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Stark gekämpft und am Ende doch verloren?!

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Heidi Matera Ilka Fischer Marc Westerhoven OC (Own Character) Paul Richter Stephan Sindera
19.05.2021
12.06.2021
5
10.448
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10.06.2021 2.392
 
Müde lief Stephan ins Bad und ging unter die dusche, nach dem Traum konnte er nicht mehr schlafen. Er musste immer wieder an Paul denken. Vielleicht wollte der Traum ihm zeigen, dass es wahr wird. Das würde er nicht verkraften. Heute hatte Stephan sich vorgenommen, auf die Wache zu fahren. Seit Paul krank war, sah er immer nur die Klinik und die Wohnung. Er wollte die Kollegen mal wieder sehen. Einfach mal wieder etwas anderes sehen außer nur die Klinik, das tut ihm wohl mal gut. Paul schläft eh nur. Er nahm ihn nicht mehr so richtig wahr.

Stephan parkte sein Auto kurz vor der Wache, er wollte etwas laufen, um seine Gedanken zu sortieren. Sie waren schon wieder bei Paul, er hatte Angst, ihn zu verlieren. Stephan merkte das ihn wieder Tränen an seinen Wangen entlang liefen, aber diesmal schämte er sich nicht für sie. Und lies ihnen freien Lauf. Kurz bevor er die Wache betrat, atmete er noch einmal kurz durch. Danach betrat er die Wache. Als er durch die Tür ging, fiel sein Blick zu Heidi, die sich gerade mit Ilka unterhielt. Die kurz darauf in einem Büro verschwand. Heidi drehte sich um, als sie merkte, dass jemand die Tür hereinkam. Und als sie Stephan erblickte, strahlte Heidi übers ganze Gesicht. „Hallo Stephan schön, dass du uns mal besuchst, wie geht es Paulsche?“ Er ging zu Heidi und umarmte sie. „Hallo Heidi Paul geht es nicht so gut, er schläft nur es scheint, als hätte er sich auf gegeben, er sieht aus wie tot.“ Plötzlich verfiel Stephan in einen Weinkrampf, alles an ihm zitterte, er konnte nichts dagegen tun. Er spürte, wie seine Beine ein knickten und er zu Boden ging. Heidi merkte, wie Stephan zu Boden fiel, sie wollte ihn noch festhalten, doch sie schaffte es nicht. Am Boden kniend krampfte ihr Kollege und sie merkte, dass er einen Weinkrampf hatte. Stephan wollte wieder aufstehen, doch er schaffte es nicht, so sehr er sich auch bemühte.

Seine Kollegin kniete sich vor ihm und versuchte ihn zu beruhigen. „Stephan, bitte beruhige dich, alles wird gut.“ Doch sie schaffte es nicht Stephan kniete noch immer vor ihr im Weinkrampf und weinte. „Marc? Michael?“ schrie Heidi ganz aufgeregt, sie hatte Angst um ihren Kollegen, der sich nicht mehr beruhigten ließ. Marc und Michael saßen gerade im Aufenthaltsraum, als Marc seine Frau Heidi seinen und den Namen seines Kollegen Michael rufen hörte. Beide schauten sich gegenseitig an. Standen auf und gingen nach vorne immer dem Geschrei von Heidi nach. Als sie sahen, was sich vorne abspielte, waren sie geschockt. Heidi kniete ganz aufgeregt vor dem immer noch im Weinkrampf krampfenden Stephan und versuchte ihn zu trösten. Heidi sprach immer wieder auf Stephan ein. „Ich höre das Heidi zu mir etwas sagt es, dringt aber nicht an mich durch - mein ganzer Körper zittert, ich möchte mich dagegen wehren, es geht aber nicht.“ Marc und Michael liefen zu Heidi, um ihr zu helfen. „Was ist passiert Schatz?“ ,fragte Marc seine Frau. Und er half Michael Stephan hoch zu helfen, der immer noch vor lauter weinen krampfte. „Ich weiß es nicht, er hat mich begrüßt und erzählt, wie es Paul geht, und dann fing es an, – er ging zu Boden, weinte und krampfte.“ ,erzählte Heidi ihren Mann. Marc und Michael brachten Stephan in einem leeren Büro. Sie setzten ihn auf einem Stuhl. Er sinkt regelrecht in sich zusammen. Stephan merkte langsam, wie sein Körper sich beruhigte und er auf hörte zu krampfen. Ilka, die gerade dazu kam, erschreckte, als sie Stephan sah, der wie ein Häufchen elend auf dem Stuhl saß.

Der große Beamte saß noch immer so, wie seine zwei Kollegen ihn hingesetzt haben auf dem Stuhl. Die Arme immer noch über den Kopf geschlungen und weinte. Ilka ging auf ihren Kollegen zu, sie umarmte ihn einfach mal, sie glaubte, das brauchte er einfach. In diesen Moment kam er ihr wie ein verletztest Kind vor. Sie hatte richtig Mitleid mit ihrem Kollegen. „Stephan tut mir richtig leid, er sieht echt fertig aus, kein Wunder - was er auch alles durch machen musste in letzter Zeit.“ ,dachte sich Ilka und bemerkte, dass Stefan aufgehört hatte zu weinen. „Geht es dir besser Stephan?“ fragte Ilka ihn und ernte ein gedrücktes lächeln. „Ja danke geht schon, tut mir echt leid weiß nicht was mit mir los ist!“ ,meinte Stephan und bemerkte das auch Heidi, Marc und Michael im Raum waren. Dann erhob Michael das Wort. „Du musst dich doch nicht entschuldigen, wir können dich wirklich verstehen, du machst dir Sorgen um Paul und schläfst im Moment nicht, essen tust du wahrscheinlich auch nicht mehr, könnte ich wetten, … so fertig, wie du ausziehst!?“ Stephan war wirklich fertig, er konnte nur noch nicken. „Gut Stephan alles klar, musst nichts mehr sagen, aber lass dir eins gesagt sein, wenn du so weiter machst, geht das irgendwann schief.“ Er nickte wieder nur. „Ich … also … ich … ,“begann, er komme nachts nicht mehr zur Ruhe, muss immer an Paul denken.“ ,das er nachts von ihm träumte, das er tot sei, verschweigt er lieber. „Mensch Stephan mischte sich Heidi jetzt ein, du siehst echt scheiße aus und solltest mal an dich denken und mal wieder richtig schlafen.“ Stephan wusste, dass seine Kollegen recht hatten, aber was sollte er machen, wenn er nachts nicht mehr schlafen konnte. Stephan war froh, dass seine Kollegen nicht weiter auf ihn einsprachen und ihn verstanden. Auch die stille Umarmung von Ilka tat ihm gut.

Der Weg ins Krankenhaus machte Stephan immer angst. Die Müdigkeit meldete sich wieder bei ihm. Doch er musste durch halten Paul brauchte ihn. Aber sein Körper hatte andere Pläne, er rebellierte wieder, ihn wurde schon wieder schwindelig und gegessen hatte er auch schon lange nicht mehr wirklich. Er hielt sich kurz am Geländer fest. „Alles in Ordnung mit ihnen Herr Sindera?“ ,meinte hinter ihm eine Stimme. Stephan drehte sich um und entdeckte Schwester Arzu. „Ja alles in Ordnung.“ Er ging dann nach oben zu seinen Schatz. Paul lag im Bett, er lächelte gequält, als er Stephan sah. „Na Schatz, wie geht es dir denn heute?“ Stephan gab seinen Mann einen Kuss, danach setze er sich hin. Er nahm seine Hand. Paul sah echt scheiße aus, genau wie er auch. Fieber hatte er auch wieder, das sei aber normal bei der Chemo, meinte Martina vorhin am Telefon. Die Chemo lief auch schon wieder durch, da brauchte Paul ihn. „Mir geht es heute nicht so gut habe schmerzen von der Chemo.“ Plötzlich wurde Paul wieder übel Stephan hielt ihn ein Behälter hin, danach half er ihn, sich wieder hinzulegen. „Stephan Schatz...“ fing Paul an, weiter kam er nicht, musste sich schon wieder übergeben. Mit tränen in den Augen schaute er zu seinen Mann. „Ich kann nicht mehr, ich will diese scheiß Chemo nicht mehr, mir tut alles weh, die Medikamente helfen auch nicht mehr.“ Stephan konnte nicht glauben, was Paul da grade sagte: „Dein Ernst Paul?“ ,fragte er und sah seinen Mann böse an, der wich den Blick aus. „Ja ich will und kann nicht mehr, wäre lieber tot.“ Stephan kochte innerlich vor Wut. „Weißt du eigentlich, was du da sagst es schmerzt in mir?“ „Ich, … ich muss hier raus.“ Stephan konnte das grade nicht mehr ertragen. Er rannte aus dem Zimmer, drehte sich nicht um, hörte Paul nur schwach seinen Namen rufen. „Stephan?“... „Stephan, bitte bleib, es tut mir leid, ich liebe dich doch.“ ,sagte Paul mit tränen in den Augen. „Paul du Depp, jetzt hast du deinen Mann vertrieben.“ ,dachte er und drehte durch, er riss sich die Schläuche raus. Er wollte zu Stephan doch kaum aufgestanden wurde ihm schwindelig und schwarz vor Augen. Er fiel um und schlug mit dem Kopf gegen den Stuhl, bewusstlos ging er zu Boden. Eine Blutlache bildete sich unter Pauls Kopf.

Als er unten im Park an kam, sinkt er auf eine Bank und merkte, dass er wieder weinen musste. Aber er wollte nicht weinen, da er dann nicht mehr auf hören konnte, weil sein Körper schwach ist und nach Schlaf schrie. Stephan verstand Paul einfach nicht, er dachte, sie wollten da gemeinsam durch. Aber anscheinend hatte Paul sich schon entschieden und gab sich auf. „Sollte er auch, aufgegeben?“ ,fragte er sich laut. Dann schüttelte er den Kopf, nein, ich muss stark für Paul sein.

Schwester Elke stand vor der Tür von Paul. Sie klopfte an, und als keine Antwort kam, trat sie herein. „Herr Sindera ich wollte ihnen ihre Tab...“stockte sie vor Schreck fiel ihr das Tablett mit den Tabletten herunter. Sie rannte schnell ans Bett und klingelte. Schwester Manuela kam hereingestürzt. Schwester Elke drehte sich um. Dr. Bähr bitte schnell.“ schrie sie der Schwester entgegen. Die rannte schnell in Schwesternzimmer und piepte Elias an.

Dr. Bähr war beim Mittagessen, als er gerade in sein Würstchen beißen wollte. Ging sein Pieper los. „Oh Mensch, man konnte aber auch nicht mal in Ruhe Pause machen.“ Er schaute drauf und las Onkologiestation, dann war es dringend. Dr. Bähr steckte den Pieper wieder weg und ließ alles stehen und liegen und eilte nach oben. „Dr. Bähr schnell kam es ihn schon entgegen von Schwester Manuela Herr Sindera er liegt bewusstlos blutend auf dem Boden.“ Elias ging schnellen Schrittes zu Paul. Als er das Ausmaß sah, erschreckte der junge Arzt regelrecht... „Ach du scheiße, was ist hier denn passiert?“ fragend blickte er in Richtung Schwester Elke. Die zuckte nur und suchte nach Erklärung, was passiert sein könnte. „Ich weiß es nicht Dr. Bähr scheinbar hat Herr Sindera sich mit seinem Mann gestritten und wollte hinterher!“ „Als ich nämlich rein kam, lag er schon so da.“ erklärte Schwester Elke Dr. Bähr. Der Arzt kniete sich vor Paul und versuchte ihn wach zu bekommen. Und schlug ihn leicht auf die linke und rechte Wange. „Herr Sindera aufwachen, kommen sie - aufwachen Herr Sindera.“ Paul schlug langsam die Augen auf, sah noch etwas verschwommen. Er schaute erst zu Dr. Bähr und dann Schwester Elke. „Da sind sie ja wieder Herr Sindera tut ihnen etwas weh?“ „Ah mein Kopf.“ Paul griff an seinen Kopf und wollte gerade auf stehen als ihn für kurzen Moment schwindelig wurde. „Bitte Herr Sindera bleiben sie liegen, scheinbar haben sie eine Gehirnerschütterung!?“ kam es von dem jungen Arzt. „Schwester Elke verbinden sie bitte unseren Patienten und dann zum CT.“ „Geht klar Dr. Bähr.“

Als Stephan sich wieder beruhigt hatte, lief er nach oben zu Paul. Er wollte noch mal mit ihm reden. Stephan stand im leeren Zimmer, die Farbe wich ihm aus dem Gesicht. Wo war Paul. Schwester Elke kam kurzer zeit später mit Paul, der im Rollstuhl saß, herein. Stephan erschrak, als er sein Mann sah. Paul sah im wahrsten Sinne des Wortes scheiße aus. Er war bleich um die Nase herum und um den Kopf herum war ein Verband und überall war Blut. Stephan Verstand nicht, was hier los war. „Warum saß sein Mann im Rollstuhl und hatte eine Wunde am Kopf?“ Stephan half Paul in sein Bett, setzte sich zu ihm. „Schatz geht es dir gut?“ „Was ist passiert?“ Stephan bekam von Paul nur traurige Blicke, die sagen wollten, es tut mir leid. Schwester Elke meinte zu den großen Beamten. „Ihr Mann hat eine leichte Gehirnerschütterung und eine Kopfplatzwunde.“ „Paul... ich meine, ihr Mann ist aufgestanden und umgefallen mit dem Kopf auf den Stuhl.“

Schwester Elke stöpselte den Schlauch von der Chemo wieder an Paul. „Meinte aber noch bitte nehmen sie noch ihre Medikamente Herr Sindera!“ sie reichte ihm ein Behälter mit Tabletten darin. Als er sie genommen hatte, verließ sie das Zimmer. Stephan kuschelte sich an seinen Liebsten, drehte seinen Kopf, so das er ihn anschauen konnte. Stephan streichelte Paul am rechten Arm über zu seinem Bauch, er war dünn geworden. Er merkte das sein Schatz friert Stephan deckte ihn zu und wärmte ihn. „Gleich wird es dir warm, mein Schatz.“ „Warum ich kapiere es nicht...warum? ...Ich meine, warum bist du aufgestanden...“ Bevor Paul antworten konnte, küsste Stephan ihn. „Weil ich dir nach wollte, es tut mir leid, was ich vorhin gesagt habe.“ Wollte mich bei dir entschuldigen. Stephan schaute seinem Liebsten in die Augen und streichelte ihn über die Wangen. „Süßer schon gut, ich mich muss mich entschuldigen, dass ich so reagiert habe und dich alleine gelassen habe.“ Stephan küsste Paul noch einmal. „Ich liebe dich Stephan.“ ,sagte Paul schaute Stephan in seine Augen. Er verlor sich wieder mal in seine wunderschönen Blauen Augen. „Ich liebe dich auch Paul.“ Beide kuschelten miteinander. „Ich habe es vorhin nicht so gemeint, natürlich mache ich weiter, kann dich doch nicht alleine lassen. Stephan war froh, das zu hören. „Tu das bitte nie mehr Schatz einfach so aufzustehen, ohne jemanden zu fragen... Du bist noch ziemlich schwach.“ „Ich verspreche es dir Stephan.“

„Ich habe eine Überraschung für dich Paul!“ Stephan holte sein Tablet hervor und gab es ihm. Paul nahm das Tablet und schaute fragend zu Stephan. „Unsere Kollegen rufen dich gleich an, sie vermissen dich.“ „Es ist in Ordnung habe vorhin mit Martina telefoniert und sie gefragt. Stephan hoffte das seine Kollegen den Zusammenbruch von ihm auf der Wache heute nicht erwähnen würden. „Na alter alles gut bei dir?“ ,kam es von einigen Polizei Kollegen. Paul freute sich sie mal wieder zusehen. „Schön euch mal wieder zuhören und zusehen, auch wenn es nur am Tablet ist.“ Paul klang schon wieder schwach, sein Fieber kam zurück. „Oh man Paul, du siehst aber echt scheiße aus.“ ,lachte Cornelia. Nach zehn Minuten unterbrach Stephan das Telefonat. Als er merkte, dass Paul schwächer wurde und das Fieber stieg. Er verabschiedete sich bei den Kollegen. „ „Schatz geht es dir gut, siehst plötzlich so blass aus?“ „Ach, da ist nichts. Mir ist nur etwas schlecht. Paul zeigte sich stark oder besser gesagt, er wollte stark wirken, das merkte Stephan. Aber er spürte das mit Paul irgendetwas nicht stimmte und das etwas noch kommen würde. Er bekam beim Anblick von Paul angst. Stephan war froh, dass die Kollegen nichts von seinem Zusammenbruch erzählt hatten. Es langte, das Stephan sich um Paul sorgte. Da sollte Paul sich nicht auch noch um ihn sorgen machen.

Nachdem Stephan Paul das Tablet ab nahm. Beobachtete er grade, wie sein Paul plötzlich sein Kopf zur Seite fiel und er krampfte Paul wirkte wie weggetreten. Stephan wusste erst gar nicht, was er machen sollte. „Paul?... Paul, was ist mit dir, alles wird gut, ich hole Hilfe.“ Er drückte auf den Alarmknopf.
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