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Seine Löwin (Alan Rickman FF) - Gambit - Der Masterplan

von BW84
GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / Het
16.05.2021
30.09.2021
66
73.131
8
Alle Kapitel
127 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
19.09.2021 1.162
 
Sonderkapitel für 1600 Sterne bei Wattpad!

„Puznowski!“, rief Lionel aus, „diese unnötige Frau hat mir nichts als nur Probleme bereitet, diese Fälscherin!“

Zornig lief er den Kiesweg auf und ab und fragte sich, wie er eine Lösung für das Problem fand.

Mihai sah ihm mit leichter Genugtuung zu. Aber gleichzeitig war er froh, dass ihm sein Boss seinen Gefühlsausbruch scheinbar nicht übel nahm.

Shahbandar drehte sich unvermittelt in die Richtung des Fahrers und fragte: „Hat Saskia etwa die Küsse von PJ und mir gesehen?“

Der Chauffeur nickte bestätigend und antwortete darauf: „Ja, aber das ist nicht alles. Das Ausschlaggebende passierte am Festabend, was das Fass letztendlich zum Überlaufen gebracht hatte!“

Immer noch wanderte Lionel umher und dachte nach. Bis sein Blick auf das kleine Anwesen vor ihm fiel. Das war es! Er würde es kaufen und Saskia schenken! Wie sonst konnte er ihr seine Liebe beweisen? Er ärgerte sich über seine eigenen Gedanken, Liebe? Nein, es war keine Liebe. Sondern nur Verlangen, versuchte er sich einzureden.

Voller Elan und von sich selbst und seiner Idee überzeugt, ging er zu seinem schwarzen Wagen und stieg ein. „Mihai, auf was wartest du? Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Wir fahren nach Hause in mein Anwesen!“, rief er ungeduldig.

Sein Fahrer schritt schnell den kurzen Kiesweg entlang, stieg ein und startete den Motor. Die Fahrt zurück verlief wortlos und jeder der beiden hing seinen Gedanken nach.

Lionel saß in seinem Büro und hatte alle Unterlagen über die Immobilie in der Grafschaft Norfolk auf seinem Mahagonischreibtisch ausgebreitet. Er war noch immer von seiner Idee überzeugt, Saskia dieses Anwesen zu kaufen. Warum, das konnte oder eher wollte er sich selbst nicht beantworten.
Er setzte alle notwendigen Hebel in Bewegung, um diese Angelegenheit so schnell wie möglich zu erledigen.

Die Stunden verliefen schneller, als es ihm lieb war. Er widmete sich weiter einem anderen Stapel an Schriftstücken, in denen es um die, bereits länger laufende Korrespondenz, mit den Chinesen, bezüglich der Medien Rechte mehrerer Fernsehkanäle ging.

Lionel hatte sich schon sehr lange auf diesen riesigen Schritt, sein Imperium Shahbandar Media Group weiter auszubauen, vorbereitet. Er hatte sich viele Nächte damit herumgeschlagen, bis der Vertrag in seinen Augen korrekt war.

Und doch erfüllte ihn der Gedanke, an seinen baldigen Triumph nur mit Leere. Man konnte sich mit Geld eben doch nicht alles kaufen. Sein Magen knurrte laut und erinnerte ihn daran, doch einmal etwas zu sich zu nehmen.

Etwas steif von langen Sitzen, stand er auf, begab sich zu seinem Speisesaal und setzte sich auf seinen Vorsitz. Sein Blick fiel auf den leeren Sessel, auf den Saskia gesessen war. Obwohl ihn sein Hunger zum Essen zwang, hatte er dennoch keinen Appetit. Er dachte an die oft langen Gespräche mit Sassy, während sie bei den Tieren gewesen waren.

Das war sein Stichwort, nach der schnellen Mahlzeit stand er auf und ging zu seinen Hunden. Nachdem er dort einiges an Zeit verbracht hatte, ging er weiter zu Leonardo. Dieser wartete schon vor dem Sofa auf seine Bürstenstriche. Daneben saß Gem und schaute in vorwurfsvoll an.

„Gem, du kannst mich ansehen wie du willst, die derzeitige Situation kann ich eben nicht ändern! Aber ich setze alles daran, die Angelegenheit so schnell wie möglich zu lösen“, maßregelte Lionel seine Katze, die ihn immer noch ansah, als würde sie ihm am liebsten das Gesicht zerkratzen. Als hätte die Katze alles verstanden, stand diese auf, sah ihn arrogant an und drehte sich so hin, dass sie ihm ihren Hintern zeigte und ging davon.

Lionel schüttelte seinen Kopf und sah seinem Tier nach, als es den Raum verließ. „Einfach unglaublich“, murmelte er vor sich hin, während er begann das Fell von Leo zu bürsten.

****


Mittlerweile war ein Monat vergangen und Saskia fühlte sich noch genauso beschissen, als wäre es gestern gewesen, dass sie Lionel verlassen hatte. Natürlich hatte sich ihr ehemaliger Boss nicht mehr bei ihr gemeldet. Wahrscheinlich war es ihm nicht einmal aufgefallen, dass sie nicht mehr für ihn arbeitete. Dieser Gedanke alleine trieb ihr wieder die Tränen in die Augen. Sie musste endlich in die Zukunft blicken! Sia konnte doch nicht ewig ihren Träumereien nachhängen, es brachte doch alles nichts mehr.

Der Herbst hatte heute seine Anwesenheit deutlich zur Schau gestellt. Der Wind war stürmisch und die bunten Blätter fegten durch die Luft. Ab und zu lugte die Sonne zwischen den dicken Regenwolken hervor.

Saskia hatte noch immer keinen passenden Job gefunden und wurde täglich verzweifelter. Als sie das Wetter durch das Fenster beobachtete, beschloss sie, dass es das Beste wäre, einen kleinen Spaziergang zu machen. Dick eingepackt in eine warme Jacke und Schal, ging sie gemütlich durch die ländliche Gegend und sog tief die herbstliche Luft ein.

Sam stand gerade im Hof, als er Sia davongehen sah. Er schüttelte traurig den Kopf. Sie hatte sich so verändert, die immer so quirlige und fröhliche Saskia war verschwunden. Oft waren ihre Augen gerötet, was vom vielen weinen war. „Dieser Mistkerl!“, schimpfte er laut, „was hat er unserer Sia nur angetan! Wen ich Shahbandar erwische!“

Sam war gerade dabei mit der Heugabel das Heu vor den einzelnen Tierboxen zu verteilen, als er durch das große Stalltor ins Freie sah. Als wäre seine vorherige Schimpftirade erhört worden, fuhr ein protziger Wagen in den Innenhof ein und blieb dort stehen. Saskias Cousin zog die Augenbrauen zusammen und stützte sich auf der Heugabel ab und beobachtete was passieren würde.

Lionel hatte alles Notwendige vorbereitet, um Sassy mit seinem Geschenk an sie zu überraschen. Soeben war er am Haus ihrer Verwandtschaft angekommen, da sah er schon einen großen Mann zornig in seine Richtung sehen. „Das kann ja heiter werden“, sagte er mit leichtem Galgenhumor zu sich selbst. Er atmete noch einmal tief durch und stieg aus.

Shahbandar richtete sich sein Sakko, als er um das Auto ging und das Tor ansteuerte, in dem der Verwandte von Sassy stand.

„Sie!!“, rief Sam aufgebracht, während er Lionel näherkommen sah. Er zögerte keine Sekunde und hielt seine Heugabel bedrohlich in die Luft. Er wusste genau, wer dieser Mann war, alleine seine Ausstrahlung ließ keine Zweifel daran, dass der Lord vor ihm stand.  

Saskia war zu ihrem Glück schon weit genug entfernt, um der angespannten Situation am Bauernhof zu entkommen.

****


Side Note:

Ich habe meine Erstlingswerke „In den Gängen Hogwarts" und „Alan und sein Schicksal als Professor Snape" komplett überarbeitet. Meine Betaleserin wollte ich für diese Aufgabe nicht behelligen, deshalb befinden sich bestimmt immer noch einige Rechtschreib- und Satzzeichenfehler in diesen Werken. (Ich muss es mindestens noch einmal durchgehen)

Aber diese Angelegenheit lag mir schon so lange im Magen und daher musste das jetzt einmal erledigt werden, damit ich mich auf Zukünftiges konzentrieren kann, ohne das ich ständig daran denken muss.

Der Inhalt hat sich überhaupt nicht geändert, ich habe nur die Lesbarkeit etwas verbessert, da manche Sätze schon recht wild geschrieben waren. Es ist, was es ist, aber löschen wollte ich die Geschichten auch nicht. Wer die beiden Storys noch nicht kennt, lässt es auch besser dabei.
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