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Verliebt in den Feind Teil 2

GeschichteRomance, Erotik / P16 / MaleSlash
Dobby Draco Malfoy Harry Potter
10.05.2021
20.09.2021
14
14.970
2
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1 Review
 
11.09.2021 791
 
Geständnisse
Behutsam blinzelte ich in das gleißend helle Licht der Sonne. Es war gerade einmal fünf Uhr morgens, wie mir die gigantische Wanduhr verriet.
Geweckt hatten mich die sanften Streicheleinheiten von Harry. Moment mal! Harry streichelte mich? Was hatte ich verpasst?
Es dauerte einige Sekunden bis mir die Ereignisse der letzten Tage wieder in den Sinn kamen. Ganz besonders den Gedanken an Gestern Abend hielt ich einen Moment lang fest.
„Hey.“ murmelte ich in die Stille hinein.
Harry, dessen Blick die ganze Zeit auf Granger gelegen hatte, zuckte zusammen und zog ruckartig seine Hand weg. Offenbar hatte er nicht mitgekriegt, dass ich aufgewacht war und fühlte sich nun ziemlich ertappt.
„Hi.“ meinte er nur kurz angebunden. „Wie lange bist du schon wach?“.
Lasziv grinste ich ihn an „Lange genug.“.
Harry fühlte sich sichtlich unwohl in seiner Haut. Er rutschte auf meinem Schoß herum, wie ein kleines Kind, das das erste mal zum Heiler soll. Dabei merkte er allerdings nicht, wie nahe er empfindlichen Teilen meines Körpers kam.
Erregt stöhnte ich auf und packte Harry ruckartig an der Hüfte, als er meinen Penis berührte. Auch durch die Hose merkte man jede kleinste Berührung und meine Hose war noch dazu nicht dick.
Erschrocken hielt Harry inne und sah mich entgeistert an. Ich leckte mir über die Lippen und sah zu ihm hoch. Sofort stieg ihm die Röte ins Gesicht und er sah augenblicklich zu Boden.
„Tut mir leid.“ nuschelte er immer noch ohne den Blick zu heben.
„Was?“ fragte ich amüsiert „Dass du mich ungewollt geil machst oder, dass du mich geweckt hast?“.
„Beides?“. Es sollte wohl eine Aussage sein, doch es klang mehr nach einer Frage. „Und das...wegen neulich. Ich hab echt...beschissen reagiert und...naja keine Ahnung, ich dachte...wir könnten...also vielleicht könnten wir ja nochmal...darüber reden?“ stotterte er vor sich her.
Ich hielt einen Moment inne bevor ich antwortete. „Wow! Das hat dich ganz schön viel Überwindung gekostet, was?“ stumm nickte Harry.
„Hey! Ist schon okay. Wir müssen nicht…“
„Doch!“ fiel Harry mir mitten ins Wort. „Doch das müssen wir und das weißt du genauso gut wie ich. Und wir müssen jetzt reden, weil ich die nächsten Tage erst mal beschäftigt bin.“.
Die Neugier packte mich. „Womit?“.
Auch wenn wir nur befreundet oder im Moment ja eher in der Schwebe waren, so machte ich mir doch Sorgen um Harry und wenn er dieses Jahr wieder versuchen würde Voldemort ein für alle mal zu töten, dann war das langsam an der Zeit.
Ich wusste ziemlich genau, dass er damit beschäftigt sein würde. Und ich war mir ziemlich sicher, dass Harry sich dessen bewusst war.
„Hör zu, was auch immer du jetzt glaubst womit ich beschäftigt sein werde…“
Ich hatte keinen Nerv dazu mir dieses umschiffen des Offensichtlichen auch nur eine Sekunde lang anzutun. „Ich weiß es, Harry. Und das weißt du.“ sprach ich meine Gedanken aus. Betreten senkte Harry seinen Kopf zu Boden.
„Verdammt, das ist doch nicht deine Aufgabe.“ wurde ich langsam wütend. Wütend aus der unendlichen Sorge heraus. Jedes mal, das Harry gegen Voldemort kämpfte konnte sein letztes mal sein. Aber nicht nur, weil er Voldemort vernichten konnte. Er konnte auch selber dabei sterben. Letztes mal war er nicht wirklich weit davon entfernt gewesen.
„Doch Draco, ist es, es ist meine Aufgabe. Ich bin mit dieser Aufgabe älter worden.“.
Für einen Moment herrschte Stille. Aber es war keine angenehme Stille. Sie war bedrückend.
Ich merkte, dass Harry irgendetwas auf dem Herzen lag, aber er traute sich nicht es auszusprechen.
„Sag es Harry.“. Irritiert sah er mich von der Seite an.
„Dir liegt etwas auf dem Herzen, sprich es aus. Vielleicht ist das deine letzte Möglichkeit dazu.“. Betreten sah er zu Boden.
„Draco ich…“.
„Du kannst nicht. Schon klar.“.
Behutsam schob ich Harry von meinem Schoß und machte selbst Anstalten zu gehen. Einen Moment hielt ich noch inne und blieb stehen, jedoch drehte ich mich nicht um. Zurück sehen ist nicht gut, hatte meine Mutter einmal gesagt.
„Viel Glück Potter. Ich hoffe du überlebst es.“.
Ich trat raus auf den Gang und verharrte dort einen Moment. Mit einem Knall fiel die gewaltige Tür des Krankenflügels ins Schloss. Ich hörte noch wie es drinnen schepperte und anschließend klirrte. Mit schnellen Schritten und die Tränen unterdrückend eilte ich zum Gemeinschaftsraum der Slytherins und warf mich für einige Minuten Schlaf auf mein Bett. Ich tat kein Auge mehr zu. So wie ich es die ganze Woche nicht tat. Viel zu groß war die Angst um Harry.
Im Schloss liefen wir uns nur selten über den Weg und wechselten kein einziges Wort in der nächsten Woche und keiner von uns hatte eine Ahnung wie lange das noch anhalten würde. Vielleicht nur bis Ende des Schuljahres. Vielleicht aber auch länger.
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