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Alles begann damit, dass ich fiel

GeschichteAbenteuer, Humor / P12 / Gen
Aragorn Gimli Legolas OC (Own Character)
17.05.2021
02.09.2021
14
39.664
4
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
23.05.2021 2.702
 
Hey, tut mir leid dass das Kapitel erst jetzt kommt, ich war den ganzen Tag unterwegs, und bin nicht dazugekommen es hochzuladen. Viel Spaß dabei:)
Ach ja, nur mal so zu Info: SCHREIBT MIR REVIEWS ODER DAS BÖSE KRÜMELMONSTER KOMMT UND FRISST ALLE EURE KEKSE AUF! MUHAHAHAHAAAAAAA!!!!!!
Ne, Spaß xD Schwarzleser sind ebenfalls herzlich willkommen ;D

Nach einiger Zeit kamen wir in Edoras an. Schon von weitem konnte ich die Stadt auf dem Hügel erkennen. Sie hatte etwas Trauriges an sich, obwohl ich nicht sagen konnte was es war. Wir ritten durch das Tor und die Straßen zu Meduseld hinauf. Die meisten Leute waren schon von Helms Klamm hierher zurückgekehrt, unter der Führung von Éowyn. Sie stand schon vor der Halle und nahm uns in Empfang. „Komm“, meinte sie zu mir, nachdem sie den anderen zugenickt hatte, und zog mich mit sich. Wir gingen in ein Zimmer. „Heute Abend wird ein Gedenkfest an die Toten stattfinden“, erklärte sie. „Ich habe uns schon Kleider herausgelegt.“ Sie deutete auf zwei Gewänder auf dem Bett. „Hier, probiere es mal an“, meinte sie, und drückte mir ein Mitternachtsblaues Kleid in die Hand. Schnell zog ich es an, und betrachtete es. Es war langärmelig, und bis zur Hüfte eng anliegen. Ab da fiel es locker herunter. Es fühlte sich seidig und weich an, wenn ich den Stoff durch meine Finger gleiten ließ. Der Saum sowie die Ränder der Ärmel waren mit silbernen Ranken verziert. Ich blickte zu Éowyn. Sie trug ein weißes Kleid, das goldene Verzierungen zierten. Normalerweise mochte ich Gold nicht so, aber Éowyn stand es. Sie steckte sich noch ihre vordersten Strähnen hinten zusammen, ich ließ meine Haare offen über meinen Rücken fallen. So machten wir uns in die Halle auf.
Schon viele Dorfbewohner saßen an Bänken, die überall in der Halle aufgestellt worden waren. Ich erkannte Gimli und Legolas in der Menge, und stellte mich zu ihnen. „Wo ist Aragorn abgeblieben?“, raunte ich ihnen zu. Legolas deutete nach vorne. „Der König wollte, dass er vorne bei ihm sitzt.“ Ich nickte. Erst mochte der König Aragorn nicht, jetzt wollte er, dass er sich neben ihn setzte, dass erinnerte mich stark an Kindergarten. Da wollte man auch immer, dass die beliebten Leute sich zu einem setzten. Dazu hatte ich aber nie gehört. Schluchz.
Der König riss mich aus meinen Gedanken. „Heute Nacht gedenken wir derer, die ihr Blut gegeben haben, dieses Land zu verteidigen.“ Er hob einen Kelch. „Heil den siegreichen Toten!“ „Heil!“, riefen alle, und tranken ihren Kelch mit vollen Zügen aus. Ich schnupperte an dem Gebräu. Es roch verdächtig nach Bier. „Muss man das trinken?“, fragte ich vorsichtig. Gimli sah amüsiert zu mir rüber. „Was hast du denn? Das schmeckt doch gut!“ Hatte der seinen Geschmackssinn verloren? Wortlos drückte ich ihm meinen Kelch in die Hand. Gierig trank er ihn aus.
Nach und nach verstreuten sich die Leute, stellten sich zusammen und schwätzten, soffen sich unter den Tisch oder grölten schräge Lieder. Ich wanderte durch die Halle, und traf auf Éowyn, die, mit einem Kelch bewaffnet, zielstrebig durch die Halle lief. „Wo willst du hin?“, fragte ich sie. Sie schenkte mir einen verlegen Blick. Ich sah gerade aus, und erkannte Aragorn auf uns zu kommen. Vor ihm blieb sie stehen, und sah ihn vorsichtig lächelnd an. Dann sagte sie etwas unverständliches, wahrscheinlich Rohirrisch oder Ähnliches. Daraufhin reichte sie ihm den Kelch. Aragorn trank ihn langsam aus, verbeugte sich vor Éowyn, und verschwand wieder in der Menge. Da trat der König zu uns. Naja, eher zu Éowyn. „Ich freue mich für dich. Er ist ein ruhmreicher Mann.“ Das wurde mir dann doch zufiel, und ich verschwand in der Menge. Éowyn tat mir schon leid, wegen der Sache mit Aragorn, aber ich hatte ihr doch von Arwen erzählt. Aragorn hatte sein Herz schon verschenkt. Ich blickte mich suchend um, und entdeckte Legolas und Gimli. Sie standen an einem Tisch, hinter dem Éomer an einem Bierfass
lehnte. „Kein Absetzten, kein Verschütten.“ „Was wird das denn?“ Ich trat zu ihnen heran. „Ein Trinkspiel“, Legolas blickte mich verunsichert an. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Das wollte ich sehen. „Na dann viel Glück“, wünschte ich den Beiden. Gimli trank schon in vollen Zügen seine ersten Becher aus, Legolas begann eher zögernd. Belustigt sah ich den beiden zu. „Was denkst du, wer gewinnt?“, fragte mich Éomer. „Ich tippe ja auf den Zwerg.“ Da mir Legolas mal erzält hatte, dass Elben von Alkohol weniger anfällig waren als Menschen oder Zwerge, grinste ich. „Legolas.“ Éomer blickte mich herausfordern an. „Na dann, mal sehen wer gewinnt. Um was wetten wir?“ Ich überlegte. „Um die Ehre!“ Er nickte.
Gimli war jetzt schon richtig betrunken. Er lachte richtig psycho als er seinen nächsten Becher bekam, was mich zum Schmunzeln brachte. Ich würde gewinnen! „Jawohl, es ist des Zwergen eigen Art, dass er die Frauen mag behaart!“ Ah ja. Dezent cringe. Der war wirklich schon betrunken, Legolas machte noch einen ganz fitten Eindruck. „Ich spüre etwas“, begann dieser jedoch. „Ein leichtes Kribbeln in den Fingern. Ich glaube es zeigt Wirkung bei mir.“ Ich prustete los. Was? Ein Kribbeln in den Fingerspitzen? Der hatte ja Probleme! Das fand anscheinend auch Gimli. „Was habe ich gesagt? Der verträgt einfach nichts...“ Mitten im Satz brach er ab, verdrehte die Augen, und kippte um. „Spiel vorbei“, meinte Legolas nur. „Ha, ich hab gewonnen!“, meinte ich fröhlich zu Éomer, der nur grummelnd nickte. „Gewonnen?“ Die Elfe sah mich fragend an. „Jap, wir haben gewettet, wer länger durchhält.“ Damit machte ich mich auf in die Menge. Von irgendwo her konnte ich die Hobbits singen hören. Ich bahnte mir einen Weg dorthin, und blieb neben Gandalf stehen, der dem Treiben lachend folgte. Aragorn stellte sich zu uns. „Noch keine Nachricht an Frodo?“ Gandalf schüttelte den Kopf. „Kein Wort. Nichts.“ „Wir haben Zeit“, versuchte Aragorn Gandalf zu beruhigen. „Jeden Tag gelangt Frodo näher nach Mordor.“ „Ja, aber wissen wir das?“, fragte Gandalf. „Was sagt dein Herz dir?“, fragte ich ihn. „Das Frodo am Leben ist.“ Ich nickte. „Na dann ist doch alles super. Jetzt zieht nicht mehr solche Gesichter, sondern amüsiert euch!“, forderte ich sie auf. Sie lächelten.
Irgendwann wurde es mir doch zu viel, und ich ging aus der Halle. Die frische Luft tat wirklich gut, und lächelnd schloss ich  meine Augen. Als ich sie wieder öffnete, sah ich, dass noch zwei Leute draußen waren. Ich lief auf sie zu. Es waren Aragorn und Legolas. Ich ging langsam zu ihnen. Plötzlich drehte sich Aragorn um, und hielt mir sein Schwert unter die Nase. „Was hast du für Probleme?“, fuhr ich ihn an. Verlegen nahm er sein Schwert wieder herunter. „Tut mir leid, ich wusste nicht dass du es bist.“ Ich nickte. „Schon okay.“ Wir standen eine Weile lang schweigend da, bis Legolas aufkeuchte. „Er ist hier!“ Ich konnte mir denken, wer mit er gemeint war, und stürzte den anderen Beiden hinterher, in das Zimmer, dass wir uns alle teilten. Dass Schauspiel, dass sich uns dort bot, war schrecklich. Pippin wälzte sich schreiend auf dem Boden, den Stein (Palantír o. Ä.) in seiner Hand, während Merry um Hilfe rief. Aragorn stürzte sich auf Pippin, und riss ihm die Kugel aus der Hand. Das führte jedoch dazu, dass nun Argorn aufschrie. Schnell kickte ich ihm die Kugel aus der Hand und warf ein Tuch darüber. Gandalf, der von dem Tumult aufgewacht war, rannte zu Pippin, der benommen auf dem Boden lag. Oh nein. War ihm etwas passiert? Gandalf legte ihm die Hand auf die Stirn, und murmelte einige unverständliche Worte. Mit einem Keuchen wachte Pippin auf. Mir fiel ein Stein vom Herz. Er lebte. „Sieh mich an“, verlangte Gandalf von dem Hobbit. „Gandalf. Verzeih mir“, murmelte dieser. „Sieh mich an!“, fuhr Gandalf ihn an. „Was hast du gesehen?“ „Einen Baum“, flüsterte Pippin. „Da war ein weißer Baum in einem Hof aus Stein. Er war tot. Die Satdt brannte.“ „Minas Tirith. Hast du das gesehen?“, fragte Gandalf. „Ich sah...“, murmelte Pippin. „Ich konnte ihn vor mir sehen!“ Oh, verdammt! Sauron! „Ich konnte seine Stimme in meinem Kopf hören.“ „Und was hast du ihm gesagt? Rede!“, zickte Gandalf. „Er fragte nach meinem Namen. Ich antwortete nicht.“ Gut gemacht Pippin, man bringt ja schon kleinen Kindern bei, nicht mit Fremden zu reden! „Er hat mir wehgetan.“ „Was hast du ihm über Frodo und den Ring gesagt?“ Pippin blickte ängstlich zu Gandalf. „Nichts! Ich schwöre dir, nichts!“, beteuerte er. Gandalf blickte ihn lange, sehr lange prüfend an. „Du sagst die Wahrheit, Peregrin Tuk.“ An uns alle gewandt meinte er: „Wir sollten jetzt ruhen. Alle.“ Ich nickte, und kurz darauf lagen wir alle in unseren Betten. Gandalf war wie unser Kindergärtner, der uns Schlafen schickte.
Noch lange lag ich wach und konnte nicht schlafen. Also stand ich auf, und schlich mich aus dem Zimmer. Darauf bedacht, keinen Lärm zu machen, wanderte ich durch die Gänge. Nach einiger Zeit kam ich in der alle an, nachdem ich mich einige Male verlaufen hatte, und ging hinaus. Es war still. Die Nacht hatte die Häuser befallen. Aber es war eine angenehme Stille. Ich stand eine Weile einfach so da. Wie würde es wohl weitergehen? Was kam als nächstes? Wer würde als nächstes sterben? Wie ging es Frodo? Waren er und Sam schon in Mordor? Lebten sie noch? Würde ich jemals wieder zurück nach Hause können? Wollte ich das überhaupt? Wollte ich alle hier verlassen?
Mein Kopf platzte fast vor den ganzen Fragen. Da hörte ich etwas. Eine Stimme in meinem Kopf. Zuerst fragte ich mich, ob ich jetzt komplett durchdrehte oder so, aber dann lauschte ich der Stimme.
Du hast viele Fragen. Fragen, die dir niemand beantworten will. Du willst wissen wieso du hier bist.
Ich war baff. Woher wusste er*sie*es das? War er*sie*es böse?
Nein, dass bin ich nicht. Mein Name ist Galadriel, ich bin die Herrin des goldenen Waldes.
Ja! Davon hatte Aragorn erzählt. Da waren sie, bevor sie mich aus dem Wasser gefischt hatten.
So ist es. Die Gemeinschaft war bei uns. Und nun gehörst auch du zur Gemeinschaft des Rings. Ich spüre, du hast Angst. Angst vor dem, was noch kommen mag. Doch ich sage dir, lass diese Leere nicht von dir besitzergreifen, du musst stark sein.
Ich schluckte.
Können sie mir sagen, warum ich hier bin?, fragte ich Galadriel in Gedanken.
Nein, dies kann ich nicht. Doch so viel kann ich sagen: Es gab eine Prophezeiung, vor langer Zeit, die besagte, du würdest herkommen. Mehr darfst du noch nicht erfahren, doch ich bin sicher, Mithrandir wird dir zum passenden Zeitpunkt alles erklären. Schlafe nun.
Ich nickte in die Nacht hinein, und ging langsam wieder zu unserem Zimmer. Ich war in einer Prophezeiung vorgekommen? Eine, die besagte, dass ich hierherkommen würde? Gab es Hellseher in Mittelerde? Und noch viel wichtiger: Was kam noch in der Prophezeiung vor? Prophezeiungen kannte ich zum Beispiel aus Harry Potter und der Orden des Phönix. Da kam Harry auch in einer Prophezeiung vor. Aber ich? Was war mit mir?
Irgendwann kam ich am Zimmer an und schlief langsam, mit noch mehr Fragen als zuvor, ein.

Am Morgen wurde ich durchgeschüttelt. „Ophelia, aufstehen!“ Ich drehte mich auf die Seite, weg von der Person. Ich wollte jetzt nicht aufstehen, mein Bett war so gemütlich! „Komm schon!“ Mit einem Ruck wurde ich aus dem Bett befördert, und knallte auf den Boden. Ich grummelte vor mich hin, während ich aufstand, und mir den schmerzenden Rücken hielt. Schnell zog ich mich an, und folgte dann den anderen in die Halle. Müde ließ ich mich auf die Bank zu den anderen gleiten, die schon fröhlich am Schnattern waren. Plötzlich fiel mir das Gespräch mit Galadriel ein. Sollte ich Gandalf auf die Prophezeiung ansprechen? Wenn ich es nicht tat, würde ich es ja nie erfahren, ich glaubte nämlich nicht, dass er es mir irgendwann freiwillig sagen würde. Also nahm ich all meinen Mut zusammen. „Gandalf?“, fragte ich. „Hm?“ Er sah von seinem Brot auf. Ich atmete tief durch. „Was ist das für eine Prophezeiung in der ich da vorkomme?“ Die Hobbits, Aragorn, Legolas, Gimli und Gandalf starrten mich an. „Woher weißt du davon?“, flüsterte Gandalf. „Galadriel hat mir davon erzählt“, erklärte ich. „Gestern Nacht habe ich in Gedanken mit ihr gesprochen.“ Gandalf schwieg. „Und?“, fragte ich vorsichtig nach. „Sag nicht, dass du mir jetzt noch nichts sagen kannst, und dass das alles nur zu meinem besten ist und so weiter.“ Gandalf sah mich an. „Ich kann es dir jetzt noch nicht sagen. Dass ist nur zu deinem besten. Doch was ich dir sage ist: Forsche nicht weiter nach! Es ist nicht gut, wenn du zu viel darüber weißt, und niemand darf davon erfahren! Wenn diese Informationen zu ihm gelangen, bist du in Gefahr!“ Ich zog eine Augenbraue hoch. „Sehr Informativ“, grummelte ich. Konnte mir nicht einmal jemand etwas sagen, was ich auch verstand? Bitte? Genervt stand ich auf. „Was ist?“, fragte Legolas. „Ich hab keinen Hunger mehr“, murmelte ich nur, und verließ die Halle. Ich eilte nach draußen, in Richtung Stall. Ich blickte mich suchend um, und fand dann Hasufels Box. Langsam schob ich das Tor auf, und trat zu ihm. Fröhlich schnaubend kam Hasufel auf mich zu. „Ja mein großer, ich hab dich auch vermisst“, flüsterte ich, während ich anfing, ihn zu striegeln.
In meiner alten Welt war ich auch geritten. Immer Freitags um 15:00 Uhr. Wie ich das vermisste. Ich war in der Abteilung geritten, und vor der Reitstunde hatten wir alle zusammen auf dem Hof unsere Pferde fertig gemacht. Ich war immer auf Antigone, einer schwarzen Holsteinerstute geritten. Wir hatten uns, wenn man das so sagen konnte, gut verstanden. Bei ihr brauchte man nur leichten Schenkeldruck, und sie lief dahin, wohin sie laufen sollte. Bei Abraxas war das anders gewesen. Der war schon immer wild, und die zwei, drei Male, die ich auf ihm geritten war, würde ich so schnell nicht wieder vergessen. Er war ziemlich frech, und bei ihm konnte man sich auf alles gefasst machen. Hasufel war aber auch toll. Er war wirklich schnell, und wenn es das hier gäbe, würde er, denke ich, ein gutes Springpferd abgeben. Er wieherte, und riss mich so aus meinen Gedanken. Ich blickte auf. Gandalf, gefolgt von Merry und Pippin, kam herein. Neugierig lugte ich hinter Hasufel hervor. In Schattenfells Box angekommen, hob Gandalf Pippin auf das Pferd. Huch, wo wollten die denn hin? Hatte ich was verpasst? „Wie weit ist Minas Tirith?“, fragte Pippin jetzt leise. „Ein Dreitagesritt, wie der Nazgûl fliegt“, antwortete Gandalf. „Aber lass uns hoffen, dass wir keinen von denen im Genick haben.“ Damit schwang er sich auf Schattenfell. Merry und Pippin redeten noch, ich konnte sie aber nicht mehr verstehen, Hobbits waren einfach zu leise. „Lauf Schattenfell!“, befahl Gandalf dem Pferd. „Zeige uns, was Eile heißt!“ Pippin rief noch ein letztes „Merry!“, doch da waren sie schon aus dem Stall galoppiert. Merry stürzte ihnen hinter. Ich war neugierig, wieso Gandalf und Pippin so eilig aufgebrochen waren, und deshalb rannte ich Merry hinterher. Draußen stieß Aragorn zu uns. Wir rannten hinter dem kleinen Hobbit her, der zu einem Wachturm rannte, um vermutlich Gandalf und Pippin hinterher zu sehen.
Doch bei dem Glück das ich hatte, rannte ich voll in Merry rein, und Aragorn dann in mich, und wir fielen alle voll auf die Nase. „Typisch Ophelia!“, hörte ich Aragorn neben mir murmeln, und dafür bekam er einen Tritt. „Hey!“, beschwerte er sich. Aber ich achtete nicht darauf, zu sehr war ich damit beschäftigt, Merry noch mal auszuweichen, der aufgesprungen und zum Geländer geeilt war. Ich und Aragorn folgten ihm. Von hier aus konnten wir G&P noch lange beobachten.
„Wieso reiten die den eigentlich weg?“, fragte ich nach einer Weile. „Da Pippin in den Palantír gesehen hat, müssen wir ihn schnellstmöglich in Sicherheit bringen. Der Feind glaubt, dass er den Ring hat. Gandalf reitet nun mit ihm nach Minas Tirith.“ „Der Palantír, dass war diese Kugel, oder?“, fragte ich. Aragorn nickte.
Wir blieben noch eine Weile dort oben stehen, und sahen Pippin und Gandalf nach. Wie es ihnen wohl ging? Wie es Frodo und Sam wohl ging? Lebten sie noch? Doch, sagte ich mir. Sam war viel zu treu, um seinen Herrn einfach sterben zu lassen. Die Hobbits würden das meistern, da war ich mir ganz sicher.
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