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Doctor Strange 2 - Rise of Infinity

von Melody18
GeschichteRomance, Sci-Fi / P12 / Het
Doctor Strange / Stephen Vincent Strange Dormammu Dr. Christin Palmer OC (Own Character) Wong
10.05.2021
15.10.2021
22
52.655
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12.09.2021 2.384
 
Hallo, zusammen :) Die Reise geht weiter und natürlich geht’s auch heute wieder aufregend her. Ich will also gar keine großen Reden schwingen-viel Spaß beim Weiterlesen.
LG,
eure Melody


                                                        ~~~

Vom Regen in die Traufe

>>RAUS AUS MEINEM KOPF! <<
Dieser eine Satz von Clea genügte, um sowohl die Finsternis Urma, als auch ihren Vater Prometheus aus ihren Gedanken und auch Geist zu verbannen und ihnen jeglichen Zutritt zu verwehren. Clea hatte alle Ketten gesprengt, die sie noch zurückgehalten hatten und nun riss Prometheus erschrocken die Augen auf und sah auf seine Tochter herab, die im Bett lag und unter deren Haut sich deutlich goldene Venen abzeichneten. Von ihr ging so eine starke Macht aus, dass Prometheus die Schwingungen deutlich wahrnahm und er spürte, dass Clea kurz davor war aufzuwachen.
Er versuchte noch ein letztes Mal in ihren Geist einzutauchen, doch seine Tochter verwehrte ihm jeglichen Zutritt und deshalb zog Prometheus sich hastig zurück. Clea durfte ihn nicht sehen, denn sonst würde ihr bewusst werden, dass er gerade wirklich hier gewesen war. Alles, was er nun noch tun konnte war zu hoffen, dass Clea all dies für einen schrecklichen Albtraum hielt.


Clea PoV
Als ich am nächsten Morgen die Augen wieder aufschlug, hatte ich mich zwar etwas beruhigt, aber das ungute Gefühl von der vergangenen Nacht war geblieben. Irgendetwas hatte sich verändert und immer wieder sah ich das düstere Ebenbild meiner Selbst vor mir und versuchte vergeblich, es aus meinen Gedanken zu verscheuchen.
Mein Blick fiel auf die Bettseite neben mir, doch sie war leer und wirkte unbenutzt. Stephen war also entweder schon lange wach oder hatte sich erst gar nicht zum Schlafen hingelegt. Etwas überrascht runzelte ich die Stirn und strich mir meine Haare aus dem Gesicht, während ich ergebend seufzte. Im Moment war alles einfach mächtig kompliziert und ich wünschte mir die unbeschwerten Stunden wieder herbei, die vor all den Ereignissen mein Leben so viel heller gemacht hatten.
Nun waren meine Gedanken und Gefühle ein einziges Chaos, das ich verzweifelt zu ordnen versuchte und ich verstand einfach nicht, warum das alles passierte. Wieso fiel es mir so schwer die Kontrolle zu wahren und warum konnte ich mich nicht an die Zwischenfälle erinnern, die offenbar zu alldem hier geführt hatten?
Ich konnte nicht weiter darüber nachdenken, denn auf einmal öffnete sich die Tür und Stephen kam in unser Schlafzimmer. Als er bemerkte, dass ich wach war, schlich sich ein Lächeln auf sein Gesicht und dennoch bemerkte ich die hohe Anspannung seines Körpers, während er die Tür schloss.
>>Clea, du bist wach. Geht es dir heute besser? <<, fragte er und ich nickte kaum merklich, um ihn nicht noch mehr zu beunruhigen. >>Du siehst blass aus. Vielleich solltest du dich heute noch etwas ausruhen. <<, schlug er vor, doch ich schüttelte den Kopf.
>>Nicht nötig. Das würde mich nur dazu bringen noch mehr über all das nachzudenken und ich glaube nicht, dass das gut ist. <<
Stephen musterte mich und seufzte dann, ehe er sich dann zu mir auf die Bettkante setzte und meine rechte Hand ergriff. Ich spürte, dass ein innerer Konflikt in ihm herrschte und fragte mich, ob nur die allgegenwärtige Situation ihm so sehr zusetzte.
>>Clea, ich wollte etwas mit dir besprechen. Es geht um eine Idee, die Christine vergangene Nacht hatte. Wir alle haben überlegt, wie wir dir am besten helfen können und ich möchte dir einen Vorschlag machen. Aber vorher möchte ich, dass du weißt, dass es ganz allein deine Entscheidung ist. Wir werden nichts tun, was dir wehtun könnte oder was gegen deinen Willen ist. <<


Meine Stirn legte sich in Falten und ich fragte mich, was er damit sagen wollte. Irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl, doch ich vertraute Stephen und war gewillt, mir seinen Vorschlag zumindest anzuhören.
>>Was für eine Idee hatte Christine? <<, wollte ich schließlich wissen und er strich mit dem Daumen über meinen Handrücken.
>>Sie meinte, wir sollten versuchen herauszufinden, was genau in dir dich dazu bringt die Kontrolle immer wieder zu verlieren. Und wenn wir wissen, womit wir es zu tun haben…könnten wir versuchen, die entsprechende Quelle zu entziehen. Insofern uns das möglich ist. <<
Ich wurde nachdenklich, doch musste auch zugeben, dass die Idee gar nicht so schlecht klang. Auch ich wollte endlich wissen, was in mir die Selbstbeherrschung derartig lahm legte und wenn es nur die geringste Chance gab, dass ich mein unbeschwertes Leben zurückbekam, dann wollte ich sie um jeden Preis nutzen.
>>Meinst du denn, dass ihr das könnt? <<, hakte ich vorsichtig nach und nun legte Stephen mir die Hand an die Wange, während er mir ein zuversichtliches Lächeln schenkte.
>>Wir werden einen Weg finden, Clea. Ich werde nicht zulassen, dass dir etwas geschieht und ich verspreche dir, es wird alles gut. <<
>>Dann sollten wir es versuchen. Je eher wir dieses Problem aus der Welt schaffen, desto besser. <<, stimmte ich zu und er beugte sich ein wenig vor, sodass unsere Nasenspitzen sich leicht berührten, ehe er seine Stirn an meine legte.
In dem Moment überkam mich die Sehnsucht nach ihm und ich umfasste den Kragen seines blauen Gewandes, ehe ich meine Lippen auf seine presste und zu einem Kuss verschloss. Stephen wirkte etwas überrascht, ließ sich aber darauf ein und ich zog ihn zu mir auf das Bett. Er fuhr mir durch meine rotblonden Haare und ich spürte, wie mein Herz raste, als ich ihm wieder so nah war. Es kam mir vor, als hätten wir uns für eine Ewigkeit nicht gesehen und endlich wieder zueinander gefunden, da sich in den vergangenen Tagen eine gewisse Distanz zwischen uns entwickelt hatte. Stephen vertiefte unseren Kuss noch etwas und ich wollte schon beginnen, sein blaues Gewand langsam zu öffnen, als mich mit einem Mal blitzartig düstere Bilder der dunklen Dimension durchzuckten. Zuerst versuchte ich es krampfhaft zu ignorieren und meine ganze Konzentration auf Stephen und unseren gemeinsamen Kuss zu richten. Doch dann durchfuhr mich für den Bruchteil einer Sekunde ein entsetzlicher Schmerz und ich war gezwungen den Kuss abzubrechen und versuchte mich mit aller Kraft zur Wehr zu setzen.
>>NEIN! <<


Meine Hände fuhren ruckartig an meine Schläfen und ich versuchte die düstere Stimme in meinem Kopf zu verdrängen, die zu mir durchdringen wollte. Verzweiflung und Panik krochen in mir hoch, als ich die pulsierende Energie merkte, die mit aller Macht versuchte, sich an die Oberfläche zu kämpfen.
>>Clea, was ist los? Clea, sieh mich an! <<, drang die Stimme von Stephen zu mir durch und ich spürte, wie er meine Handgelenke umfasste, doch ich konnte ihm nicht antworten.
Viel zu sehr bemühte ich mich darum die Kontrolle zu wahren und rief mir immer wieder ins Gedächtnis, dass Stephen unmittelbar vor mir war. Die Energie durfte auf gar keinen Fall aus mir herausbrechen, denn dann könnte ich ihn verletzen und ich konnte spüren, wie die goldenen Venen unter meiner Hautoberfläche sichtbar hervortraten.
>>WONG! <<
Stephen’s Stimme zerschnitt die Luft wie ein Messer und nun umfasste er mein Gesicht, während er irgendwas Unverständliches vor sich hin murmelte. Ich konnte es nicht verstehen, aber es schien irgendein Zauber zu sein und mit einem Mal hörte ich, wie die Tür ruckartig aufgerissen wurde. Zwei Paar Füße betraten das Zimmer und sofort identifizierte ich Wong und Christine, ohne sie anzusehen. Zwar hatte ich noch immer die Augen geschlossen, doch ich konnte mir nur zu gut vorstellen, welches Bild sich den beiden darbieten musste.
>>Stephen, was ist los? <<, fragte Wong und seine Stimme klang bis zum Zerreißen gespannt, während Stephen sichtlich versuchte Ruhe zu bewahren.
>>Du musst mir helfen, sie zu beruhigen. Wenn ihre Selbstkontrolle zusammenbricht, ist es zu spät. <<
Nur Sekunden später spürte ich zwei weitere Hände auf meiner Haut, die sich allerdings auf meine Arme legten. Noch immer hielt Stephen mein Gesicht umschlossen und nun schien Christine etwas näher an das Geschehen zu treten, denn ich fühlte ihr Entsetzen und Alarmbereitschaft.
>>Oh, mein Gott. Stephen, ihre Arme…<<
Ohne Zweifel sprach sie von den goldenen Venen, die nun stärker als je zuvor hervorgetreten sein mussten. Wahrscheinlich wäre ich durch ihre Fassungslosigkeit noch mehr in Panik verfallen, doch auf einmal spürte ich, wie ich langsam aber sicher begann ruhiger zu werden. Allerdings kam diese plötzliche innere Ruhe nicht von mir selbst, denn Wong und Stephen sprachen offenbar einen Zauber aus, der mich daran hinderte außer Kontrolle zu geraten.


Langsam aber sicher verschwamm alles um mich herum und ich wusste nicht, was ich dagegen tun sollte. Etwas in mir schrie mich an mich zur Wehr zu setzen, doch ich konnte nur an die Wärme denken, welche Stephen’s Hände auf meinem Gesicht auslösten.
>>Stephen…<<, setzte ich an, als ich mit einem Mal langsam zur Seite rutschte und sofort von seinen Armen umschlossen wurde, während er mit einem Mal ziemlich ernst klang.
>>Alles wird gut, Clea. Vertrau mir. Vertrau mir. <<
Immer wieder hallten seine letzten beiden Worte wie ein weit entferntes Echo in meinem Kopf wieder, als mich sämtliche Sinne verließen. Ich spürte nur noch, wie mein Geist in einen tiefen Schlaf zu fallen schien, als mich auch schon unendliche Dunkelheit überkam.


                                                                          ***

Stephen PoV

Clea verlor das Bewusstsein und Stephen drückte sie sanft und behutsam zurück in die Kissen. Die Konzentration vom Zauber wich seiner Sorge um Clea, während er sie verzweifelt ansah und vom Bett aufstand, seinen Blick jedoch auf Clea gerichtet hielt. Selbst Wong, der weitaus mehr Erfahrung hatte als er selbst, wirkte ein wenig schockiert und vor allem Christine musterte die goldenen Venen voller Skepsis, die unter der Haut von Clea hervorgetreten waren und nun langsam wieder verblassten.
>>Was zur Hölle ist das, Stephen? <<, durchbrach sie die Stille, allerdings antwortete Wong ihr.
>>Das bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen. <<
Nun wurde Stephen hellhörig und sah auf, während Wong seinen Blick auf Clea fixiert hatte und nun eine Hand an ihre Stirn legte. Kurz schloss der Meister der mystischen Mächte die Augen und Stephen sah, wie er kurz zusammenzuckte und die Augen daraufhin wieder öffnete.
>>Was meinst du damit, Wong? Welche Befürchtungen von dir haben sich bestätigt? <<, fragte Stephen zögerlich und Wong warf ihm einen ernsten Blick zu.
>>Es ist die Darkforce! Nachdem die Schüler mir erzählt haben, was da oben passiert ist und sich der Vorfall mit Christine ereignete, habe ich versucht rauszufinden, was Clea so verändert hat. Und alles deutet darauf hin, dass sie nicht nur mit der Darkforce kollidierte, sondern sie diese unbeabsichtigt absorbiert hat. <<
>>Das ist nicht möglich, Wong. <<, versuchte Stephen ihm diese Theorie sofort wieder zu zerschlagen, doch die Miene von Wong verhärtete sich.
>>Ich fürchte doch. Die Darkforce ist pure boshafte Energie und ich glaube, sie wurde von Clea aufgrund ihrer Stärke angezogen. Und ich fürchte, je länger die Verbindung mit Clea anhält, desto mehr ergreift diese Macht Besitz von ihr und ich will gar nicht daran denken, was dann passieren kann. <<


Stephen spürte, wie sich alles in ihm zusammenzog und er sah schwer erschüttert auf Clea, die ruhig vor ihnen im Bett lag. Allein der Zauber hielt sie in diesem tiefen Schlaf und obwohl sich alles in ihm dagegen wehrte, wusste Stephen instinktiv, dass Wong Recht hatte.
Es musste die Darkforce sein! Nicht einmal die Infinity-Steine hatten Clea so derartig außer Kontrolle gebracht und warum sonst hätte Prometheus wie aus dem Nichts auftauchen und um jeden Preis versuchen sollen, die Erinnerungen seiner Tochter an die traumatische Kollision in der dunklen Dimension zu blockieren?
Stephen spürte, wie ihm die Situation förmlich den Atem raubte und seine Furcht um Clea stieg ins Unermessliche. Er wollte sie um jeden Preis beschützen und von dieser Teufelsenergie befreien, die ihnen schon damals so viel Schmerz bereitet hatte, als Clea sich todesmutig mit Mordo in sie hinein gestürzt hatte.
>>Wie können wir das aufhalten? <<, fragte Stephen an Wong gewandt, auf dessen Gesicht sich nun ein Schatten legte.
>>Soweit ich weiß…gar nicht. <<
>>Es muss doch einen Weg geben, um das rückgängig zu machen. <<, pflichtete Christine bei, doch Wong warf ihr einen eindringlichen Blick zu.
>>Ich habe keinen gefunden. Bisher hat auch noch niemand etwas Derartiges überlebt. Clea ist die Einzige und daher habe ich auch keine Ahnung, wie wir sie davon befreien können. <<
>>Aber wir können auch nicht einfach nichts tun. Es wird immer schlimmer und je länger wir warten, desto mehr drohen wir Clea an die Darkforce verlieren. Und das werde ich garantiert nicht zulassen. Eher sterbe ich. <<, brachte Stephen entschlossen hervor und Christine warf verzweifelte Blicke auf Clea, der dieses schreckliche Schicksal widerfahren war.
>>Was machen wir jetzt? <<
Sie schaute etwas ratlos zu den beiden Zauberern und während Stephen nun zögerlich die rechte Hand von Clea ergriff, blieb Wong hochkonzentriert und schien sich bereits eine Strategie zurecht gelegt zu haben.
>>Zuerst einmal halten wir sie in diesem Schlaf und wecken sie nach ein paar Stunden langsam auf, um sie nicht zu stark aus der Fassung zu bringen. In der Zwischenzeit versuchen wir am besten irgendwie Kontakt zu Prometheus aufzunehmen. Vielleicht kann er uns weiterhelfen, denn anders weiß ich keinen Weg, wie wir Clea helfen sollen. Denn mit einem hat ihr Vater Recht: sie darf sich auf keinen Fall an den Vorfall erinnern. Wenn diese letzte Wand erstmal eingebrochen ist, dann gibt es kein Zurück mehr und wer weiß, zu was die Darkforce dann im Stande ist. Wenn sie vollkommen die Kontrolle über Clea übernimmt…könnte das in einer Katastrophe enden. <<
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