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Auf dem Schlachtfeld wurden wir getrennt... und dort werden wir uns wiedersehen!

von Micjelle
Kurzbeschreibung
OneshotDrama, Fantasy / P12 / Gen
OC (Own Character) Ryomen Sukuna
11.05.2021
11.05.2021
1
2.015
5
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
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11.05.2021 2.015
 
Hallo meine Lieben und willkommen zu meiner ersten Jujutsu Kaisen ff ( ~'ω')~
Die Idee für diese ff ist mir tatsächlich sehr spontan gekommen und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob die Idee wirklich gut war...
(´・ω・`)
Dennoch würde ich mich freuen wenn viele diese Geschichte lesen würden! Geplant war eigentlich, dass sie ein one shot bleibt... ich hätte aber Ideen für eine Fortsetzung XD

Wenn euch die kleine Geschichte also gefällt und ihr eine Fortsetzung cool fändet, schreibt’s mir doch in die Kommentare~

Aber auch über konstruktive Kritik würde ich mich freuen. Ich habe hier nämlich mal ne neue Schreibweise ausprobiert und würde gerne erfahren wie ihr sie so findet~
Aber jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim lesen! <( ̄∇ ̄)ゞ

Ps: ich besitze keine Rechte an Jubutsu Kaisen und mache das hier nur zu meiner und euerer Unterhaltung~

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Leere.
Alles, was er im Moment noch spürte, war Leere. Mit geschlossenen Augen sah er gen Himmel, alleine die Regentropfen, die stetig auf seine Haut niederprasselten, gaben ihm das Gefühl noch am Leben zu sein. Seine Kleidung war bereits völlig durchnässt, aber es interessierte ihn nicht. Er hatte schon lange das Zeitgefühl verloren. Wie lange er hier wohl schon stand? Es könnten Tage, Stunden, aber auch erst Minuten gewesen sein.
„.... ....!“
Was war das für ein Geräusch? Rief da etwa jemand nach ihm? Er konnte nicht deuten, von wo die Stimme kam.
Langsam öffnete er seine Augen. Doch seine Sicht verschwamm wegen des Regens direkt wieder. Sein Körper war taub. Selbst, wenn er es wollen würde... er könnte ihn nicht bewegen. Keinen Muskel. Es war ein seltsames Gefühl. Er fühlte sich so leicht. Als würde er schweben. Aber er fühlte sich auch so schwer... als würde er von etwas zerdrückt werden. Er konnte keinen klaren Gedanken fassen. Es war, als wäre sein Kopf leer.
„.... ....!“
Da. Da war es schon wieder. Wer rief denn ständig nach ihm? Kannte er diese Person? Er wusste es nicht.
Langsam kehrte das Gefühl in seinen Körper zurück und er senkte langsam den Kopf. Das erste, was er wahrnahm, war der Gegenstand, den er in seiner rechten Hand hielt. Ein Schwert. Ein Katana um genau zu sein. Es war schön verziert und lag sehr angenehm in der Hand. An der Klinge, sowie an seiner Hand klebte Blut. Es war ein starker Kontrast zu dem Silber des Schwertes und seiner blassen Haut.

Als er den Blick wieder hob, ragte vor ihm eine Gestalt. Sie war erst nichts weiter als ein formloser Schatten, der mit der Zeit immer mehr Form annahm. Ein vertrautes Gefühl überkam ihn. Er brauchte keine Angst zu haben. Das spürte er. Während der Schatten Gestalt annahm, tat dies auch die Umgebung. Sie veränderte sich... wurde zu einem Schlachtfeld. Überall lagen Leichen, Speere und Schwerter steckten aufrecht im Boden. Es roch nach Blut, Regen und Erde. Nun nahm er auch das entspannende Geräusch des Regens wahr. Wieder fiel sein Blick auf das Schwert. War er das gewesen? War er Teil eines Krieges gewesen? Nun betrachtete er auch den Rest seiner Kleidung. Er war fast komplett in Weiß gekleidet. Jedoch war von dem Weiß kaum noch etwas zu sehen. Der Regen half dem Blut sich langsam auf seiner gesamten Kleidung auszubreiten.
Ein Geräusch, welches Unbehagen in ihm hervorrief und sich anhörte, als würden Knochen brechen, ließ ihn wieder zu der Gestalt vor sich sehen.

Doch etwas war anders. Vor ihm war nicht mehr die schemenhafte Gestalt. Vor ihm ragte nun ein Berg aus menschlichen Knochen auf. Es war ein schrecklicher Anblick. Und wieder stieg ihm der Geruch von Verwesung in die Nase. Am liebsten hätte er sich weggedreht, die Augen zugekniffen oder am besten gleich die Nase. Doch sein Körper reagierte nicht. Er bewegte keinen Muskel. Fast als wäre er in Trance, beobachtete er eine Person, die diesen Berg nun herunterkam. Und je näher er kam, desto mehr machte sich das Gefühl von Angst, Verzweiflung und unbändiger Wut in ihm breit. War er der Feind auf diesem Schlachtfeld gewesen?
Er wollte etwas sagen, sich weiter von ihm entfernen... doch es klappte nicht. Stumm und bewegungsunfähig musste er dabei zusehen, wie dieser Mann weiter auf ihn zu kam. Sein Atem und sein Herzschlag beschleunigten sich. Die Gänsehaut, welche sich auf seinem gesamten Körper ausbreitete, war sehr unangenehm... fast schon schmerzend.

Alle seine Sinne riefen „Gefahr!“, doch er stand einfach nur da. Er konnte nichts tun!
Als der Mann vor ihm zum Stehen kam, fiel ihm das erste Mal auf, wie groß er war. Er reichte ihm gerade so bis zur Brust. Sein Blick wanderte weiter nach oben... und er blickte einem Dämon ins Gesicht. Dieser blickte ihm mit einer verzerrten Fratze an und hob einen Arm.
„Es ist noch etwas zu früh für dich... ich muss dir doch noch alles heimzahlen!“
Die Stimme des Dämons war grässlich, ein Klang, den er so schnell nicht vergessen würde. So triefend von Hass und Vorfreude. Aber was meinte er damit?
Lange Zeit zum Nachdenken blieb ihm aber nicht. Oder um irgendwie zu reagieren. Ein plötzlicher Schmerz zuckte durch seinen Körper. Erst durch den Schock verhindert, fing es schrecklich an in seiner linken Schulter zu brennen, dieses Gefühl breitete sich in Sekunden über seinen ganzen Körper aus. Aber vielleicht war es gerade dieser fast unerträgliche brennende Schmerz, der ihn aus seiner Starre holte.

Sein Kopf zuckte nach links und sofort sah er den Speer, den der Dämon eben durch seine Schulter gestoßen hatte. Seine sowieso schon rote Kleidung wurde nun durch sein eigenes Blut einige Nuancen dunkler. Er hörte das Blut in seinen Ohren förmlich Rauschen. Adrenalin. In Sekundenschnelle war sein Körper voll davon. Doch all das brachte ihm nichts mehr. Der Dämon ergriff die Stange des Speeres, welcher immer noch in seiner Schulter steckte und gab ihm einen Stoß. Als würde er aus Stein bestehen, fiel er einfach nach hinten um. Und das letzte, was er sah, war der bewölkte Himmel, das letzte, was er hörte, war das hämische Lachen des Dämons.

Doch gegen seine Erwartungen schlug er nicht auf den Boden auf. Er schien durch ihn hindurch zu fallen. Als ob er in einen See gesprungen wäre.
Immer weiter sank er in die Tiefe, das Licht der Oberfläche schwand immer mehr und war kaum noch zu erkennen. Wie ein Vogel, der davon flog. Er schloss die Augen. Dies schien sein Ende zu sein. Gefangen in der Dunkelheit drohte er von ihr verschlungen zu werden. Er ließ es zu.
„.... .... Hey! Wach auf!“
Er riss die Augen wieder auf. Da war diese Stimme wieder. Er sollte aufwachen? Aber... war er nicht wach?
„Jetzt stirb mir hier nicht weg!“
Die Stimme wurde immer lauter und deutlicher. Und plötzlich spürte er eine Art Schlag. Sein Körper und das ganze Wasser um ihn herum erzitterte. Kleine Bläschen fingen an, um ihn herum aufzusteigen, schienen ihn wieder nach oben zu drücken.

Er sah sich um. Neben sich und unter sich war nichts. Nichts als die schwarze Leere, in die er abgetaucht war, die ihn drohte zu verschlingen und nie wieder loszulassen. Doch über ihm... über ihm war das Licht, welches immer weiter verschwand. Doch es wurde nicht mehr kleiner. Es wurde langsam wieder größer. Immer größer und heller. Und kurz bevor es ihn erreichte, schien ihn irgendetwas zu packen und nach oben zu ziehen. Das Licht war so grell, dass er die Augen zusammen kniff. Und dann passierte erst einmal nichts. Wieder einmal verlor er komplett das Zeitgefühl. Wie lange war er nun schon hier? Minuten? Stunden? Oder doch nur Sekunden?
Doch dann prasselte alles auf ihn hinein. Alles auf einmal.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Hustend riss er die Augen auf und drehte sich reflexartig zur Seite. Er musste mehrmals würgen, damit das ganze Wasser, welches sich in seinen Lungen gesammelt hatte, herauskommen konnte. Und nun hockte er da, schwer atmend auf den Knien, mit den Händen auf dem Boden abstützend. Seine fast schulterlangen schneeweißen Haare klebten ihm im Gesicht.
Als er ein erleichtertes aufatmen wahrnahm, drehte er den Kopf etwas und sah direkt in das Gesicht eines Mannes. Dieser lächelte ihm erleichtert entgegen.
„Den Göttern sei Dank! Ich dachte schon das wird nichts mehr“
Was redete dieser Mann da? Er verstand nicht ganz. Doch je länger er darüber nachdachte, desto mehr schmerzte sein Kopf. Kurz kniff er die Augen zusammen und atmete tief durch, bevor er sich richtig hinsetzte. Sein Blick viel auf seine Hände. Seine Fingerkuppen waren schrumpelig... als wäre er länger im Wasser gewesen.
„Was ist passiert?“
Seine Stimme war leise und kratzig... man musste wirklich genau hinhören um ihn verstehen zu können.
„Das weiß ich leider nicht. Ich habe mich zum Angeln an den Fluss gesetzt und plötzlich bist du an mir vorbeigetrieben. Mann war das ein Schock!“
Wieder fiel sein Blick auf den Mann. Er war in einem Fluss gewesen? Was hatte er da zu suchen?

Dann wanderte sein Blick das erste Mal umher. Er saß hier tatsächlich an einem Fluss. Der Platz war von wunderschönen blühenden Bäumen umgeben. Außer ihnen waren keine anderen Menschen da. Was er aber nicht ganz verstand... weiter hinten, hinter den Bäumen, ragten seltsam geformte Anwesen in die Luft. Sie waren so plump und langweilig gestaltet, lang und sehr hoch. Gar nicht so wie die prachtvollen Anwesen und Tempel, die er sonst kannte. Und überall in den Anwesen waren Löcher, aus denen Licht kam. Seltsame Architektur. War er hier in einem anderen Land gelandet?
„Alles in Ordnung? Wie heißt du überhaupt?“
Die Fragen rissen ihn aus den Gedanken und sein Blick fiel erneut auf den Mann. Er war nicht gut darin das Alter anderer einzuschätzen, aber er würde den Mann auf Anfang vierzig schätzen.

Er öffnete den Mund, um auf seine Fragen zu antworten, schloss ihn kurz darauf aber wieder. In seinem Kopf ratterte es. Ja gute Frage! Wie hieß er überhaupt? Wo kam er überhaupt her? Doch auch all das Nachdenken brachte nichts.
„Ich weiß es nicht. Ich kann mich nicht erinnern“.
Seine Stimme wurde mit jedem Wort, dass er sprach kräftig er und fester. Er hatte eine tiefe, melodische Stimme. Sie wirkte beruhigend, aber auch noch wie die eines Jugendlichen.
Der Mann lächelte.
„Das macht nichts. Ich nehme dich erst einmal mit zu mir. Da kannst du dich ordentlich ausruhen und dann kommt das alles schon von alleine zurück. Was sagst du dazu?“
Er sah zu dem Mann hoch, welcher aufgestanden war und ihm seine Hand entgegenhielt. Ohne zu zögern, ergriff er diese Hand und ließ sich auf die Füße ziehen. Erst noch etwas wackelig auf den Beinen stützte der Mann ihn kurz. „Geht es?“ Ein kurzes Nicken folgte und die beiden packten die Angelausrüstung zusammen.

Dann gingen sie los. Sie gingen einen Hügel hinauf und einen langen Weg entlang. Alles, was er sah, wirkte so fremd. Überall liefen Menschen herum. Sie sahen glücklich aus, unterhielten sich und waren frei. Alles wirkte so friedlich. Irgendwann liefen die beiden einen Weg entlang, der an vielen großen Feldern entlang führte. Hier und da arbeiteten Bauern. Irgendwie gab ihm das ein vertrautes Gefühl.

Und schließlich kamen die beiden an ein Bauernhaus. Es war umgeben von einem riesigen Feld. Links auf dem Feld grasten ein paar Kühe, Schafe und Pferde zusammen. Rechts auf dem Feld gab es eine große Fläche mit Blumen und Gemüse. Und direkt hinter dem Haus stand ein riesiger Baum. So einen großen hatte er noch nie gesehen. Und er trug auch schon eine menge Äpfel. Alles an diesem Bauernhaus wirkte einladend und vertraut. Fast, als ob man nach einer langen Reise nach Hause kommen würde.

Er blieb stehen, der Wind wehte seine mittlerweile trockenen weißen Locken sanft um seine Nase. Mit einer fließenden Bewegung klemmte er sie hinter sein Ohr. Er musste sie unbedingt kürzen. Sein Blick fiel wieder zu dem Mann, der bereits an der Tür stand und sie ihm einladend öffnete. Hinter der Tür selber versteckte sich ein Mädchen, höchstens dreizehn Jahre alt. Schüchtern sah sie ihm entgegen.
„Na komm schon. Kein Grund schüchtern zu sein. Du bist bei uns herzlich willkommen.“
Mit einem kleinen Lächeln setzte er den ersten Schritt in das Haus... in sein neues Leben.
 
 
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