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Die Hoffnung stirbt zuletzt (Teil 4)— Spuren der Vergangenheit

GeschichteDrama, Krimi / P16 / Gen
Ben Jäger Kim Krüger OC (Own Character) Semir Gerkhan Sunsanna von Landitz
24.05.2021
19.09.2021
105
116.224
3
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
14.09.2021 1.082
 
Hallo meine Lieben!
Irgendwie war ich gestern so verpeilt, dass ich ein Kapitel
übersprungen habe….so sorry.
Da ich euch das Kapitel aber trotzdem nicht vorenthalten möchte,
da es doch sehr gefühlvoll ist und ich weiß, dass dies einige von euch sehr mögen,
poste ich es trotzdem noch.
Also dies findet natürlich vor Merlins Taufe statt.
Sorry nochmal, ich hoffe ihr könnt mir verzeihen.
Ach übrigens ist das mein 100. Kapitel von Teil 4 und die Zeit
rast so unglaublich ;-))
Tausend Grüße an euch!

Historycrime
*************


Nervös schlich Semir in seinem Büro auf und ab, als plötzlich sein Handy eine Nachricht ankündigte. Er konnte sich nicht vorstellen, dass das Baby schon da war, denn es waren keine zwei Stunden her, dass er Ben am Krankenhaus abgeliefert hatte.
Doch schon erschien ein Bild von einem Neugeborenen!
Darunter, eine kurze Nachricht.
„Merlin ist da, alles gut, melde mich nachher!“ Tränen stiegen ihm beim Anblick des kleinen Jungen auf und er musste unwillkürlich an die Ängste, welche er vor 6 Monaten, um genau dieses Baby und seinen Papa haben mußte, denken.
Schnell stürmte er in das Großraumbüro und verkündete allen Kollegen die frohe Botschaft. Die Freude war groß und Semir strahlte bis über beide Ohren. Nachdem sich die Gemüter etwas beruhigt hatten, hielt Semir nichts mehr und die Chefin gab ihm die Möglichkeit zu seinem Partner zu fahren.

Als Semir das Zimmer betrat, bot es ihm ein Bild, welches er so schnell wohl nicht mehr vergessen würde.
Ben saß in einem gemütlichen Sessel mit seinem Baby auf dem Arm. Dieser schaute verzückt auf seinen Jungen und aus dessen Blick konnte er lesen, dass sein bester Freund nun endlich angekommen war.
Sein Partner würde diesem kleinen Wesen all seine Liebe geben, genauso wie dieser es bisher auch für seine Kinder getan hatte. Vor allem seine lockere Art mit Kindern umzugehen würde, da er oftmals genauso wie sie dachte und sich manchmal auch so benahm, sein Sohn an seinem Vater bestimmt sehr schätzen.
Sammy lag in ihrem Bett und ruhte sich von den Strapazen der Geburt aus. Sie schlief selig und Ben genoß die Zweisamkeit mit Merlin.
„Hey Partner, herzlichen Glückwunsch…..!“ Erschrocken blickte Ben auf und sofort breitete sich ein breites Grinsen auf dessen Gesicht aus.
„Hallo Semir…das ging aber schnell,…schön dich zu sehen.“ Langsam stand er auf und wog das kleine Bündel kontinuierlich hin und her.
„Schau mal mein Kleiner, dein Patenonkel will dich begrüßen.“ Ohne lange zu zögern überreichte Ben seinem besten Freund sein Kind.

Als Ben und Sammy ihn gefragt hatten, ob er die Patenschaft für deren Kind übernehmen würde, fühlte er sich sehr geehrt und hatte natürlich ohne zu zögern ja gesagt.
„Er sieht aus wie du!“ Musste Semir feststellen und damit lag er so richtig, denn der Kleine sah Ben wie aus dem Gesicht geschnitten gleich. Einzig diese azurblauen Augen waren eindeutig von Sammy. Wobei diese sich bei einem Neugeborenen durchaus noch verändern konnten.
Jetzt öffnete auch Sammy verschlafen ihre Augen und musste beim Anblick der zwei Männer lächeln.
Semir hielt sein Patenkind in den Armen und ihr Mann schaute voller stolz auf seinen Sohn.
Als Semir ihr Erwachen bemerkte nahm er die junge Mutter in die Arme und küsste sie mehrmals abwechselnd auf die rechte und linke Wange.
„Das hast du toll hinbekommen Sammy! ……Und vor allem so schnell!“
„Ja, der Kleine hatte es furchtbar eilig, als Ben im Krankenhaus ankam, war schon fast alles vorbei.“ Sammy überlegte, ob sie Semir von dem kleinen Schwächeanfall ihres Gatten erzählen sollte, entschied sich jedoch dagegen. Sie wollte ihn vor seinem besten Freund nicht blamieren, obwohl sie wußte, dass Semir weder die Geburt von Ayda, noch die von Lilly miterlebt hatte, weil dieser beide Male ohnmächtig geworden war.
Wenn er dazu bereit war, dann würde er seinem Freund schon reinen Wein einschenken.
Etwas verlegen schaute Ben auf den Boden und druckste etwas herum.

„Aber ich habe es wenigstens noch geschafft, die Nabelschnur durchzuschneiden.“ Verkündete er zunächst furchtbar stolz.
„Dabei sind wir kriminell schnell und sogar mit Blaulicht hierher gefahren, ich glaube wir sind sogar 2 Mal geblitzt worden. Das erklärst aber du der Chefin!“ Zwinkerte Semir mit sarkastischem Unterton.
„Du musst doch zugeben, dass dies ein Notfall war und wenn wir Verbrecher jagen, dann ist das doch ebenfalls ein Notfall….da hältst du dich doch auch nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen……Ich bin mir ziemlich sicher, dass Kim da ausnahmsweise auch mal ein Auge zudrückt!“

Als der kleine Merlin nun lautstark seinem Unmut kundtat, packte Semir sein Patenkind schnell in die Arme von dessen Mama.
„Das ist das schöne daran, wenn man nur Patenonkel ist und nicht der Papa oder die Mama, kann man den Schreihals jederzeit wieder abgeben….und das ohne schlechtes Gewissen.“ Nun packte Sammy ohne Scham eine ihrer Brüste aus und hob diese dem schreienden Neugeborenen entgegen. Sofort war das Baby verstummt und saugte gierig an ihrer Brust.
„Jetzt weiß ich auch warum das Stillen heißt!“ Grinste Ben jetzt frech seine Frau an und strich Merlin sanft über dessen Köpfchen, welches schon sehr lange braune Haare zierte.
Etwas verlegen wendete Semir sich jetzt wieder seinem Freund zu, welcher fasziniert dem Schauspiel zuschaute.

Da musste er sich erst einmal dran gewöhnen, dass er seinen Engel ab jetzt teilen musste. Aber er war sich sicher, dass er und sein Sohn sich da schon einig werden würden. Wobei er wußte, dass die ersten paar Wochen nach der Geburt sowieso nichts lief und das sogenannte Wochenbett zum Aufbau der Mutter-Kind Bindung super wichtig war.
Nicht nur, dass sich der Körper seiner Sammy regenerieren konnte, sondern auch deren Hormonhaushalt sich wieder regulieren musste.
Er hatte gelesen, dass es bei vielen Frauen, nach der Geburt zu dem sogenannten Baby-Blues kommen konnte, indem die frisch gebackene Mama in leichte bis schwere Depressionen verfallen konnte.
Damit es gar nicht erst dazu kommen würde, hatte er sich vorgenommen, sein Engel wo es nur ging zu unterstützen.
Vielleicht hatte seine Chefin in nächster Zeit etwas Erbarmen mit ihm und würde ihn erst einmal nicht in die Nachtschicht einteilen. Dies würde natürlich Semir auch in die Karten spielen, denn dieser war schließlich sein Partner und sie konnten schlecht in unterschiedlichen Schichten arbeiten.
Er machte sich jedoch keine Hoffnung, dass es nur bei der Tagschicht im Job bleiben würde.
Nein! In den nächsten Monaten musste er mit Sicherheit ganz viele Doppelschichten fahren.
Aber wenn er nun seine kleine Familie betrachtete, war er einfach nur super stolz und würde alle Strapazen der Welt auf sich laden, um diese glücklich zu machen.
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