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Spiel ohne Limit?

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteHumor, Erotik / P18 / MaleSlash
Akaashi Keiji Bokuto Koutarou Kita Shinsuke Kuroo Tetsurou Miya Atsumu Sawamura Daichi
21.05.2021
01.02.2022
9
13.730
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21.05.2021 1.441
 
Mit einem breiten Grinsen schauten sich die beiden selbsternannten „Spielabend-Experten“ an. „Lass uns nochmal alles durchgehen.“ Voller Enthusiasmus faltet Bokuto das kleine Stück Papier auf, auf dem mit einer unsauberen Schrift eine kleine Checkliste gekritzelt wurde. „Location?“ „Check.“ „Snacks?“ „Check.“ „Ausreichend alkoholische Getränke?“ „Check.“ „Und nicht zugvergessen, dass Wichtigste für diesen Abend, …“, voller Stolz hielt Kuroo das verheißungsvolle Spiel hoch, dass diesen Abend noch wirklich sehr interessant und brisant gestalten sollte, „das Spiel, was dich hoffentlich endlich deiner Flamme nah genug bringt , damit du mir nicht mehr auf den Sack gehst.“ „HEY!“ Verärgert über die gerade gefallene Antwort schnellte Bokutos Gesicht zu dem von Kuroo, der ein vielsagendes Grinsen aufgesetzt hat. „Als würdest du das Spiel nicht ebenfalls für deine eigenen Zwecke nutzen, um endlich Kenma zu bekommen.“ „Nur mit dem Unterschied, dass ich dir damit nicht andauernd in den Ohren liege wie verdammt heiß er aussieht, wenn er mit nassen Haaren, frisch geduscht in der Umkleide steht.“ „Ach ja, als „zufällig“ mal das Handtuch von seiner Hüfte viel. Das war ein Einblick. So rund und knackig, wie ein Apfel. Ich hätte sofort rein…“ Und somit gingen Bokutos Gedanken mal wieder auf Wanderschaft. „Stopp, reiß dich zusammen. Du perverser Sack.“ Einen Stoß mit dem Ellenbogen beförderte ihn nur leider schneller als gewünscht wieder in das Hier und Jetzt. „Spiegel, du notgeiler Bock.“ Ein raues und dunkles Lachen verließ die Lippen von Kuroo, in welches Bokuto selbstverständlich mit einstieg. „Wie dem auch sei, wir werden heute für so manch anderen auch ein paar Steine ins Rollen bringe, dass lass dir gesagt sein. Und als Belohnung werden wir heute nicht alleine schlafen gehen.“ Blicke wurden ausgetauscht, Augenbrauen hüpften fröhlich auf und ab und Münder wurden zu anzüglichen Grinsen verzogen.

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„Shittykawa, mach hin.“ Angesprochener wurde von einem wüten blickenden Iwaizumi angefahren, der mit verschränkten Armen, schnell wippenden Fuß und einer fiesen Grimasse hinter ihm aufgetaucht war. „Mensch Iwa-Chan, warum stresst du denn so? Auf Partys kommt man nie pünktlich. Oder weißt du das etwa nicht, weil du noch nie auf einer warst?“ Mit seinem typischen Lächeln schaut er in den Spiegel seinen angesprochenen Hintermann an, dessen eh schon strapazierte Wutader immer mehr pulsierte. „Schnauze oder ich verhau dich gleich.“ Im Hintergrund wurde diese alltägliche Situation mit genervten Gesichtern ertragen. „Nun werdet mal wieder locker. Das vermiest einem ja die ganze Vorfreude auf gleich.“, seufzte Hanamaki, der diese ständigen Streitereien satt hatte. Ein zustimmendes Brummen von seiner rechten Seite war zu vernehmen. „Hebt euch noch etwas von euren Streitigkeiten für eure Ehe auf. Sonst sind ja gleich alle Themen weg und ihr schweigt euch dann nur noch an.“, musste nun Matsukawa mit einem frechen Lächeln seinen Senf dazugeben. Blitzschnell dreht sich Iwaizumi auf dem Absatz um und warf dem nächsten in der Runde einen bitterbösen Todesblick zu.

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„Ein Spielabend? Von den beiden organisiert? Das kann doch nicht gut gehen.“, äußerte Sugawara  seine Bedenken auf dem Weg zu Futakuchis und Moniwas Zimmer Daichi, über den heute geplanten Abend. „Ich glaube auch, dass das in einem großen Chaos enden wird. Aber so können wir unser Beziehungen zu den anderen Clubs noch weiter ausbauen. Ist doch gut, wenn wir auch über unseren Bezirk noch mit anderen Schulen in Kontakt kommen.“ „Du hast vermutlich Recht.“, bestätigt Sugawara Daichis Aussage mit einem leichten Nicken, der bereits an der Zimmertür der beiden Dateko Spieler klopfte. Von innen war nur ein lauteres Rumpeln zu hören bis die Tür schnell aufgezogen wurde. „Wir sind gleich soweit.“, wurde den beiden Außenstehenden schnell mitgeteilt, als die soeben halbgeöffnete Tür auch wieder ins Schloss fiel. „Man Futakuchi, kannst du das nicht mal wegräumen. Hier sieht es aus.“ Beide konnten sich gerade bildlich vorstellen wie Moniwa versucht seinen Kohai zu mehr Ordnung zu erziehen. Nur ein gelangweiltes „Ja, ja“, gefolgt von einem „Später.“ war von seinem Schützling zu vernehmen, als sogleich ein zweites mal die Tür aufging. „Tach.“, wurde den beiden Karasuno Spielern entgegengeworfen, als Moniwa sich an Futakuchi aus der Tür quetschte, ihm noch ein leichten Schlag gegen den Hinterkopf gab, der soviel aussagte wie, ‘dass er nicht immer so frech sein sollte’ und sich die Truppe wenig später auf den Weg zu den beiden Idioten machte.

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„Egal was du machst Tsumu, Müll bleibt Müll. Da kannst du dich noch solange im Spiegel betrachten.“ Schon eine Vorahnung was gleich passieren wird, holt Suna sein Handy aus der Hosentasche um ja keinen Moment dieser kostbaren Auseinandersetzungen zu verpassen und es für die Nachwelt festzuhalten. „Was sagst du, Arschloch?!“ Wutentbrannt stürmte der blonde Zwilling auf seinen Bruder los und wollte ihn so eben am Schlafittchen packen und ihm eine Tracht Prügel verpassen, als er sah das sein Kapitän hinter Osamu auftaucht und eine bedrohliche Aura um ihn wabbert. Seine Augen schauten ihn direkt an, sodass ihm augenblicklich ein Schlag durchschoss und er den Kragen seines Bruders losließ. Kleinlaut gab er zu verstehen, dass der andere doch angefangen hat. „Der Klügere gibt nach.“, war der einzige Kommentar den Kita für ihn übrig hatte und sich langsam auf den Weg zur Tür machte. „Selbst Kita-san weiß, dass du dumm bist.“ Da saß der nächste Spruch. Ein lautes Knurren war von Atsumu zu vernehmen, doch er beherrschte sich. Er wollte ihm gefallen, zeigen das er besser als sein Zwilling war. Er wollte doch nur gut für ihn aussehen. Zeigen wie ansehnlich er ist, damit ihm Kita heute endlich verfällt. Es war ein offenes Geheimnis, dass Atsumu für Kita schwärmte. Doch auch wenn er eine ziemlich große Klappe hatte und nur so von Selbstbewusstsein triefte, ihm ins Gesicht zu sagen was er für ihn fühlte bekam er nicht auf die Reihe. Er zog das Kinn in die Höhe und stolzierte Kita hinterher. Suna seufzte resigniert aus und musst leider ohne neues Bildmaterial von den streitenden Zwillingen sein Handy wieder in die Tasche verschwinden lassen. Aber vielleicht boten sich nachher noch ein paar andere Momente zum festhalten.

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Punkt 20 Uhr standen Daichi und Sugawara, Futakuchi und Moniwa sowie die Vierertruppe von der Inarizaki bei den zwei Katzen und den zwei Eulen im Zimmer. Wie ein Gentleman, der Kuroo nun mal war, hatte er bereits von seinen eingetroffenen Gästen die Getränkewünsche entgegengenommen und selbstverständlich auch versorgt. Nach ein paar kleineren Gesprächen in der Gruppe war ein Klopfen an der Tür zu vernehmen. „Ihr seid zu spät.“, brachte Kuroo den letzten Ankömmlingen begrüßend entgegen. „Ist Trödelkawas Schuld.“, wurde gleich ein Sündenbock an den Pranger gestellt, der nur ein „Wie gemein.“ von sich gab, seine Arme vor der Brust verschränkte und seine Wangen beleidigt aufblies.

„Da nun alle vollzählig sind, möchten wir euch auch nicht länger auf die Folter spannen und unseren Spielabend beginnen.“, mit erhabener Brust stand Bokuto neben seinem Setter, der bereits auf einem der am Boden liegenden Sitzkissen platz genommen hat und eröffnete feierlich den heutigen Abend. „Genau, wir haben uns ein großartiges Spiel besorgt, was uns stärker zusammenbringt.“ Ein vielsagendes Grinsen breitet sich auf dem Gesicht von Kuroo aus und so gut wie jeder im Raum wusste, dass das nichts Gutes heißen konnte. Außer Moniwa, der irgendwie leicht verwirrt wirkte. „Zu den Regeln des Spiels,“ Bokutos Zeigefinger erhob sich, die eh schon geschwollene Brust ließ noch mehr Luft in sich hinein und war bereit eine komplexe Beschreibung des Spiels vom Stapel zu lassen, als die Brust sank, sich die Luft lautstark aus seinen Lungen verabschiedete und der Finger sich wieder senkte, „eigentlich gibt es keine.“ Bravo Bokuto. Innerlich sich eine Hand selbst ins Gesicht schlagend übernahm Kuroo lieber wieder das Steuer und legte freundschaftlich eine Hand auf die Schulter seines Kumpels. „Es gibt schon eine Regel, und zwar nicht kneifen. Wer es doch tut, muss als Strafe überall verkünden, dass sein Team schlecht ist.“  „Aber wir sind nicht schlecht.“, rief Moniwa voller Empörung aus. „Dann einfach nicht kneifen, dann musst du es auch nicht machen.“, war die Antwort auf seinen Ausruf, gefolgt von einem Augenzwinkern. „Sind denn alle mit den Spielregeln einverstanden oder möchte sich schon jemand als Feigling äußern?“ Mit hochgezogenen Augenbrauen ließ Kuroo seinen Blick durch die Runde schweifen. „Dann ist ja alles bestens.“, ein klatschen in die Hände verstärkte seine Aussage als er weiter fortfuhr, „Es werden Zweierteams gebildet. Und wie ich das schon auf den ersten Blick mit meinen guten Augen erspähen kann, sind die Teams schon gefunden.“ Zufrieden ließ sich der schwarze Kater auf seinem Kissen fallen und verschränkte seine Beine zu einem Schneidersitz. „Bevor ich es vergesse, Getränke kann sich natürlich Jeder zu jeder Zeit gerne nehmen. Aber nicht das jemand kotzt.“, ein amüsanter Laut verließ seine Kehle. „Dann legen wir mal los.“ Kater und Eule warfen sich ein letztes Mal verschwörerische Blicke zu, bevor das Übel seinen Lauf nahm.
 
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