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Alles begann damit, dass ich fiel

GeschichteAbenteuer, Humor / P12 / Gen
Aragorn Gimli Legolas OC (Own Character)
17.05.2021
02.09.2021
14
39.664
4
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
18.05.2021 3.281
 
Hey, hier ist das nächste Kapitel:) An der Stelle möchte ich mich noch einmal bei Lividekiwi und Snoopstar für ihre Reviews bedanken! *großen Cookie geb*  Diesmal würde ich mich natürlich auch über Reviews freuen, ich beantworte sie auch immer:) Nun gut, ich will euch gar nicht länger nerven, hier ist ein neues Kapitel. Bei der Stelle, die ihr oben im Titel entnehmen könnt, habe ich laut mitgesungenxD Nur schade, dass Feely  den Herr der Ringe, und damit auch 'They taking the hobbits to Isengart, -gart, -gart, -gart...' nicht kennt. So, jetzt viel Spaß mit dem neuen Kapi:)
~DaughterOfEvil


Wir verfolgten die Orks, nein, Uruks, wie mir Aragorn erklärt hatte, schon drei Tage und Nächte. Wir hatten immer nur drei Stunden höchstens Rast gemacht um zu verschnaufen. Ich war am Rande meiner Kräfte. Meine Wunden schmerzten höllisch, und ich sehnte mich nach einem weichen Bett. Und nach zuhause. Vor vier Tagen war ich hier gelandet, und ich vermisste meine Eltern und meine Freunde. Ich fragte mich, ob sie nach mir suchten. Ich fragte mich, ob bei ihnen alles weiter ging wie zuvor, nur ich fehlte. Ich fragte mich, ob sie mich vermissten. Ihre Tochter, Schwester, Freundin. Aragorn, Legolas und Gimli waren sehr nett, ich zählte sie schon zu meinen Freunden, aber es war doch anders als mit gleichaltrigen. Aragorn, wie er mir erzählt hatte, war 86, da er zu den Númenorern gehörte, die von den Valar, irgendwelche göttergleiche Wesen oder so, mit einem langem Leben ausgestattet worden waren. Legolas hatte erzählt, dass er ein Elb war, und die waren wohl unsterblich, denn er war 2931 Jahre oder so. Gimli war als Zwerg auch ziemlich alt, um die 140 Jahre oder so. Und ich war gerade mal 14!
Ich stolperte mit Gimli als letzter durch diese karge Landschaft voller Felsen, als ich sah, das Aragorn ein Stück weiter vor uns auf einem Felsen lag und chillte. Echt jetzt, wir verfolgten Uruks, die unsere Freunde gefangen genommen hatten und der legte sich mal einfach so auf ’nen Felsen und ruhte sich aus? Er brabbelte irgendwas vor sich hin, dann stand er auf und rannte einfach weiter. „Rasch!“ Komischer Typ. Legolas drehte sich im rennen zu uns um: „Gimli, Ophelia, kommt weiter!“ Als ob wir nicht kommen würden. Gimli sprach aus, was ich dachte. „Drei Tage und Nächte verfolgen wir sie. Ohne Verpflegung, ohne Rast. Und kein Zeichen von denen die wir suchen, außer nacktem Stein!“ Ja, Gimli, wahre Worte, doch sie helfen leider nichts. Wir mussten also weiter rennen, in meinem Fall sehr, sehr schnell humpeln. Mir war heiß vom Rennen und ich schwitzte. Ich fühlte mich, als ob ich gleich zusammenklappen müsste. Ich schnaufte vor mich hin und achtete nicht auf meine Umgebung, als ich voll in Aragorn rannte, der am Boden hockte. Musste der sich mitten auf den Weg setzen? Ich taumelte und kippte um. Autsch. Doch Aragorn achtete nicht auf mich (Danke auch) und hob etwas vom Boden auf. Es war eine Blattbrosche, so eine, wie sie auch die anderen trugen. „Nicht zwecklos fallen Loriens Blätter“ Legolas kam von hinten angerannt. Wow, hatte ich den überholt? Schulterklopfen, Ophelia! „Dann sind sie vielleicht noch am Leben!“ Ah, die Brosche gehörte Merry oder Pippin. Kluge Hobbits. „Und höchstens einen Tagesmarsch voraus.“ Echt jetzt? Ich musste noch einen ganzen Tag rennen? Och ne. „Kommt!“ Ich sprang auf. Legolas drehte sich zu Gimli um, der gerade einen Hügel hinunter kullerte, da er gestolpert war. „Komm, Gimli! Wir holen sie ein!“ Dachte der das Gimli einfach liegen bleiben würde? „Querfeldein bin ich nicht zu gebrauchen! Wir Zwerge sind eher geborene Sprinter! Mordsgefährlich über kurze Distanzen!“ Ja klar. Gimli der Sprinter. Das wollte ich sehen! Wir rannten einen Hügel hinauf. Ich blieb kurz stehen um zu verschnaufen, die anderen taten es mir gleich. „Rohan“, sagte Aragorn,„Heimat der Pferdeherren“ Oh ja! Ich mochte Pferde, ich war zwar nicht vernarrt in sie, aber ich war schon einige Male geritten, und konnte es auch einigermaßen. „Seltsames ist hier am Werk. Etwas Böses verleiht diesen Kreaturen Schnelligkeit, und richtet seinen Willen gegen uns.“ Und schon wieder rannten wir, über Steine, Steine und Steine. „Legolas“, rief Aragorn plötzlich, ich, die direkt hinter ihm lief, zuckte erschrocken zusammen. „Was sehen deine Elbenaugen?“ Elbenaugen? Auch wenn der ein Elb war, hatte der doch normale Augen. Also klar, der konnte natürlich besser sehen als wir, aber das nannte sich doch bei denen sicher auch nur Auge, oder? „Ihre Spur führt nach Nordwesten“, antwortete Legolas,“Die Uruks bringen die Hobbits nach Isengard!“ „Saruman“, flüsterte Aagorn. Wer war das denn jetzt schon wieder? „Ähm, Aragorn, wer ist das?“, rief ich im rennen. „Saruman?“ Aragorn blickte mich finster an. „Saruman der Weiße ist auch ein Zauberer, so wie Gandalf“, erklärte er. Ah, Gandalf war ein Zauberer gewesen? Das erklärte seine überdimensional große Weisheit. „Er ist der oberste der Zauberer in Mittelerde. Doch wie es scheint, ist er dem Bösen verfallen“ „Ähm, Aragorn, gibt es auch einen Pinken Zauberer?“ Die Vorstellung war witzig. „Nein, nur einen Braunen und zwei Blaue. Gandalf war Grau“ Ich ließ den Kopf hängen (soweit das im rennen ging). „Och, schade.“
Wir liefen die ganze Nacht durch, und ich war jetzt am Ende meiner Kräfte. Aragorn oder Legolas mussten mich manchmal stützen, damit ich nicht umfiel. Die Sonne ging wieder auf. „Eine rote Sonne geht auf“, meinte Legolas. „Heute Nacht ist Blut vergossen worden“ Pessimist. Wieso sollte wegen eines roten Sonnenaufgangs Blut vergossen worden sein? „So weit ich mich erinnere, ist der Sonnenaufgang doch immer rot“, meinte ich frech. Ich hatte zwar etwas Blut verloren, aber meinen Sarkasmus definitiv nicht. Wir liefen weiter. Da hörten wir plötzlich ein Pferdewiehern. Aragorn winkte uns lautlos, hinter einen Felsen zu kommen, und das nicht zu spät. Auf einmal ritten um die ganz viele  bewaffnete Reiter an uns vorbei. Waren das diese ‚Pferdeherren’, die Aragorn erwähnt hatte? Vermutlich. Plötzlich sprang er aus unserem Versteck. „Ihr Reiter von Rohan!“, rief er,„Was gibt es neues in der Mark?“ Wir folgten ihm. Leider, denn auf einmal drehten sie und ritte auf uns zu. Sie kreisten uns ein, und zielten mit ihren Speeren auf uns. Einer der, ich weiß nicht, Rohaner, sprach uns an. „Was treiben ein Elb, ein Mensch, ein Weib und ein Zwerg hier in der Riddermark?“ Aha. „Frauen sind jetzt also schon eine eigene Gattung, was?“, meinte ich, ihn anfunkelnd.  „Sprecht rasch!“ Ah ja, ich wurde einfach ignoriert, was? Weil ich eine Frau war? Antifeministischer geht es gar nicht! „Nennt mir euren Namen Pferdeherr, dann werde ich euch meinen nennen!“, meinte Gimli frech. Oh oh. Der Mann sprang vom Pferd und kam auf Gimli zu. „Ich würde euch den Kopf abschlagen, Zwerg, wenn er nur etwas höher über den Erdboden ragte“ Doch er hatte die Rechnung ohne Legolas gemacht. Der zog einen Pfeil, eher die Rohaner kucken konnten. „Ihr würdet sterben ehe ihr zum Streich ausholtet!“ Oh, Legolas, angespannt? Ich denke, auch wenn er es nicht zugeben würde, mochte er Gimli. Augenblicklich richteten sich alle Speere auf ihn, doch Aragorn drückte seinen Bogen herunter. „Ich bin Aragorn, Arathorns Sohn“ Ich rollte mit den Augen. Wieder diese Vater-Sohn-Geschichte. „Das ist Gimli, Gloins Sohn, Ophelia, und Legolas aus dem Waldlandreich“ Legolas aus dem Waldlandreich? Hatte der keinen Vater? „Wir sind Freunde Rohans“ Ach ja, waren wir das? „Und Théodens, eures Königs“ Die hatten noch einen König? Klar, das alles war hier ziemlich mittelalterlich, aber ich hatte gedacht etwas Demokratie wäre da. „Théoden vermag nicht länger Freund von Feind zu unterscheiden“ Was war mit dem denn los? „Selbst seine Sippe erkennt er nicht“, meinte er, und zog seinen Helm ab. Die Speere wurden zurückgezogen. War das ein Friedenszeichen oder so? „Saruman hat den Geist des Königs vergiftet und fordert die Herrschaft über dieses Land“ Ah ja, der böse Oberzauberer. „Meine Schar besteht aus jenen, die treu zu Rohan stehen, und dafür wurden wir verband.“ Oh, nicht cool. „Der weiße Zauberer ist listenreich. Er erscheint hier und dort, heißt es, als alter Mann in Kapuze und Mantel. Und überall schlüpfen seine Spitzel durch unsere Netzte“ Ähm, Entschuldigung? Behauptete der allen ernstes, das wir Spitzel Sarumans waren? „Wir sind keine Spitzel“, sagte Aragorn. „Wir verfolgen eine Gruppe Uruk-Hais westwärts über die Ebene. Sie haben zwei unserer Freunde gefangen genommen.“ „Die Uruks sind vernichtet. Wir erschlugen alle in der Nacht“ Was?! Merry... Pippin... „Aber da waren zwei Hobbits!“, meinte Gimli. „Habt ihr unter ihnen zwei Hobbits gesehen?“ „Sie wären klein gewesen. Nur Kinder in euren Augen!“, erklärte Aragorn. Der Mann schüttelte den Kopf. „Wir ließen keinen am Leben. Die Kadaver legten wir auf einen Haufen und verbrannten sie“, er wies auf einen Hügel in der Nähe,  von dem es rauchte. Nein. Das konnte nicht sein. Merry und Pippin mussten noch am Leben sein! „Sie sind tot“, sagte Gimli fassungslos. Der Rohaner nickte. „Es tut mir leid“ Er stieß einen Pfiff aus. „Hasufel, Arod!“ Ein weißes und ein graues Pferd kamen angetrottet. „Mögen diese Pferde euch einem besseren Geschick entgegen tragen als ihren letzten Herren. Lebt wohl“ Mit diesen Worten stieg er auf sein Pferd. „Sucht nach euren Freunden, doch macht euch keine Hoffnung. Die ist verloren in diesen Landen“ Aha, also noch ein Pessimist. „Wir reiten nordwärts!“, rief er seinen Männern zu. Diese wendeten die Pferde und folgten ihm. Ich sah ihnen hinterher. Legolas stieg auf Arod, dem weißen Hengst, und Gimli hockte sich hinter ihn. Aragorn schwang sich auf Hasufel, und zog mich hinter sich hoch. Ich hätte auch alleine reiten können, aber wir hatten ja nur zwei Pferde.
Wir ritten auf den Haufen Uruks zu. Es qualmte und stank. Ein Urukkopf steckte auf einem Speer. Ich verzog das Gesicht. Aragorn sprang vom Pferd, ich rutsche ihm nach. Auch die anderen stiegen ab. Überall auf dem Boden lagen Leichen und ich musste aufpassen nicht in sie hineinzutreten. Ich sah mich um. Würden wir Merry und Pippin hier lebend finden? „Das ist einer ihrer Gürtel“, stellte Gimli fest und zog ihn aus dem Haufen Orks. Nein. Erst Boromir, dann die Hobbits. Ich hatte sie nur kurz gekannt, aber sie waren mir wegen ihrer fröhlichen Art sofort sympathisch gewesen. Ich zuckte zusammen als Aragorn laut aufschrie. Er kickte einen Orkkopf beiseite und fiel auf die Knie. Ich konnte ihn verstehen. Er musste sich selbst die Schuld zuweisen, da er, glaubte ich jedenfalls, so etwas wie der Anführer von ihnen gewesen war, und die Verantwortung für sie getragen hatte. „Wir haben sie im Stich gelassen“, flüsterte Gimli. Traurig lies ich den Kopf hängen. Rest in Peace. Auf einmal sprang Aragorn auf. „Ein Hobbit war hier“, sagte er, und strich über einige abgedrückte Grashalme. „Und hier der andere. Sie sind gekrochen. Ihre Hände waren gefesselt“ Wow, Aragorn, der Pfadfinder. „Ihre Fesseln wurden durchtrennt“, meinte er und hob  einen durchgeschnittenen Strick auf. Er blickte sich auf dem Feld um. „Sie rannten hier entlang. Sie wurden verfolgt“ Okay, Aragorn übertraf auf jeden Fall jeden Pfadfindermeister. Oder so. Jetzt kam er ins Rennen. „Ihre Spuren führen fort von der Schlacht.“ Wir blieben vor dem Wald stehen, in den sie angeblich geflohen waren. „Zum Fangornwald.“ Fangen spielen? „Fangorn“, flüsterte Gimli ehrfürchtig. „Welch’ Wahnsinn trieb sie dort hinein?“ Was war denn so schlimm an diesem Wald? Aragorn blickte sich zu uns um und nickte. Er ging in den Wald, wir folgten ihm.
Die  Luft war angenehm kühl, ich fühlte mich hier wohl. Alles war mit Moos überwachsen, und die Bäume hier schienen schon sehr alt zu sein. Aragorn joggte mitten in den Wald, wir liefen ihm hinterher. Ein kleiner Bach plätscherte munter vor unseren Füßen vorbei. Mit meinem Glück trat ich natürlich mitten hinein. „Bäh“, murrte ich. Hinter mir kicherte Gimli über meine Unachtsamkeit. Ja klar. Wenigstens einer amüsierte sich. „Wieso habt ihr eigentlich alle Angst vor diesem Wald?“, fragte ich in die Runde. Legolas drehte sich zu mir um. „Ich habe keine Angst vor diesem Wald!“ Ich blickte ihn spöttisch an. „Ja klar. Aber wieso habt ihr gezögert, bevor wir hier rein sind?“ Diesmal antwortete Gimli: „Es heißt, dass in diesem Wald Bäume leben.“ „Leben?“, unterbrach ich ihn. „Ja, leben. Es heißt, dass sie laufen und sprechen können. Und keiner, der in diesen Wald geht, kommt je wieder heraus!“ Uh, das klingt gruselig! Aber spannend gruselig. „Also ich finde das sehr interessant! Kann ich mal einen dieser Baumtypen kennenlernen?“, fragte ich in die Runde, doch ich bekam keine Antwort, da Aragorn sich auf den Boden hockte und anfing zu labern. „Das sind seltsame Spuren.“ Wow, interessiert niemanden Aragorn. Grr, Sarkasmus. „Die Luft ist so stickig hier“, meckerte Gimli. Boah, der war ja anstrengend. „Dieser Wald ist alt. Sehr alt“, meinte Legolas. Ach ne. Dass der Wald alt war hatte ich auch schon bemerkt. „Voller Erinnerungen und Zorn“ Plötzlich erklang ein lautes Dröhnen und Knarzen. Erschrocken drehte ich mich um. Was war das? Gimli hob zu Verteidigung seine Axt. „Die Bäume, sie sprechen miteinander!“, rief Legolas. Okay. Auch wenn ich das eben noch so interessant fand. Jetzt war das gruselig. „Gimli!“, flüsterte Aragorn, „Zügle deine Axt!“ Zögernd nahm Gimli sie wieder herunter. Legolas brabbelte irgendwas in was-weiß-ich, von dem ich kein Wort verstand. „Sprich Worte, die wir alle verstehen“, meckerte ich. „Da draußen ist etwas“, übersetzte Legolas freundlicherweise. Aragorn rannte zu ihm, und antwortete ihm in Fachchinesisch, oder was die da sprachen. Ich nannte das jetzt einfach mal Fachchinesisch, dass konnte ich nämlich genau so wenig wie dass, was Legolas und Aragorn sprachen. „Der weiße Zauberer. Er nähert sich“ Oh. Saruman? War das jetzt gut oder schlecht? Ich tippte mal so auf schlecht. „Ihr dürft ihn nicht sprechen lassen, sonst blendet uns sein Zauber“, flüsterte Aragorn. Er zog sein Schwert, Legolas legte einen Pfeil an seinen Bogen, und Gimli zog seine Axt. Ich, nun ja, ich hätte meinen Schuh werfen können, aber das war mir jetzt zu aufwendig, deshalb stellte ich mich einfach zwischen die anderen. Die wussten schon, was sie taten. Auf einmal trat eine weiße Gestalt aus den Bäumen. Ich hielt mir die Hand vor meine Augen, da mich das grelle, weiße Licht um ihn blendete. Gimli warf seine Axt, die der Zauberer aber einfach zu Seite schleuderte. Legolas schoss einen Pfeil, der einfach an der Gestalt abprallte und Aragorns Schwert wurde heiß, sodass er es fallen lassen musste. „Ihr verfolgt die Spuren zweier junger Hobbits“, stellte der Zauberer in weiß fest. Oh. Jetzt hatte er gesprochen. Ich fühlte mich eigentlich nicht von seinem Zauber geblendet oder so. „Wo sind sie?“, schrie Aragorn den Zauberer an. Hallo? Auch seinen Feinden sollte man mit Respekt entgegen treten, und dazu zählte nicht sie so anzubrüllen. „Sie sind hier durchgekommen. Vorgestern. Sie trafen jemanden den sie nicht erwartet hatten“ Saruman, also ihn vermutlich. „Tröstet euch das?“ Wieso sollte es? Jetzt waren sie weg, brachte uns also nichts. Außer natürlich, dass sie noch lebten. „Wer seid ihr?“, fragte Aragorn den Typen. „Zeigt euch!“ Das Licht erlosch und zeigte einen alten Mann, in weißer Kutte und mit weißem Stab. War das Saruman? Aber wieso wirkten die anderen dann so... ergriffen? „Das ist unmöglich“, flüsterte Aragorn. Legolas und Gimli hockten sich hin und senkten den Kopf. Ich blieb einfach stehen, da den Typen nicht kannte. Ich verneigte mich vor niemandem, auch wenn er ein bisschen leuchten konnte. „Du bist gefallen!“, sagte Aragorn. „Durch Feuer und Wasser“, sagte der Alte ein wenig zu dramatisch. Vom tiefsten Verlies bis zum höchsten Gipfel kämpfte ich gegen den Balrog von Morgoth. Bis ich zuletzt meinen Feind niederwarf und seine Hülle gegen die Seite des Berges schmetterte. Dann umfing mich Dunkelheit. Und ich irrte umher ohne Gedanken und Zeitgefühl. Über mir zogen die Sterne dahin und jeden Tag war so lang wie ein Lebensalter auf der Erde. Doch es war nicht das Ende. Denn Leben rührte sich wieder in mir. Ich wurde zurückgeschickt, bis meine Aufgabe erfüllt ist.“ Okay, sehr dramatisch dargestellt. Glaub nicht immer alles was Leute dir erzählen, hatte man mir doch als Kind eingebläut. Galt das hier auch? Aber ja, Balrog, das hatte ich schon mal gehört. War der Typ dann... „Gandalf?“, bestätigte mir Aragorn meinen Verdacht. Das war also dieser mega weise Typ den ich wegen meinem Weltensprung (oh, cooles Wort!) fragen sollte. Oh, super das der wiedergekommen war. „Gandalf?“, fragte Gandalf. Hatte der seinen eigenen Namen vergessen? „Ja, so hat man mich früher genannt. Gandalf der Graue. Das war mein Name“ „Gandalf!“, bestätigte Gimli. „Ich bin Gandalf der Weiße, und ich kehre zurück zu euch, am Wendepunkt der Gezeiten“ Wendepunkt der Gezeiten? Keine Ahnung. Langsam sollte ich mich mal vorstellen. „Ähm, hi“, meinte ich also schließlich, und winkte verlegen. Gandalf blickte an Aragorn vorbei zu mir. „Wer ist das denn?“, fragte er ihn. Hallo? Ich war auch noch da, schon vergessen? „Sie können mich auch gleich selber fragen, ich bin auch noch da“, meinte ich keck. „Mein Name ist Ophelia, und ich habe keine Ahnung was ich hier mache, das wollte ich eigentlich sie fragen.“ Aragorn mischte sich ein: „Wir sind den Anduin herunter gefahren, von Lorien aus, und da fiel sie plötzlich vor uns ins Wasser. Wir haben sie rausgefischt“ Ha, das Wort hatte er von mir! „Sie kommt aus einer anderen Welt“ Gandalf blickte mich seltsam an. „Hm “, meinte er. „Ich glaube, ich habe... Nein. Ich werde mich später darum kümmern.“ Aha. Er ging an uns vorbei durch den Wald. Während dem gehen zog er sich einen grauen Mantel an, mit dem er nun gar nicht mehr so besonders wirkte. „Eine Etappe eurer Reise ist vorüber, nun folgt die nächste. Krieg ist über Rohan gekommen. Wir müssen nach Edoras reiten, so geschwind wir können“ Wir verließen den Wald, und standen nun auf einen weiten, ebenen Fläche. Gandalf fing an zu pfeifen, und kurz darauf kam ein weißes Pferd angaloppiert. Es sah wirklich beeindruckend aus. „Das ist eines der Mearas, sofern meine Augen nicht durch einen Zauber getäuscht werden“, meinte Legolas. „Mearas? Was ist das?“, fragte ich in die Runde. „Sie sind die schönste und eldelste Rasse der Pferde“, erklärte Gandalf, der das weiße Pferd streichelte, dass er uns als Schattenfell vorgestellt hatte. Wie ironisch. „Er ist der Fürst aller Rösser, und mir durch viele gefahren ein treuer Freund“ Schattenfell wieherte, und daraufhin kamen Hasufel und Arod angetrabt. Legolas und Gimli setzten sich auf den weißen Hengst, und Aragorn zog mich auf Hasufel, nachdem ich ihn begrüßt hatte. Dann galoppierten wir los. Es fühlte sich toll an, wie der Wind durch meine Haare fuhr, und sie herumwirbelte. Schattenfell lief vorraus, und wir mussten uns beeilen, um nicht von ihm abgehängt zu werden. Schattenfell und Gandalf verstanden sich irgendwie ohne miteinander zu sprechen, denn Schattenfell wusste den Weg. Jetzt fehlte nur noch die epische Musik, dann wäre es ein perfekter Moment gewesen. Plötzlich hielten wir auf einem Hügel an. Ich blickte an Aragorn vorbei auf eine Stadt. Sie war auf einem Hügel gebaut, und von einem langen Holzwall eingezäunt. Die Häuser waren ein wenig heruntergekommen, wie ich das von hier beurteilen konnte. „Edoras und die goldene Halle Meduseld“, erklärte Gandalf. Goldene Halle? Die Halle auf dem Hügel konnte man nicht golden nennen. Sie hatte eindeutig schon bessere Tage erlebt, denn sie strahlte nicht mehr besonders, nein, eigentlich überhaupt nicht. „Dort lebt Théoden, König von Rohan, dessen Geist zerrüttet ist.“ Ah, der Typ! „Sarumans Einfluss auf König Théoden ist nun sehr stark.“ Oh oh. „Seid vorsichtig was ihr sagt“ Dabei sah er mich an. Hallo? „Erwartet nicht, dass ihr hier willkommen seid.“ Damit trieb er Schattenfell an. Wir folgten ihm. So, jetzt würden wir Saruman mal zeigen, was passierte, wenn man sich mit uns anlegte. König, wir kommen und retten euch! Juhuu!


Nur zu Erinnerung: REVIEWSSSSSxD Danke, ihr bekommt auch einen Cookie *Cookie in die Runde zeig und dann wieder versteck* Namarië
~DaughterOfEvil
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