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Spiel ohne Limit?

KurzgeschichteHumor, Erotik / P18 / MaleSlash
Akaashi Keiji Bokuto Koutarou Kita Shinsuke Kuroo Tetsurou Miya Atsumu Sawamura Daichi
21.05.2021
14.10.2021
7
10.469
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14.10.2021 1.866
 
Gedämpft vernahm Iwaizumi gerade noch so die Stimmen der anderen. Er hatte sich nach seinem stillen Outing darüber, dass er von Oikawa gern eine ‚Lektion‘ erhalten würde schnellen Weges auf den dunklen Flur verkrochen. Als er nach seiner Meinung nach weit genug weg von den anderen war, rutschte sein Rücken automatische die Wand hinunter zu Boden. Vor lauter Scham, weil er seine sexuelle Vorliebe preisgegeben hat, vergrub er sein Gesicht in seinen Handflächen. Wieso musste er auf so eine blöde Aussage auch noch reagieren. Lag es am Alkohol? Hat er bereits sein Limit erreicht und war deshalb nicht mehr klar bei Sinnen? Zu viel schwirrte durch seinen glühenden Schädel. Wie sollte er jetzt wieder der Gruppe gegenübertreten? Matsukawa und Hanamaki werden sich das Maul zerreißen und die zwei Nachwuchs-Kapitäne der Dateko und Inarizaki standen den beiden in nichts nach. Das war ein gefundenes Fressen. Er war doch das Ass das Stärke und Dominanz ausstrahlen sollte und nicht bei so einer eigenartigen Anspielung die Fassung und sein Gesicht verlor. Vor allem nicht vor Oikawa. Iwaizumi hatte selbst noch nicht all zu viel Erfahrungen in die intime Richtung gesammelt. Oikawa, wenn man seinen Erzählungen Glaube schenken konnte, hingegen schon. Sein Wissen stammte nur aus dem Unterricht oder Zeitschriften sowie ab und zu mal einen Film, aber allmählich brannte er darauf auch selbst aktiv zu werden. Er wusste nicht wieso, aber seit geraumer Zeit träumte er des Öfteren von dem Braunhaarigen, nur leider konnte er es ihm nicht erzählen, die Freundschaft war ihm dann doch zu wichtig.

Iwaizumi schloss seine Augen, rief einzelne Bilder des letzten Traums hervor. Nach diesem hatte er so ein mächtiges ‚Problem’ bekommen, sodass er das erste Mal selbst Hand angelegt hat und an den braunhaarigen Lockenkopf dachte. Das tat auf jeden Fall besser als sich unter eine Eisdusche zustellen. Um so mehr er über diesen vermaledeiten Sextraum nachdachte, umso mehr richtete sich in seiner Hose ein Zelt auf. Voller Verzweiflung raufte Iwaizumi sein dunkles Haar. DAS hat ihm gerade noch gefehlt. Es reichten wohl schon die einfachsten Fantasien aus um ihn einfach auf einen menschenleeren Flur hart werden zu lassen. Nach einem lauten "Scheiße" fiel sein Kopf wieder auf seine Knie zurück, vergrub sich noch ein Stück tiefer. Sollte er es wirklich wagen und sich hier schnell erleichtern? Was würde Oikawa nur von ihm denken, wenn er das erfahren würde, dass er das Übel allen Bösens war?

Als hätte er seinen Namen einmal zu oft in seinen Gedanken gesagt, vernahm er seinen ach so gehassten Spitznamen. Panik stieg in ihm auf, hektisch schaute er sich um, um wieder Reisaus zu nehmen. „Iwa-Chan. Warte.“, so schnell er konnte holte Oikawa zu Iwaizumi auf, pinnte ihn an der nächsten Tür fest. „Lass mich los, Oikawa.“, protestierte er lautstark und war ziemlich erstaunt wie viel Kraft der andere besaß. Es fiel ihm sichtlich schwer sich aus dem Griff des Größeren zu lösen. Zwischen seinen Beinen fand ein Knie seinen Platz, schränkte seine Bewegungsfreiheit weiter ein. In der Hoffnung dass Oikawa seine Erektion noch nicht bemerkt hat, versuchte er sein Becken seitlich von ihm wegzudrehen. Doch genau das zog gerade die Aufmerksamkeit auf seine untere Region. „Hörst du schlecht? Lass mich gefälligst… Hey! Was machst du da?!“ Schneller als ihm lieb war spürte Iwaizumi eine Hand an seinem Gesäß, welche beherzt zugriff und zugleich einen Druck im Schritt, welcher ihn unfreiwillig keuchen ließ. Da Flucht nun keine Lösung mehr war setzt Iwaizumi auf Angriff, holte mit seinem Kopf so gut er konnte aus und wollte seinem Kumpel ein ordentliche Kopfnuss verpassen. Anders als gedacht sah Oikawa voraus was Iwaizumis plante, wich aus und packte mit der Hand an dessen Kiefer, fixierte den Kopf somit am Holz. Das Ass ließ sich das aber nicht gefallen und setzte sich immer noch gegen seinen Kapitän zu wehr, woraufhin der Größere seinen Griff an seinen Hals verlagert, ein Hauch stärker zupackte und seinem Kumpel dadurch die Luft etwas abschnürte. Ein leises Krächzen vermischt mit einem Keuchen entwich seiner Kehle und sein Blick verschleierte sich allmählich. „Hast du es dir so vorgestellt?“, die rauen Worte dicht neben seinem Kopf und das Knie welches seine Mitte massierte, führten unweigerlich zum Fall der sonst so harten Schale.

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Schallendes Gelächter erfasste Atsumus Gehör. Es war so laut, dass er kaum noch seine eigenen Gedanken hören konnte. Kita saß stumm neben ihm und mustert ihn eindringlich, verstand offensichtlich nicht wirklich was so lustig an dieser Situation war. Er hatte doch nur der Anweisung auf der Karte Folge geleistet und sogar sehr ausführlich erzählt was er mit Atsumu heute Abend machen würde. Das es bei der Aufgabenstellung eher darum ging ihm zu sagen was sie im Bett alles unanständiges anstellen würden, hat er leider komplett missverstanden. So erzählte Kita, falls Atsumu zu tief ins Glas schauen würde, ihn ins Bett zu tragen, ihn ordentlich in die Decke einzupacken und einen Behälter neben ihm zu platzieren, falls der Weg zu den Toiletten zu weit währe. Weitere Szenarien folgten die am Ende aber die gleiche Ausgangslage hatten. Keinen Sex. Das war nicht das was sich Atsumu vorgestellt hat und nun das Gelächter der anderen auf seine Kosten ertragen musste. „Wenn du dich vielleicht ganz dumm anstellst, zieht dich Kita-san sogar aus. Ach, ich vergas. Bleib einfach ganz natürlich.“, wie er doch diese Stimme hasste und dann jedes Mal fast in sein eigenes Gesicht zu schauen, machte es einfach nicht besser. „Als würde das jemand mit dir machen wollen, Arschloch.“ Sich bereits in Kampfstellung gebracht, ballte der blonde Zwilling wieder seine Fäuste. „Ja, ich.“ „Du?“, kam es synchron von beiden Zwillingen, wobei Osamu genau so verwirrt wie Atsumu schien und ungläubig Suna anblinzelte. „Sicher.“, bestätigt er kurz seine vorherige Aussage und platzierte sich hinter Osamu, legte einen Arm um seine Taille und zog den Älteren näher zwischen seine Beine. „Wenn ich schon allein an dein wunderschönes Bild denke, blühen Fantasien in mir auf die ich nur all zu gern mit dir ausleben möchte.“, spielerisch knabbert Suna an dem Ohrläppchen von Osamu, sein Blick ging neben seinem Kopf vorbei zu Atsumu. „Ich stelle mir schon so lange vor wie du in völliger Ekstase auf meinem Bett liegst. Deine Augen verbunden, damit du jede Berührung von mir intensiver wahrnimmst. Deine Handgelenke fixiert an den Bettpfosten, um meiner süßen Folter nicht zu entkommen.“, seine Nasenspitze glitt an der Halsschlagader des grauhaarigen Zwillings entlang, nahm den schnelleren Puls mit einem Schmunzeln war. „Und wenn ich dich bis zum äußersten gereizt habe…“, die warme Zunge wandert den Weg am Hals wieder hinauf und Osamu schluckte schwer, „…fick ich dich.“ Der Biss in die Ohrmuschel ließ Osamu ein kleines Stöhnen über die Lippen kommen und er riss erschrocken die Augen auf, die er bei der Erzählung genießerisch geschlossen hatte. Fest presste er seine Hände auf den Mund. Sein Gesicht röter als eine Ampel, versteckte er seine Scham an Sunas Schulter, welcher ihn noch ein Stück näher zog. „So hättest du es dir doch am liebsten vorgestellt. Nicht wahr, Atsumu?“, die Belustigung in Sunas Augen blitzte auf, verursachte bei dem Blonden dass dieser mit seinen Zähnen knirscht. Und noch eine Person auf seiner Hassliste mehr. Nur das Schlimme daran war, dass Suna leider Gottes sowas von Recht hatte.

Schweigend beobachtete Kita das Schauspiel seiner Teamkameraden und studierte nach Aussage von Suna seinen Teampartner genauer. Seine Mundwinkel zogen sich nach oben als er endlich verstand wieso dieser Spielabend stattfand. Dann würde er sich nun alle Mühe geben um Atsumu nicht noch einmal zu enttäuschen.

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Es gab schon lange kein Entkommen mehr. Als die Eulen den aufkommenden Krach auf dem Flur vernahmen, schnappte sich Bokuto Akaashi und verschwand in den nächst besten Raum, in der Hoffnung, dass sie ihren Balztanz ungestört fortführen konnten. Als sich die silberne Eule sicher genug war, dass niemand sie bemerkt hatte und auch die Geräusche verstummten, wand er sich seiner Begierde wieder zu. „Machen wir da weiter wo wir gerade aufgehört haben.“, lüsternes Gold traf auf scheues Petrol. Der Abstand minimierte sich ein weiteres Mal zwischen ihnen, die Atmosphäre knisterte nur so. In seiner vollen Bracht baute sich Bokuto vor Akaashi auf, wirkte viel größer als er eigentlich war. Währenddessen wich der Schwarzhaarige ein paar Schritte zurück, engte sich selbst zwischen Bokuto und Tisch, der sich an seinem Hintern bemerkbar machte, ein. Die muskulösen Arme fanden neben Akaashi platz, sodass der Ältere sich abstützen und weiter mit dem Oberkörper nach vorn lehnen konnte. „Du weißt gar nicht wie lange ich hierauf schon gewartet habe.“, damit verringerte Bokuto den Abstand auf null und presste seine Lippen auf die seines Gegenübers. Völlig überrumpelt mit den neuen Empfindungen die er verspürte, rührte Akaashi sich keinen Millimeter. Auch als der Ältere begann mit seiner Zunge über die Unterlippe zu fahren und um Einlass bat, regte er sich weiterhin nicht. Allmählich wurde es nun aber auch Bokuto etwas zu bunt, sodass er gezwungen war drastischere Maßnahmen zu ergreifen. Ganz ungeniert griff er dem Jüngern in den Schritt, löste ein ungewolltes Stöhnen bei diesen aus und nutzt die Chance in die warme Mundhöhle einzudringen. Ausgiebig erforschte er das unbekannte Terrain und stupste leicht die fremde Zunge an. Endlich aus seiner Starre erwacht, bemerkt auch endlich Akaashi was hier im Gange war und suchte Halt an Bokutos Shirt. Wie ein ausgehungertes Tier verschlang er regelrecht seinen Zuspieler, dem mittlerweile der Speichel an der Seite seines Mundes hinab zum Kinn lief und er Anzeichen machte den Kuss zu lösen. Wahrscheinlich wegen Luftmangels. Widerwillig nahm er Abstand von den zarten Lippen, die ihn bereits jetzt schon süchtig machten. Verträumte Augen schauten zu ihm auf und es fiel ihm immer schwerer nicht sofort sich alles von Akaashi zu nehmen. „Du bist so wunderschön.“, säuselt Bokuto vor sich hin, dabei glitt seine Nasenspitze an der weichen Haut Akaashis entlang. „Hmm… Bokuto.“ Genießerisch schloss Akaashi seine Augen, ließ sich jetzt völlig von der Präsenz des anderen einnehmen. Sachte strich die Hand wieder über seine Brust, über den Bauch und wieder hinauf, vergriff sich ein weiteres mal an einer Brustwarze. Eine Hand von Bokuto lösend, legte er diese über seinen Mund um die entweichenden Laute zu dämpfen. Die Hand die gerade so entzückt an seinem Nippel spielte verschwand plötzlich, griff stattdessen den Saum seines Shirts und streifte es über den Kopf. Oberkörperfrei stand er nun vor Bokuto der sich bereits jetzt hungrig über die Lippen leckte. Seine Lippen nahmen Akaashis wieder in Beschlag und entfachten ein weiteres Spiel der Leidenschaft. Um dem Schwarzhaarigen etwas Luft zukommen zu lassen, wanderte der Grauhaarige abermals am Kinn vorbei Richtung Schlüsselbein. Ein kurzer Schmerz breitet sich an genau dieser Stelle aus. „Du.“, Bokuto wandert weiter tiefer, „Gehörst.“ An seiner rechten Brustwarze bereitet sich ebenfalls der Schmerz aus, bis ebenso die Linke das gleiche Schicksal ereilt. „Mir.“ Die Worte waren nicht mehr als ein tiefes Grollen. Die Liebesbisse die nun seinen Körper schmückten fühlten sich regelrecht wie Feuer auf seiner Haut an. Gedämpft stöhnte er auf, da die Hand in seinem Schritt völlig in Vergessenheit geraten war und sich durch ihre Massage seiner tieferen Region wieder bemerkbar machte.

Leises Rascheln gesellte sich zu den lauten Atemzügen und Kussgeräuschen hinzu. Mit einem leicht dumpfen Geräusch Verstrab es wieder, als Akaashis Hose samt Unterwäsche Bekanntschaft mit dem Boden machte.
 
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