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Alles begann damit, dass ich fiel

GeschichteAbenteuer, Humor / P12 / Gen
Aragorn Gimli Legolas OC (Own Character)
17.05.2021
02.09.2021
14
39.670
4
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
31.07.2021 1.789
 
Hey ihr!
Tut mir echt leid, dass so lange nichts mehr kam, ich war mit Freunden im Urlaub, deswegen konnte ich nichts hochladen. Hier habe ich endlich ein neues Kapitel für euch. Ich will euch nicht lange aufhalten, ich muss nur noch schnell der lieben nanachan635 für ihr liebes (eigentlich für alle bisher!!) Review bedanken!! Das hat mir wirklich sehr gefreut. Dieses Kapitel ist für dich :)

Bill^^


Als erstes fiel mir Legolas wütender Blick auf. Ich musste schmunzeln. Das Thema war noch nicht vom Tisch. Ich merkte, dass mich alle anblickten, und dabei war mir unwohl zu Mute. Aufmerksamkeit war noch nie meine Stärke gewesen. Ich lief schnellen Schrittes zu Gimli auf die andere Seite der Halle. Dieser hatte sich auf dem Thron niedergelassen und rauchte ganz chillig Pfeife. „Habt ihr schon angefangen?“, flüsterte ich ihm zu. Gimli schüttelte den Kopf. „Wir haben auf dich gewartet.“ Ich musste grinsen. Was für eine Ehre! „Ich vermag Frodo in der Ferne nicht mehr zu erblicken“, begann Gandalf. „Die Dunkelheit nimmt immer mehr zu.“ Dabei war es doch so hell in dieser Marmorsteinhalle... „Wenn Sauron den Ring hätte, dann wüssten wir es“, meinte mein unbiologischer Bruder. „Das ist nur eine Frage der Zeit“, wiedersprach Gandalf. „Er hat eine Niederlage erlitten, ja. Aber hinter den Mauern Mordors erstarkt unser Feind von neuem.“ „Dann soll er da bleiben“, knurrte Gimli neben mir und erschreckte mich so sehr, dass ich einen kleinen Hüpfer zu Seite machte. „Soll er verfaulen, warum sollte uns dass kümmern?“ „Weil zehntausend Orks jetzt zwischen Frodo und dem Schicksalsberg stehen.“ „Und Sam!“, meinte ich laut. Warum vergaß man den immer? Sam war doch genauso wichtig wie Frodo! Gimli senkte den Blick. Lange Zeit sagte niemand was, bis Gandalf traurig „Ich habe ihn in den Tod geschickt“, flüsterte. Da stand ich auf. „Das ist doch völliger Quatsch! Du hast ihn nicht in den Tod, geschickt, du kannst nichts dafür! Naja, irgendwie hast du ihn schon losgeschickt, aber... Ach, egal! Du machst dir einfach zu viele Gedanken. Vertraust du Frodo nicht? Hobbits können doch auch stark sein! Ich habe ihn zwar nie richtig kennengelernt, aber ich bin mir sicher, dass er das schaffen wird! Aragorn, ich hab doch mal was richtig poetisches zu dir gesagt, was war das noch mal, das würde jetzt auch passen, ehm... Wir müssen glauben!“, so schloss ich meine zu hundert Prozent aufbauende Rede ab, setzte mich wieder hin und schlug mit zufriedenem Blick die Beine übereinander. „Sie hat recht.“, meinte Aragorn. „Es gibt noch Hoffnung für Frodo. Er braucht Zeit. Und einen sicheren Weg ber die Ebene von Gorgoroth.“ Gesundheit? „Dazu können wir im verhelfen.“ „Wie?“, meinte Gimli und sprach damit dass aus, was wir uns alle gefragt hatten. „Wir müssen Saurons Streitmacht herauslocken!“ „Super, noch eine Schlacht“, murmelte ich ironisch. Aragorn fuhr fort, ohne mich zu beachten. „Damit er sein Land entblößt! Wir bringen unsere ganze Kraft auf und marschieren zum schwarzen Tor!“ Neben mir bekam Gimli den Hustenanfall seines Lebens und ich musste ihm mehrere Male heftig auf den Rücken klopfen, damit er nicht erstickte. „Cool, wann geht`s los?“, fragte ich in die Runde. Alle schwiegen. „Wir können keinen Sieg erringen durch Waffenstärke“, zerstörte Éomer alle unsere Vorstellungen, doch irgendwo in einer hinteren Ecke meines Kopfes hatte ich das gewusst. „Nicht für uns“, meinte Aragorn, „aber so lenken wir die Aufmerksamkeit von Frodo ab wenn sich Saurons tödlicher Blick nur auf uns richtet. Wenn er blind bleibt für alles, was sich sonst bewegt.“ „Eine Ablenkung“, erriet Legolas. Blitzmerker, wirklich!  „Also unser Plan ist es, dass wir alle für Frodo draufgehen?“, fasste ich alles nochmal zusammen. „Ich bin dabei!“ „Sauron wird eine Falle wittern!“, meinte Gandalf. Ach, ja? Wieso sollten wir nicht auch mal Glück haben? Für mich klang das ganz realistisch. Nur weil die Idee nicht von Mister Gandalf-Oberschlau kam, war sie gleich unwahrscheinlich. „Er wird sich nicht ködern lassen.“ Gimi meldete sich mal wieder so laut und plötzlich zu Wort, dass ich zusammenzuckte. „Den Tod als Gewissheit? Geringe Aussicht auf Erfolg? Worauf warten wir noch?“ Ich grinste und stand auf. „Tolle Rede!“, jubelte ich klatschend. Die anderen schüttelten nur grinsend die Köpfe. „Dann soll es so sein“, entschied Gandalf. „Wir werden zum schwarzen Tor ziehen. Wir brechen übermorgen auf!“ "Yay!“, rief ich und sprang die Stufen hinunter. Ich wusste nicht, wieso mich die Aussicht auf eine neue Schlacht so freute, aber es lag wohl eher daran, dass mir dann nicht mehr langweilig war. „Darüber sprechen wir noch!“, meinte Aragorn streng. Ich verdrehte die Augen. „Alles was du mir nachher sagen willst, kannst du mir auch gleich hier und jetzt sagen, dann bleibt mir eine Enttäuschung erspart.“ Aragorn seufzte. „Ophelia, kannst du mir sagen, wieso du immer so ein dringendes Bedürfnis hast, mit in die Schlachten zu ziehen? In deinem Alter...“ „Ich will eben auch etwas tun!“, unterbrach ich Aragorn. „Nur rumzusitzen und zu wissen, dass da draußen Leute für den Frieden aller kämpfen, kann ich einfach nicht! Ich will auch helfen!“ Stille. „Lass sie doch“, grinste Gimli. „Sie hat schon in zwei Schlachten gekämpft und weiß sehr wohl, was da auf sie zukommt. Und wenn sie verspricht, nicht zu sterben, müsste das doch klargehen!“ Gimli zwinkerte mir zu. Aragorn seufzte noch einmal. „Versteh doch – ich habe einfach nur Angst, dich zu verlieren!“ Jetzt war ich es, die seufzte. „Aragorn – das geht mir doch bei dir genau so. Aber du weißt auch, dass ich kämpfen kann!“ Gandalf nickte. „Das zu lernen ging wirklich schnell bei ihr, dass muss man ihr lassen!“ Oh, wow. Wenn sogar Gandalf das sagte! Verlegen betrachtete ich meine sehr interessanten Stiefel. „Na... Von mir aus.“, sagte Aragorn mit gepresster Stimme. „Danke!“, ich umarmte den völlig überraschten Aragorn kurz und joggte dann mit einem letzten „Bye, ich muss jetzt die Hobbits suchen, die hab ich seid dem Frühstück nicht mehr gesehen!“ aus der Halle. Also, systematisch vorgehen, sonst würde ich Merry und Pippin nie finden, in diesem riesigen Schloss. Also: Sie waren zuletzt im Park gewesen. Da sie das Frühstück verpasst hatten, waren sie sicher danach in die Speisekammer geflitzt um sich was zu Essen zu stibitzen, dass hätten sie dann noch einmal wiederholt (Zweites Frühstück!) und dann wären sie in den Garten Pfeife rauchen gegangen. Dann fand ich sie vermutlich da. Nur das Problem war, dass der Garten hier riesig war. Wo konnte ich anfangen? Ich könnte jetzt entweder nach Himmelsrichtungen (Norden nach Süden oder Westen nach Osten) suchen oder alle Bänke abklappern oder... „Ophelia, da bist du ja! Wieso stehst du da wie ein Baum im Flur rum?“ „Baum? Wo ist ein Baum?“ Verwirrt drehte ich mich um. „Hey, Merry und Pippin! Warum seid ihr nicht Pfeife rauchen?“ Die Hobbits sahen mich verwirrt an. „Pfeife rauchen? Ich dachte, du findest das nicht gut?“, fragte Merry. „Eh klar, ich finde dass nur nicht gut, doch ich dachte ihr habt euch aus irgendeiner Speisekammer noch zwei Frühstücke genehmigt und seid dann in den Garten Pfeife rauchen gegangen.“ Jetzt klappten den Hobbits die Münder auf. „Du kennst uns zu gut...“ Ich lachte. „Und dass, obwohl ich euch erst seit... Seit wann kennen wir uns?“ Pippin zuckte mit den Schultern. „Ist eigentlich egal. Du bist eine super Freundin!“ „Aww.“  Ich musste grinsen. Die Hobbits waren echt zu süß. „Wir gehen jetzt zu Mittag essen, kommst du mit? Die Speisekammer ist gar nicht weit von hier!“ Ich lachte. „Klar!“
Nach zehn Minuten waren wir in der Speisekammer angekommen. Aber eigentlich war Kammer nicht das richtige Wort. Hier müsste es eher Speisesaal heißen. Der ganze Raum war ungefähr so groß wie unser Badezimmer, das Esszimmer und das Wohnzimmer zuhause zusammen! Staunend blickte ich mich um. „Nimm dir was du brauchst. Hier gibt es ALLES!“, meinte Pippin mit träumerischem Blick. Ich lief durch die Regalreihen und schnappte mir etwas, das einem Toast ähnelte, ein Stück Käse und ein Glas Gewürzgurken. Mit offenem Mund beobachtete ich, wie die Hobbits sich Berge von Pasteten, Kartoffeln, Broten, Äpfeln und allem möglichen Kram aufluden. „Und ihr meint nicht, dass das jemandem auffällt, wenn ihr so viel mitgehen lasst?“, fragte ich mit kritischem Blick. „Eh...“ War Merrys schlaue Antwort dazu.
Schnell wie Schildkröten huschten wir die Gänge zurück zu Pippins Zimmer, das der Spiesekammer am nächsten lag, und schaufelten uns die Bäuche voll. „Übermorgen gibt’s wieder `ne Schlacht“, erzählte ich zwischen zwei Bissen Toast mit Käse und Gurken. „Was?!“, Merry starrte mich an. „Woher weißt du das?“ "Das haben Aragorn, Gandalf, Legolas, Gimli, Éomer und... Naja ich ein bisschen entschieden. Wir wollen vor das schwarze Tor marschieren um Saurons Soldaten aus Mordor zu locken, damit Frodo und Sam den Weg zum Schicksalsberg frei haben.“ „Wow. Können wir auch mit?“ „Eh, keine Ahnung, fragt Gandalf oder Aragorn oder so...“ Die Hobbits nickten. Dann schwiegen wieder alle, essen war schließlich ziemlich wichtig für Hobbits.
Nach dem Essen stand ich auf. „Ich geh mal Éowyn suchen. Mal sehen, was die so macht.“ Es war nicht einfach, Éowyn zu finden. Naja, eigentlich fand ich sie gar nicht. Nur Legolas. Auf dem Gang. Und der fand mich. Doch bevor er etwas sagen konnte, schlüpfte ich an ihm vorbei. Sein fies grinsender Blick war mir nicht entgangen. Hatte ich irgendwas zu befürchten, nach meinem Streich heute morgen? Grübelnd öffnete ich due Tür zu meinem Zimmer. Aber Legolas und Streiche spielen? Das passte doch gar nicht zu – Verdammt! Dieser miese... Mist! Ich war von oben bis unten klitschnass. auf meiner Tür hatte ein Eimer voller Wasser gestanden! Deshalb hatte Legolas so doof gegrinst. Das hätte ich ihm ehrlich gesagt gar nicht zugetraut. Ich wischte mir meine nassen Haare aus der Stirn, kickte den Eimer weg und ging in mein Zimmer. Da ich kein Handtuch hatte, musste jetzt halt die Bettdecke einspringen. Ich könnte sie ja danach zum trocknen aus dem Fenster hängen. Nachdem ich mich umgezogen hatte, stellte ich mich ans Fenster. Perfektes Wetter. Keine einzige Wolke am blauen Himmel, strahlende Sonne. Wenn ich mir überlegte, was übermorgen geschehen würde, fand ich das Wetter ein bisschen zu perfekt. Ermüdet schloss ich die Augen.
Der nächste Tag ging viel zu schnell herum. Ich hatte viel mit Aragorn, Legolas, Gimli und Éomer auf dem Trainingsplatz geübt und war todmüde. Außerdem war ich schockiert von dem, was Gandalf sagte. Es waren nur wenig mehr Männer, die mitkommen würden, als bei der Schlacht von Helm Klamm. Doch diese Schlacht war doch viel wichtiger! Aber es stimmte, was Éomer gesagt hatte – wir würden in keinem Fall über Saurons Armeen mit Waffenstärke siegen können. Alles was wir vorhatten war nur, sie aus Mordor zu locken. Und hoffen, dass Frodo Erfolg hatte.
Erschöpft schlief ich an diesem Tag ein. Und wachte am nächsten mit ungutem Gefühl auf.


Wir kommen dem Ende schon viel näher – ob es gut oder schlecht ist.
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