Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Tu das nie wieder!

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Het
Kate Beckett Richard Castle
21.05.2021
24.05.2021
2
3.882
6
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
21.05.2021 1.766
 
Zum Wochenende ein kleiner Zweiteiler von mir ;-)

-----------------------

Autor: The white Countess
Rating/Pairing: ab 12 Jahren / Kate & Rick
Kategorie: Liebe, Drama
Inhalt: Rick geht zu Kate, um zu versuchen, sie von dem Fall ihrer Mutter wegzubekommen. Vergebens. Also löst er ihre Zusammenarbeit auf. Und ihre Freundschaft. Bevor er geht, gibt er ihr aber noch etwas mit auf den Weg, was sie so schnell nicht vergessen wird. Genaugenommen niemals. Bei der Beerdigung von Captain Montgomery gibt es  dann diesen einen Moment, der alles verändert  …
Anmerkung 1: Greift die Ereignisse von 3x24, teils verändert, auf und das „danach“, aber anders als in der Serie.
Kapitel: 2   Seiten: 5  (Arial 10, schmaler Rand) – Veröffentlichung: 21. + 24.05.21
Disclaimer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts.  Alle Castle Charaktere sind Eigentum von ABC Studios. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeit zu Lebenden und Toten Personen ist zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.

-----------------------

Rick fuhr zu Kate, um sie über den dritten Cop aufzuklären. Da sie es bereits geahnt hatte, war das für sie keine Überraschung.
„Hätten Sie mir das nicht am Telefon sagen können?“, wollte sie, leicht gereizt, von Rick wissen.
„Doch. Aber ich wollte mich überzeugen, dass es Ihnen gut geht.“
„Das haben Sie ja nun getan und können wieder gehen.“
Das hatte Rick auch tatsächlich vorgehabt. Doch als er sie dort stehen sah. Mit der Waffe in der Hand, weil sie zunächst nicht wusste, dass er vor der Tür stand, konnte er nicht anders. Er musste es versuchen.
„Kate, alle die mit diesem Fall zu tun hatten, sind tot. Ausnahmslos. Jeder einzelne starb deswegen. Und Sie werden die nächste sein.“
„Der Captain hat Personenschutz für mich angeordnet. Das war nicht schwer zu merken. Und ich bin bewaffnet.“
„Sie und ich wissen, dass es nicht ausreichen wird, um Lockwood aufzuhalten. Oder jeden anderen Typen, der noch kommen wird.“
„Die haben meine Mutter ermordet, Castle! Was soll ich Ihrer Meinung nach denn tun?“
„Aufhören.“
Kate schaute ihn fassungslos. „Ist das ihr Ernst?“
„Ja.“
„Was würden Sie tun, wenn man Martha oder gar Alexis ermordet? Würden Sie auch aufhören, nach dessen Mörder zu suchen?“ Rick erwiderte nichts. „Dachte ich mir.“
„Das ist etwas anderes.“
„Wieso sollte das etwas anderes sein?“
Rick seufzte. „Ihre Mutter muss etwas herausgefunden haben, was so brandgefährlich für denjenigen war, der da drinsteckt, dass er lieber mordet, damit es nicht ans Licht kommt, und deswegen einen Profikiller auf Ihre Mutter gehetzt hat ... und auf jeden anderen, der es wagte, nach der Wahrheit zu graben. Wenn ich den Mörder meiner Mutter oder Alexis jagen würde, wäre das vielleicht ein Junkie oder dergleichen. Aber kein Profikiller.“
„Ich hoffe für Sie, dass nie rauszufinden zu müssen“, erwiderte Kate und meinte es ernst.
„Kate, die werden Sie töten“, wiederholte Rick eindringlich. „Wenn Ihnen das nichts ausmacht, denken Sie wenigstens daran, was es für die Menschen bedeutet, die Sie lieben. Allen voran Ihr Dad. Oder Josh.“
„Und was ist mit Ihnen, Rick?“
„Natürlich möchte ich nicht, dass Ihnen etwas zustößt. Niemals. Ich bin Ihr Partner. Ihr Freund.“
„Sind wir das? Freunde? Ist es wirklich das, was zwischen uns ist, Rick?“
„Keine Ahnung, was es für dich ist. Sag du es mir, Kate. Wir haben uns geküsst und behaupte nicht, dass war nur, um den Wachmann abzulenken. Denn so hat es sich nicht angefühlt. Wir erfrieren bald in inniger Umarmung. Und das nicht, weil wir hofften, uns gegenseitig zu wärmen, sondern weil wir im Arm des anderen sein wollten, wenn es zu Ende geht. Gesprochen haben wir nie darüber. Wie nennt man das, Kate? Mir würde dazu ein Wort einfallen.“ Rick fuhr sich durch die Haare. „Wie auch immer. Ich möchte nicht dabei zusehen, wie du dein Leben wegwirfst.“
„Das ist mein Leben, Castle“, erwiderte sie mit scharfer Stimme.
Nachdenklich, und wütend, musterte er sie. „Weißt du Kate. Es geht doch gar nicht mehr um den Fall deiner Mutter. Nicht nur jedenfalls. Du  brauchst einfach etwas, um dich dahinter zu verstecken. Du jagst diesem Fall inzwischen so lange nach, dass du Angst davor hast, irgendwann rauszufinden, was du ohne ihn bist. Ich kann es dir sagen … eine junge, wunderschöne Frau, die ein glückliches Leben führen könnte. Glücklich Kate. Und genau das willst du nicht sein. Weil du glaubst, es nicht verdient zu haben. Das hast du, Kate. Und das würde dir deine Mutter auch sagen. Aber du hast Angst davor. Angst, Gefühle zu zeigen.“
Kate schluckte. „Sie kennen mich nicht, Castle! Das glauben Sie zwar, aber Sie tun es nicht!“
„Stimmt. Ich kenne dich nicht. Aber in diesem Punkt irre ich mich nicht. Du versteckst dich vor dem Leben und die wahre Liebe. Du gehst wage Beziehungen mit Männern ein, die dir im Grunde nichts bedeuten. Warum? Für Sex?“
Kate holte aus und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. Rick zuckte nicht einmal. „Es ist vorbei, Castle. Sie haben sich schon zu lange in meinem Leben breit gemacht. Ich habe es geduldet. Aber es hat mir nie etwas bedeutet. Sie bedeuten mir nichts. Eigentlich sind Sie mir völlig egal. Und jetzt gehen Sie. Verschwinden Sie aus meiner Wohnung und endlich aus meinem Leben.“
Sie wollte an ihm vorbeigehen, doch Rick griff nach ihrem Handgelenk und ehe Kate sich versah, hatte er sie an sich gezogen und küsste sie. Einen Moment wehrte sie sich, dann erwiderte Kate den Kuss … bis sie wieder klar denken konnte und ihn zurückstieß.
„Was sollte das?“, wollte sie schwer atmend wissen.
„Ich wollte dir nur zeigen, wie es ist, jemanden zu küssen, der einen liebt.“ Überrascht schaute sie ihn an. „Ja Kate, ich liebe dich. Schon so lange, dass ich gar nicht mehr weiß, wann es begonnen hat.“ Er ging zu Tür und drehte sich noch einmal um. „Pass auf dich auf.“
Dann ging er und Kate war allein. Allein mit hunderttausend verschiedenen Gefühlen und Gedanken, die wie in einem Kettenkarussell in ihrem Kopf kreisten.
Sie ließ sich auf den Sessel sinken. „Warum hast du das getan?“, flüsterte sie. „Das war nicht fair.“ Und dann kamen die Tränen. Sie versuchte gar nicht erst sie aufzuhalten.

~~~

Einige Tage später war wieder jemand gestorben, der mit diesem Fall zu tun hatte. Der darin so sehr involviert war, dass es schmerzte, denn er war ihr immer ein guter Freund gewesen. Roy Montgomery hatte sein Leben geopfert, um ihres zu retten. Das würde Kate niemals vergessen und sie hatte dafür gesorgt, dass die Öffentlichkeit annahm, Roy sei als Held gestorben. Trotz allem, was er getan hatte, war sie ihm das schuldig.

Kates Blick ging zu Rick. Er war, wie sie, einer der Sargträger. Und das war vollkommen in Ordnung für sie. Er war in den vergangenen drei Jahren ein Teil des Departments geworden. Er warf ihr ein zaghaftes Lächeln zu, welches sie genauso zaghaft erwiderte. Dann konzentrierten sie sich darauf, den Sarg sicher ans Grab zu tragen.
Anschießend setzten sich alle, bis auf Rick der an der Seite stehen blieb, während Kate zum Rednerpult ging. Sie war keine gute Rednerin, aber sie wollte ihrem Captain … ihrem Freund … auf diese Weise die letzte Ehre erweisen und ihm zeigen, dass sie ihm verziehen hatte.

„Roy Montgomery hat mich gelehrt, was es bedeutet Polizistin zu sein. Er hat mich gelehrt, dass wir für unsere Entscheidungen einstehen müssen. Aber wir sind mehr als unsere Fehler. Captain Montgomery sagte erst vor kurzem zu mir, dass es für uns keine Siege gäbe, sondern nur den Kampf. Und letzten Endes könnte man bestenfalls darauf hoffen, einen Platz zu finden, um Widerstand zu leisten. Und wenn man viel Glück hat, findet man jemanden, der einem dabei hilft.“ Bei diesen Worten schaute Kate zu Rick. Ihr wurde klar, dass sie mit ihm sprechen musste. Dringend. Was in ihrer Wohnung gesagt worden war, von ihr, durfte nicht so zwischen ihnen stehenbleiben. Sie suchte Ricks Blick und hoffte, er könnte den ihren deuten. Das es ein <Verzeih mir> war. Er zeigte aber keine Reaktion. Innerlich seufzend wandte sich Kate wieder den Trauergästen zu und fuhr mit ihrer Rede fort. „Unser Captain würde wollen, dass wir den Kampf fortsetzen und selbst wenn es uns jetzt noch schwerfällt …“
„Kate! Runter!“, hörte sie plötzlich Ricks besorgte Stimme, bevor Kate jedoch reagieren konnte, hatte er sie bereits zu Boden gerissen. Genau in dem Augenblick, als ein Knall die ansonsten friedliche Stille des Friedhofs zerriss.

Einen Moment wusste Kate nicht, was passiert war. Dann wurde es ihr klar. Jemand hatte auf sie geschossen und horchte in sich hinein. Nein, scheinbar war sie nicht getroffen worden.
„Rick, du kannst wieder aufstehen.“ Der Schriftsteller lag auf ihr. Nicht, dass es unangenehm war, nur nicht unbedingt der richtige Ort, um es zu genießen. „Rick.“ Erst jetzt bemerkte Kate, dass ihre Uniform feucht war. Sie fühlte mit der Hand. Blut. Und sie war sich sehr sicher, dass es nicht ihres war. „Rick! Nein! Oh bitte nicht!“ Mühsam schob sie ihn von sich runter und sah, dass er an der Schulter blutete. Und zwar sehr stark. „Lanie! Rick ist getroffen. Lanie!“ Panisch rief sie nach ihrer Freundin und drückte zeitgleich und völlig automatisch mit beiden Händen fest auf die Wunde.
„Komme schon.“
Lanie kam in gebückter Haltung angerannt. „Nimm deine Hände weg, Kate.“
„Aber er blutet so stark.“
„Ich muss trotzdem kurz nachschauen. Komm Kate, nimm deine Hände weg.“ Sanft sprach die Ärztin auf ihre Freundin ein, die sichtbar unter Schock stand.
Kate tat es und sofort spritzte das Blut raus. Lanie beeilte sich, den bewusstlosen Rick zu untersuchen und drückte anschließend wieder auf die Wunde.
„Was ist mit ihm?“, wollte Kate mit Tränen in den Augen wissen. „Lanie, was ist mit ihm?“
Komm schon, Rick, halte durch. Bitte. Das darfst du mir nicht antun! Das nicht!
„Sieht nach einem glatten Durchschuss aus. Ich vermute allerdings, dass eine Arterie verletzt ist.“
„Schafft er es?“
Wenn ich das mal wüsste  „Ich hoffe es.“ Im Hintergrund war bereits die Sirene des Rettungswagens zu hören. „Jetzt übernimm du hier wieder, Kate, und drück so fest du  kannst. Ich gehe dem Arzt entgegen und kläre ihn über die Verletzung auf. Dann geht alles schneller.“  Hoffentlich
„In Ordnung.“ Kate presste wieder beide Hände fest auf die Wunde, während Lanie davoneilte. „Mach jetzt ja nicht schlapp, Richard Castle. Wir haben noch etwas zu klären. DU hast mir noch etwas zu erklären“, flüsterte sie ihm zu. „Wage nicht, dich jetzt einfach davonzuschleichen.“

--------------------

Yo, das war kurz. Ich weiß. Und ein bisschen fies. Ist mir auch bewusst ;-)

Wünsche euch trotzdem schöne Pfingsten - den zweiten Teil gibt es am Montag.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast