Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Das Schicksal mischt die Karten

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P12 / Gen
Franz Hubert
25.05.2021
17.06.2021
28
15.770
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
25.05.2021 604
 
Dienstag morgen. Hubert machte sich bereit für die Arbeit. Zog seine Uniform an, nahm seinen Waffengürtel und die Schlüssel. Auf dem Weg zum Revier holte er sich erst ein Brötchen bei Barbara und holte dann den Girwidz ab. Dann stiegen sie aus und betraten das Revier. „Es gab heute Nacht den dritten Einbruch. Die Chefin möchte euch sofort sprechen.“, begrüßte Christina die beiden Polizisten. In letzter Zeit wurde in Wolfratshausen in den reichen Häusern eingebrochen. Natürlich mussten sie wieder den Fall lösen. Mürrisch gingen beide in das Büro von Frau Kaiser. Lagebesprechung. Nichts anderes hatte Hubsi erwartet, aber der Täter hat kaum Spuren an den Tatorten hinterlassen. Das war ein großes Problem. „Haben Sie schon irgendwelche Hinweise?“, wendete sich die Kaiser an Hubsi. „Ja also… der Einbrecher war ziemlich genau in seinen Planungen, was unsere Arbeit erschwert.“, versuchte er sich auszureden. Die Kaiser viel in ihren Stuhl zurück und fasste die Lage zusammen: „Also mit anderen Worten, wir haben nichts.“ „So kann man das natürlich auch sagen.“, bestätigte Hubert die Aussage der Kaiser. Man konnte an ihrem Gesichtsausdruck erkennen, dass sie darüber nicht sehr froh war. „Sie sind seit zwei Wochen mit diesem Fall beauftragt und alles was sie haben ist nichts?“, rief Sabine entsetzt durch das Büro. Beide Polizisten schauten beschämt auf den Boden. Auf einmal spürte er ein Vibrieren in seiner Tasche. Sein Handy klingelte. Also zog er es aus der Hosentasche und schaute auf die Nummer. Die Nummer kannte er aber nicht, doch irgendetwas in ihm sagte, dass er ran gehen sollte. Mit einem kurzem „’tschuldigung“ ging er in die Ecke des Raumes. Am Telefon meldete er sich mit „Hubert“. Seine Gesichtsfarbe wurde schlagartig leichenblass und ohne weitere Erklärungen lief er erst aus dem Büro und dann aus dem Revier. Ganz leise nahm er war, dass man ihn rief. Doch es war ihm egal. Schnurstracks lief er zum Wagen und fuhr los. Er hatte gerade einen Anruf von einem Münchner Krankenhaus bekommen. Alles hatte er nicht verstanden, nur dass etwas mit Anja passiert ist. So schnell es ging fuhr er nach München. Sogar das Blaulicht machte er an. Wenn man ihn anrief, muss etwas schlimmes passiert sein. Er hatte Anja schon lange nicht mehr gesehen. Das letzte Mal war es, als er ihr beim Umzug geholfen hatte. Hubsi brauchte etwas, bis er das Krankenhaus gefunden hatte. Schließlich war sein Orientierungssinn nicht der Beste und er war ziemlich besorgt. „Hoffentlich ist es nichts schlimmes und ich ärgere mich heute Abend darüber, dass ich mir so Sorgen gemacht habe.“, dachte er. Da war es endlich, das Krankenhaus. Es war ein weißer Bau aus den 1970er, mit dunklen Fenstern. So richtig weiß war es aber auch nicht mehr nach den ganzen Jahren. Als er einen Parkplatz gefunden hatte, sprintete er in den Eingangsbereich. „Guten Tag. Ich möchte zu Frau Licht.“, sagte er der Empfangsdame. Diese war noch jung, hatte rote Haare und ein schmales Gesicht. Freundlich lächelte sie ihn an: „Alles klar ich gucke eben nach. Sie ist im Zimmer 305. Das befindet sich im dritten Stock.“ „Danke sehr.“, erwiderte Hubsi, bevor er wieder losrannte. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Mit ihm im Aufzug waren noch zwei weitere Personen, die er nicht wahrnahm. Endlich war er im dritten Stock angekommen. Hastig verließ er den Aufzug. Herz pochen, Panik. Der Flur war weiß und schlicht gehalten. Immer wieder standen Betten auf den Fluren herum. Dort ging es zu den Patientenzimmern 300-350, verriet ihm ein Schild. Da musste er also lang laufen. Atemlos klopfte er vorsichtig an die Tür. Ein schwaches „Herein“ konnte man hören. Mit zitternden Händen öffnete er die Tür.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast