anschließend ging Chiaki Richtung Badezimmer, zog sich auf dem Weg sein Shirt aus.
Er hörte, wie Miyako mit zügigen Schritten ihm hinterhereilte. Keinen Moment später waren ihre Arme um ihn und er musste lachen.
„Miyako-“
„Wir könnten zusammen duschen gehen“, sagte sie in einem vielsagenden Ton. Er spürte, wie sie ihre Wange an seinen Rücken legte.
Sein Lachen löste sich und er seufzte. „Sorry, Schatz“, sagte Chiaki sanft, „Aber nicht jetzt. Ich muss gleich zur Arbeit.“
Sachte löste er ihre Arme und drehte sich zu ihr um. Miyako machte ein enttäuschtes, frustriertes sowie auch teils genervtes Gesicht. Er kannte diesen Gesichtsausdruck, hatte es in letzter Zeit leider des Öfteren schon sehen müssen.
„Manchmal denke ich wirklich, du bist mehr mit deinem Job verheiratet als mit mir“, sagte sie, gab sich keine Mühe ihren Frust zu verbergen.
„Tut mir wirklich leid.“ Mit einem entschuldigenden Lächeln küsste er ihre Hände. „Ich verspreche dir, dass du das Wochenende mich für dich allein haben wirst und dann kannst du nach deinen Wünschen über mich herfallen“, raunte er ihr zu, zwinkerte schief grinsend. „Die Wohnung muss schließlich eingeweiht werden.“
Miyako’s Mundwinkel zuckten nach oben und sie nickte kichernd.
„Ich liebe dich“, sagte er.
„Ich dich auch.“
Lächelnd küsste er ihren Mund und ging anschließend ins Bad.

Nach der Dusche hatte Chiaki sich für die Arbeit noch schnell angezogen und seine Tasche geschnappt. Er gab Miyako einen Abschiedskuss und ging aus der Wohnung, steuerte auf den Fahrstuhl zu. Wartend stand er davor.
Es dauerte ein paar Momente, bis die Türen sich öffnen. Ein junger Mann mit braunen Haaren, gekleidet in einem hochwertigen Business-Anzug, kam raus.
Beide nickten sich mit einem freundlichen „Hallo“ zu. Chiaki stieg in den Fahrstuhl ein und sah, wie der Mann zu der Tür ging, wo die Nachbarin von vorhin -Maron- wohnte.
Schnell realisierte er, dass dies ihr Mann wohl sein musste.
Kaum hatte er den Gedanken zu Ende gedacht, gingen die Fahrstuhltüren zu und er fuhr nach unten.
***

Ein paar Wochen vergingen und Maron saß allein in ihrem Arbeitszimmer, arbeitete an ihrem Manuskript. Yamato war für drei Wochen mal wieder auf Geschäftsreisen. Sowas kam des Öfteren vor und Maron wusste, dass solche Reisen ein essenzieller Bestandteil seiner Arbeit waren.
Aus dem Grund sollte sie die Einsamkeit in der riesigen Wohnung nicht mehr stören und sie sollte sich daran gewöhnt haben. Sollte.
Seit Jahren läuft es schon so und das Alleinsein lastete immer noch wie ein schweres Gewicht auf ihr. Die Zeit vergeht langsamer, wenn man allein ist.
Manchmal ging sie nach draußen und setzte sich in ihrer Lieblingsgaststätte hin - einfach, um das Gefühl zu haben, unter Menschen zu sein, auch wenn man ihre Präsenz ignorierte.
Oftmals holte Maron sich da auch etwas zu essen, weil sie es hasste für sich allein zu kochen. Wozu in der Küche stehen, wenn niemand da war, mit dem man es teilen konnte?
Maron hatte überlegt heute rauszugehen, aber derzeit war ihr nicht zumute, die Wohnung zu verlassen.
Der Computerbildschirm leuchtete sie an und seit Stunden sah sie dasselbe Dokument vor sich. Wieder ein Tag, in der Maron einfach nicht weiterkam. Die Worte kamen und gingen, aber es wollte einfach nicht passen. Die Blockade frustrierte sie zutiefst.
Seufzend stand Maron auf und ging zu ihrem Balkon, blickte zum Meer hinaus. Sie nahm einen tiefen Atemzug von der frischen, salzigen Luft.
Schreiben braucht Geduld. Man schreibt, was man fühlt.
Wieso tat sie sich mit der Liebe dann so schwer? Schließlich hatte sie in ihrem jungen 25 Jahren doch genug Erfahrung damit. Ihre Eltern zogen sie mit Liebe auf, und sie hatte früh ihre erste und einzige große Liebe gefunden und geheiratet.
Ihr neues Leben mit Yamato war alles, was Maron sich gewünscht hatte - und mehr. Ihre Liebesgeschichte war eine, wie sie im Bilderbuch stand. Sie hatten eine Märchenhochzeit und lebten in einer Traumwohnung. Er war ihr bester Freund, mit dem sie über alles reden konnte. Ihre Träume, ihre Wünsche, ihre Gedanken, ihr ganzes Herz.
Nur hörte dies von Mal zu Mal auf, als Yamato mit seiner Arbeit anfing und für das Eheleben kaum noch Zeit bestand. Natürlich hatten sie wie jedes andere Paar ihre guten und schlechten Tage. Letzteres überwanden sie mit der Zeit auch oftmals wieder.
Auch wenn es an Zweisamkeit und Leidenschaft mangelte, so versuchte Yamato dies natürlich immer wieder gutzumachen. Maron war froh darüber, dass er sich Gedanken um sie und ihr Glück machte. Aber konnte das auf Dauer so weitergehen?

Schwerseufzend ging Maron wieder in die Wohnung rein, als auch ihr Handy klingelte.
Ohne hinzusehen, nahm sie ab, wusste sofort, wer das war. „Hey, Yams.“
„Hey“, kam es von Yamato zurück. Er rief sie immer einmal täglich an, wenn er weg war, um sich nach ihr zu erkundigen. Es war so gut wie Routine.
„Was machst du so?“, fragte er.  
„Das übliche“, antwortete sie. „Wie ist Sydney?“
„Heiß“, lachte er. „Es ist schon ziemlich spät hier, aber ich wollte dich hören, bevor ich schlafen gehe.“
„Das ist sehr süß von dir“, lächelte sie. „Ich liebe dich.“
Er hielt inne, diverse Geräusche und eine weibliche Stimme war im Hintergrund zu hören. Seine Assistentin?
„Yamato?“
„Oh, ja, eh, ich dich auch“, antwortete er abweisend. „Gute Nacht. Bye.“
Maron legte auf und sah zum Kalender. Morgen würde Yamato wieder nach Hause kommen.
Plötzlich klingelte es an der Tür. Etwas verwundert schaute Maron durch den Spion und machte auf.
„Kanako, was machst du denn hier?“
Ihre Freundin sah sie mit einem niedergeschlagenen Gesichtsausdruck an. „Ich war zufällig in der Nähe und dachte mir, ich könnte hochkommen und ‚Hallo‘ sagen.“
„Oh, natürlich. Und…willst du vielleicht auch reinkommen?“, fragte Maron mit einem kleinen Lächeln, ahnte, dass eventuell mehr hinter dem spontanen Besuch steckte.
Kanako nickte.
Nach wenigen Minuten waren die beiden Frauen in der Küche, saßen sich an der Kücheninsel gegenüber und tranken Wein. Es wurden zunächst belanglose Gespräche geführt, doch Kanako’s bedrückter Blick bereitete Maron Sorgen.
„Was ist los?“, fragte sie sachte nach.
Kanako sah ihr kurz in die Augen und seufzte. „Nun... Junji und ich...“
Junji war seit dem ersten Uni-Jahr Kanako’s Freund und sie waren schwer ineinander verliebt, selbst nach jahrelanger Beziehung.
„Ja?“
Sekunden vergingen.
„Er betrügt mich mit einer anderen“, flüsterte Kanako mit erstickter Stimme.
Maron’s Augen weiteten sich. „Du meine Güte“, brachte sie entgegen, hatte dies nicht erwartet.
„Zumindest habe ich die starke Vermutung...“
„Kanako… Gott, das tut mir so leid.“
„Was soll ich tun, Maron?“, fragte Kanako völlig niedergeschlagen und verzweifelt.
Maron blinzelte sie an. Sie wollte Rat von ihr?
„Ich weiß es nicht.“ Sie überlegte kurz, war ein wenig überfordert. „Nach Beweisen suchen? Ihn konfrontieren, wenn dem wirklich so ist? Und dann schauen, was sich daraus ergibt? Ob er Reue zeigt, oder nicht...“ Sie war überfragt.
„Ich weiß ja noch nicht mal, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege!“, schluchzte Kanako laut. „Er benimmt sich seit einiger Zeit so abweisend und sein Handy ist wichtiger geworden als ich. Wenn ich dann frage, wer angerufen hat, weicht er aus und sagt, dass es nur seine Teamkollegin war.“
Maron biss sich auf die Lippe. „Und…in seinem Handy reingucken…?“
„Sowas kann ich nicht…ich will keine Freundin sein, die rumschnüffelt und kontrollierend ist“, schüttelte Kanako den Kopf. „Was ist-… vielleicht reagiere ich auch nur über und am Ende war nichts. Dann stehe ich als die Böse dar…Vielleicht ist er einfach nur viel beschäftigt und hat Stress mit der Arbeit.“ Wieder ein Schluchzen. „Vielleicht habe ich aber auch recht… und- und- und-… ja, und dann?!“
„Das sind sehr viele Vielleichts…“
Ihrer Freundin entkamen ein paar Tränen, die sie sich mit den Händen wegwischte. Sie tranken beide einen großen Schluck vom Wein.
„Was würdest du tun?“, kam es von Kanako plötzlich.
Noch eine Frage, die Maron unvorbereitet traf. „Was?“
„Würdest du Yamato verlassen, wenn er dich betrügt?“
Diese Frage war noch schwieriger zu beantworten, als sie gedacht hätte.
„Ich weiß es nicht“, gab sie zu. „Ich weiß, dass Leute mit Paartherapie über sowas hinwegkommen“, zuckte sie mit den Schultern. „Aber für mich...Ich bin mir nicht sicher, ob man das verlorene Vertrauen so einfach wiedergewinnen kann.“
Kanako seufzte.
„Tut mir leid“, entschuldigte Maron sich. „Ich bin dir keine große Hilfe.“
„Nein, nein. Es tut gut darüber zu reden“, wendete Kanako ein. „Ich sollte nach Hause gehen. Es ist schon spät. Wir hören voneinander.“
Kanako verabschiedete sich von Maron mit einer Umarmung und war anschließend aus der Wohnung verschwunden.
In ihrer Abwesenheit folgte erdrückende Stille.
Maron seufzte. Sie war wieder allein.
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