Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Herbst in London

GeschichteKrimi, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Draco Malfoy Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
21.05.2021
11.06.2021
9
12.049
5
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
11.06.2021 2.018
 
-9-                                            
 Zentrum London,
                                          Britisches Zaubereiministerium, 2. Stockwerk Aurorenzentrale, Harrys Büro
       
Die nächsten zwei Stunden verbrachte Harry damit, ins Sankt Mungos zu flohen und Dracos Chef über die aktuelle Sachlage zu informieren. Mr. Heathford willigte ein, Draco für die nächsten Wochen freizustellen, denn ihm lag viel an seinem besten Mitarbeiter. Mora wurde ebenfalls freigestellt und sollte Urlaub machen, damit sie nicht ebenfalls eventuellen Gefahren ausgesetzt sein könnte. Denn immerhin verbrachten Draco und Mora viel Zeit zusammen und Draco zählte sie mittlerweile zu seinem Freundeskreis. Wer weiß, auf welche Gedanken Greyback kommen könnte. Entführung, Geiselnahme oder andere Dinge, um Draco zu erpressen.
Danach apparierte er ins Ministerium, um zu schauen, ob es schon Neuigkeiten gab.
Kurz vor seinem Büro kam ihm Ron entgegen. „Hey Harry, du wirst es nicht glauben, aber ich habe eventuell ein Hinweis.“ „Lass hören.“ Entgegnete Harry und sie liefen weiter in sein Büro. Als sich die Tür hinter ihnen schloss, reichte Ron Harry eine Akte. „Hier schau, ein gewisser Mortimer Barnes. Arbeitet erst seit einem Jahr in Askaban als Wärter. Davor war er immer nur eins bis zwei Monate in Muggelgefängnissen tätig. Immer wieder wurde er wegen schlechter Führung entlassen. Ist den Gefangenen gegenüber handgreiflich geworden oder hat sie erpresst. Klingt nach einem üblen Burschen.“ Erklärte Ron Harry, während dieser nebenbei die Akte studierte. „Das könnte schon mal ein Anfang sein. Flohe Josh und Peter an, sie sollen Barnes zur Befragung herbringen. Ich sage währenddessen Kingsley bescheid.“ Ron nickte und verließ das Büro. Harry ging währenddessen zu Shacklebolt. Er brauchte die Erlaubnis für die Befragung unter Veritaserum. Auch wenn der Minister ihm ziemlich freie Hand lies. Alles durfte er nicht entscheiden.
Er klopfte und trat ein. Der Minister saß an seinem Schreibtisch und blätterte in einer Akte. „Hallo Harry, gibt es schon Neuigkeiten? Hat dir Mr. Malfoy noch wichtige Informationen gegeben?“ fragte Kingsley und sah von der Akte auf. „Leider nein. Alles was er weiß, hat er mir erzählt. Ich glaube, er steht noch ziemlich unter Schock. Dafür ist Ron auf was gestoßen. Es gibt in Askaban einen Wärter, der früher schon in vielen Muggelgefängnissen negativ aufgefallen ist. Er war nie länger als zwei Monate an einem Ort.“ „Meinst du, das könnte unser Helfer sein?“ fragte Kingsley „Deshalb bin ich hier. Ich lasse ihn gerade herbringen und brauche deine Erlaubnis für eine Befragung unter Veritaserum.“ Harry hoffte, dass der Minister dem zustimmen würde. So hätten sie viel schneller Ergebnisse. „Hmmm, du weißt, dass ich das nur Anordnen kann, wenn er wirklich unter den Hauptverdächtigen steht.“ „Ich weiß, aber es ist momentan unser einziger Anhaltspunkt. Und die Befragungen in Askaban können noch mehrere Tage dauern. Bis dahin ist Greyback über alle Berge.“ „Also gut, du hast Recht. Warte kurz.“ Kingsley stand auf und holte ein Formular aus dem Schrank, unterzeichnete es und reichte es Harry. „Danke Kingsley. Ich hoffe wir haben Glück.“ Damit drehte sich Harry um und begab sich wieder auf den Weg in sein Büro.
Kurz nachdem Harry sein Büro betrat, erschien Derek in der Tür „Hey Boss, im Sankt Mungo wurde eine Frau eingeliefert, die Kratzspuren am Hals aufweist.“ „Kann die Frau sich an irgendwas erinnern?“ „Nicht an viel. Sie sagte, sie war gerade auf dem Weg in die Stadt, als sie von hinten angegriffen wurde. Sie wohnt in der Nähe vom Fischmarkt in den Docks. Es war schon recht spät und deshalb kaum jemand unterwegs. Ihr Glück war, dass der Angreifer aufgeschreckt wurde. Es kamen wohl mehrere Autos vorbei.“ Erklärte Derek und stützte sich an der Stuhllehne ab „Stell dir vor, es wäre keiner gekommen, dann hätte er ein weiteres Opfer auf deinem Konto.“ „Wenn er es war“ Überlegte Harry „Konnten die Kratzspuren identifiziert werden?“ Derek schüttelte den Kopf „Noch nicht. Sie sind noch dabei, ich habe ihnen eine Probe von Greyback dagelassen.“ „Sehr gut gemacht. Wir haben auch etwas herausgefunden, eher gesagt Ron. Ein Wärter aus Askaban, wird gerade hergebracht. Er ist schon mehrfach negativ aufgefallen. Ron und ich werden ihn befragen. Wenn wir Glück haben, ist er der Helfer von Greyback.“ In diesem Moment ging die Tür auf und Ron rief ihm entgegen „Er ist hier. Verhörraum 3. Hast du die Erlaubnis für das Veritaserum?“ Harry stand auf, nahm sich das Formular und hielt es Ron entgegen. „Geh schon mal vor, ich komme gleich nach.“ Ron nickte und schloss die Tür. „Derek, kennst du die genaue Stelle, an der die Frau angegriffen wurde?“ fragte Harry „Ich denke schon. Ich kann aber nochmal nachfragen. Wieso?“ „Suche die Stelle ab. Nimm Josh mit. Vielleicht findet sich der ein oder andere Hinweis auf Greyback.“ „Alles klar.“ Derek nickte und verschwand aus dem Büro.

Harry machte sich auf den Weg in die Verhörräume. Er hoffte, dass sich aus der Befragung etwas ergeben würde. Umso schneller sie den Mistkerl hatten, umso schneller konnte Draco wieder in Sicherheit leben. Draco…der Gedanke daran, dass dieser wieder ausziehen würde, sobald sie den Fall gelöst hatten, stimmte ihn wehmütig. Er freute sich darauf, dass der blonde Slytherin jetzt erstmal  bei ihm wohnen würde. Natürlich könnten sie Umstände besser sein, aber die Möglichkeit den Blonden näher kennenzulernen, würde er sich nicht entgehen lassen.
So in Gedanken versunken, merkte er gar nicht, dass er schon bei den Verhörräumen angekommen war. Er öffnete die Tür neben Nummer drei und betrat den Beobachtungsraum. Ron stand schon vor dem großen Spiegel und nickte ihm zu.
„Hey Kumpel, er bekommt gerade das Veritaserum. Wir können gleich anfangen.“ Sagte Ron und lies sein Blick auf dem Gefangenen ruhen. Harry nickte und straffte seine Schultern. Der Typ, den er in diesem Raum sitzen sah, war von Askaban geprägt. Seine langen, lottrigen Haare hingen ihm strähnig vom Kopf und irgendwie erinnerte ihn diese Erscheinung an Sirius, wie er damals aussah, als er aus Askaban geflohen war. Seine Hände waren magisch an die Stuhllehnen gefesselt und er öffnete gerade den Mund, damit der Heiler ihm das Serum in den Mund tropfen konnte. Der Heiler drehte sich zum Spiegel und nickte ihnen zu. „Also los.“ Sagte Harry und sie beide gingen in den Flur und warteten vor der Tür, bis der Heiler heraustrat. „Sie können anfangen. Sie haben circa eine Stunde, bis das Serum die Wirkung verliert.“ „Vielen Dank Heiler Stevens.“ Harry reichte ihm die Hand und sie verabschiedeten sich. Ron öffnete die Tür zum Verhörraum und sie traten ein. „Hallo Mr. Barnes.“ Begrüßte Harry den Verdächtigen und lies sich auf dem Stuhl gegenüber nieder. Ron lehnte sich gelassen an die Glasscheibe hinter ihm und verschränkte seine Arme. „Ha..llo…wieso bin ich hier?“ Fragte Barnes zögerlich. „Können Sie sich das nicht denken Mr. Barnes. Aber fangen wir erstmal von vorne an.“ Harry schlug die Akte auf, die vor ihm auf dem Tisch lag „Sie heißen Mortimer Barnes, sind 46 Jahre alt und leben in East Dulwich London. Ist das korrekt?“ Harry blickte hoch „Ja das ist richtig.“ „Sie arbeiten in Askaban seit….einem Jahr und haben davor ausschließlich in Muggelgefängnissen gearbeitet. Wieso? Sie sind Zauberer“ „Ich habe keinen Abschluss in Hogwarts bekommen. Habe nur Mist gebaut und wurde suspendiert. Deshalb bin ich in die Muggelwelt abgetaucht und habe mich dort durchgeschlagen. Das ich Wärter wurde, war eher Zufall. Naja und als ich Erfahrungen gesammelt habe, habe ich versucht in Askaban eine Stelle zu bekommen.“ Erklärte Barnes „Sie wurden fast monatlich gekündigt, wegen diverser nicht vertretbarer Handlungen. Körperliche Gewalt, Diebstahl und vieles mehr. Was können Sie uns dazu sagen?“ Barnes zögerte und er wurde nervös. Harry sah, dass er seine Hände ständig zu Fäusten ballte und der Schweiß stand ihm schon auf der Stirn. Der Typ hatte definitiv Dreck am Stecken. „Ja…also…ich, weiß auch nicht. Ich werde schnell aggressiv. Habe von meinem Vater auch immer Schläge kassiert. Und wissen Sie, diese Typen dort, in den Gefängnissen, die haben es nicht anders verdient.“ Beim letzten Satz beugte er sich etwas vor und flüsterte schon fast.
Harry blickte wieder auf die Akte und schüttelte den Kopf. Wie konnte es sein, dass so einer mit Menschen zu tun hatte. „Jetzt kommen wir mal zu den wichtigeren Fragen.“ Meldete sich Ron nun auch zu Wort „Hat Greyback Sie bestochen, damit Sie ihn entkommen lassen?“ Noch immer lehnte Ron an der Scheibe, ganz entspannt und gelassen. Harry bewunderte seinen besten Freund schon immer dafür, dass er in solchen Situationen so ruhig bleiben konnte.
Harry blickte Barnes an. Dieser versuchte den Blicken auszuweichen und Harry merkte ihm an, dass er versuchte, sich gegen das Serum zu wehren. „Scheiße…ficken Sie sich doch…“ Schrie Barnes nun schon fast. „Antworten Sie!“ wurde nun auch Ron lauter und kam an den Verhörtisch. „Er wird mich umbringen….bitte.“ Rief er nun immer verzweifelter. „Wenn Sie wirklich daran beteiligt waren, dann kommen Sie in eine schöne hübsche Zelle und dort brauchen Sie keine Angst mehr haben, dass er Ihnen etwas antun könnte.“ Grinste Ron ihn an und stützte sich auf den Tisch ab. Harry musste innerlich schmunzeln. Barnes starrte Ron mit weit aufgerissenen Augen an und schluckte merklich. „Ich, also….ja verdammt! Ja er hat mich erpresst, dieses Schwein. Was hätte ich denn tun sollen. Ich war für ihn zuständig, er hatte mich in seiner Gewalt!“ Barnes sackte auf seinem Stuhl zusammen und lies den Kopf hängen. „Er hat mir erzählt, dass er mich in seinen Reihen aufnehmen würde. Er würde mich groß machen und reich. Ich müsste ihm nur helfen dort rauszukommen. Es war so verlockend. Ich habe im meinem Leben nur Scheiße erlebt. Das gab mir Hoffnung. Ich habe mich blenden lassen, denn wissen Sie was?“ Er blickte Ron und Harry nun direkt an „Einen Scheiß hat er, dieses Arschloch! Abgehauen ist er und hat nichts mehr von sich hören lassen!“ Wut flackerte in seinem Gesicht auf. Harry lehnte sich in seinem Stuhl zurück. Sein Bauchgefühl hat sich also mal wieder bestätigt. Sie hatten ihn. Ron lehnt sich wieder gelassen an die Scheibe und grinste zufrieden. „Wie haben Sie es gemacht?“ Fragte Harry „Das war relativ einfach. Ich habe ihn rausgeschmuggelt, während meiner Schicht. Nachts sind nicht so viele Wärter da. Habe vorgegeben mit ihm auf die Krankenstation zu gehen. Dort gibt es einen Kamin, eigentlich für die Heiler vom Sankt Mungo, um schneller nach Askaban zu gelangen. Von dort habe ich ihn flohen lassen.“ „Sind die Kamine nicht gesichert?“ Fragte Harry etwas irritiert. Wie konnte sowas sein. Das musste er prüfen lassen. „Doch. Aber ich bin an den Zauber gelangt.“ Grinste Barnes überlegen. „Und wie?“ „Naja, ich habe die letzte Heilerin beobachtet, die bei uns war, mir den Zauber gemerkt und natürlich vorher ausprobiert.“ Ron tippte Harry von hinten auf die Schulter „Es wird langsam Zeit.“ Flüsterte er ihm ins Ohr. Harry sah auf seine Armbanduhr und stellte überrascht fest, dass die Stunde schon fast vorüber war. „Also gut Mister Barnes, eine letzte Frage. Wo hält sich Mister Greyback auf?“ Barnes zuckte mit den Schultern „Kene Ahnung, hat er nicht gesagt….“ Wäre auch zu schön gewesen, dachte sich Harry „Sie haben sich als Mittäter strafbar gemacht, es wird eine Verhandlung auf Sie zukommen. Solange bleiben Sie in einer Zelle hier im Ministerium, damit wir sie im Auge behalten können.“ Erklärte ihm Harry und Barnes nickte geknickt „Fuck!“ flüsterte er vor sich hin. „Es hätte alles so gut klappen können.“
Harry und Ron gingen aus dem Verhörraum und atmeten erstmal durch. Sie hatten ihn tatsächlich. Nun mussten sie nur noch Greyback in die Finger bekommen. „Wir müssen unbedingt schärfere Maßnahmen in Askaban fordern. Wie kann sowas sein. Es braucht nur eine undichte Stelle und schon ist ein Mörder auf freiem Fuß. Die Dementoren waren vielleicht doch nicht so schlecht.“ Lachte Ron halbherzig und schüttelte dabei den Kopf. „Vielleicht hast du Recht.“ Harry bekam bei dem Gedanken an Dementoren Gänsehaut, auch heute noch. „Ich werde Kingsley informieren und dann nach Hause flohen. Du kommst später?“ „Ja klar, ich bin immer noch neugierig auf den erwachsenen Draco Malfoy.“
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast