Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

"Julia"

OneshotHumor, Erotik / P18 / MaleSlash
Geralt von Riva Rittersporn Yennefer von Vengerberg
15.05.2021
15.05.2021
1
5.248
7
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
 
15.05.2021 5.248
 


Inoffizieller Titel der Geschichte:

„Julia“ – mal nicht in Nöten

Art des Oneshots:

schlüpfrig, schamlos, explizit, P18-Slash (male x male)

Mitwirkende:

Jaskier(pol.)/Rittersporn(dt.)/Julian Alfred Pankratz Vicomte de Lettenhove (ja, soviel Zeit muss sein!)

Geralt of Rivia, der Hexer (aka the White wolf)

Yennefer of Vengerberg

Und die Meeeeeeeeeeedchen

Anmerkung der Autorin:

Wenn es mir mal wieder nach Male-Slash und einer tiefgründigen Story ist … ;)

*****




Viel Spaß und schon mal danke für die zahlreichen Reviews und Sterne (Empfehlungen) ^^ !

__________________________________________________________________________________





„Wo zum Teufel steckt der Lump? Los, sag schon, Jaskier, wo versteckt sich dieser Saubatz?“

Jaskier quiekte erschrocken wie eine Sau, als Yennefer ihn erbarmungslos von hinten ansprach. Das böse Funkeln in ihren violetten Augen war ganz definitiv keine Entschuldigung, sondern eher eine Beschuldigung. Als ob er wüsste, wo sich Geralt (vor ihr) versteckte. Die erste Phase, um mit Yen umzugehen, war immer am besten erst einmal ein unschuldiges Schulterzucken.

„Keine Ahnung. Hattet ihr mal wieder …“

„NEIN! Wir hatten keinen Streit. Nun, zumindest würde ich es nicht so bezeichnen. Aber Geralt ist in manchen Belangen einfach ein wenig … lassen wir das. Weißt du nun, wo er sich aufhält?“

Die zweite Phase begann und die würde schon schwieriger werden, zumal er wirklich nicht wusste, wo sich der Hexer gerade aufhielt. Yen würde es ihm nicht glauben. Diese Phase nannte sich: Standhaft bleiben!

„Nein, wirklich nicht. Ich bin gerade auf dem Weg nach …“

„So spannend ist deine Reise nicht. Hast du eine Ahnung, wo er sich verkrochen hat? Ihr habt doch bestimmt so nette kleine Orte, an denen ihr euch vergnügt, hm?“



Ihre Frage war scharf, provokant und ihre Augen drangen direkt in ihn ein. Jaskier konnte beim besten Willen ein Erröten nicht verhindern. Geralt hatte ihm mal, berauscht vom starken Wein, gestanden, dass Yennefer ihn ständig verdächtigte, dass er an ihm interessiert wäre. Das Lachen des Hexers war in diesen Sekunden ein bisschen zu laut, zu aggressiv, zu abfällig, um echt zu sein. Ihm hingegen, war keineswegs nach Lachen gewesen, doch hatte er höfliche Laute beigesteuert, die im besten Fall als ein Kichern durchgehen würden. Geralt hatte nichts auszusetzen, hatte ihm nur hart seine große, flache Hand auf den Oberschenkel gedonnert und gemeint:

„Diese Weiber … als ob es nicht reicht, dass man sich mit ihnen abgibt. Nein, sie müssen auch noch exotische Fantasien haben. Aber ... Yen ist ein wirklich spezielles Exemplar. Viel durchtriebener als die meisten, das sage ich dir …“ Selten war der Hexer gesprächiger, als im Rausch.

„Du findest die Vorstellung doch auch, lächerlich, hm Barde, oder soll ich dich lieber Weiberheld nennen?“

„Nenn mich wie du willst. Ich …“ Geralt lachte los und ab da war mit ihm nicht mehr zu sprechen.

„Jas … nein, warte! Jacky! Ich nenne dich Jacky!“, lachte und grölte der Weißhaarige nur immer wieder, schlug sich (zum Glück) auf die eigenen Schenkel und lachte, bis ihm Tränen aus den Augen liefen.

So abwegig war der Gedanke an Sex mit dem Hexer für Jaskier allerdings ganz und gar nicht und doch war es besser seine heimlichen Gelüste lieber für sich behalten. Dabei hatte er weniger Angst vor Geralt und seinem mächtigen Schwanz, sondern eher vor der Rache Yennefers.



Jaskier nannte Yennefer natürlich ein paar Orte, an denen Geralt sich zu einer nur geringen Wahrscheinlichkeit aufhalten würde. Was auch immer zwischen Mann und Frau, Geralt und Yennefer, vorgefallen war, er war des Hexers Freund und Freunde verrieten sich nicht gegenseitig. So schaute Yen ihn auch an.

„Du lügst mich doch nicht etwa an, Barde?“

„Himmel, nein! Das würde ich doch nie wagen, Yennefer. Ich biete dir sogar meine Hilfe bei der Suche an“, sagte er großmütig. Natürlich würde er sich gleich aus dem Staub machen, wenn sie ihn gehen ließ. Ihre schönen Augen verengten sich argwöhnisch.

„Wäre vielleicht die beste Idee. Irgendwie schafft er es sich meiner Magie zu entziehen, dieser Saubär. Ich fragte mich, was er vorhat?! Ich gehe nach Westen. Scheuche ihn nach Rinde, wenn du ihn findest. Wir treffen uns da. Und Jaskier …“ Sie grinste plötzlich und ihm lief dabei ein kalter Schauer über den Rücken. Dabei mochte er Yen. Sie war bezaubernd schön, sehr klug, unfassbar mächtig und talentiert und verschlagen wie eine Straßenhure, das durfte man nie vergessen. NIE!

„Ja?“, hauchte er tonlos.

„Es wartet eine Belohnung auf dich!“

„Welcher Art?“, fragte er atemlos.

„Lass dich überraschen. Und jetzt los! Such den Hexer!“, befahl sie ihm scharf, als wäre er ihr Bluthund.



Jaskier verabschiedete sich höflich und blieb stehen, als sie außer Sichtweite war. Tief und oft holte er Luft und wägte seine Optionen ab. Wenn er in der letzten Zeit, seit er hin und wieder mit dem Hexer durch die Lande zog, etwas gelernt hatte, dann war es die Tatsache, dass er tunlichst nicht zwischen einen wütenden Magierin und einem angepissten Hexer stehen sollte. Es könnte tödlich sein.

Wenn sich Geralt derart rar machte, würde er seine Gründe haben und nicht gefunden werden wollen, bis er wieder aus seiner stinkenden Bärenhöhle kroch. Was auch immer zwischen den Beiden vorgefallen war, es ging ihn weder etwas an, noch wollte er es wissen, noch sollte er sich um Aufklärung bemühen. Wenn es da nichts eine Neugier gäbe.

Jaskier kannte durchaus einen Ort, der schäbiger als jede Taverne, jedes Bordell, jede illegale Kampfarena war. Sollte Yen den Hexer dort finden, würde das wirklich unschön enden. Es war zwar fraglich, ob sich der Weißhaarige dort herum trieb, aber zumindest seine eigene Neugier und der Drang Recht zu haben, trieb den Poeten nun genau an diesen Ort. Er lag gar nicht so unweit des Ortes Rinde entfernt. Am Fuß des Falkengebirges gab es eine spezielle Hütte und genau dorthin machte er sich auf den Weg.



Geralt hatte die Schnauze voll. Von allem. Vor allem von sich selbst. Sein Hin und Her mit Yennefer, seine Rastlosigkeit und seine Zweifel. Nur ein paar Tage Stille, das war sein Ziel. Vermutlich sah so eine besinnliche Einkehr bei den meisten Menschen anders aus, doch Geralt war kein gewöhnlicher Mensch. Seine Kontemplation beinhaltete Wein, Weiber und Völlerei. Wie auch der Barde, wusste er von dieser speziellen Hütte am Fuß des Falkengebirges. Einmal musste er den Poeten hier aus einer verzwickten Situation erretten, wie so oft. Schon längst hatte er den Überblick verloren, wie oft er Rittersporn seinen Freund retten musste. Es machte ihm nichts aus. Jaskier war sein Freund und er war sich nie zu schade, sich für ihn einzusetzen, so wie es der Dichter auch für ihn tun würde.

In diesen Tagen hatte er sich die Hütte mit allem „Drum und Dran“ gemietet. Das tat man in einem nahen Dorf namens Wiesengrund bei einem Kerl, der kaum noch einen Zahn im Mund hatte und doch höchstens Jaskiers Alter hatte. Sein Name war Eskobar.

Eskobar war ein Gauner der ersten Güte. Erste Güte waren allerdings auch die Weiber, die er ihm brachte. Der Wein war mittemäßig und zu sauer, doch das merkte Geralt nach dem dritten Tag kaum noch. Um nicht zu sagen, hatte er den Überblick verloren. Weder wusste er den Wochentag, noch, wie lange er schon hier war und erst recht nicht, wusste er, wie oft er schon seinen Schwanz in irgendwelche Löcher gesteckt hatte. Das Bedürfnis sich das Hirn wegzuvögeln, war ungebrochen in ihm und ließ ihn wüten.

Sein bestes Stück brannte schon, war ein wenig wund und doch machte er weiter, als gäbe es kein Morgen. Geralt war bewusst, dass so ein Zustand tückisch und abscheulich war. Er hatte diese Art Einbrüche erst, seit er Yennefer von Vengerberg getroffen hatte. Sie hat ihn in den Abgrund gestoßen, mit ihrer Schönheit, ihrer Magie und ihrer hartherzigen Klugheit. Es gab Momente, da tat es gut bei ihr zu sein, schon im nächsten Moment konnte sie ihn jedoch brutal und eiskalt von sich stoßen und mit nur wenigen Worten töten. Er liebte sie, ganz klar. Sie ihn vielleicht auch. Das spielte allerdings keine Rolle.

Und dann gab es noch Jaskier, diesen Narren, an den er sich auf eine rätselhafte Weise gebunden fühlte. Leider war der Barde ein Unglücksvogel ohnegleichen. Er zog den Ärger an wie ein Magnet, erforderte ständig seine Aufmerksamkeit und brachte ihn an den Rand seiner Selbstbeherrschung mit seiner Tollpatschigkeit, vor allem aber mit seinem Geschwätz. Gern würde es Geralt als bedeutungsloses Gefasel abtun, wenn es nicht hin und wieder Informationen enthalten würde, die ihn verunsicherten. Das eine Mal hatte ihm Jaskier von seiner Zeit als Student in Oxenfurt berichtet. Dort war es zuweilen sehr heiß zugegangen. Geralt hatte seinen Ohren kaum getraut und musste einfach nachfragen.

„Du hast dich von einem Mann penetrieren lassen?“ Jaskier wirkte kein bisschen verlegen. Er grinste ihn über das Lagerfeuer hinweg dreist an, nickte und meinte ganz nonchalant:

„Ist besser, als man denkt, vor allem, wenn der Knüppel diesen einen Punkt erreicht, der in Verbindung mit der Prostata steht. Dann will man nur noch schreien, aus Lust, Geralt! Hast du noch nie …“

„Nein!“

„Aber in eure Festung, in Kaer Morhen, da waren doch nur Männer“, fragte der Barde ein bisschen verwundert nach.

„Na und? Wir sind Hexer, keine … keine … vergiss es.“

Damit war für ihn damals das Gespräch beendet. Das war es immer, wenn er keine Worte fand. Jaskier, der ihn damals schon recht gut kannte, hatte nicht nachgefragt, sondern nur schmunzelnd geschwiegen.

Jetzt musste er ständig daran denken und war so genervt, dass er sich stärkeren Wein bringen ließ. Eskobar tat alles, würde er doch einen Haufen Schotter dafür bekommen.





Als Jaskier nach drei Tagesritten bei der Hütte ankam, schmerzte ihn sein Hintern. Er wollte unbedingt vor Yennefer hier sein, um den Hexer notfalls warnen zu können. Sollte die Magierin ihren Manchmal-Liebsten hier antreffen, würde die Hölle losbrechen. Es würde Tode geben. Wenn es vielleicht nicht Geralt war, so doch eventuell eine andere unbeteiligte Person. Yen nahm in Momenten der Wut keine Rücksicht auf ihre Umgebung.

Eskobar, ein Schurke, Dieb, Schlitzohr und cleverer Geschäftsmann, saß in der Nähe der Hütte auf einem Schaukelstuhl und rauchte. Typischerweise empfing er ihn mit den Worten:

„Willst du mitmachen, will ich das Doppelte!“

„Selbstverständlich!“, sagte Jaskier großmütig. Dabei hatte er nicht vor „mitzumachen“. Er wollte den Hexer nur warnen. Wenn er ihn hier fand, würde es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Yennefer hier auftauchte. Vielleicht hatte sich der Hexer vor ihrer Magie verstecken können, nicht verstecken konnte er sich vor seiner Bekanntheit, die ihn früher oder später einfach verraten würde. Irgendwer würde ihn und Eskoba gesehen haben und dann wäre guter Rat teuer.

„Aber eigentlich will ich nur …“

„Das Doppelte, Barde!“

„Schon gut, schon gut. Ich unterhalte mich nur mal kurz mit dem Hexer, wenn es recht ist …?“

„Nein!“

„Gut, dann wenigstens … mit den Damen?“, fragte er missmutig.

Eskobar musterte ihn drohend, pfiff dann durch eine Zahnlücke und von der Veranda der Holzhütte kam eine Frau zu ihnen herüber. Eine kleinere, dickliche Frau mit kurzen, braunen Locken und dem Gesicht eines Pekinesen, aber dem Aufzug einer Bühnen-Diva, kam zu ihnen herüber.

„Ingreed, das ist der Freund des Hexers, so ein schwülstiger Chorknabe. Er will mit euch sprechen. Pass auf, dass er seinen Schwengel nicht in eines deiner Mädchen schiebt, denn dafür muss er bezahlen.“ Ingreed nickte nur, ihre patschige Hand griff seinen Arm und sie zerrte ihn vorwärts, als wäre er ihr Gefangener. Eskobar lachte hinter ihm und er rief ihm ein:

„Besten Dank, mein Freund!“, zu, auf das der andere Mann antwortete:

„Freund? Nie im Leben, Tunte!“

„Pah!“, rief Jaskier empört.





Auf der Veranda lungerten sieben Damen herum, die nicht unterschiedlicher aussehen könnten.

„Meeeeedechen, das ist irgend so ein Sänger und er will mit uns reden“, stellte Ingreed ihn vor. Die Mädchen lachten, oder musterten ihn abfällig.

„Um was geht es?“, fragte ihn eine Frau, die eigentlich unter der ganzen zentimeterdicken Schminke sehr hübsch aussehen musste. Sie war groß, schlank, hatte eine vollen Busen, breite Hüften, blondes, langes Haar und ein nettes Lächeln.

„Das da drin ist doch Geralt, der Hexer, oder?“

„Vermutlich, woher sollen wir das wissen? Wir sind schon seit drei Tagen hier, aber er redet mit keiner von uns. Wie sieht dein Hexer denn aus?“

„Groß, sehr kräftig, Unterarme wie ein muskulöser Pferdearsch, gelbe Augen, weiße, lange Haare und …“

„Sein Schwanz, Knabe?! Wie sieht sein Schwanz aus?!“, riefe eine unansehnliche Schwarzhaarige mit Wurstlippe dazwischen. Jaskier wurde rot und ein paar der Mädchen kicherte. Ingreed hingegen, vermutlich die Puffmutter, gab ihm einen leichten Stoß in den Rücken:

„Sprich schon!“ Jaskier dachte an eine Lüge. Er könnte sagen, dass er keine Ahnung hatte. Aber die hatte er nun mal, weil er ein Mal Geralt und Yen beim Sex beobachtet hatte. Ob die Beiden ihn bemerkt hatten, war ihm nie klar geworden. Tatsache war, er hatte sehr gut sehen können, wie Geralt seinen Penis, der muskelbepackt schien wie seine Arme und dicken Venen hatte, immer wieder tief in Yennefer versenkt hatte. Ihn selbst hatte es unanständig erregt, allerdings war sich Jaskier nie darüber klar geworden, ob es an Yens lustvollem Seufzen und ihrem rauen Schrei am Ende gelegen hatte, oder an Geralt, dessen männlicher Körper schweißig im Schein der Flammen geglänzt hatte. Oder eben einfach am gigantischen Penis des Hexers.

„Mächtig“, piepste er nun verlegen. Die Mädchen lachten alle. Sogar Ingreed bellte heiser in seinem Nacken.

„Das ist er. Eindeutig!“ Alle stimmten einvernehmlich zu.

„Dann bin ich hier richtig. Ich gehe nur kurz rein und sage ihm etwas, was sehr wichtig ist.“

„Nichts da!“, verstellte Ingreed ihm mit wogendem Busen die Tür.

„Aber ich will nicht mitmachen, nur kurz mit ihm …“

„Vergiss es, Bub. Hier kommt niemand rein, der nicht Titten oder eine Möse hat. Eskobar schneidet jeder meiner Meeeeedchen einen Finger ab, wenn er das rausbekommt. Und vertick mal ein Weibsbild mit nur neun Fingern!“

„Aber …“, begann er, schon verzweifelter und wollte an Ingreed vorbei, um einfach die Tür zu öffnen. Ihre wabblige Faust auf seiner Nase, tat überraschend weh.

„Au!“, kreischte er laut und taumelte zurück. Die nette Blonde fing ihn auf.

„Geralt?! Ich bin es, Jaskier! Öffne die Tür und rede mit mir!“

„Erspar dir das Gebrüll, Junge. Er hat seinen Ort der Meditation und besinnlicher Einkehr, wie er das nennt, magisch gegen Geräusche abgeschirmt. Immerhin campen wir seit Tagen vor der Tür, um ihn zu bedienen“, sagte ein rothaariges, kleines Ding mit unzähligen Sommersprossen auf der Haut.

„Dann holt ihn raus. Jemand muss ihm Bescheid sagen, es geht um Leben und Tod.“

„Nun übertreib mal nicht, Kleiner, und halte die Füße still, oder wir beschneiden dich!“, drohte Ingreed ihm an. Jaskier nahm es für bare Münze.

„Aber ich habe eine Idee!“ Es war die nette Blonde, die ihm tröstend die Schulter getätschelt hatte. Hilflos sah er sie an.

„Soll ich vielleicht für euch eine Ballade dichten?“

„Gott bewahre!“, zischte Ingreed.

„Nein, besser. Wir verwandeln dich in eine von uns und dann kannst du zu ihm.“

„Allerdings musst du damit rechnen, dass er dich besteigt!“, sagte die Schwarzhaarige höhnisch. Ein paar Damen lachten, längst nicht alle.

„Das … ist ein Witz?“, keuchte er.

„Was jetzt? Willst du ihn sprechen oder nicht?“, knurrte Ingreed, die scheinbar nichts gegen den Plan hatte. War es wirklich so dringend, dass er den Hexer vor Yen warnen wollte? Eigentlich nicht.

„Na gut“, murmelte er leise. Ausschlaggebend war der mächtige Penis. Ein paar der Meeeeedchen kreischten und klatschten begeistert in die Hände. Die Rothaarige zerrte ihn um die Veranda herum. Dort befand sich ein kleines Zelt, was er bisher nicht gesehen hatte. „Die fahrenden Meeeeedchen, stand über dem Eingang. Unwillkürlich musste er schmunzeln. Eine Millionen erste Zeilen einer neuen Ballade ploppten in seinem Kopf auf.

„Inspirierend“, sagte er nur und blickte gleich darauf erstaunt auf unzählige bunte Kleider. Man hielt ihm einige Kleiderstücke an, entschied sich am Ende für ein dunkelrotes Kleid, was züchtig wirkte, weil es vorn recht hoch geschlossen war, dafür hatte es hinten eine Schnürung, die mindestens die Hälfte, wenn nicht sogar die komplette Poritze sichtbar machte. Die Damen stopften ihn in das Kleid und nötigten ihn anschließend seine Unterhose auszuziehen.

„Aber ich will doch nur mit Geralt reden!“, jammerte er besorgt.

„Nur für alle Fälle“, sagte ein Mädchen und kichert. Die Schwarzhaarige, scheinbar weltgewandt, sagte sarkastisch:

„Du wirst uns dankbar sein und außerdem sieht man sonst deine hässliche Unterhose bei der Arschschnürung!“ Wo sie recht hatte, hatte sie recht.

Als ob der Aufzug noch nicht reichen würde, begannen sie ihn zu schminken. Seine „babyblauen“ Augen (O-Ton der netten Blonden), wurden mit einem orangenen Lidschatten hervorgehoben, damit sie strahlten. Auf seinen Lippen war ein blutroter Lippenstift, man hatte ihm extra Wimpern angeklebt und die Wangen derart gerougt, dass er sich wie ein Clown vorkam. Geralt würde entweder einen Lachanfall bekommen, wenn er ihn sah, oder ihn verdreschen, weil er sich verarscht vorkommen würde. Am Ende setzten sie ihm noch eine Perücke auf. Es war braunes, leicht gewelltes Haar, was ihm über die Schulter fiel. Jaskier betrachtete sich im Spiegel und war schockiert, darüber, dass er sich beinah nicht erkannte. Höflich sagte er:

„Gute Arbeit, Meeeeedchen!“, imitierte er Ingreed. Die Meeeeedchen lachten und klatschten wieder.

„Du brauchst einen Künstlernamen“, forderten ein paar von den Dirnen so ernsthaft, dass er am Ende resigniert sagte:

„Julia, nennt mich Julia, einfach nur Julia!“ Wieder brandete restlose Begeisterung hoch. Dann führte man ihn zur Tür. Alle wünschten ihm viel Glück, nur Ingreed sagte mürrisch:

„Schrei ruhig so laut wie du willst, wenn der Hexer dich pfählt, Julia. Wir hören hier draußen sowieso nichts.“

„Haha, sehr lustig“, flüsterte er. Ingreed öffnete die Tür und stieß ihn in den Raum, als hätte sie mal kurz das Tor zur Hölle aufgemacht und er wäre das Fressi für die Höllenhunde. Jetzt bekam er doch Angst.





„Geralt?“, rief er leise. Es war dunkel in der Hütte, stank nach Schweiß, Sex und Wein.

„Geralt?“ Sein Rufen klang schon lahmer und furchterfüllter. Plötzlich packten ihn Hände von hinten an den Schultern.

„Dein Name! Sag ihn mir! Du bist neu. Dich kenne ich nicht. Sofort!“ In Geralts Stimme war so eine Aggression, so viel Kälte und Drohung, dass Jaskier nun richtig Panik bekam. Aus einer guten Eingebung heraus, ließ er seine Stimme höher klingen und wisperte ein leises:

„J … Julia.“ Am liebsten würde er sagen: Ich bin es, Geralt! Ich bin es, Jaskier, dein Freund, der dich vor einer verärgerten Yennefer warnen will!

Aber etwas in ihm warnte ihn davor die Wahrheit zu sagen. Geralt war sehr seltsam drauf. Umgänglich war der Weißhaarige sowieso nie, gesprächig auch nur im Suff oder wenn es etwas zu besprechen gab, gern auch, wenn er ihn rügen musste. Aber diese unterschwellige Bedrohung war normalerweise nicht Teil von Geralts Wesen.

„Julia, hm?“ Geralts Hände, die auf seiner Schulter gelegen hatten, wanderten zielsicher nach vorn, zu seinem Busen, wo zumindest einer sein müsste.

„Flach wie ein Brett. Aber gut, mal ein wenig Abwechslung schadet auch nicht.“ Geralts Atem roch nach Wein und seine Stimme klang gut hörbar verwaschen. Jaskier wusste aus Erfahrung, dass der Hexer schon über die Grenze seiner doch sehr hohen Verträglichkeit hinaus gegangen war.

„Ich bin eben noch sehr jung“, wisperte Jaskier wieder mit hoher Stimme und kam sich dabei weniger wie ein Narr, eher wie eine verruchte Hure vor. Seit Oxenfurt hatte er keinen Sex mehr mit Männern gehabt. Manchmal dachte er daran, öfter, seit er Geralt kannte. Aber er hätte den Hexer niemals darauf angesprochen. Dazu war ihm sein Leben zu teuer.

Geralt tastete nun seinen Körper ab, blieb dabei aber hinter ihm stehen. Jaskier stand mitten im Raum, mit Blick auf das zerwühlte Bett, auf dem der ein oder andere Fleck war. Sein Mund wurde trocken, als ihm der Weißhaarige zwischen die Beine griff.

„Ich kann das erklären“, flüsterte Jaskier und wollte sich umdrehen.

„Sssssscht, musst du nicht!“, befahl der Hexer, hatte beidhändig seinen Kopf gepackt und zwang seinen Blick geradeaus.

„Ich sagte doch, ich bin für Abwechslung. Nach drei Tagen Dauersex und Suff, gehen mir die immer gleichen Weiber gehörig auf die Nerven. Außerdem finde ich dein neckisches Kleid hinreißend!“ Jaskier war buff, über die vielen Worte, die Geralt an eine Hure, bzw. einen Stricher verschwendete. Scheinbar kannte er ihn doch nicht so gut, wie er immer gedacht hatte.

Geralt war einen halben Schritt von ihm weggetreten, bewunderte vielleicht seine Rückansicht, strich dann aber deutlich spürbar über seine Schultern. Seine Finger glitten tiefer, dabei lösten sie die Schnürung. Schnell atmend schwieg der Barde, im Zweifel, ob er genießen sollte, was kam, oder sich fürchten sollte. Raue Fingerkuppen glitten über seine Wirbelsäule, bis zwischen seine Lenden. Sie streiften seinen Hintereingang, hielten sich jedoch nicht auf. Stattdessen streifte Geralt ihm das Kleid von den Schultern, so dass es gleich nach unten glitt, weil kein Busen und keine Unterwäsche es aufhielt.

„Nackt, wundervoll, du hast mitgedacht, Julia.“ Sanft trieb er ihn nun zum Bett, hielt ihn dort aber davon ab, sich drauf fallen zu lassen.

„Bleib genau so stehen und rühr dich nicht!“, befahl der Hexer ihm. Er gehorchte, weil es einfach keine andere Option gab.

„Ich bin doch nur hier, um dir …“

„SCHWEIG!“, brüllte Geralt aus einer Ecke des Raums. Er hörte es knurren, vernahm ein Gluckern und ein nasses Schlucken des anderen Mannes. Mit einem Rülpsen setzte der Hexer den Krug ab. Dann konnte man Kleiderrascheln vernehmen. Wenig später trat Geralt wieder näher und drückte sich gegen seine Rückseite. Jaskier schnappte ganz männlich nach Luft, als er zwischen seinen Pobacken, den dicken und schon harten Knüppel seines Freundes verspürte.

„Da staunst du, was? Wein hilft bei allem!“, säuselte Geralt ihm ins Ohr. Eine Hand schob seine Haare zur Seite und gleich darauf hatte er einen Mund am Nacken. Eine Zunge leckte über seine Haut, Zähne kosteten davon und heißer Atem verursachte ihm ein hitziges Prickeln. Unwillkürlich war der Barde hart geworden und starrte entsetzt von oben auf die rote Spitze seines Schwanzes. Auf dem Schlitz glänzte ein durchsichtiger Tropfen der Lust. Geralts Lippen saugten an seinem Nacken, seine Zähne knabberten an seiner Haut und seine Hände hatten sich nach vorn zu seinem nicht vorhandenen Busen geschoben. Mit der flachen Hand strich er erst darüber, dann fanden seine Fingerspitzen die harten Knospen und zwirbelten diese, bis Jaskier ein schweres Keuchen entwich. Dazwischen vergaß Geralt nie seine angeschwollene Lust zwischen seinen Lenden zu reiben.

Recht unerwartet fühlte sich Jaskier so angetörnt und verlangend, dass er mutiger und aktiv wurde. Er nahm Geralts Hände und schob sie nach unten zu seinem Ständer. Berührungsängste hatte der Hexer seit jeher nie gehabt. Mit festem Griff umfasste er den Schaft und rieb ihn ein wenig. Manchmal ließ er seinen Daumen über die Spitze gleiten, verteilte die Feuchtigkeit und brachte Jaskier zum Keuchen. Begehrlich drückte der Barde seinem Freund nun seinen Hintern entgegen und erzitterte immer wieder unter lustvollen Schauern, die Geralt ihm beibrachte. Einmal umfasste der Hexer auch seine Hoden drückte sie ein bisschen zusammen und massierte sie, bis ihm danach war laut zu schreien:

Nimm mich doch endlich!

Jaskier schrie (noch) nicht und Geralt ließ sich Zeit.





Plötzlich drehte der andere Mann ihn und schubste ihn so schwungvoll aufs Bett, dass der Dichter leise aufschrie. Wenige Sekunden später war Geralt über ihm, schob ihm seine Zunge so tief in den Mund, dass er kaum Luft bekam und presste seinen schweren, kraftvollen Körper gegen seinen. Als er ihn atmen ließ, schnappte Jaskier wie ertrinkend nach Sauerstoff.

„So ein hübsches Ding …“, keuchte der Hexer, widmete sich seinem Hals und saugte dort an seiner Haut oder biss in seinen Halsmuskel, dass die Mischung aus Schmerz und Lust ein sehnsüchtiges Stöhnen verursachte. Ihre beiden harten Schwänze rieben aneinander und Jaskier verlor fast den Verstand, weil alles hier viel härter, intensiver und lüsterner war, als Sex mit einer Frau. Bei Frauen musste man immer so aufmerksam sein, so achtsam, damit man nicht ihre Empfindsamkeit übersah. Geralt war nicht rücksichtsvoll und genau das geilte ihn so richtig auf. Unter Küssen und Bissen, rutschte der Weißhaarige weiter runter, bis er zwischen seinen Schenkeln kniete. Beherzt schob er seine Hände unter seinem Po, hob sein Becken ein bisschen an und nahm ohne zu zögern seinen Schwanz tief in den Mund. Entzückt jauchzte Jaskier auf, es klang alles andere als mädchenhaft, eher dreckig und zügellos.

Ein paarmal gönnte Geralt ihm diesen Genuss.

„Los, mach es bei mir!“, fordert der Hexer allerdings schon bald dunkel. Es klang wie: Auf der Stelle, oder ich kastriere dich!

Jaskier beeilte sich auf die Knie zu kommen. Er umfasste Geralts dicken, geäderten und steinharten Schaft und bekam seine Hand kaum herum gelegt. Während er behutsam den roten Kopf des Glieds küsste, ihn sanft mit der Zunge umrundete, kam er nicht umhin sich dieses Gerät in seinem Loch vorzustellen. Es würde ihn zerreißen, auf eine erregende Art. Unwillkürlich hatte sein Ringmuskel schon begonnen sich rhythmisch zusammenzuziehen. Ja, Geralts Schwanz machte ihm Angst, aber ebenso gierig war er nun darauf ihn in sich zu spüren. Nur wie sollte das gehen, wenn er ihn nicht mal richtig tief in den Mund nehmen konnte, weil er so dick war. Geralt keuchte nur leise, scheinbar war er nicht gerade talentiert. Als der Hexer ihn mit sanftem Druck auf seinen Hinterkopf dazu zwang seinen Schwanz tiefer zu nehmen, kamen Jaskier die Tränen.

Aber schon ließ Geralt ihn los, drückte ihn weg und befahl wieder:

„Knie dich!“ Jetzt wurde es ernst, dachte der Poet, weinerlich und lüstern zur selben Zeit.

Er hörte den Hexer nach einer Dose auf dem Nachtisch greifen und fühlte gleich darauf seine glitschigen Finger zwischen seinen Lenden.

„Schön still halten, Julia!“, murmelte er und dann begann die Folter. Gefühlte unerträgliche Ewigkeiten massierte der Hexer seinen Muskel von außen. Er widmete sich ausgiebig der Stelle zwischen Anus und Hoden, vergaß aber auch nicht seine Eier zu kneten und rieb auch hin und wieder mit seinen öligen Händen seinen Schwanz, was sich anfühlte als melkte er eine Kuh. Jaskier stöhnte nun ununterbrochen und sehr laut, als sich ein Finger in sein Loch schob. Geralts Finger waren kräftig, wie alles an ihm.

Bald folgte dem einen Finger ein zweiter. Ob er wollte oder nicht, er musste sich unter dieser Behandlung entspannen und vor allem Lust empfinden. Seine Enge weitete sich, zog sich gierig um Geralts Finger zusammen und öffnete sich wieder, um ihn weiter reinzulassen. Eigentlich war er schon so geweitet, dass drei Finger in ihn gepasst hätten, oder Geralts dicke Keule. Endlich setzte er zum erlösenden Stoß an. Jaskier hatte den Kopf zwischen seinen Händen, stöhnte mit offenem Mund auf das dreckige Lagen, merkte wie ihm Speichel aus dem Mund lief, doch störte sich nicht daran. Weiter unten tropfte es noch viel mehr. Sein Ständer pulsierte so erregt, dass er Angst hatte einfach so zu kommen, ohne sich berühren zu müssen. Die Lusttropfen quollen nur so aus der Spitze. Endlich legte Geralt seine Eichel an sein Loch und drängte seinen mächtigen Penis in ihn. Langsam, Stück für Stück. Ein wenig hinein, ein wenig heraus. Hatte Jaskier geglaubt, er wäre weit, fühlte er nun diese Enge, die ihn in den Wahnsinn trieb. Es tat nicht weh. Nicht so, als wenn ihn ein Schwerthieb oder die Faust einer Ingreed traf, es tat anders weh. Erregend und lustvoll.

Geralt kannte kein Zurück. Beharrlich trieb er seinen Penis vorwärts, bis seine Bewegungen erträglich wurden und die Lust eindeutig die Oberhand gewann. Jaskier entließ seine Lippe, die leicht blutete. Nach ein paar vorsichtigen und freundlichen Stößen des Hexers, gelang es ihm sich gänzlich zu entspannen. Die schmatzenden Geräusche törnten ihn zusätzlich an und am meisten stimulierte ihn Geralts dunkles Knurren, bei jedem Stoß, den er tat. Seine Hände hatten sich fest an seine Hüften gelegt und er stieß ihn bald so hart und schnell, dass es klatschte.

Jaskier war ein bisschen schwindlig, seine Hände krallten sich ins Laken und er hatte Mühe seinen Orgasmus hinauszuzögern. Des Hexers Stöhnen wurde rauer und animalischer, seine Finger gruben sich in sein Fleisch und sein Schwanz hatte die Absicht ihn zu töten, eindeutig. Jedes Mal wenn er hart gegen ihn klatschte, zuckte Jaskier in süßen Schauern aus Schmerz und Lust zusammen. Er hielt es nicht aus, kein bisschen.

Wimmernd und unaufhaltsam ejakulierte der Dichter ohne jegliches Zutun, allein, weil Geralt in ihn stieß, als gäbe es kein Morgen. Sein Samen tropfte auf das Bett, sein Anus zog sich immer wieder lustvoll zusammen, bis auch Geralt mit einem heiseren Stöhnen in ihm kam. Tief in ihm, fühlte Jaskier den heißen, schnellen Atem seines Freundes auf den Lenden. Als sich der Hexer aus ihm zurückzog, lief es heiß aus ihm heraus. Sein Hintern war wund und brannte wie Feuer, aber es fühlte sich fantastisch an. Erschöpft ließ er sich nach vorn fallen, atmete nur schwer.





Geralt knallte ihm leicht die flache Hand auf den Hintern und fragte mit noch belegter Stimme:

„Und jetzt sag mir, warum du hier bist … Julia?“

„Yennefer sucht dich und ich dachte, ich gebe dir besser Bescheid, ehe sie dich … hier und so vorfindet, Geralt, denn das wird sie, schon sehr bald.“

„Verdammt!“

„Das ist alles? Verdammt?“ Jaskier war ein wenig enttäuscht.

„Los, zieh dich an, wir müssen hier weg, ehe sie mich findet. Und dich!“ Der Hexer zerrte ihn unnachgiebig vom Bett und sah ihm das erste Mal, seit der Barde in der Hütte war, ins Gesicht.

„Ich würde sagen, die neue Weiblichkeit steht dir, Barde, aber ich bevorzuge dich, wie ich dich kenne.“

„Woher …“

„Denkst du, ich erkenne dich nicht, Julian?!“

„Aber, du bist betrunken und …“

„… und schon wieder nüchtern. Keine Sorge, ich petzte Yen das hier nicht. Du nimmst das doch nicht so ernst, oder?“

„Nein“, hauchte Jaskier und senkte verlegen den Blick.

„Gut so. Es hat Spaß gemacht und seit du mir damals von deine amourösen Abenteuern in Oxenfurt berichtet hast, war ich neugierig. Ich musste die Gelegenheit einfach nutzen. Du bist mir doch nicht böse, oder?“

„Keineswegs, Geralt. Wir sind doch Freude.“

„Du willst doch nur, dass ich dich das nächste Mal wieder rette, hm?“ Geralt zeigte ein rares Lächeln, während er breit grinste.

„Vielleicht. Es war auf jeden Fall ein beeindruckendes und einprägsames Erlebnis“, murmelte er mit heißen Wangen.

„Und es muss auch nicht einmalig bleiben. Hin und wieder habe ich Phasen, da suche ich nach einer besinnlichen Einkehr. Ist das so, bist du mir willkommen, Jaskier!“ Grob zog er ihn am Nacken zu sich heran und drückte ihm einen über und über männlichen und wenig sanften Kuss auf die Lippen.

Jaskier gefiel das. Eine lockere Liebelei und heißer Sex waren immer drin. Mehr konnte man sich bei ihrem Lebensstil sowieso nicht leisten.





Tatsächlich schafften es die beiden den Ort zu verlassen, bevor Yennefer von Vengerberg sie dort fand. Die kam nämlich nur wenige Stunden nach ihrer Abreise dort an, weil sie einfach Jaskiers Spuren gefolgt war. Allerdings war da die Hütte schon verlassen und nicht mal mehr Eskobar saß auf der Schaukel und verdiente Geld, indem er andere arbeiten ließ.

Weil Yennefer eine ausgezeichnete Zauberin war, konnte sie selbstverständlich anhand der Spuren auf dem Bett und im Rest der Hütte nachvollziehen, was hier geschehen war. Geralt roch sie sogar.

Und auch den Barden Jaskier. Schlimmer für sie als den Samen des Dichters auf dem Bett zu entdecken, waren jedoch die Spuren der unzähligen Damen. Das machte sie wirklich rasend und eifersüchtig. Wenn sie Geralt in die Finger bekommen würde, würde sie ihm seinen schönen Schwanz abreißen, so viel war sicher. Noch zwei Tage suchte sie den Hexer, dann flaute ihre Wut ab und sie wandte sich anderen, spannenderen Dingen zu. Sie würden sich schon wiedertreffen und dann würde sich zeigen, wie tief ihre Wut ging.

Tief in sich wusste sie aber, dass sie Geralt liebte und ihm alles verzieh und dass sie auch die Nervensäge Jaskier so gern hatte, um ihm alles zu vergeben. Sie waren eben Freunde, sie drei.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast