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Seine Löwin (Alan Rickman FF) - Gambit - Der Masterplan

von BW84
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / Het
16.05.2021
30.09.2021
66
73.136
8
Alle Kapitel
128 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
22.09.2021 1.310
 
Sonderkapitel für 1800 Sterne bei Wattpad!

Saskia wachte am frühen Vormittag auf. Unmotiviert hob sie die Bettdecke zur Seite und stand auf. Gemächlich schritt sie ins Bad und sah in den Spiegel. „Grauenhaft“, kommentierte sie ihr eigenes Aussehen.

Ihre Augen waren noch immer leicht gerötet und die Augenlider geschwollen. Eine Tasse starker Kaffee würde ihr jetzt am besten helfen, um die Müdigkeit dieser kurzen Nacht zu vertreiben. Aber bevor sie nach unten gehen konnte, musste sie sich noch präsentabel machen.

Fixfertig angezogen, ging Sia nach unten in die Küche. Sam und Melly sahen neugierig auf, als sie den Raum betrat. Sandy war bereits in der Schule. Saskia ging zur Kaffeemaschine und schenkte sich eine große Tasse Kaffee ein. Mit dem dampfenden Getränk in der Hand, setzte sie sich zu den beiden an den Tisch und atmete einmal tief durch. Die zwei sahen sie noch immer an, natürlich warteten sie auf eine Erklärung.

„Also …“, begann sie das unausweichliche Gespräch, „es war das besagte Schmuckstück, der goldene, mit Edelsteinen besetzte Löwenkopf, den er mir wieder gegeben hat. Und in dem Brief bat er mich um ein Treffen, heute, ganz in der Nähe.“

Saskia verzog ihr Gesicht zu einer Grimasse, als sie die überraschten Blicke von Sam und Melly sah.

„Das hätte ich jetzt nicht erwartet. So gierig wie Shahbandar ist, dachte ich mir, er hat dein Geschenk schon längst zurückgegeben“, kommentiere ihr Cousin.

Auf seine Aussage hinauf musste sie lachen. „Er hat mir doch tatsächlich die Rechnung mitgegeben. Damit ich es selbst wieder an den Juwelier zurückgeben könnte!“, sagte sie darauf.

„Wow und was machst du jetzt? Ich meine, gehst du zu dem Treffen?“, fragte Melly neugierig.

„Ja, ich werde hingehen. Aber nur damit ich ihm persönlich sein unerwünschtes Geschenk zurückgeben kann! Ich will und brauche sein Geld nicht!“, antwortete Sia darauf. Allein der Gedanke an die momentane Sachlage, ließ ihren Blutdruck steigen. „Ich werde am Nachmittag dorthin spazieren und mir Lionels Argumente anhören. Ich kann euch nicht sagen wann ich zurückkomme. Vielleicht gehe ich danach noch eine Runde ans Meer spazieren, je nachdem, wie sehr mich das Ganze belastet hat“, fügte sie noch an.

Lionel arbeitete in der Zwischenzeit von zu Hause aus. Er würde bereits am frühen Nachmittag nach Wolferton fahren. Er hatte sich einen kleinen Koffer hergerichtet, denn er würde im Gestüt übernachten.

Mit oder ohne Saskia, dachte er sich.

Aber wenn er ehrlich zu sich war, glaubte er kaum, dass sie bei ihm blieb. Er konnte froh sein, wenn sie überhaupt kam und mit ihm das Gespräch suchte.

Als der Lord das nächste Mal auf die Uhr blickte, stellte er fest, dass es an der Zeit war seinen Weg in die Grafschaft Norfolk anzutreten. Er hatte heute all seinen Mitarbeitern, die im Anwesen arbeiteten, einen freien Tag gegeben. Um seine Tiere hatte er sich heute selbst gekümmert.

Frisch geduscht und angezogen, schritt er mitsamt seinem Gepäck aus dem Haus. Er ging zu seinem silbernen Oldtimercabrio. Das Verdeck ließ er jedoch geschlossen, da das Wetter nicht sehr freundlich wirkte. Als er alles verstaut hatte, setzte er sich hinter das Steuer und fuhr los.

Saskia hatte noch so einiges mit ihren Verwandten gesprochen. Sie wollte aber lieber noch etwas Zeit für sich und ging deshalb in ihr Zimmer. Die Nervosität wurde von Stunde zu Stunde immer größer. Sie stand am Fenster und sah in die Natur hinaus. In Wahrheit wusste sie überhaupt nicht, was sie machen sollte und ihre Unsicherheit machte sie wahnsinnig!

Saskia zog sich eine Jeans und einen Kapuzenpulli an, mehr Aufwand wollte sie nicht betreiben. In eine kleine Tasche gab sie den Schmuck und seinen Brief hinein. Sie würde das Ganze so kurz wie nur möglich halten. Je länger sie in der Nähe von Lionel sein würde, desto schwieriger würde sie von ihm loskommen.

Sia ging nach unten und verabschiedete sich noch, bevor sie den Weg ins Freie antrat.

Lionel war in Wolferton angekommen und fuhr seinen Wagen in die nebenstehende Garage. Er ging mitsamt seinem Koffer den Kiesweg entlang, bis zum Haupteingang. Er öffnete die Haustüre und trat in den Vorraum. Er hielt sich nicht lange dort auf und ging sofort in den ersten Stock, um sein Gepäcksstück in das Hauptschlafzimmer zu tragen. Als er es abgestellt hatte, begutachtete er sich in dem Spiegel, der an der Wand hing. Er richtete sich seine Krawatte und strich durch seine Haare.

Er war nervös. Nervöser als bei seinen härtesten Verhandlungen! Und das alles nur, weil er heute sein Herz entscheiden lassen wollte! Ob das eine gute Idee war?

„Scheiße!!“, fluchte er lautstark. Über seinen eigenen Ausbruch verwundert, ging er aus dem Schlafzimmer. Er wollte nachsehen, ob alles zu seiner Zufriedenheit vorbereitet war. Schließlich würde es nicht mehr lange dauern und Saskia würde kommen, so hoffte er zumindest.

Als er nach unten ging, traf er auf den Mitarbeiter und ging mit ihm in das Esszimmer. Lionel sah sich um und begutachtete alles genau.

Der Raum war großzügig geschnitten und hatte nicht nur einen Esstisch, sondern auch ein gemütliches Sofa und Polsterstühle neben dem offenen Kamin. Ein Feuer brannte und verbreitete angenehme Wärme an diesem kühlen Herbsttag.

Der Rotwein war bereits in einen Dekanter umgefüllt, damit er später sein volles Aroma entfaltete würde. Platten mit pikant belegten Broten, sowie Süßspeisen standen zum Verzehr bereit.

Lionel war mehr als zufrieden. Er hatte kalte Speisen gewählt, da er nicht wusste, wie lange das Gespräch dauern würde und ob sie überhaupt kam.

„Danke, du kannst dir den Rest des Tages frei nehmen“, sagte er zu dem Angestellten.

Dieser nickte, nahm seine Jacke und verabschiedete sich.

Lionel setzte sich in einen Ohrensessel neben dem Kamin und starrte in das Feuer.

Saskia spazierte den Weg entlang. Sie konnte schon von weitem das alte Gestüt sehen. Ihr Magen fühlte sich so an, als hätte sie unzählige Knoten darin. Ihre Hände wurden feucht, als sie immer näher kam und vor der Eingangstüre stehen blieb. Am liebsten wäre sie davongelaufen, doch diesem Alter war sie schon längst entwachsen.

Mit zittrigen Fingern drückte sie die Klingel und war gespannt auf das, was sie wohl hinter der Türe erwarten würde.

Lionel schrak hoch, als er die Klingel hörte. Die Zeit schien nun doch schneller vergangen zu sein. Einen letzten Blick schenkte er den vorbereiteten Speisen, als er aufstand und seine Weste richtete.

Saskia hörte hinter der Eingangstüre Schritte und ihre Nerven flatterten noch stärker als sowieso schon. Als die Türe aufging und Lionel vor ihr stand, glaubte sie tausend Tode zu sterben. Wortlos blickten sie sich in die Augen und keiner der beiden zeigte irgendwelche Emotionen.  

****


Eure Meinung ist gefragt:

Im Kapitel 56 habe ich den Satz "Ihr wurde schlecht" etwas unglücklich platziert, denn er war eigentlich nur im Zusammenhang mit dem Gedanken von Saskia gemeint und deutete nicht auf eine Schwangerschaft hin. (Bezüglich Wattpad Reaktionen)

Ich hatte ursprünglich schon noch ein paar Ideen für diese Geschichte gehabt, aber habe sie  doch lieber mit dem 65. Kapitel geendet. Denn jetzt kommt meine Frage(n) an euch:

Ab wann ist eine Geschichte zu lang?

Ab wann wird es langweilig und keiner will es mehr lesen?

Diese Geschichte ist bei weitem die längste, die ich bis jetzt geschrieben habe. Am Ende hat sie über 72.000 Wörter erreicht, was einem ca. 330 seitigen Roman entspricht. (Reine Geschichtenlänge ohne meinem zusätzlichen Blabla.)

Da ich ja am Ende von "Lachen ist die beste Medizin" auch schon die Frage wegen den Kindern gestellt habe, habe ich für diese Geschichte beschlossen, dass es keine Löwenkinder geben wird. Damit sich meine Geschichten inhaltlich abwechseln. Es soll ja nicht langweilig werden.

Für alle die bis hierhin gelesen haben, habe ich eine hoffentlich positive Nachricht:

Es kommt jetzt jeden Tag bis zum 30.Sep.21 ein Kapitel, damit ich euch und mir einen Herzinfarkt oder andere Schäden erspare... Danach gehe ich in eine Schreibpause, deren Länge ich noch nicht sagen kann.
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