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Wer den Rauch zu fassen kriegt

von Miss-N
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Alexandra Rietz Gerrit Grass Michael Naseband Robert Ritter
26.05.2021
11.06.2021
17
25.296
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11.06.2021 2.035
 
„Was habe ich denn getan?“ fragte er verzweifelt. Er verstand die Welt nicht mehr. Gerade waren sie noch drauf und dran miteinander zu schlafen und auf einmal kippt die Stimmung und sie wird zur Furie.
„Du bist so ein verlogenes mieses… Aaargh.“ Sie verkniff sich die Schimpfworte die in ihrem Kopf herumspukten.
„Aber ich habe doch gar nichts getan. Was habe ich denn gemacht?“ Er hatte sie schnell eingeholt. Er packte sie am Arm und drehte sie zu sich um, um mit ihr zu reden.
Da hatte er die Rechnung aber ohne die Kampfkünste der Kommissarin gemacht. In Sekundenbruchteilen hatte sie ihn per Armhebel und Fußsichel zu Boden gebracht. Schnaubend stand sie über ihm. „Ich habe gesagt: Lass mich in Ruhe.“ Fauchte sie böse.

Er brauchte ein paar Sekunden um sich wieder zurecht zu finden. „Wow, Alex. Du bist echt umwerfend.“ Versuchte er es mit einem Witz. In ihrem Gesicht zuckte eine Regung. Für einen Moment dachte er die Andeutung eines Lächelns zu sehen. Es war nicht lange genug da um es mit Sicherheit sagen zu können. Sie drehte sich von ihm weg und ging weiter Richtung Hotel.
„Du könntest einem alten Mann wie mir wenigstens aufhelfen, wenn du mich schon wie eine Schildkröte auf den Panzer drehst.“ Unternahm er noch einen Versuch.
Er konnte ihr Gesicht nicht sehen, aber ein kleines Grinsen über diesen Witz huschte darüber. Sie drehte sich zu ihm um. Ihre Miene hatte sie aber wieder unter Kontrolle. „Du bist weder alt, noch eine Schildkröte.“ Sagte sie trocken.
„Biiiitte?“ fragte er mit Hundeblick und streckte ihr eine Hand entgegen.
„Boah, du bist so eine Nervensäge.“ Schimpfte sie. Mit einem Augenrollen ging sie zu ihm und reichte ihm die Hand.
Auch er hatte noch einen Trick auf Lager und brachte sie mit einem kurzen Ruck aus dem Gleichgewicht. Mit einem quietschenden Schrei landete sie auf ihm. Schnell schlang er seine Arme um sie. Sie wand sich in seinen Armen. Er war stärker und konnte sie ohne Probleme halten.
„Lass mich los.“ Schimpfte sie und versuchte sich wegzudrücken.
„Neeein.“ Antwortete er ruhig. „Ich lass dich nicht mehr weg.“ Er meinte es in mehrfacher Hinsicht.
„Lass mich los.“ Ihre Stimme kippte. Sie wollte weg. Weiter sauer auf ihn sein. Das ging aber nicht, wenn sie auf ihm lag und seine Wärme spürte. Ihr kamen wieder die Tränen.
Seine Hände an ihrem Körper hatten ihre Haltung verändert. Eine streichelte ihren Rücken, die andere Hand hielt sie weiterhin sachte fest.
„Lass mich bitte los. Wir wollten zurückgehen.“ Flüsterte sie. ‚DU wolltest zurückgehen.‘
„Nur, wenn du nicht wegrennst.“ Sagte Gerrit leise und gab sie frei.
Langsam rappelte sie sich auf und stellte sich auf den Weg. Gerrit kam auch wieder auf die Füße. „Was war denn los? Es tut mir leid, ich versteh’s nicht.“ Fragte er noch einmal.
Alex sah zu Boden und schüttelte den Kopf. Fieberhaft ging er die letzten Minuten durch.
„Du musst dich entscheiden.“ Sagte sie leise.
„Entscheiden? Wofür entscheiden?“ fragte er fast panisch in der Befürchtung die Optionen überhört zu haben.
„Du hast gesagt, du magst mich. Und ich gehe dir nicht mehr aus dem Kopf seit… wann auch immer.“ wiederholte sie seine Worte.
„Das ist richtig und die Wahrheit.“ Bestätigte er.
„Und wir haben uns geküsst.“
„Auch das ist wahr und es war schön. Und du bist hübsch, sexy, clever…“ warf er einfach mal ein.
Da kam sie kurz ins Stocken und verlor den Faden. So viele Komplimente musste sie erstmal verdauen. „Ähm, ja. Vielleicht.“ Sie war für einen Moment etwas durcheinander und musste sich neu sortieren.
„Nee, nicht vielleicht. Auf jeden Fall.“ Bestätigte er erneut.
„Wenn du das sagst.“ Seufzte sie. „Naja, jedenfalls…“ Sie stellte sich mit verschränkten Armen vor ihm auf. Ein bisschen auf Abwehr, eine Grenze ziehen. „Wenn das so ist… warum… sind wir nicht da geblieben? Am Strand.“ Sie sah ihn eindringlich an. Ihr war nach Schreien, aber das würde man wahrscheinlich meilenweit hören.
Jetzt kam ihm die Erleuchtung. „Ach, das ist dein Problem. Jetzt verstehe ich.“ Er blieb stehen und musste lachen.
„Was ist daran so lustig?“ knurrte sie beleidigt.
Er legte seine Hände beschwichtigend auf ihre Oberarme. Sie warf einen kurzen Blick darauf und überlegte ihn abzuschütteln.
„Alex. Da am Strand, das war schön, wirklich schön und super romantisch, aber in unserer kleinen Hütte ist es viel gemütlicher und… privater.“
„Privater.“ Wiederholte sie leise und nachdenklich.
„Ja. Da stört uns niemand. Wir stellen die Handys auf lautlos, setzen uns mit der Decke und einem Glas Wein vor den Kamin und betrachten die tanzenden Flammen.“ Malte er das Bild mit seinen Worten.
„Das klingt gut.“ Stimmte sie zu. Sie konnte es sehen und fühlen. Ihre Wut schwächte ab.

Der Weg zurück war weit, aber sie beide wollten ankommen und ihr Vorhaben umsetzen.
Dass es mittlerweile nach 3 Uhr in der Nacht war, war egal.
Sie zogen sich bequeme Sachen an und machten es sich dann wieder vor dem Bett gemütlich, wo sie vor dem Überfall schon gesessen hatten. Alex in ihrem Shorty Pyjama und Gerrit in Shorts und T-Shirt. Eine Decke als Unterlage, Eine zum einkuscheln.
„Es tut mir leid, dass ich vorhin so zickig war.“ Entschuldigte sich Alex. „Ich bin wohl etwas empfindlich im Moment.“
„Ist schon ok. Ich habe Mist gemacht, das habe ich verstanden. Mach dir bitte keinen Kopf mehr darum.“
Alex nickte. „Hab ich dir weh getan?“ Sie dachte daran, wie sie ich zu Boden befördert hatte.
„Nein. Wie schon gesagt, du bist einfach umwerfend. Und ich finde es gut, dass du dich zu verteidigen weißt.“ Lächelte er.
„Ach, Gerrit.“ Sie lehnte sich gegen ihn und schlug ihre Beine über seine.
Er legte seinen Arm um sie und hielt sie fest. „Bitte, sei nicht mehr sauer auf mich.“ Bat er sie.
Alex seufzte. Wieder einmal. Schließlich nickte sie dann. „Ich versuche es.“ Mehr konnte sie ihm nicht zugestehen. Er war einverstanden, damit konnte er leben.
Entspannt schloss sie die Augen und atmete ruhig weiter.

Er legte seinen Kopf auf ihren und schaute verträumt in die Flammen.
Ein kleines Zucken verriet, dass sie dabei war einzuschlafen. Er lächelte und streichelte ruhig und liebevoll weiter über ihren Rücken.

Alex schreckte hoch und atmete erschrocken ein. Verwirrt schaute sie sich um.
„Hey, alles ist gut.“ Sagte Gerrit sanft und hielt sie fest. „Du hast nur geträumt.“
„Ich hab… geträumt?“ fragte sie verwundert.
„Ja, du bist eingeschlafen. Vor etwa einer halben Stunde.“ Klärte er sie auf.
„Tut mir leid.“ Sagte sie kleinlaut.
„Ach was. Es war ein anstrengender Tag. Besonders für dich. Ist schon ok. Aber du brauchst dir keine Sorgen machen. Ich bin da und passe auf dich auf.“ Lächelte er.
Dankbar lächelte sie zurück und lehnte sich wieder gegen ihn.
Gerrit gab ihr einen Kuss auf die Haare.
Überrascht sah sie hoch, direkt in seine leuchtenden blauen Augen. Er beugte sich ein Stück zu ihr hinunter und gab ihr noch einen richtigen Kuss.
‚Das fühlt sich so gut an!‘ ging es ihr durch den Kopf. Diesmal wollte sie die Chance nicht vorbeiziehen lassen. So viele Annäherungsversuche, die sie gehabt hatten, es sollte nicht noch ein weiterer dazu kommen, der im Sande verlief. Wollend küsste sie ihn zurück. Seine Hand lag immer noch auf ihrem Rücken. Leicht lehnte sie sich dagegen.

Er verstand den kleinen Hinweis und gab vorsichtig nach. Sie hielt sich an ihm fest, fühlte das Muskelspiel unter seinem T-Shirt. Gemeinsam und sich immer noch küssend kamen sie auf der Decke an. Gerrits Hand wanderte unter Alex‘ Top und kraulte ihren Bauch und die Taille. Auch Alex Hände begaben sich unter Gerrits T-Shirt. Die Haut war warm und weich. Sie konnte die dezenten Muskeln unter der Haut fühlen. Er ließ sie kurz los und zog sein Shirt mit einem Ruck aus und schmiss es an die Seite.
‚Wow.‘ dachte sie bei seinem Anblick. Er kniete bei ihren Waden und lächelte sie an. Sie konnte ihren Blick nicht abwenden. Im Feuerschein sah er noch besser aus. Er kam ihr wieder näher und küsste ihren Bauch, was sie mit einem genießenden Ausatmen lobte. Sie schloss ihre Augen. Langsam wanderten seine Lippen an ihr hinauf. Die Hände schoben das Top immer ein wenig voraus, bis er es ihr ausziehen konnte. Jeden Zentimeter ihrer Haut bedachte er mit Küssen. Ein leises Stöhnen drängte sich aus ihrem Mund hervor. Das Lächeln in seinem Gesicht wurde größer. Sie war Wachs in seinen Händen und unter seinen Lippen.
Ihre Finger hatte sie voller Lust in seinen Haaren vergraben. Mit jeder seiner Bewegungen, die er sich an ihr hoch küsste, erkundete sie seinen Rücken weiter nach unten. Ihre Fingerspitzen tauchten in seine Shorts. Leise keuchte er auf und küsste ihren Hals.
Er konnte nicht mehr leugnen, dass er sie wollte, und sie konnte es ebenso wenig. Seine Hand glitt an ihrem Rücken hinab. Als er über ihren Po streichelte drückte sie sich ihm mit einem leisen Stöhnen lustvoll entgegen.
„Alex?“ fragte er leise nach. Sie sah ihn an. Er fand die Antwort auf seine Frage schon in ihrem Blick.
„Bitte!“ hauchte sie fast schon bettelnd, anstelle eines Ja.
Er nickte. Ein schneller Griff in seine Jeans, die nicht weit weg lag, und er hatte ein Kondom in der Hand, das er sich schnell und geschickt überzog. Sie mit Küssen verwöhnend, zog er ihr die Shorts und das Höschen aus.
„Bist du sicher?“ fragte er noch einmal.
Als Antwort küsste sie ihn fordernd und nickte. „Ja, bin ich.“
Ein wahrer Gentleman, dass er sich rückversichert.
Er schenkte ihr noch ein paar liebevolle Küsse, bevor sie miteinander schliefen.
Als wäre die Nacht nicht sowieso schon so kurz gewesen, jetzt war sie noch kürzer.
Glücklich beobachteten sie gemeinsam den Sonnenaufgang, bevor sie sich erneut liebten und danach den Tag zum Mittagessen verschliefen.

Händchenhaltend gingen sie zum Speisesaal und konnten auch während des Essens nicht die Augen und auch nur schwer die Finger voneinander lassen. Die Hotelchefin registrierte das mit einem zufriedenen Blick und lächelte den beiden wohlwollend zu. Sie spendierte ihnen noch eine Flasche Wein für später und bedankte sich noch einmal für die Aktion in der Nacht.

Wieder in ihrer Hütte fiel ihnen ein, dass sie ihren Handys mal wieder etwas Aufmerksamkeit schenken könnten. Jeder von ihnen hatte verpasste Anrufe von Michael und Robert darauf. Auch wenn sie natürlich wussten, dass sie gemeinsam versucht hatten sie zu erreichen, rief jeder einen von ihnen zurück. Alex Michael und Gerrit Robert. Einfach um die beiden etwas zu ärgern.
Aber sie beendeten schnell eins der Gespräche und telefonierten über ein Telefon und Lautsprecher weiter.
Michael beschwerte sich, dass sie sich nicht gemeldet hätten und sie sich schon Sorgen gemacht hätten, aber so ganz ernst meinte er es nicht.
Sie flachsten ein wenig herum.
Aber Michael hatte auch Neuigkeiten. Der Bericht der Ballistik war schon da und die Frau hatte gestanden. Sie hatte es satt ständig verliebte und knutschende und fummelnde Pärchen zu bewirten und die Zimmer sauber zu machen, wo sie doch selbst keinen Mann abkriegte. Sie war voller Hass und Neid auf glückliche Menschen. So ihre Aussage und Deutung.

Zufrieden nickten Alex und Gerrit sich zu. Er streichelte ihre Wange und sie lehnte ihren Kopf gegen seine Hand. Kurz wurde es ruhig. Keiner der 4 sagte etwas.
„Ihr beiden knutscht da aber grad nicht rum, oder?“ fragte Michael lachend.
„Nein.“ Raunte Gerrit.
Michael hörte die gesamten Neuigkeiten aus diesem einen Nein und beschloss die beiden nicht weiter zu stören.
„Okay, ihr beiden. Dann bis Morgen. Und Gerrit: Pass mir auf Alex auf.“ Drohte er lachend.
„Natürlich. Immer.“ Antwortete er liebevoll mit Blick auf Alex und Robert verkniff sich das „Uuuuuh!“ das ihm auf der Zunge lag. Michael warf ihm früh genug einen Blick zu, dass er sich zusammenreißen und den beiden ihr Glück lassen soll. Später wäre noch genug Zeit zum Lästern. Und das würden sie! Aber erst, wenn das verliebte Pärchen wieder im Büro war. Dann wollten sie auch die Feinheiten wissen. Zumindest das meiste ;)

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So, ihr Lieben das wars. Ihr dürft gerne noch eine Abschlussreview da lassen, aber müsst ihr natürlich nicht. ;)

DIe nächste Geschichte wird wohl ein wenig dauern, bei dem schönen Wetter, zumindest bei uns hier, finde ich die Zeit zu schade, um sie am Laptop zu verbringen.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, und bis bald
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